Wenn im Frühling bunte Eier und Schokohasen auftauchen, denken viele zuerst an Ferien und Eiersuchen. Für Christinnen und Christen steckt hinter Ostern eine besonders wichtige Geschichte. Sie handelt von Trauer, Hoffnung und neuem Leben.
Was feiern Christen an Ostern?
Ostern ist das wichtigste Fest im Christentum. Christinnen und Christen feiern, dass Jesus nach seinem Tod nicht im Tod geblieben ist.
Die Auferstehung bedeutet im christlichen Glauben: Gott hat Jesus zu neuem Leben erweckt. Deshalb ist Ostern für viele Menschen ein Fest der Hoffnung. Es sagt: Tod, Leid und Angst haben nicht das letzte Wort.
- Du kannst erklären, warum Ostern für Christen wichtig ist.
- Du kennst die wichtigsten Tage von Palmsonntag bis Ostermontag.
- Du kannst christliche Osterbräuche deuten.
Jemand blickt nach einer schweren Zeit wieder mutig nach vorn. Das ist nicht dasselbe wie die Auferstehung Jesu. Es kann aber helfen, die Osterbotschaft zu verstehen: Nach Trauer kann neue Hoffnung entstehen.
Ostern erinnert Christinnen und Christen daran, dass Gott stärker ist als der Tod.
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Die Tage vor Ostern
Die Woche vor Ostern heißt Karwoche. Das Wort Kar kommt aus einer alten Sprache und bedeutet Trauer oder Kummer. In dieser Woche erinnern sich Christinnen und Christen an die letzten Tage Jesu vor seinem Tod.
Am Palmsonntag beginnt die Karwoche. Er erinnert an Jesu Einzug in Jerusalem. Am Gründonnerstag wird an das letzte gemeinsame Mahl Jesu mit seinen Jüngern erinnert. Jünger sind Menschen, die Jesus begleiteten und von ihm lernten. Dieses Mahl nennt man Abendmahl. Dabei teilen Christinnen und Christen bis heute oft Brot und Wein oder Traubensaft.
Der Karfreitag ist der Tag, an dem Jesus am Kreuz starb. Die Kreuzigung war damals eine Art der Hinrichtung. Der Karsamstag erinnert an die Grabesruhe, also an die Zeit, in der Jesus im Grab lag.
In einem Gottesdienst am Gründonnerstag teilen Menschen Brot miteinander. Damit erinnern sie sich an Jesus und seine Jünger beim letzten Abendmahl.
Die Karwoche führt von Jesu Einzug in Jerusalem über das Abendmahl und seinen Tod bis zur Grabesruhe.
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Vom Grab zur Osterbotschaft
Nach den Berichten der Bibel wurde Jesus nach seinem Tod in ein Grab gelegt. Am frühen Morgen nach dem Sabbat fanden Frauen das Grab leer vor. Die Evangelien sind die vier biblischen Bücher, die von Jesus erzählen. Sie berichten die Osterereignisse nicht alle genau gleich.
Gemeinsam ist ihnen die Botschaft: Jesus lebt. Menschen begegnen ihm wieder und erzählen anderen davon. Für Christinnen und Christen gehören das leere Grab und diese Begegnungen zur Osterbotschaft.
Stell dir vor, zwei Frauen gehen traurig zu einem Grab. Dann hören sie eine Nachricht, die ihre Hoffnung völlig verändert. So beginnt die Ostererzählung in den Evangelien.
Die Osterbotschaft lautet: Jesus ist auferstanden. Darum dürfen Menschen hoffen.
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Ostersonntag und Ostermontag
Der Ostersonntag ist der Haupttag des Osterfestes. In vielen Kirchen wird in der Nacht davor die Osternacht gefeiert. Eine Osterkerze wird angezündet und in die dunkle Kirche getragen.
Das Licht ist dabei ein Symbol, also ein Zeichen mit einer besonderen Bedeutung. Es steht für Hoffnung und neues Leben.
Am Ostermontag erzählt die Bibel von zwei Jüngern auf dem Weg nach Emmaus. Sie sind traurig über Jesu Tod. Unterwegs begegnen sie Jesus, erkennen ihn aber erst später. Die Geschichte zeigt: Hoffnung kann manchmal erst nach und nach sichtbar werden.
Eine brennende Kerze macht einen dunklen Raum heller. Die Osterkerze soll daran erinnern, dass die Osterbotschaft für Christen Licht in schwierige Zeiten bringt.
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Warum Ostern jedes Jahr anders liegt
Ostern ist ein bewegliches Fest. Das bedeutet: Es hat nicht jedes Jahr dasselbe Datum. Weihnachten ist dagegen immer am 25. Dezember.
In den westlichen Kirchen wird Ostern am Sonntag nach dem ersten kirchlich berechneten Vollmond gefeiert, der auf den 21. März folgt. Deshalb liegt Ostersonntag zwischen dem 22. März und dem 25. April. Andere Feste richten sich nach Ostern, zum Beispiel Christi Himmelfahrt und Pfingsten.
Liegt Ostersonntag in einem Jahr Anfang April und im nächsten Jahr Ende März, ist das kein Fehler im Kalender. Ostern wird nach einer Regel mit dem 21. März, Vollmond und Sonntag bestimmt.
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Eier Hase und Lamm
Viele Osterbräuche sind nicht direkt Teil der biblischen Ostergeschichte. Sie gehören aber für viele Familien zum Fest.
Das Ei kann neues Leben symbolisieren. Deshalb passen bemalte Eier gut zu Ostern. Der Osterhase gehört zu einem beliebten Brauch: Kinder suchen Eier oder Süßigkeiten, die der Hase versteckt haben soll. Das Osterlamm ist ein christliches Zeichen für Jesus und erinnert an Unschuld und Hingabe.
Bräuche können regional verschieden sein. Für manche Menschen stehen das gemeinsame Frühstück, ein Gottesdienst oder ein Spaziergang im Mittelpunkt. Für andere ist das Eiersuchen besonders wichtig.
Ein buntes Ei ist kein Beweis für die Auferstehung. Es ist ein Symbol: Von außen wirkt es geschlossen, aus ihm kann aber neues Leben entstehen.
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Zusammenfassung
Ostern ist für Christinnen und Christen das Fest der Auferstehung Jesu. Die Karwoche erinnert an Jesu letzte Tage, sein Leiden und seinen Tod am Kreuz. Am Ostersonntag feiern Christen die Hoffnung, dass Gott stärker ist als der Tod.
Karfreitag steht für Trauer, Ostersonntag für neues Leben und Ostermontag für die weitergesagte Hoffnung. Eier, Hase, Lamm und Kerzen sind Bräuche oder Symbole. Sie können helfen, die Osterbotschaft zu verstehen: Nach Dunkelheit kann Hoffnung wachsen.
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