Advent: Bedeutung, Dauer und Bräuche erklärt
Advent bedeutet Ankunft. Für Christinnen und Christen ist er eine Zeit der Erwartung und Vorbereitung: Sie richten ihren Blick auf Weihnachten, an dem sie die Geburt Jesu feiern. Kerzen, Lieder und Kalender machen das Warten sichtbar und können zur inneren Vorbereitung anregen.
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Was Advent bedeutet
Das Wort Advent geht auf das lateinische Wort adventus zurück. Es bedeutet Ankunft.
Advent
Der Advent ist im Christentum die Vorbereitungs- und Wartezeit vor Weihnachten. Christinnen und Christen erinnern sich daran, dass sie an Weihnachten die Geburt Jesu und damit das Kommen Gottes in die Welt feiern.
Die Vorbereitung betrifft nicht nur Einkaufen, Backen oder Schmücken. Zur inneren Vorbereitung können Innehalten, Nachdenken, Singen, Beten und fürsorgliches Handeln gehören. Deshalb wird der Advent auch als Zeit freudiger Erwartung beschrieben.
In einer weiterführenden christlichen Deutung richtet sich die Erwartung nicht nur auf die Geburt Jesu. Sie kann sich auch auf die erhoffte Wiederkunft Christi beziehen.
Eine Klasse singt jede Woche eine weitere Strophe eines Adventslieds. Danach nimmt sie sich eine Aufgabe vor, etwa besonders auf andere zu achten. Das Lied erklärt dann nicht nur den Advent: Seine Botschaft wird in eine Handlung übertragen.
Wann der Advent beginnt und endet
Mit dem ersten Adventssonntag beginnt das christliche Kirchenjahr. Sein Datum ist nicht jedes Jahr gleich.
Der erste Advent ist der vierte Sonntag vor dem 24. Dezember. Deshalb liegt er frühestens am 27. November und spätestens am 3. Dezember. Der vierte Advent liegt entsprechend zwischen dem 18. und dem 24. Dezember.
Die Adventszeit umfasst vier Adventssonntage. Je nach Kalenderlage dauert sie ungefähr drei bis vier Wochen.
Die Zahl der Adventssonntage bleibt gleich, aber das Datum des ersten Advents wechselt.
Weihnachten und Advent sind nicht dasselbe. Der Advent ist die Vorbereitungszeit. Der 25. Dezember gilt als Geburtsfest Jesu; in vielen Zusammenhängen werden die Tage vom 24. bis 26. Dezember gemeinsam als Weihnachtsfest bezeichnet.
Was Licht und Adventskranz zeigen
Im Herbst und Winter werden die Tage dunkler. Kerzenlicht kann deshalb als sichtbarer Lichtblick erlebt werden. Im Advent erhält das Licht zusätzlich eine religiöse Bedeutung: Es begleitet die Erwartung des Weihnachtsfestes und kann für Hoffnung, Güte und Zuwendung stehen.
Beim Adventskranz wird an jedem Adventssonntag eine weitere Kerze angezündet. So werden zwei Entwicklungen sichtbar:
- Weihnachten rückt näher.
- Das Licht nimmt von Woche zu Woche zu.
Am ersten Advent brennt eine Kerze, am nächsten Advent eine weitere. Wer den Kranz betrachtet, erkennt den Fortschritt der Wartezeit. Deutet eine Gruppe das wachsende Licht als Aufforderung zu mehr Güte, verbindet sie das sichtbare Zeichen mit einer religiösen Handlungsidee.
Ein Symbol besitzt nicht automatisch für alle Menschen dieselbe Bedeutung. Eine Kerze kann religiös gedeutet werden, aber auch einfach eine gemütliche Stimmung schaffen. Entscheidend ist, in welchem Zusammenhang sie verwendet und erklärt wird.
Wie Menschen die Wartezeit gestalten
Adventsbräuche machen das Warten wahrnehmbar. Dazu gehören Kerzen, besondere Lieder und Geschichten, Backen sowie Adventskalender.
Ein Adventskalender gliedert die verbleibende Zeit bis Weihnachten in einzelne Tage. Hinter seinen Türchen können Bilder oder Geschichten stehen. Ein Kalender kann aber auch Leseaufgaben, Rätsel, Mathematikaufgaben oder kleine Experimente enthalten.
Daran erkennst du: Derselbe Brauch kann unterschiedliche Funktionen haben.
- Religiöse Deutung: Eine Geschichte erinnert an die christliche Bedeutung des Advents.
- Familiärer Brauch: Gemeinsames Backen gestaltet die Wartezeit.
- Lernen: Ein Kalender bietet täglich eine Aufgabe oder einen Lesetext.
- Verkauf und Werbung: Tägliche Angebote sollen zum Kaufen anregen.
Der Gegenstand allein verrät seine Funktion nicht. Frage deshalb: Was enthält er? Wie wird er verwendet? Welche Bedeutung geben ihm die beteiligten Menschen?
Auch sinnliche Gegenstände können ein Gespräch eröffnen. Nadelzweige, Gewürze, Gebäck, Glöckchen, Wolle oder Strohsterne lassen sich sehen, riechen, hören, fühlen oder schmecken. Anschließend kann eine Lerngruppe untersuchen, was diese Dinge mit Adventsbräuchen oder der Vorbereitung auf Weihnachten verbindet.
Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.
Advent bedeutet . Der Adventskranz macht durch zusätzliche Kerzen die fortschreitende sichtbar. Ob ein Adventskalender religiös, familiär oder zum Lernen genutzt wird, erkennst du am .
Karteikasten
Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.
Alles auf einen Blick
- Advent
- bedeutet Ankunft
- bereitet auf Weihnachten vor
- umfasst vier Adventssonntage
- beginnt das christliche Kirchenjahr
- macht Warten durch Kranz und Kalender sichtbar
- deutet Licht als Hoffnung und Zuwendung
- verbindet religiöse Bedeutung, Bräuche und Handlungen
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