Religion

Passionsgeschichte für Kinder: Jesu Weg verstehen

Passionsgeschichte für Kinder: Jesu Weg verstehen
Passionsgeschichte für Kinder: Jesu Weg verstehen
Für Quiz, Lückentext, Lernkarten und Fortschritt ist JavaScript nötig. Alle Inhalte und Lösungen bleiben direkt lesbar.

Die Passionsgeschichte erzählt von Jesu Leiden und Sterben. Auf dieser Seite folgst du der Erzählung im Matthäusevangelium von Judas’ Verrat bis zum bewachten Grab. Du lernst außerdem, warum Christinnen und Christen die Passion nicht vom Osterfest und von der Hoffnung auf neues Leben trennen.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Was bedeutet Passionsgeschichte?

Stell dir vor, jemand sagt: „Passion bedeutet doch Leidenschaft.“ Das kann im Alltag stimmen. Im christlichen Zusammenhang meint Passion jedoch Jesu Leiden und Sterben.

Definition

Passionsgeschichte

Eine Passionsgeschichte ist ein Bericht in einem Evangelium über Jesu Leidensweg, seine Kreuzigung, seinen Tod und seine Grablegung. Das Wort passio bedeutet „Leiden“.

Diese Seite folgt Matthäus 26,14–27,66. Sie mischt die Erzählung nicht mit Einzelheiten aus anderen Evangelien oder späteren Traditionen. So kannst du genau erkennen, was Matthäus erzählt.

Merke

Die Passionsgeschichte ist die Erzählung. Die Passionszeit ist die Zeit vor Ostern, in der Christinnen und Christen besonders an Jesu Leiden und Tod erinnern.

Teste dich
Frage 1 von 1LeichtWelche Aussage beschreibt die Passionsgeschichte auf dieser Seite richtig?
Lösung: Sie erzählt nach Matthäus von Jesu Leiden und Sterben bis zum bewachten Grab. — Die Matthäuspassion umfasst hier Mt 26,14–27,66. Die Auferstehung wird in diesem Abschnitt noch nicht erzählt.
Wie läuft die Erzählung ab?

Warum ist die Reihenfolge wichtig? Sie zeigt, wie aus Verrat und Verhaftung schließlich Kreuzigung, Tod und Grablegung werden. Die ersten Stationen stehen in Mt 26, die späteren in Mt 27.

Zeitstrahl
  1. 1Judas vereinbart, Jesus auszuliefern.
  2. 2Beim letzten Mahl kündigt Jesus den Verrat an und teilt Brot und Kelch.
  3. 3In Getsemani betet Jesus voller Angst und Traurigkeit.
  4. 4Judas kennzeichnet Jesus mit einem Kuss; Jesus wird festgenommen.
  5. 5Jesus wird verhört; Petrus verleugnet ihn dreimal.
  6. 6Jesus wird zu Pilatus gebracht.
  7. 7Soldaten verspotten Jesus.
  8. 8Jesus wird auf Golgota gekreuzigt und stirbt.
  9. 9Josef von Arimathäa legt Jesus in ein Felsengrab.
  10. 10Das Grab wird versiegelt und bewacht.
Lückentext

Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.

Die Matthäuspassion beginnt mit dem Verrat des . In betet Jesus vor seiner Festnahme. verleugnet Jesus dreimal. Nach Jesu Tod legt Josef von Arimathäa ihn in ein .

Lösungen: Lücke 1: Judas; Lücke 2: Getsemani; Lücke 3: Petrus; Lücke 4: Grab. Prüfe die Handlungskette: Judas verrät Jesus, Jesus betet in Getsemani, Petrus verleugnet ihn, und Josef von Arimathäa sorgt für die Grablegung.
Teste dich
Frage 1 von 1MittelWelche Reihenfolge stimmt mit der Matthäus-Erzählung überein?
Lösung: letztes Mahl – Gebet in Getsemani – Festnahme – Verhör – Kreuzigung – Grablegung — Nutze Ursache und Folge: Nach dem Mahl geht Jesus nach Getsemani. Dort wird er festgenommen; danach folgen Verhör, Kreuzigung und Grablegung.
Was zeigen die handelnden Personen?

Die Personen treffen unterschiedliche Entscheidungen. Um ihr Handeln zu beurteilen, suchst du zuerst eine Beobachtung in der Erzählung. Danach formulierst du vorsichtig, was diese Beobachtung zeigt.

PersonBeobachtung in der Matthäus-ErzählungWas lässt sich daraus erkennen?
JesusEr hat in Getsemani Angst und ist traurig, betet aber weiter.Mut bedeutet hier nicht Angstlosigkeit. Jesus geht trotz Angst seinen Weg.
JudasEr vereinbart die Auslieferung und benutzt einen Kuss als Zeichen.Eine freundliche Geste wird zum Zeichen des Verrats.
PetrusEr verspricht Treue, verleugnet Jesus später aber dreimal und weint.Sein Versprechen und sein Handeln widersprechen sich; er erkennt sein Versagen.
PilatusEr kennt die Vorwürfe, wäscht seine Hände und lässt Jesus dennoch geißeln und kreuzigen.Die Handwaschung hebt seine Entscheidung nicht auf.
Simon von ZyreneDie Soldaten zwingen ihn, Jesu Kreuz zu tragen.Er hilft nicht aus eigener Entscheidung, sondern unter Zwang.
Josef von ArimathäaEr bittet Pilatus um Jesu Leichnam und legt ihn in sein Grab.Er kümmert sich nach Jesu Tod um eine würdige Grablegung.
Gut zu wissen

Matthäus nennt einzelne Personen und Gruppen mit unterschiedlichen Rollen. Daraus darfst du keine Schuld einer ganzen Religion oder eines ganzen Volkes ableiten. Genaues Lesen bedeutet: Du benennst nur, was die Erzählung über die jeweils genannten Personen berichtet.

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWer handelt später gegen sein eigenes Versprechen, Jesus treu zu bleiben?
Lösung: Petrus — Petrus kündigt an, bei Jesus zu bleiben. Nach der Festnahme behauptet er dreimal, Jesus nicht zu kennen.
Frage 2 von 2MittelWelche Aussage geht sorgfältig mit der Schuldfrage um?
Lösung: Matthäus erzählt von bestimmten Personen und Gruppen; daraus folgt keine Schuld eines ganzen Volkes oder einer ganzen Religion. — Begründe Verantwortung mit konkreten Handlungen der jeweils genannten Figuren. Pauschale Urteile über ganze Gruppen gehen über die Erzählung hinaus.
Wie erzählt Matthäus von Tod und Grab?

Auf Golgota wird Jesus gekreuzigt. Er ruft: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Dann stirbt er. Matthäus erzählt von Dunkelheit, einem zerrissenen Tempelvorhang, einem Erdbeben und geöffneten Gräbern. Der Hauptmann und die Wachen bekennen: „Wahrhaftig, das war Gottes Sohn!“

Viele Frauen beobachten das Geschehen aus der Ferne. Am Abend legt Josef von Arimathäa Jesus in ein Felsengrab. Ein großer Stein verschließt es; später wird der Eingang versiegelt und bewacht.

Beispiel

Beobachtung: Matthäus erzählt, dass beim Tod Jesu der Tempelvorhang zerreißt und die Erde bebt.

Deutung: Diese Zeichen heben in der Erzählung hervor, dass Jesu Tod eine besondere Bedeutung hat. Eine Deutung sagt also, wie ein erzähltes Zeichen verstanden werden kann; sie wiederholt nicht nur das Ereignis.

Teste dich
Frage 1 von 1MittelWelche Antwort trennt Beobachtung und Deutung richtig?
Lösung: Beobachtung: Matthäus erzählt von Dunkelheit. Deutung: Die Dunkelheit unterstreicht Trauer und die Bedeutung von Jesu Tod. — Nenne zuerst, was der Text erzählt. Erkläre danach mit „Das kann zeigen …“, welche Bedeutung dieses Zeichen in der Erzählung bekommt.
Wie wird aus Trauer Hoffnung?

Die Matthäuspassion auf dieser Seite endet am bewachten Grab. Ostern erzählt weiter: Christinnen und Christen glauben, dass Gott Jesus auferweckt hat. Darum gehören Passion und Ostern zusammen. Jesu Leiden und Tod werden nicht verharmlost, aber sie gelten auch nicht als das letzte Wort.

Definition

Auferstehungshoffnung

Auferstehungshoffnung ist das christliche Vertrauen, dass Gott stärker ist als Leid und Tod und neues Leben schenkt. Auferstehung bedeutet dabei nicht einfach, dass ein Toter wie nach einer medizinischen Wiederbelebung in sein altes Leben zurückkehrt. Sie ist eine zentrale Glaubensaussage und kein historischer Beweis.

Ein wichtiges Ostersymbol ist Licht. In einer Osternacht beginnt die Feier im Dunkeln. Das Licht einer Osterkerze wird weitergegeben, bis viele Kerzen leuchten.

Beispiel

Dunkelheit kann für Angst, Trauer und Tod stehen. Das weitergegebene Licht kann Hoffnung, Gemeinschaft und neues Leben ausdrücken. Das Licht behauptet nicht, dass Leid nie geschehen sei. Es zeigt: Hoffnung kann mitten in dunklen Erfahrungen wachsen.

Teste dich
Frage 1 von 2MittelWelche Deutung des Osterlichts passt zur Seite?
Lösung: Die Dunkelheit erinnert an Leid und Tod; das weitergegebene Licht steht für Hoffnung und neues Leben. — Ein Symbol macht eine Bedeutung anschaulich. Das Osterlicht deutet den Weg von Trauer und Tod zu Hoffnung und neuem Leben, ohne ein Beweis zu sein.
Frage 2 von 2SchwerEin Bild zeigt ein dunkles Grab und daneben einen neuen grünen Trieb. Welche Deutung ist am besten begründet?
Lösung: Das Grab erinnert an Tod und Verlust; der neue Trieb kann Hoffnung auf neues Leben ausdrücken. — Verbinde beide Bildteile: Dunkelheit und Grab stehen für Verlust, der neue Trieb für Hoffnung. Eine Symboldeutung ist eine begründete Lesart, kein historischer Beweis.
Karteikasten
Karteikasten

Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Passionsgeschichte nach Matthäus
    • Mt 26: Verrat, Mahl, Getsemani, Festnahme, Verhör und Verleugnung
    • Mt 27: Pilatus, Kreuzigung, Tod, Grablegung und Grabwache
    • Personen: Entscheidungen werden mit Beobachtungen aus der Erzählung begründet
    • Deutung: Zeichen wie Dunkelheit und Erdbeben heben die Bedeutung von Jesu Tod hervor
    • Ostern: Auferstehungshoffnung verbindet Trauer mit Hoffnung auf neues Leben
    • Symbol: Licht steht für Hoffnung, ohne Leid zu leugnen oder etwas zu beweisen
Abschluss-Check
Teste dich
Frage 1 von 3LeichtWelche Zuordnung von Stationen und Bibelkapiteln ist richtig?
Lösung: Mt 26: Mahl und Getsemani; Mt 27: Kreuzigung und Grablegung — Merke dir den Wechsel: Mt 26 führt vom Verrat über Mahl und Getsemani bis zu Verhör und Verleugnung. Mt 27 erzählt von Pilatus, Kreuzigung, Tod und Grab.
Frage 2 von 3MittelLea sagt: „Petrus ist Jesus immer mutig treu geblieben.“ Welche Antwort prüft Leas Aussage am Text?
Lösung: Petrus verspricht Treue, verleugnet Jesus später aber dreimal und weint danach. — Vergleiche Versprechen und Handlung: Gerade der Widerspruch zwischen beiden zeigt Petrus’ Angst und sein Versagen.
Frage 3 von 3SchwerDu siehst ein Bild: Links steht eine dunkle, verschlossene Tür; rechts fällt Licht durch einen Spalt. Welche Deutung verbindet Passion und Osterhoffnung am besten?
Lösung: Die Dunkelheit kann Leid und Tod zeigen; das Licht kann Hoffnung ausdrücken, dass beides nicht das letzte Wort hat. — Eine passende Deutung bezieht beide Seiten ein: Die Passion benennt Leiden und Tod, die Osterhoffnung vertraut auf Gottes neues Leben. Das Symbol ist eine Deutungshilfe, kein Beweis.

Passend dazu