Fastenbrechen: Iftar, Bedeutung und Gemeinschaft
Fastenbrechen bedeutet, eine Fastenzeit zu beenden und wieder zu essen oder zu trinken. Im Ramadan geschieht das jeden Abend nach Sonnenuntergang. Diese Mahlzeit heißt Iftar. Sie ist nicht dasselbe wie das Fest am Ende des Ramadan.
Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!
Was bedeutet Fastenbrechen?
Fasten heißt, für eine bestimmte Zeit auf etwas zu verzichten. Religiöses Fasten kann neben Essen und Trinken auch das Verhalten betreffen. Es kann der Besinnung, der Selbstbeherrschung, der Buße oder der Nähe zu Gott dienen.
Fastenbrechen
Fastenbrechen ist der Zeitpunkt oder die Handlung, mit der eine Fastenzeit endet. Was danach gegessen wird und welche Regeln gelten, hängt von der jeweiligen Religion und Tradition ab.
Das Wort bezeichnet also nicht automatisch ein großes Fest. Auch eine einzelne Mahlzeit nach einem Fastentag kann ein Fastenbrechen sein.
Eine Person verzichtet während einer festgelegten Zeit auf Essen und Trinken. Sobald diese Zeit endet, trinkt und isst sie wieder. Damit bricht sie das Fasten.
Wie gehören Sahur und Iftar zum Ramadan?
Der Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Kalenders. Während dieses Monats fasten viele Musliminnen und Muslime tagsüber. Die tägliche Fastenzeit und ihre genaue religiöse Bestimmung gehören zu den islamischen Regeln.
Sahur
Sahur ist die Mahlzeit vor Beginn der täglichen Fastenzeit. Sie wird früh am Morgen eingenommen.
Iftar
Iftar ist das Fastenbrechen unmittelbar nach Sonnenuntergang. Es bezeichnet besonders die abendliche Mahlzeit im Ramadan.
Der Tagesrhythmus lässt sich so ordnen:
- Bei der Sahur-Mahlzeit essen und trinken Fastende vor Beginn der Fastenzeit.
- Während des Tages verzichten sie unter anderem auf Essen und Trinken.
- Nach Sonnenuntergang endet das tägliche Fasten.
- Beim Iftar wird wieder gegessen und getrunken.
Viele Musliminnen und Muslime beginnen das Iftar mit Datteln. Diese verbreitete Praxis wird mit dem Vorbild des Propheten Muhammad verbunden. Sie ist aber keine Beschreibung dessen, was ausnahmslos jede muslimische Person tut.
Sahur bereitet auf den Fastentag vor. Iftar beendet ihn.
Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.
Im Ramadan wird die Mahlzeit vor Beginn der täglichen Fastenzeit genannt. Das Fastenbrechen nach Sonnenuntergang heißt . Es findet am statt. Das tägliche Iftar ist eine .
Warum ist Iftar mehr als eine Mahlzeit?
Iftar kann Familie, Freundeskreis oder Gemeinde zusammenbringen. Menschen laden andere ein, bewirten Gäste und teilen Speisen. Deshalb spielen Gastfreundschaft und Pünktlichkeit eine wichtige Rolle: Fastende möchten nach Sonnenuntergang nicht unnötig auf den Beginn der Mahlzeit warten.
Im Ramadan werden außerdem Hilfsbereitschaft und Unterstützung für bedürftige Menschen betont. Eine besondere Abgabe ist die Fitre, auch Zakat ul-Fitr genannt. Sie soll dazu beitragen, dass auch arme Menschen am Fest nach dem Ramadan teilhaben können.
Fasten wird in islamischer Unterweisung nicht nur als Hunger und Durst verstanden. Auch das Verhalten zählt: Fastende sollen beispielsweise Geduld üben, Streit vermeiden, andere nicht verletzen und Hilfsbedürftige bewusster wahrnehmen.
Eine Familie erwartet zum Iftar mehrere Gäste. Sie bereitet die Speisen rechtzeitig vor und beginnt nach Sonnenuntergang gemeinsam mit den bereits anwesenden Fastenden. Für eine bedürftige Person stellt sie ebenfalls Essen bereit.
Das Beispiel zeigt drei Bedeutungen des Iftar: Das tägliche Fasten endet, Menschen erleben Gemeinschaft und sie teilen mit anderen.
Iftar oder Fest des Fastenbrechens?
Die beiden Begriffe werden leicht verwechselt, bezeichnen aber verschiedene Zeitpunkte.
| Begriff | Zeitpunkt | Bedeutung |
|---|---|---|
| Iftar | jeden Abend im Ramadan nach Sonnenuntergang | Ende des täglichen Fastens und abendliche Mahlzeit |
| Fest des Fastenbrechens | nach dem Ende des Ramadan | Fest zum Abschluss des gesamten Fastenmonats |
Das Iftar wiederholt sich also während des Ramadan täglich. Das Fest des Fastenbrechens folgt dagegen auf den gesamten Monat.
Iftar beendet einen Fastentag. Das Fest des Fastenbrechens beendet den Fastenmonat.
Wie vergleichst du Fastenpraktiken respektvoll?
Fasten gibt es in verschiedenen Religionen. Ziele, Zeiten und Regeln sind jedoch nicht überall gleich.
Im Alevitentum wird während einer Fastenzeit bis zum Sonnenuntergang gefastet. Das tägliche Fastenbrechen wird bescheiden gestaltet; am Abend des letzten Fastentages kann ein gemeinsames Festmahl folgen.
Im Judentum ist Jom Kippur ein strenger Versöhnungs- und Fastentag. Dabei gelten andere Regeln und religiöse Bedeutungen als im Ramadan.
Auch im Christentum gibt es Fastenzeiten. Der Verzicht wird heute häufig individuell gestaltet, etwa durch den zeitweisen Verzicht auf bestimmte Speisen oder Gewohnheiten.
Aus diesen Beispielen darfst du nicht schließen, alle Religionen würden auf dieselbe Weise fasten. Selbst innerhalb einer Religion leben Menschen ihre Tradition unterschiedlich.
Ein respektvoller Vergleich nennt zuerst eine Gemeinsamkeit und danach einen wichtigen Unterschied. Er vermeidet Aussagen wie „Alle machen das so“.
Zu ungenau: „In allen Religionen ist Fasten gleich.“
Genauer: „Im Ramadan und an Jom Kippur verzichten Gläubige zeitweise auf Essen und Trinken. Zeitraum, Regeln und religiöse Bedeutung unterscheiden sich jedoch.“
Karteikasten
Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.
Alles auf einen Blick
- Fastenbrechen
- beendet eine Fastenzeit
- heißt im Ramadan täglich Iftar
- folgt nach Sonnenuntergang
- unterscheidet sich von Sahur
- ist nicht dasselbe wie das Abschlussfest
- kann Gemeinschaft und Gastfreundschaft stärken
- kann Teilen und Hilfe für Bedürftige einschließen
- wird in Religionen unterschiedlich gestaltet
Abschluss-Check
Du kannst das Thema sicher erklären, wenn du drei Fragen beantworten kannst: Wann endet das tägliche Fasten? Wie unterscheiden sich Sahur, Iftar und Abschlussfest? Welche Bedeutung kann das gemeinsame Fastenbrechen über das Essen hinaus haben?
Mit Google fortfahren