Temperatur und Wetter in der Grundschule
Die Temperatur beschreibt, wie warm oder kalt etwas ist. Das Wetter umfasst zusätzlich Erscheinungen wie Sonne, Wolken, Regen, Schnee und Wind. Mit einem Thermometer kannst du Temperaturen genauer bestimmen als durch Fühlen.
Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!
Wetter erkennen und beschreiben
Wetter ist das, was du zu einer bestimmten Zeit draußen beobachtest. Es kann sich innerhalb kurzer Zeit ändern: Am Morgen regnet es vielleicht, am Nachmittag scheint die Sonne.
Zu einer Wetterbeobachtung gehören zum Beispiel:
- die gemessene Temperatur,
- Sonne oder Bewölkung,
- Regen, Schnee oder Hagel,
- Wind und seine Stärke.
Wetter
Wetter beschreibt den momentanen Zustand der Luft und die sichtbaren Wettererscheinungen an einem Ort. Klima meint dagegen typische Wetterverhältnisse über einen langen Zeitraum.
Du beobachtest: „Es sind 9 °C, der Himmel ist bewölkt und es regnet leicht.“
9 °C ist die Temperatur. Bewölkung und Regen sind weitere Teile der Wetterbeschreibung. Nur „Es ist kalt“ wäre ungenau, weil Menschen Kälte unterschiedlich empfinden.
Gefühl und Messung unterscheiden
Deine Haut kann dir sagen, ob sich etwas warm oder kalt anfühlt. Dieses Wärmeempfinden ist jedoch subjektiv: Verschiedene Menschen können dieselbe Umgebung unterschiedlich empfinden.
Auch das Material beeinflusst dein Gefühl. Metall kann sich in einem Raum kälter anfühlen als Holz, obwohl beide mit einem geeigneten Thermometer dieselbe Temperatur zeigen.
Fühlen liefert einen Eindruck. Ein Thermometer liefert einen Messwert.
Ein Thermometer richtig ablesen
Ein Thermometer zeigt die Temperatur gewöhnlich in Grad Celsius an. Das Einheitenzeichen lautet °C. Zwischen Zahl und Einheit steht ein Leerzeichen: 14 °C.
So gehst du vor:
- Wähle ein Thermometer, das für die Messung geeignet ist.
- Bringe den Messfühler an die vorgesehene Stelle.
- Warte, bis sich die Anzeige nicht mehr deutlich verändert.
- Lies den Wert ab. Bei einer Skala prüfst du zuerst, welchen Wert ein Teilstrich darstellt.
- Notiere Messwert, Einheit, Uhrzeit und Beobachtung.
Quecksilberthermometer dürfen für Schulversuche nicht verwendet werden. Nutze ein geeignetes digitales oder anderes sicheres Schulthermometer nach Anleitung.
Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.
Ein Thermometer misst die . Der Messwert wird häufig in angegeben. Das Empfinden mit der Haut ist .
Wetterdaten sammeln und darstellen
Damit Messwerte vergleichbar sind, beobachtest du möglichst immer am selben Ort und notierst die Uhrzeit. Eine einfache Tagesreihe kann so aussehen:
| Uhrzeit | Temperatur | Wetterbeobachtung |
|---|---|---|
| 8 Uhr | 7 °C | bewölkt |
| 11 Uhr | 11 °C | leicht bewölkt |
| 14 Uhr | 15 °C | sonnig |
| 17 Uhr | 12 °C | bewölkt |
Die Beispieldaten zeigen: Der höchste Messwert wurde um 14 Uhr, der niedrigste um 8 Uhr notiert. Sie beschreiben nur diesen beobachteten Tag und keine allgemeine Wetterregel.
Beispiel einer Temperaturreihe
| 8 Uhr | 7 °C |
|---|---|
| 11 Uhr | 11 °C |
| 14 Uhr | 15 °C |
| 17 Uhr | 12 °C |
Temperaturen gleichen sich an
Berühren sich ein wärmerer und ein kälterer Gegenstand, verändern sich beide: Der wärmere wird kühler und der kältere wärmer. Ihre Temperaturen nähern sich an. Das heißt Temperaturangleich.
Temperaturangleich
Beim Temperaturangleich sinkt die höhere Temperatur und die niedrigere steigt. Bleiben beide lange genug in Kontakt und kommt möglichst wenig Einfluss von außen hinzu, erreichen sie schließlich dieselbe Temperatur.
Eine zu warme Babyflasche wird in kühles Wasser gestellt.
- Die Flasche ist wärmer als das Wasser.
- Die Temperatur der Flasche sinkt.
- Gleichzeitig steigt die Temperatur des Wassers.
- Beide Temperaturen nähern sich an.
Es wäre unvollständig, nur zu sagen: „Die Flasche wird kälter.“ Auch das Wasser verändert seine Temperatur.
Wie schnell der Angleich abläuft, hängt unter anderem vom Material ab. Metall gleicht Temperaturen schneller an als Kunststoff. Luftreiche Materialien wie Styropor, Fell oder Wolle verlangsamen den Angleich. Deshalb haben Pfannen oft Kunststoffgriffe, und eine Styroporbox kann Kaltes länger kalt oder Warmes länger warm halten.
Temperaturwissen auf Wetter übertragen
Temperaturmessungen helfen dir bei Alltagsentscheidungen. Zusammen mit Regen, Wind und Bewölkung zeigen sie zum Beispiel, welche Kleidung oder Aktivität zum Wetter passt.
Auch eine Pfütze lässt sich mit Temperaturwissen untersuchen. An einem sonnigen Tag können Sonnenstrahlen Wasser und Boden erwärmen. Bei sonst ähnlichen Bedingungen verdunstet Wasser bei höherer Temperatur schneller. Die Pfütze kann deshalb schneller kleiner werden. Eine einzelne Beobachtung beweist aber noch keine allgemeine Regel: Für einen fairen Vergleich müssen die Bedingungen möglichst ähnlich sein.
Du willst zwei Pfützen vergleichen. Eine liegt in der Sonne, die andere im Schatten.
Du beobachtest beide zur gleichen Zeit, misst die Temperatur in ihrer Nähe und dokumentierst ihre Größe in gleichen Zeitabständen. So verbindest du Wetterbeobachtung, Messung und eine begründete Erklärung.
Karteikasten
Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.
Alles auf einen Blick
- Temperatur und Wetter beobachten
- Temperatur messen
- Thermometer verwenden
- Grad Celsius notieren
- Wetter beschreiben
- Wolken und Niederschlag beobachten
- Wind berücksichtigen
- Ergebnisse dokumentieren
- Uhrzeit festhalten
- Tabelle oder Diagramm nutzen
- Temperatur verstehen
- Empfinden von Messung unterscheiden
- Temperaturangleich erklären
- Wissen anwenden
- Kleidung auswählen
- Pfützen vergleichen
- Temperatur messen
Abschluss-Check
Du kannst deinen Lernstand prüfen: Kannst du einen sicheren Messplan erstellen, Werte mit Uhrzeit und Einheit festhalten, das Wetter zusätzlich beschreiben und eine Temperaturänderung bei zwei Kontaktpartnern erklären? Dann hast du die zentralen Ziele erreicht.
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