Musik

Terz in der Musik: klein, groß und sicher bestimmen

Terz in der Musik: klein, groß und sicher bestimmen
Terz in der Musik: klein, groß und sicher bestimmen
Für Quiz, Lückentext, Lernkarten und Fortschritt ist JavaScript nötig. Alle Inhalte und Lösungen bleiben direkt lesbar.

Eine Terz ist der Abstand zwischen zwei Tönen, deren Stammtöne beim Zählen drei Plätze umfassen. Bei C–E zählst du C–D–E. Je nach Zahl der Halbtonschritte ist die Terz zum Beispiel klein oder groß.

Auf dieser Seite lernst du, Terzen zu erkennen, genau zu bestimmen und ihre Rolle in Dur- und Mollklängen zu erklären.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Woran erkennst du eine Terz?

Ein Intervall ist der Abstand zwischen zwei Tonhöhen. Die Töne können nacheinander in einer Melodie oder gleichzeitig in einem Akkord erklingen.

Definition

Terz

Eine Terz umfasst drei Stammtöne. Anfangs- und Endton werden mitgezählt. Zwischen ihnen wird ein Stammton übersprungen.

Die Stammtöne heißen C–D–E–F–G–A–H. Danach beginnt die Reihe wieder bei C.

  • C–E: C–D–E → drei Stammtöne
  • F–A: F–G–A → drei Stammtöne
  • A–C: A–H–C → drei Stammtöne

Auch abwärts gilt dieselbe Regel: A–F ist eine Terz, denn du zählst A–G–F.

Merke

Für den Grundnamen des Intervalls zählst du die Stammtöne einschließlich Anfang und Ende. Drei gezählte Stammtöne ergeben eine Terz.

Teste dich
Frage 1 von 1LeichtWelche Tonfolge bildet eine Terz?
Lösung: C–E — Zähle die Stammtöne einschließlich beider Endpunkte: C–D–E ergibt drei und damit eine Terz.
Wie bestimmst du eine Terz Schritt für Schritt?

Der Intervallname und seine genaue Größe entstehen in zwei verschiedenen Zählschritten:

  1. Stammtöne zählen: So erkennst du, ob das Intervall eine Terz ist.
  2. Halbtonschritte zählen: So bestimmst du die Qualität, etwa klein oder groß.

Ein Halbtonschritt ist auf dem Klavier der Abstand von einer Taste zur unmittelbar benachbarten Taste – unabhängig davon, ob sie weiß oder schwarz ist.

Beispiel

Bestimme das Intervall A–Cis.

  1. Zähle die Stammtöne: A–H–C. Es sind drei, also liegt eine Terz vor.
  2. Zähle die Halbtonschritte: A–Ais ist der erste, Ais–H der zweite, H–C der dritte und C–Cis der vierte.
  3. Eine Terz mit vier Halbtonschritten ist eine große Terz.

Ergebnis: A–Cis ist eine große Terz.

Teste dich
Frage 1 von 1MittelWarum ist F–A eine Terz?
Lösung: Weil F–G–A drei Stammtöne umfasst. — Entscheidend ist das inklusive Zählen in der Stammtonreihe: F–G–A. Anfang und Ende zählen mit.
Wie unterscheiden sich kleine und große Terzen?

Kleine und große Terzen überspringen denselben Stammton. Sie unterscheiden sich nur um einen Halbtonschritt:

  • kleine Terz (k3): drei Halbtonschritte, zum Beispiel C–Es
  • große Terz (g3): vier Halbtonschritte, zum Beispiel C–E
Beispiel

Vergleiche A–C und A–Cis.

Beide Intervalle umfassen A–H–C und sind deshalb Terzen.

  • A–C hat drei Halbtonschritte: kleine Terz.
  • A–Cis hat vier Halbtonschritte: große Terz.

Das Vorzeichen erhöht den Zielton C zu Cis. Dadurch wird das Intervall um einen Halbton größer.

Merke

Erst die Stammtöne, dann die Halbtonschritte: Drei Stammtöne bestimmen den Namen Terz. Drei Halbtöne ergeben eine kleine, vier eine große Terz.

Teste dich
Frage 1 von 1MittelWelche genaue Bezeichnung hat A–C?
Lösung: kleine Terz — A–H–C zeigt den Grundnamen Terz. Die drei Halbtonschritte bestimmen die Qualität klein.
Welche Rolle spielt die Terz in Dur und Moll?

Terzen sind wichtige Bausteine von Dreiklängen, also Akkorden aus drei Tönen. In der Grundstellung entscheidet die Terz über dem Grundton wesentlich darüber, ob ein Dreiklang Dur- oder Mollcharakter hat.

Beispiel

Vergleiche zwei Dreiklänge über C:

  • C–E–G enthält über dem Grundton C die große Terz C–E. Das ist ein C-Dur-Dreiklang.
  • C–Es–G enthält über dem Grundton C die kleine Terz C–Es. Das ist ein c-Moll-Dreiklang.

Nur der mittlere Ton verändert sich um einen Halbton. Dadurch wechselt die entscheidende Terz von groß zu klein.

Eine große oder kleine Terz kann einen Klang prägen. Sie legt aber nicht allein fest, welches Gefühl ein ganzes Musikstück vermittelt: Tempo, Rhythmus, Lautstärke und weitere Töne wirken ebenfalls mit.

Teste dich
Frage 1 von 1MittelWas geschieht beim Wechsel von C–E–G zu C–Es–G?
Lösung: Die große Terz über C wird klein; aus Dur wird Moll. — Der Grundton C und die Quinte G bleiben gleich. Nur E wird zu Es, sodass C–E zur kleineren Terz C–Es wird.
Vertiefung: Verminderte und übermäßige Terzen

Neben kleinen und großen Terzen gibt es auch veränderte Formen. Der Stammtonabstand bleibt dabei immer eine Terz:

  • verminderte Terz: zwei Halbtonschritte, zum Beispiel C–Eses
  • kleine Terz: drei Halbtonschritte, zum Beispiel C–Es
  • große Terz: vier Halbtonschritte, zum Beispiel C–E
  • übermäßige Terz: fünf Halbtonschritte, zum Beispiel C–Eis

Die Schreibweise ist entscheidend. C–Eses heißt verminderte Terz, weil du C–D–E zählst. Auf einem gleichstufig gestimmten Klavier klingt Eses wie D. C–D heißt jedoch große Sekunde, weil nur C–D gezählt wird.

Dasselbe Prinzip zeigt der Vergleich D–Fis und D–Ges:

  • D–Fis: D–E–F → große Terz mit vier Halbtonschritten
  • D–Ges: D–E–F–G → verminderte Quarte mit vier Halbtonschritten

Beide Intervalle können auf dem Klavier gleich klingen. Wegen ihrer verschiedenen Schreibweise tragen sie unterschiedliche Namen.

Teste dich
Frage 1 von 1MittelWarum heißt C–Eses verminderte Terz und nicht große Sekunde?
Lösung: Weil die geschriebenen Stammtöne C–D–E eine Terz ergeben. — Der Grundname folgt aus der Schreibung C bis E. Die zwei Halbtonschritte machen diese Terz vermindert.
Karteikasten
Karteikasten

Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Terz
    • Erkennen
      • Drei Stammtöne einschließlich Anfang und Ende
      • Ein übersprungener Stammton
    • Genau bestimmen
      • Kleine Terz: drei Halbtonschritte
      • Große Terz: vier Halbtonschritte
      • Verminderte und übermäßige Formen als Vertiefung
    • Verwenden
      • Melodischer Tonsprung
      • Baustein von Dreiklängen
      • Unterscheidung von Dur und Moll
    • Sicher benennen
      • Erst Schreibung prüfen
      • Dann Halbtonschritte zählen
Abschluss-Check
Teste dich
Frage 1 von 3LeichtWelche Aussage über jede Terz trifft zu?
Lösung: Beim Zählen werden drei Stammtöne einschließlich Anfang und Ende erfasst. — Der Name Terz kommt vom dritten gezählten Stammton. Zwischen Anfang und Ende liegt dabei ein übersprungener Stammton.
Frage 2 von 3MittelBestimme H–D.
Lösung: kleine Terz — H–C–D ergibt drei Stammtöne und damit eine Terz. H–C ist ein Halbton, C–D sind zwei weitere: insgesamt drei, also eine kleine Terz.
Frage 3 von 3SchwerD–Fis und D–Ges können auf dem Klavier gleich klingen. Warum heißen sie trotzdem unterschiedlich?
Lösung: D–Fis umfasst drei Stammtöne und ist eine große Terz; D–Ges umfasst vier und ist eine verminderte Quarte. — Beide Zielnoten können dieselbe Taste bezeichnen. D–E–F ergibt jedoch eine Terz, während D–E–F–G eine Quarte ergibt. Deshalb unterscheiden sich die Intervallnamen.

Wenn du bei einer Aufgabe unsicher bist, nutze immer dieselbe Reihenfolge: Stammtöne zählen, Intervallnamen festlegen, Halbtonschritte zählen und Qualität bestimmen.

Passend dazu