Schall in der Grundschule: Entstehung und Hören
Schall entsteht, wenn etwas schwingt. Die Schwingung bewegt zum Beispiel die Luft. Diese Bewegung gelangt als Schallwelle zu deinem Ohr und bringt dort das Trommelfell zum Schwingen.
Auf dieser Seite untersuchst du den Weg vom schwingenden Gegenstand bis zum Hören. Außerdem vergleichst du Geräusche und überlegst, wie du dein Gehör schützt.
Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!
Schall beginnt mit einer Schwingung
Zupfst du ein gespanntes Gummiband, bewegt es sich schnell hin und her. Es schwingt. Dabei bewegt es die Luft in seiner Umgebung und erzeugt Schall.
Schallquelle
Ein Gegenstand oder Körper, der ein Medium in Bewegung versetzt und dadurch Schall erzeugt, heißt Schallquelle. Beispiele sind eine schwingende Gitarrensaite, eine angeschlagene Stimmgabel und der Kehlkopf beim Sprechen.
Eine Bewegung allein reicht nicht immer aus, damit du sie deutlich hörst. Entscheidend ist, dass die Schallquelle ihre Schwingung an ein umgebendes Material weitergibt.
Gummiband-Versuch
- Spanne ein breites Gummiband über eine feste, leere Schachtel. Bitte bei Bedarf eine erwachsene Person um Hilfe.
- Zupfe das Gummiband vorsichtig an.
- Beobachte das Gummiband und höre auf den entstehenden Ton.
- Berühre das Band nach dem Zupfen ganz leicht. Du kannst die Bewegung oft spüren.
Erklärung: Das Gummiband ist die Schallquelle. Beim Zupfen schwingt es und regt die Luft an. Die Schachtel kann ebenfalls mitschwingen und das Geräusch deutlicher hörbar machen.
Spanne oder zupfe das Band nicht in der Nähe deines Gesichts.
So gelangt Schall von der Quelle zum Ohr
Zwischen einer Schallquelle und deinem Ohr liegt meist Luft. Die schwingende Quelle drückt benachbarte Luftteilchen zusammen. Diese geben die Bewegung weiter. So wandert eine Druckschwankung durch die Luft, obwohl die Luftteilchen nicht von der Quelle bis zu deinem Ohr fliegen.
Übertragungsmedium
Das Material, in dem sich Schall ausbreitet, heißt Übertragungsmedium oder kurz Medium. Luft ist ein Gas und ein häufiges Medium. Schall kann sich auch in Flüssigkeiten und Festkörpern ausbreiten.
Die weitergegebene Bewegung heißt Schallwelle. Sie ist nicht dasselbe wie eine Wasserwelle, folgt aber einer ähnlichen Grundidee: Eine Bewegung wird von einem Ort zum nächsten weitergegeben.
Schallempfänger
Ein Schallempfänger nimmt eine Schallwelle auf und wird dadurch selbst bewegt. Dein Trommelfell und die Membran eines Mikrofons sind Schallempfänger.
Der Schallweg hat drei wichtige Stationen: Schallquelle → Übertragungsmedium → Schallempfänger.
Beim Sprechen ist dein Kehlkopf die Schallquelle. Die Luft überträgt die Schwingung. Das Trommelfell der zuhörenden Person ist der Schallempfänger.
Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.
Beim Sprechen ist der Kehlkopf die . Die überträgt den Schall. Im Ohr wird das durch den eintreffenden Schall bewegt.
Warum klingt ein Geräusch lauter oder leiser?
Die Stärke einer Schwingung erkennst du an ihrem Ausschlag: Wie weit bewegt sich der schwingende Gegenstand aus seiner Ruhelage? Der Fachbegriff dafür lautet Amplitude.
Ein größerer Ausschlag erzeugt in der Regel ein lauteres Geräusch. Ein kleinerer Ausschlag erzeugt ein leiseres Geräusch. Die Entfernung spielt ebenfalls eine Rolle: Mit größerem Abstand zur Quelle hören wir Schall meist leiser.
Zupfe dasselbe Gummiband zuerst nur wenig und danach etwas stärker aus seiner Ruhelage. Verändere sonst nichts: Verwende dasselbe Band, bleibe am selben Ort und höre aus derselben Entfernung zu.
Beobachtung: Beim stärkeren Zupfen ist der Ausschlag größer. Das Geräusch ist gewöhnlich lauter.
Begründung: Ein größerer Ausschlag bewegt die umgebende Luft stärker.
Bei einem fairen Vergleich veränderst du nur eine Bedingung. Sonst weißt du nicht sicher, wodurch sich das Geräusch verändert hat.
Hören und Lärm sind nicht dasselbe
Deine Ohrmuschel sammelt eintreffenden Schall und leitet ihn durch den Gehörgang zum Trommelfell. Der Schall bringt das Trommelfell zum Schwingen. Im Ohr entstehen daraus Signale, die zum Gehirn gelangen. So nimmst du ein Geräusch wahr.
Wahrnehmung bedeutet zunächst: Du hörst etwas. Bewertung bedeutet: Du entscheidest, wie du dieses Geräusch empfindest. Musik kann für eine Person angenehm sein und eine andere beim Arbeiten stören.
Störender oder belastender Schall wird häufig Lärm genannt. Ob dich ein Geräusch stört, hängt auch von der Situation ab. Sehr lauter Schall kann das Gehör schädigen und ist deshalb mehr als eine Geschmacksfrage.
Ein Geräusch zu hören ist eine Wahrnehmung. Es als angenehm, störend oder gefährlich einzuschätzen ist eine Bewertung.
Schütze dein Gehör:
- Vergrößere den Abstand zu einer sehr lauten Schallquelle.
- Stelle Geräte leiser.
- Mache Pausen von lauten Geräuschen.
- Nutze geeigneten Gehörschutz, wenn eine laute Situation ihn erfordert.
- Erzeuge bei Versuchen niemals absichtlich laute Geräusche direkt am Ohr.
Schall in neuen Situationen untersuchen
Mit der Wirkungskette kannst du viele Alltagssituationen erklären. Suche immer zuerst die Quelle, dann das Medium und schließlich den Empfänger.
Ein Lautsprecher spielt Musik für eine Person im Zimmer.
- Schallquelle: Die Membran des Lautsprechers schwingt.
- Übertragungsmedium: Die Luft gibt die Bewegung weiter.
- Schallempfänger: Das Trommelfell der Person wird bewegt.
Wenn weicher, poröser Schaumstoff einen Teil des Schalls aufnimmt, wird weniger Schall zurückgeworfen. Diese Aufnahme nennt man Absorption. Glatte Flächen werfen Schall stärker zurück; das heißt Reflexion.
Karteikasten
Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.
Alles auf einen Blick
- Schall
- entsteht durch eine schwingende Quelle
- breitet sich in einem Medium aus
- bewegt einen Schallempfänger
- wird bei größerem Ausschlag meist lauter
- kann reflektiert oder absorbiert werden
- wird gehört und anschließend bewertet
- erfordert bei großer Lautstärke Gehörschutz
Abschluss-Check
Du kannst Schall nun als vollständige Wirkungskette erklären: Eine Quelle schwingt, ein Medium überträgt die Bewegung und ein Empfänger reagiert. Dabei kannst du untersuchen, wodurch sich die Lautstärke ändert, und zwischen Hören, Bewerten und Schützen unterscheiden.
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