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Pentatonik: Fünftonleiter verstehen und nutzen

Pentatonik: Fünftonleiter verstehen und nutzen
Pentatonik: Fünftonleiter verstehen und nutzen
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Eine Pentatonik ist eine Tonleiter mit fünf verschiedenen Tönen. Mit einem bewusst begrenzten Tonvorrat kannst du leicht erkennbare Melodien entwickeln und improvisieren.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Was macht eine Pentatonik aus?

Stell dir vor, du darfst für eine Melodie nur fünf verschiedene Töne verwenden. Diese fünf Töne bilden deinen Tonvorrat. Sind sie als Skala geordnet, sprichst du von einer Pentatonik oder Fünftonleiter.

Definition

Pentatonik

Eine Pentatonik ist eine Skala oder ein Tonsystem aus fünf verschiedenen Tönen. In einer aufgeschriebenen Tonleiter kann der Grundton am Ende in der nächsten Oktave wiederholt werden; er bleibt trotzdem derselbe Tonname.

Ein wichtiges Beispiel ist die C-Dur-Pentatonik:

C–D–E–G–A–C

Der letzte Ton C wiederholt den Grundton eine Oktave höher. Zum Tonvorrat gehören daher fünf verschiedene Töne: C, D, E, G und A.

Die verbreiteten Dur- und Moll-Pentatoniken besitzen keine Halbtonschritte. Deshalb fehlt ihnen die starke Zugwirkung, die etwa H unmittelbar vor C erzeugen kann. Das macht ihren Klang häufig offen und erleichtert erste Improvisationen. Ob etwas passend klingt, hängt trotzdem von Begleitung, Rhythmus und Gestaltung ab.

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWelche Aussage beschreibt eine Pentatonik richtig?
Lösung: Sie verwendet fünf verschiedene Töne. — „Penta“ weist auf fünf hin. Entscheidend ist die Zahl der verschiedenen Töne im Tonvorrat.
Frage 2 von 2MittelWie viele verschiedene Töne enthält C–D–E–G–A–C?
Lösung: Fünf — C kommt zweimal vor, bezeichnet aber in beiden Fällen denselben Ton innerhalb verschiedener Oktavlagen.
Wie bildest du eine Dur-Pentatonik?

Du kannst die Dur-Pentatonik aus einer Durtonleiter ableiten. Verwende die Stufen 1, 2, 3, 5 und 6. Die 4. und 7. Stufe lässt du weg.

Beispiel

Die C-Dur-Tonleiter lautet:

C–D–E–F–G–A–H–C

  1. Streiche die 4. Stufe F.
  2. Streiche die 7. Stufe H.
  3. Übrig bleiben C, D, E, G und A.

Die C-Dur-Pentatonik lautet daher:

C–D–E–G–A–C

Diese Weglassungsregel ist eine praktische Ableitung. Sie erklärt nicht die historische Entstehung der Pentatonik.

Dasselbe Verfahren funktioniert in anderen Durtonarten. Aus G-Dur wird durch Weglassen der 4. und 7. Stufe:

G–A–H–D–E–G

Merke

Dur-Pentatonik: 1–2–3–5–6. Lasse in der Durtonleiter die 4. und 7. Stufe weg.

Lückentext

Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.

Die C-Dur-Tonleiter enthält die Töne C–D–E––G–A––C. Für die C-Dur-Pentatonik lässt du die Stufe weg. Ihr Tonvorrat lautet deshalb C–D–E––A.

Lösungen: Lücke 1: F; Lücke 2: H; Lücke 3: 4. und 7.; Lücke 4: G. Prüfe zuerst die Stufennummern der Durtonleiter. Nach dem Streichen von F und H bleiben genau fünf verschiedene Töne übrig.
Wie hängen Dur und Moll zusammen?

Die A-Moll-Pentatonik lautet:

A–C–D–E–G–A

Du kannst sie aus der natürlichen A-Moll-Tonleiter bilden. Dabei lässt du die 2. und 6. Stufe weg. Allgemein verwendet die Moll-Pentatonik die Stufen 1, kleine 3, 4, 5 und kleine 7.

Beispiel

Die natürliche A-Moll-Tonleiter lautet:

A–H–C–D–E–F–G–A

Nach dem Weglassen von H und F bleiben:

A–C–D–E–G–A

Das ist die A-Moll-Pentatonik.

C-Dur-Pentatonik und A-Moll-Pentatonik enthalten denselben Tonvorrat:

C, D, E, G, A

Der Unterschied liegt im Grundton und in der Anordnung. Bei C als Grundton entsteht zum E eine große Terz; das unterstützt die Durwirkung. Bei A als Grundton entsteht zum C eine kleine Terz; das unterstützt die Mollwirkung.

Merke

Gleicher Tonvorrat bedeutet nicht automatisch gleiche Wirkung. Grundton, Anfang, Schluss, Betonung und Begleitung beeinflussen, welches tonale Zentrum du hörst.

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWelche Töne gehören zur A-Moll-Pentatonik?
Lösung: A–C–D–E–G — Die Moll-Pentatonik verwendet die Stufen 1, kleine 3, 4, 5 und kleine 7.
Frage 2 von 2MittelWarum können C-Dur- und A-Moll-Pentatonik unterschiedlich wirken?
Lösung: Sie setzen bei gleichem Tonvorrat einen anderen Grundton in den Mittelpunkt. — Anfang, Schluss und Betonung können C oder A als tonales Zentrum hörbar machen.
Wie gestaltest du eine eigene Melodie?

Eine gute Melodie entsteht nicht allein durch die Auswahl passender Töne. Auch Rhythmus, Wiederholung und Schlusswirkung geben ihr Zusammenhang.

Nutze für einen ersten Versuch C-Dur-Pentatonik: C, D, E, G und A.

  1. Erfinde ein kurzes Motiv aus drei bis fünf Tönen.
  2. Wiederhole das Motiv ganz oder leicht verändert.
  3. Verwende nur Töne des vereinbarten Tonvorrats.
  4. Beende die Melodie auf C, wenn C als Grund- und Schlusston deutlich wirken soll.
Beispiel

Eine mögliche Melodieskizze lautet:

C–D–E | C–D–E | G–E–D–C

Das Motiv C–D–E wird wiederholt. Danach führt die Melodie über G, E und D zurück zu C. Der Schluss auf C stärkt die Grundtonwirkung.

Eine andere Lösung kann ebenso schlüssig sein, wenn sie den Tonvorrat einhält und ihre Wiederholung sowie ihren Schluss nachvollziehbar gestaltet.

Deine Gestaltungsaufgabe

Entwirf mit A, C, D, E und G eine Melodie aus acht bis zwölf Tönen.

  • Verwende mindestens eine erkennbare Wiederholung.
  • Nutze keinen tonvorratsfremden Ton.
  • Beende die Melodie auf A, damit A als möglicher Grundton gestärkt wird.
  • Erkläre in einem Satz, wo deine Wiederholung liegt.
Gut zu wissen

Beispiellösung: A–C–D–E | A–C–D–A. Die Folge A–C–D erscheint zweimal. Beim zweiten Mal ersetzt A den Ton E und beendet die Melodie auf dem vorgesehenen Schlusston. Andere Lösungen sind möglich, wenn sie alle Bedingungen erfüllen.

Teste dich
Frage 1 von 2MittelWelche Skizze erfüllt alle Bedingungen der Aufgabe?
Lösung: A–C–D–E | A–C–D–A — Die richtige Skizze nutzt nur A, C, D, E und G, wiederholt A–C–D und endet auf A.
Frage 2 von 2SchwerEine Melodie verwendet nur C, D, E, G und A, endet aber deutlich auf A. Welche Deutung ist am besten begründet?
Lösung: Der Tonvorrat passt zu C-Dur und A-Moll; der Schluss auf A kann A als Zentrum stärken. — Für die Wirkung zählen nicht nur die vorhandenen Töne, sondern auch ihre Anordnung, Betonung und Schlusswirkung.
Karteikasten
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Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Pentatonik
    • fünf verschiedene Töne
    • begrenzter Tonvorrat
    • verbreitete Standardformen ohne Halbtonschritte
    • Dur-Pentatonik
      • Stufen 1–2–3–5–6
      • Beispiel C–D–E–G–A
    • Moll-Pentatonik
      • Stufen 1–kleine 3–4–5–kleine 7
      • Beispiel A–C–D–E–G
    • Melodiegestaltung
      • Wiederholung schafft Zusammenhang
      • Schlusston kann den Grundton stärken
Abschluss-Check
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Frage 1 von 3LeichtWelche beiden Töne fehlen in der C-Dur-Pentatonik gegenüber der C-Dur-Tonleiter?
Lösung: F und H — Die Dur-Pentatonik entsteht mit den Stufen 1, 2, 3, 5 und 6; die 4. Stufe F und die 7. Stufe H fehlen.
Frage 2 von 3MittelWelche Folge ist eine G-Dur-Pentatonik?
Lösung: G–A–H–D–E — Aus G–A–H–C–D–E–Fis werden die 4. Stufe C und die 7. Stufe Fis entfernt.
Frage 3 von 3SchwerZwei Melodien verwenden C, D, E, G und A. Die erste endet auf C, die zweite auf A. Was kannst du sicher sagen?
Lösung: Beide nutzen denselben Tonvorrat; ihre unterschiedlichen Schlusstöne können verschiedene Grundtonwirkungen unterstützen. — C-Dur- und A-Moll-Pentatonik teilen ihren Tonvorrat. Welcher Grundton hörbar wird, hängt von der musikalischen Gestaltung ab.

Wenn du alle drei Fragen begründen und eine eigene Melodie nach den Gestaltungsregeln prüfen kannst, hast du den Kern der Pentatonik verstanden.

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