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Metrum in der Musik: Puls und Takt verstehen

Metrum in der Musik: Puls und Takt verstehen
Metrum in der Musik: Puls und Takt verstehen
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Das Metrum ist die wiederkehrende Ordnung von schweren und leichten Schlägen. Es hilft dir, gleichmäßige Pulsschläge zu Gruppen zu bündeln und zum Beispiel eine Zweier-, Dreier- oder Viererordnung zu hören. Der Begriff wird nicht überall gleich verwendet; auf dieser Seite trennen wir Metrum, Puls, Takt, Rhythmus und Tempo klar voneinander.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Vom Puls zum Metrum

Stell dir gleichmäßige Schritte vor: eins – eins – eins – eins. Diese gleichmäßige Folge ist der Puls oder Grundschlag. Erst wenn manche Schläge schwerer wirken als andere, entsteht eine wiederkehrende Betonungsordnung: das Metrum.

Definition

Metrum

Das Metrum ordnet Schläge nach ihrem Gewicht. Ein schwerer Schlag wirkt wie ein Schwerpunkt, ein leichter Schlag führt weiter. Die Ordnung wiederholt sich regelmäßig.

„Schwer“ bedeutet dabei nicht automatisch „lauter“. Das metrische Gewicht entsteht aus dem musikalischen Zusammenhang. Lautstärke kann einen Schwerpunkt hörbar machen, ist aber nicht mit ihm identisch.

Beispiel

Klopfe viermal gleichmäßig und sprich dazu:

EINS – zwei | EINS – zwei

Der Puls bleibt bei jedem Klopfen gleichmäßig. Weil jeder erste von zwei Schlägen hervorgehoben wird, hörst du eine Zweierordnung.

Teste dich
Frage 1 von 1LeichtWelche Beschreibung trifft das Metrum auf dieser Seite?
Lösung: die wiederkehrende Ordnung schwerer und leichter Schläge — Das Metrum beschreibt die Betonungsordnung. Der Puls liefert das gleichmäßige Zeitraster.
Zweier-, Dreier- und Viererordnung hören

Um ein Metrum zu erkennen, suchst du nicht zuerst nach einzelnen Noten. Höre auf regelmäßig wiederkehrende Schwerpunkte.

  • Zweierordnung: schwer – leicht
  • Dreierordnung: schwer – leicht – leicht
  • Viererordnung: sehr schwer – leicht – etwas schwerer – leicht

Bei einer Viererordnung ist die 1 meist der stärkste Schwerpunkt. Die 3 kann einen schwächeren zweiten Schwerpunkt tragen.

Beispiel

Du hörst die Folge:

STARK – leicht – leicht | STARK – leicht – leicht

Zwischen zwei starken Schlägen liegen jeweils zwei leichte. Deshalb umfasst eine Gruppe drei Pulsschläge: Es ist eine Dreierordnung.

So gehst du beim Hören vor:

  1. Klopfe den gleichmäßigen Puls mit.
  2. Achte darauf, welcher Schlag regelmäßig als Schwerpunkt wiederkehrt.
  3. Zähle die Pulsschläge von einem Schwerpunkt bis unmittelbar vor den nächsten.
  4. Begründe deine Entscheidung mit der Anzahl und Lage der Schwerpunkte.
Teste dich
Frage 1 von 1MittelDu hörst: STARK – leicht – leicht | STARK – leicht – leicht. Welche Ordnung liegt nahe?
Lösung: eine Dreierordnung — Jede Gruppe enthält einen schweren und zwei leichte Pulsschläge. Das ergibt drei Schläge pro Gruppe.
Wie Metrum und Taktart zusammenhängen

Ein Takt ist eine wiederkehrende Gruppe von Pulsschlägen. Taktstriche trennen solche Gruppen in der Notenschrift. Die Taktart zeigt, wie der Takt geordnet ist und welcher Notenwert als Zähleinheit dient.

Bei einem 3/4-Takt bilden gewöhnlich drei Viertelschläge eine Gruppe. Die 1 ist meist schwer, 2 und 3 sind leicht. Bei einem 4/4-Takt bilden vier Viertelschläge eine Gruppe; meist ist 1 am stärksten, 3 etwas weniger schwer und 2 sowie 4 sind leichter.

Merke

Metrum und Taktart hängen zusammen, sind aber nicht dasselbe: Das Metrum ist die wahrgenommene Betonungsordnung. Die Taktart macht die zeitliche Gruppierung in der Notation sichtbar.

Das klingende Metrum kann von einem einfachen Grundschema abweichen. Musikalische Akzente oder Phrasen können andere Stellen hervorheben, obwohl die notierte Taktart gleich bleibt.

Teste dich
Frage 1 von 1MittelEin Stück steht im 3/4-Takt. Wo liegt der übliche metrische Hauptschwerpunkt?
Lösung: auf Zählzeit 1 — Im üblichen 3/4-Metrum folgt auf die schwere 1 zweimal leicht: EINS – zwei – drei.
Metrum von Rhythmus und Tempo unterscheiden

Der Rhythmus ist die zeitliche Figur aus unterschiedlich langen Tönen und Pausen. Er liegt auf dem Pulsraster und kann sich verändern, während das Metrum gleich bleibt.

Das Tempo sagt, wie schnell der Puls läuft. Es kann in BPM angegeben werden. BPM bedeutet „Schläge pro Minute“. Wird das Tempo schneller, rücken die Pulsschläge enger zusammen; die Betonungsordnung kann trotzdem gleich bleiben.

Beispiel

Klatsche gleichmäßig EINS – zwei – drei – vier. Sprich dazu abwechselnd kurze Silben und einen Ton, den du über zwei Klatscher hältst. Dein Klatschen hält Puls und Viererordnung fest; die verschiedenen Tondauern bilden eine eigene rhythmische Figur.

Teste dich
Frage 1 von 1LeichtWas kann sich ändern, obwohl die Viererordnung erhalten bleibt?
Lösung: der Rhythmus aus langen und kurzen Tönen — Verschiedene Rhythmen können über demselben Puls und demselben Metrum liegen.
Wenn Akzente gegen die Ordnung wirken

Eine Synkope hebt eine Stelle hervor, die im Grundschema metrisch leicht ist. Dadurch entsteht Spannung zwischen dem erwarteten Schwerpunkt und dem tatsächlich hörbaren Akzent.

Im 4/4-Takt können zum Beispiel die Zählzeiten 2 und 4 deutlich hervortreten. Das Grundschema mit der schweren 1 verschwindet dadurch nicht zwingend. Es wird von abweichenden Akzenten überlagert.

Definition

Synkope

Eine Synkope entsteht, wenn ein musikalischer Akzent auf einer metrisch leichten Position liegt und dadurch gegen die erwartete Betonungsordnung wirkt.

Beispiel

Sprich gleichmäßig EINS – zwei – DREI – vier für das metrische Grundschema. Klatsche danach besonders auf zwei und vier. Du hörst nun Akzente an Stellen, die im Grundschema leichter sind. Entscheidend ist die Spannung zur erwarteten Ordnung.

Teste dich
Frage 1 von 1SchwerIn einer Viererordnung wird die sonst leichte Zählzeit 2 auffällig betont. Welche Erklärung passt?
Lösung: Der Akzent kann synkopisch gegen das metrische Grundschema wirken. — Eine Synkope betrifft die Lage des Akzents. Tempo und notierte Taktart müssen sich dabei nicht ändern.
Metrum selbst bestimmen

Probiere diese Folge ohne Instrument aus:

STARK – leicht – etwas stark – leicht | STARK – leicht – etwas stark – leicht

  1. Klopfe jeden Schlag gleichmäßig.
  2. Markiere den stärksten wiederkehrenden Schwerpunkt.
  3. Zähle die Schläge einer vollständigen Gruppe.
  4. Benenne die Ordnung und begründe sie.
Gut zu wissen

Lösung: Der stärkste Schwerpunkt kehrt nach vier Pulsschlägen wieder. Die 3 trägt einen schwächeren zweiten Schwerpunkt. Daher liegt eine Viererordnung nahe. Die Begründung „vier Schläge pro wiederkehrender Betonungsgruppe“ ist wichtiger als bloßes Raten.

Manchmal kannst du denselben musikalischen Verlauf im halben oder doppelten Puls mitklopfen. Entscheide dich dann für die Ebene, auf der Schwerpunkte und musikalische Bewegung am überzeugendsten zusammenpassen. Bei echten Hörbeispielen kann mehr als eine Wahrnehmung begründbar sein; die regelmäßige Schwerpunktordnung muss aber zu deiner Zählung passen.

Lückentext

Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.

Der gleichmäßige Grundschlag heißt . Die Ordnung aus schweren und leichten Schlägen heißt . Die Geschwindigkeit des Pulses heißt . Eine Folge verschieden langer Töne und Pausen bildet den .

Lösungen: Lücke 1: Puls; Lücke 2: Metrum; Lücke 3: Tempo; Lücke 4: Rhythmus. Prüfe die Ebenen: Puls ist das Raster, Metrum die Betonungsordnung, Tempo die Geschwindigkeit und Rhythmus die zeitliche Figur.
Karteikasten
Karteikasten

Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Musikalische Zeit
    • Puls: gleichmäßiges Raster
    • Metrum: schwere und leichte Schläge
    • Takt: wiederkehrende Pulsgruppe
    • Taktart: notierte Gruppierung
    • Rhythmus: Dauern von Tönen und Pausen
    • Tempo: Geschwindigkeit des Pulses
    • Synkope: Akzent gegen das Grundschema
Abschluss-Check
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Frage 1 von 3LeichtWelche Zuordnung ist richtig?
Lösung: Puls = gleichmäßiges Raster; Metrum = Betonungsordnung — Der Puls liefert gleichmäßige Schläge. Das Metrum ordnet diese als schwer und leicht.
Frage 2 von 3MittelZwischen zwei Hauptschwerpunkten hörst du immer zwei leichte Schläge. Welche Ordnung ist am plausibelsten?
Lösung: eine Dreierordnung — Zähle vom Hauptschwerpunkt bis vor den nächsten: schwer – leicht – leicht. Das sind drei Pulsschläge.
Frage 3 von 3SchwerEin Musiker spielt über einem gleichmäßigen Viererpuls wechselnde lange und kurze Töne. Was bleibt gleich, was verändert sich?
Lösung: Puls und Viererordnung können gleich bleiben; der Rhythmus verändert sich. — Ton- und Pausendauern bilden den Rhythmus. Derselbe Puls und dasselbe Metrum können viele Rhythmen tragen.

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