Fest des Fastenbrechens: Eid al-Fitr erklärt
Das Fest des Fastenbrechens, arabisch Eid al-Fitr, beginnt direkt nach dem Fastenmonat Ramadan. Musliminnen und Muslime feiern mit Gebet, gemeinsamen Mahlzeiten, Besuchen und Hilfe für Bedürftige. Viele Bräuche unterscheiden sich je nach Familie und Region.
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Wann wird das Fest gefeiert?
Eid al-Fitr beginnt am 1. Schauwāl, dem ersten Tag des Monats nach Ramadan. Das Fest dauert drei Tage; der erste Tag bildet den Höhepunkt.
Während des Ramadan fasten viele Musliminnen und Muslime zwischen Morgendämmerung und Sonnenuntergang. Das Essen nach Sonnenuntergang heißt Iftar. Iftar findet also an einzelnen Fastentagen statt. Eid al-Fitr bezeichnet dagegen das Fest am Ende des ganzen Fastenmonats.
Eid al-Fitr
Eid al-Fitr bedeutet „Fest des Fastenbrechens“. Es beendet den Ramadan und gehört zu den wichtigsten Festen des Islam.
Iftar ist das tägliche Fastenbrechen nach Sonnenuntergang. Eid al-Fitr ist das mehrtägige Fest nach dem Ramadan.
Was geschieht am ersten Festtag?
Viele Gläubige waschen sich, ziehen festliche Kleidung an und besuchen am Morgen ein gemeinsames Festgebet. Es kann in einer Moschee oder auf einem offenen Gebetsplatz stattfinden. Nach dem Gebet hören die Teilnehmenden eine Predigt und gratulieren einander, zum Beispiel mit „Eid mubarak“ – „gesegnetes Fest“.
Vor dem Festgebet wird die Zakat al-Fitr, die Fastenbrechen-Abgabe, entrichtet. Wer sie aufbringen kann, unterstützt damit bedürftige Menschen. Traditionell werden Grundnahrungsmittel gegeben; häufig wird auch Geld gesammelt, mit dem Nahrung bereitgestellt wird.
Eine Gemeinde sammelt vor dem Fest Geld für Lebensmittel. Damit können auch Familien mit wenig Geld ein Festessen vorbereiten. Die Abgabe verbindet die eigene Freude mit Verantwortung für andere.
Nach dem Gottesdienst besuchen viele Menschen Verwandte und Freunde. Manche gedenken auf einem Friedhof verstorbener Angehöriger. Gemeinsames Essen, Geschenke und Süßigkeiten gehören in vielen Familien ebenfalls dazu.
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Das Fest folgt auf den Monat . Das gemeinsame Gebet am Festmorgen heißt . Die Abgabe für Bedürftige heißt .
Warum feiern nicht alle gleich?
Muslimisches Leben ist vielfältig. Religiöse Kerngedanken können ähnlich sein, während Namen, Speisen und Familienbräuche verschieden sind.
Das Fest heißt auf Arabisch Eid al-Fitr. In der Türkei ist auch Şeker Bayramı verbreitet; auf Deutsch wird deshalb oft „Zuckerfest“ gesagt. Der Name erinnert an die vielen Süßigkeiten und Festgebäcke. In Indonesien sind Lebaran und Idul Fitri gebräuchliche Namen.
Auch die Speisen unterscheiden sich. In Ägypten und Jordanien gibt es zum Beispiel Festkuchen namens Kaʿk al-ʿīd. In Indonesien ist Ketupat, in Blättern gegarter Reis, eine typische Festspeise. In der Türkei wird häufig Baklava angeboten.
Der genaue Beginn kann regional abweichen. Der islamische Kalender richtet sich nach dem Mond. Je nach Mondsichtung und Berechnungsmethode können Gemeinden das Fest an unterschiedlichen Tagen beginnen.
Die Aussage „Alle muslimischen Familien feiern genau gleich“ ist falsch. Ob jemand einen Friedhof besucht, bestimmte Speisen zubereitet oder Geschenke verteilt, hängt unter anderem von Region, Gemeinde und Familie ab.
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Alles auf einen Blick
- Fest des Fastenbrechens
- beendet den Ramadan
- beginnt am 1. Schauwāl
- verbindet Gebet und Gemeinschaft
- schließt Hilfe für Bedürftige ein
- umfasst Familienbesuche und Festessen
- wird regional unterschiedlich gestaltet
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