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Farben in der Physik: Licht und Farbmischung

Farben in der Physik: Licht und Farbmischung
Farben in der Physik: Licht und Farbmischung
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Farbe entsteht, wenn Licht auf deine Netzhaut trifft und dein Gehirn die Signale der Sinneszellen verarbeitet. Welche Farbe du wahrnimmst, hängt deshalb vom einfallenden Licht, vom Gegenstand und von deinem Sehsystem ab.

Auf dieser Seite unterscheidest du Körperfarben von Lichtfarben, vergleichst additive und subtraktive Farbmischung und erklärst, wie ein Prisma weißes Licht in ein Spektrum zerlegt.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Wie entsteht ein Farbeindruck?

Licht besteht aus elektromagnetischen Wellen. Unterschiedliche Bereiche des sichtbaren Lichts lösen unterschiedliche Farbeindrücke aus. Wenn im Alltag von „rotem Licht“ gesprochen wird, ist damit verkürzt gemeint: Licht, das bei uns den Farbeindruck Rot hervorruft.

Auf der Netzhaut liegen lichtempfindliche Sinneszellen:

  • Stäbchen reagieren besonders empfindlich auf Helligkeit und helfen beim Sehen in der Dämmerung.
  • Zapfen ermöglichen das Farbsehen. Menschen besitzen drei Zapfentypen, deren Empfindlichkeitsbereiche sich überschneiden.

Das Gehirn vergleicht, wie stark die verschiedenen Zapfentypen angeregt werden. Aus diesem gemeinsamen Erregungsmuster entsteht der Farbeindruck.

Definition

Farbeindruck

Ein Farbeindruck ist die Wahrnehmung, die das Gehirn aus den Signalen der lichtempfindlichen Sinneszellen bildet. Er ist nicht allein eine Eigenschaft des Lichts oder eines Gegenstands.

Beispiel

Licht aus dem roten und dem grünen Spektralbereich kann die Zapfen so anregen, dass du Gelb wahrnimmst. Ein ähnlicher Farbeindruck kann auch durch Licht aus dem gelben Spektralbereich entstehen. Das Auge kann beide Fälle allein anhand des Farbeindrucks nicht sicher unterscheiden.

Magenta zeigt besonders deutlich, dass Farbe eine Wahrnehmung ist: Werden Zapfen für den roten und den blauen Bereich gleichzeitig stark angeregt, entsteht der Eindruck Magenta. Im Spektrum eines Prismas gibt es jedoch keine einzelne Spektralfarbe Magenta.

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Frage 1 von 2LeichtWo entsteht der Farbeindruck?
Lösung: Durch die Verarbeitung von Signalen in Auge und Gehirn — Licht regt Sinneszellen an. Erst die Verarbeitung ihrer Signale führt zum Farbeindruck.
Frage 2 von 2MittelWarum kann eine Mischung aus rotem und grünem Licht gelb erscheinen?
Lösung: Weil die Mischung ein Zapfenmuster erzeugt, das als Gelb verarbeitet wird — Es gibt keinen eigenen Gelb-Zapfen. Entscheidend ist die gemeinsame Anregung mehrerer Zapfentypen.
Warum haben Gegenstände eine Farbe?

Ein nicht selbst leuchtender Gegenstand ist sichtbar, weil Licht auf ihn fällt und wenigstens teilweise in dein Auge reflektiert wird. Reflexion bedeutet hier, dass Licht von der Oberfläche zurückgeworfen wird. Absorption bedeutet, dass die Oberfläche Lichtanteile aufnimmt.

Welche Körperfarbe du wahrnimmst, entsteht in einer Kette:

  1. Eine Lichtquelle beleuchtet den Gegenstand.
  2. Die Oberfläche absorbiert bestimmte Anteile des Lichts.
  3. Andere Anteile werden reflektiert.
  4. Das reflektierte Licht trifft auf die Netzhaut.
  5. Auge und Gehirn erzeugen daraus einen Farbeindruck.
Definition

Körperfarbe

Die Körperfarbe ist der Farbeindruck eines beleuchteten Gegenstands. Sie hängt sowohl von den Eigenschaften seiner Oberfläche als auch vom vorhandenen Beleuchtungslicht ab.

Beispiel

Ein Blatt erscheint bei weißem Licht grün, weil sein Blattgrün einen größeren Anteil des grünen Lichts reflektiert und andere Lichtanteile stärker absorbiert. Das reflektierte Licht gelangt in dein Auge.

Ein ideal weißer Körper reflektiert die sichtbaren Lichtanteile ungefähr gleichmäßig. Ein schwarzer Körper reflektiert kaum Licht. In völliger Dunkelheit sind beide nicht zu erkennen, weil kein Licht vorhanden ist, das sie in dein Auge reflektieren könnten.

Die Körperfarbe kann sich unter farbiger Beleuchtung verändern. Ein roter Gegenstand wirkt im vereinfachten Modell unter blauem Licht sehr dunkel: Das Licht enthält keinen roten Anteil, den die Oberfläche gut reflektieren könnte. Weißes Papier nimmt dagegen ungefähr die Farbe des Beleuchtungslichts an.

Merke

Eine Oberfläche kann nur Lichtanteile reflektieren, die in der Beleuchtung vorhanden sind.

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Frage 1 von 2MittelEin roter Gegenstand wird nur mit blauem Licht beleuchtet. Wie wirkt er im idealisierten Modell?
Lösung: Sehr dunkel — Der Gegenstand reflektiert vor allem rote Anteile. Sind diese im einfallenden Licht nicht vorhanden, gelangt nur wenig Licht von ihm ins Auge.
Frage 2 von 2SchwerZwei gleichartige Gegenstände erscheinen unter verschiedenen Lampen unterschiedlich. Welche Erklärung passt?
Lösung: Die Zusammensetzung des Beleuchtungslichts beeinflusst das reflektierte Licht — Vergleiche immer drei Stationen: einfallendes Licht, Reflexion beziehungsweise Absorption und Verarbeitung im Auge.
Wie werden Lichtfarben additiv gemischt?

Bei der additiven Farbmischung überlagert sich Licht. Ihre Grundfarben sind Rot, Grün und Blau, kurz RGB. Je mehr geeignetes Licht zusammenkommt, desto heller kann der Eindruck werden.

Definition

Additive Farbmischung

Bei der additiven Farbmischung treffen mehrere Lichtanteile gemeinsam ins Auge. Ihre Wirkungen auf die Zapfen werden zu einem Farbeindruck verbunden.

Im idealisierten RGB-Modell gilt:

Gemischtes LichtFarbeindruck
Rot und GrünGelb
Grün und BlauCyan
Rot und BlauMagenta
Rot, Grün und Blau in geeigneter StärkeWeiß
Beispiel

Ein Bildschirm besitzt sehr kleine rote, grüne und blaue Leuchtbereiche. Senden rote und grüne Bereiche dicht nebeneinander geeignet starkes Licht aus, nimmt dein Auge die einzelnen Bereiche aus normalem Abstand nicht getrennt wahr. Es entsteht der gemeinsame Eindruck Gelb.

Die Lichtanteile werden dabei nicht in neue Wellenlängen umgewandelt. Sie treffen gemeinsam ins Auge und erzeugen dort ein kombiniertes Erregungsmuster.

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Frage 1 von 2LeichtWelches System gehört zur additiven Farbmischung?
Lösung: Rot, Grün und Blau — Additive Mischung betrifft Licht. Ihre Grundfarben werden mit RGB abgekürzt.
Frage 2 von 2MittelWelche Lichtfarben müssen sich im RGB-Modell überlagern, damit Magenta entsteht?
Lösung: Rot und Blau — Magenta entsteht durch die gemeinsame Anregung der für rote und blaue Bereiche empfindlichen Zapfen.
Wie werden Pigmente subtraktiv gemischt?

Malfarben, Druckfarben und Farbfilter senden normalerweise kein eigenes Licht aus. Sie absorbieren Teile des einfallenden Lichts. Deshalb heißt ihr physikalisches Mischprinzip subtraktive Farbmischung: Mit jeder zusätzlichen idealen Druckfarbe werden weitere Lichtanteile abgezogen.

Definition

Subtraktive Farbmischung

Bei der subtraktiven Farbmischung entfernen Farbstoffe oder Filter durch Absorption bestimmte Anteile aus dem einfallenden Licht. Die verbleibenden Anteile bestimmen den Farbeindruck.

Für den Farbdruck verwendet man das idealisierte CMY-Modell mit Cyan, Magenta und Gelb:

Gemischte DruckfarbenErgebnis im idealisierten Modell
Cyan und GelbGrün
Magenta und GelbRot
Magenta und CyanBlau
Cyan, Magenta und GelbSchwarz

Reale Druckfarben ergeben zusammen meist kein tiefes Schwarz. Drucker ergänzen deshalb gewöhnlich schwarze Farbe. Weiß entsteht beim normalen Drucken nicht durch eine Mischung: Die entsprechende Fläche des weißen Papiers bleibt frei.

Beispiel

Auf eine Stelle des weißen Papiers werden Cyan und Gelb gedruckt. Beide Farbstoffe absorbieren Lichtanteile. Im idealisierten Modell bleibt vor allem der Anteil übrig, der den Eindruck Grün hervorruft. Die Stelle erscheint deshalb grün und dunkler als das unbedruckte Papier.

Im Kunstunterricht begegnet dir außerdem häufig das vereinfachte Malfarbenmodell mit Rot, Gelb und Blau. Damit lassen sich etwa Orange, Grün und Violett mischen. Dieses traditionelle Modell und das CMY-Modell benutzen unterschiedliche Grundfarben. Für die physikalische Beschreibung des Farbdrucks ist CMY das passendere Modell.

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Frage 1 von 3LeichtWas wird bei der subtraktiven Farbmischung „abgezogen“?
Lösung: Bestimmte Anteile des einfallenden Lichts — Subtraktiv bedeutet: Durch Absorption gelangen weniger Lichtanteile zurück ins Auge.
Frage 2 von 3MittelWarum lässt ein gewöhnlicher Drucker weiße Bildstellen frei?
Lösung: Das weiße Papier liefert den weißen Farbeindruck — Beim normalen Druck ist Weiß die Farbe des Untergrunds. Auf farbigem Papier wäre die freie Stelle entsprechend farbig.
Frage 3 von 3SchwerEin Mischverfahren führt bei zusätzlichen Farbanteilen zu einem helleren Ergebnis. Welches Modell passt?
Lösung: Additive Lichtmischung — Prüfe, was gemischt wird: Licht wird addiert, während Pigmente Lichtanteile durch Absorption entfernen.
Wie entstehen Spektrum und Regenbogen?

Weißes Licht kann viele sichtbare Spektralanteile enthalten. Trifft es auf ein Prisma, wird es beim Eintritt und beim Austritt gebrochen. Brechung ist die Richtungsänderung von Licht beim Übergang zwischen unterschiedlichen optischen Medien.

Die Spektralanteile werden unterschiedlich stark abgelenkt. Dadurch wird das weiße Licht räumlich aufgefächert. Auf einem Schirm erscheint ein farbiges Band: das Spektrum. Rotes Licht wird dabei schwächer, violettes Licht stärker abgelenkt.

Definition

Spektrum

Ein Spektrum ist die geordnete Darstellung der in einem Lichtgemisch enthaltenen Spektralanteile. Beim Prisma werden sie durch ihre unterschiedliche Ablenkung räumlich getrennt sichtbar.

Beispiel

Fällt weißes Licht durch ein Prisma auf einen Schirm, erscheint hinter dem Prisma kein einzelner weißer Fleck. Stattdessen siehst du ein farbiges Band. Das Prisma erzeugt die Farben nicht neu, sondern trennt Anteile, die bereits im einfallenden Licht enthalten sind.

Ein Regenbogen beruht ebenfalls auf der unterschiedlichen Ablenkung der Spektralanteile. Sonnenlicht wird beim Eintritt in Regentropfen gebrochen, an deren Rückseite reflektiert und beim Austritt erneut gebrochen. Viele Tropfen senden dabei unterschiedliche Spektralanteile aus passenden Richtungen in dein Auge. Deshalb siehst du einen Bogen mit Rot außen beziehungsweise oben und Violett innen beziehungsweise unten.

Damit du einen Regenbogen beobachten kannst, müssen Sonnenlicht und Regentropfen gleichzeitig vorhanden sein. Du stehst dabei zwischen Sonne und Regen; die Sonne befindet sich hinter dir.

Gut zu wissen

Schaue niemals direkt in die Sonne. Ihre große Helligkeit kann die Netzhaut schädigen.

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Frage 1 von 3LeichtWas macht ein Prisma mit weißem Licht?
Lösung: Es trennt enthaltene Spektralanteile räumlich — Durch die unterschiedliche Brechung entsteht aus dem Lichtbündel ein aufgefächertes Spektrum.
Frage 2 von 3MittelWarum liegen die Farben eines Prismenspektrums an verschiedenen Stellen?
Lösung: Die Spektralanteile werden unterschiedlich stark gebrochen — Beim Übergang zwischen Medien ändert sich die Richtung der Spektralanteile unterschiedlich stark.
Frage 3 von 3SchwerWelche Beschreibung erklärt einen Regenbogen am vollständigsten?
Lösung: Brechung beim Eintritt, Reflexion im Tropfen und erneute Brechung beim Austritt trennen das Sonnenlicht — Ein einzelner Tropfen lenkt Licht ab; erst viele passend liegende Tropfen lassen den farbigen Bogen entstehen.
Karteikasten
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Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Farben
    • Wahrnehmung: Zapfen liefern Signale, das Gehirn erzeugt den Farbeindruck
    • Körperfarbe: Beleuchtung, Absorption und Reflexion wirken zusammen
    • Additive Mischung: RGB-Licht wird überlagert und kann Weiß ergeben
    • Subtraktive Mischung: CMY-Farbstoffe absorbieren Lichtanteile
    • Spektrum: Ein Prisma trennt Anteile des weißen Lichts
    • Regenbogen: Brechung und Reflexion in vielen Tropfen trennen Sonnenlicht
Abschluss-Check
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Frage 1 von 5LeichtWelche Aussage über Magenta ist richtig?
Lösung: Magenta kann durch rotes und blaues Licht entstehen, ist aber keine einzelne Spektralfarbe — Das Spektrum enthält einzelne Spektralbereiche. Magenta entsteht dagegen durch ein kombiniertes Zapfenmuster.
Frage 2 von 5MittelEine weiße Wand wird gleichzeitig mit rotem, grünem und blauem Licht geeigneter Stärke beleuchtet. Welcher Eindruck entsteht im RGB-Modell?
Lösung: Weiß — Bei geeigneter Stärke regen RGB-Lichtanteile die drei Zapfentypen gemeinsam so an, dass Weiß wahrgenommen wird.
Frage 3 von 5MittelAuf weißes Papier werden im idealisierten CMY-Modell Magenta und Gelb gedruckt. Welche Farbe entsteht?
Lösung: Rot — Im idealisierten subtraktiven Modell ergibt Magenta zusammen mit Gelb Rot.
Frage 4 von 5SchwerEin weißes Blatt erscheint unter einer grünen Lampe grün. Welche Erklärung verbindet Beleuchtung, Gegenstand und Wahrnehmung richtig?
Lösung: Die Lampe liefert grünes Licht, das Blatt reflektiert es, und Auge sowie Gehirn erzeugen den grünen Eindruck — Eine vollständige Erklärung verfolgt den Weg von der Lichtquelle über die Oberfläche bis zur Verarbeitung im Sehsystem.
Frage 5 von 5SchwerDu sollst entscheiden, ob ein Versuch additive oder subtraktive Farbmischung zeigt. Welche Frage hilft zuerst?
Lösung: Werden Lichtquellen überlagert oder absorbierende Farbstoffe beziehungsweise Filter kombiniert? — Bestimme zuerst, was gemischt wird. Überlagertes Licht ist additiv; absorbierende Pigmente oder Filter wirken subtraktiv.

Wenn du jede Antwort begründen kannst, beherrschst du den entscheidenden Zusammenhang: Farbe entsteht aus dem Zusammenspiel von Licht, Materie und Wahrnehmung.

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