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Karfreitag

Karfreitag erinnert an Leiden und Tod Jesu am Kreuz. Bedeutung im Kirchenjahr und Zusammenhang mit Ostern werden erklärt.

Wenn vor Ostern ein Freitag frei ist, steckt dahinter mehr als ein langes Wochenende. Für Christinnen und Christen ist dieser Tag ein Anlass, an Leid, Ungerechtigkeit und Hoffnung zu denken. Die Geschichte geht an Ostern weiter.

Deine Lernziele
  • Du weißt, woran Karfreitag erinnert.
  • Du ordnest Karfreitag in die Tage vor Ostern ein.
  • Du erklärst, warum der Tag ruhig begangen wird.

Ein Freitag mit traurigem Anlass

Karfreitag ist der Freitag vor Ostersonntag. Christinnen und Christen erinnern an diesem Tag an das Leiden und Sterben Jesu am Kreuz.

Definition

Karfreitag ist ein christlicher Gedenktag für Jesu Tod am Kreuz. Das Wort Kar bedeutet Trauer oder Klage.

Der Name passt also zur Stimmung des Tages. Es geht nicht um ein fröhliches Fest, sondern um Erinnern, Trauern und Nachdenken.

Beispiel

Lina sieht im Kalender, dass am Freitag vor Ostern keine Schule ist. Sie erfährt: Dieser freie Tag erinnert Christinnen und Christen an Jesu Tod.

Merke

Karfreitag liegt immer vor Ostersonntag und erinnert an Jesu Tod am Kreuz.

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Die Tage rund um Karfreitag

Die Karwoche ist die Woche vor Ostern. Sie erzählt von den letzten Tagen Jesu und führt zum Osterfest hin.

Vor Karfreitag liegt der Gründonnerstag. An ihm erinnern Christen an das letzte gemeinsame Essen Jesu mit seinen Jüngern. Jünger waren Menschen, die Jesus begleiteten und von ihm lernten. Nach Karfreitag folgt der Karsamstag, der Tag der Grabesruhe.

Ostern ist das wichtigste Fest im Christentum. Christen feiern dann die Auferstehung Jesu. Auferstehung bedeutet im christlichen Glauben: Jesus bleibt nicht tot, sondern Gott schenkt ihm neues Leben.

Beispiel

Die Reihenfolge hilft dir beim Merken: gemeinsames Essen am Gründonnerstag, Tod Jesu am Karfreitag, Grabesruhe am Karsamstag und Osterfest am Sonntag.

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Die Geschichte in der Bibel

Die Evangelien sind vier Bücher der Bibel. Sie heißen Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Sie erzählen vom Leben Jesu und auch von seinen letzten Tagen.

Nach diesen Erzählungen wird Jesus nach dem letzten Abendmahl festgenommen. Er wird verhört und vom römischen Statthalter Pontius Pilatus zum Tod verurteilt. Dann wird Jesus außerhalb von Jerusalem gekreuzigt. Menschen, die zu ihm gehören, legen seinen Leichnam anschließend in ein Grab.

Kreuzigung war eine grausame römische Hinrichtungsart. Darum steht das Kreuz zunächst für Leid und Tod.

Beispiel

Ein Kreuz in einer Kirche erinnert Christinnen und Christen an Jesu Tod. Für viele erinnert es zugleich daran, dass die Geschichte nach ihrem Glauben mit Ostern weitergeht.

Merke

Die Evangelien erzählen von Jesu Leben und seinen letzten Tagen. Sie berichten auch von seiner Kreuzigung und Grablegung.

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Warum ist Karfreitag wichtig?

Passion bedeutet das Leiden Jesu in den Tagen vor seinem Tod. An Karfreitag denken Christen über Angst, Gewalt, Verrat und Schuld nach.

Schuld meint im christlichen Glauben nicht nur eine Strafe vor Gericht. Sie kann auch bedeuten, dass Menschen anderen schaden, wegsehen oder sich von Gott und Mitmenschen entfernen.

Viele Christen glauben: Jesus bleibt auch im Leid bei Liebe und Vergebung. Sie verstehen seinen Tod als Zeichen dafür, dass Gott Menschen nahe bleibt. Christliche Kirchen und einzelne Gläubige erklären die genaue Bedeutung von Jesu Tod unterschiedlich.

Beispiel

Ein Kind wird auf dem Schulhof unfair ausgeschlossen. Einige andere sehen es, sagen aber aus Angst nichts. Die Passionsgeschichte kann dazu anregen, über Wegsehen, Mut und Hilfe nachzudenken.

Merke

Karfreitag stellt Fragen: Wo geschieht Unrecht? Wo können Menschen mutig helfen? Wie kann Vergebung möglich werden?

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Wie wird Karfreitag gefeiert?

Ein Gottesdienst ist eine gemeinsame Feier von Christinnen und Christen. Dazu können Gebete, Lieder, Geschichten aus der Bibel und stille Momente gehören.

An Karfreitag sind Gottesdienste oft schlicht. Die Passionsgeschichte ist die biblische Erzählung von Jesu Leiden und Sterben. Sie wird häufig vorgelesen oder mit Musik gestaltet. Manche Gemeinden beten auch für andere Menschen und ihre Sorgen.

Ein Altar ist ein besonderer Tisch oder Platz vorne in einer Kirche. An Karfreitag ist er in vielen Kirchen nicht mit Blumen geschmückt. Manche Gemeinden lassen auch Glocken oder Orgeln schweigen.

Beispiel

In einem Gottesdienst hört die Gemeinde die Passionsgeschichte. Danach bleibt es eine Weile still. Der schmucklose Altar und die Stille zeigen: Dieser Tag wird als Trauertag begangen.

In Deutschland ist Karfreitag ein gesetzlicher stiller Feiertag. Das bedeutet: Die Bundesländer können für diesen Tag besondere Regeln für öffentliche Veranstaltungen festlegen. Deshalb sind manche Tanz- oder Musikveranstaltungen eingeschränkt.

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Karfreitag und Ostern gehören zusammen

Karfreitag nimmt Leid und Tod ernst. Ostern erzählt aus christlicher Sicht von Hoffnung und neuem Leben. Deshalb sehen viele Christen beide Tage als Teil einer zusammenhängenden Geschichte.

Beispiel

Stell dir ein Buch mit einem schweren Kapitel vor. Karfreitag ist dieses schwere Kapitel. Ostern ist nicht das Vergessen des Leids, sondern der neue Anfang, den Christen danach feiern.

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Zusammenfassung

Karfreitag ist der Freitag vor Ostern. Christinnen und Christen erinnern an Jesu Leiden und Tod am Kreuz. Der Tag gehört zur Karwoche und wird oft still begangen. Mit Ostern verbinden Christen die Hoffnung auf Jesu Auferstehung und darauf, dass Leid und Tod nicht das letzte Wort haben.