Religion

Ostern: Bedeutung, Geschichte und Symbole

Ostern: Bedeutung, Geschichte und Symbole
Ostern: Bedeutung, Geschichte und Symbole
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Ostern ist das zentrale Fest des Christentums. Christinnen und Christen feiern die Auferstehung Jesu und damit die Hoffnung, dass Tod, Leid und Schuld nicht das letzte Wort haben. Die Auferstehung ist eine Glaubensaussage: Sie meint nicht einfach, Jesus sei in sein früheres irdisches Leben zurückgekehrt.

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Was Christen an Ostern feiern

Die Ostergeschichte verbindet zwei Gegensätze: Jesus stirbt am Kreuz, doch seine Geschichte endet nach christlichem Glauben nicht mit dem Tod. Die Evangelien erzählen, dass sein Grab leer gefunden wurde und Menschen ihm als Auferstandenem begegneten.

Definition

Auferstehung

Auferstehung bezeichnet die christliche Glaubensaussage, dass Jesus nach seinem Tod lebt und den Tod überwunden hat. Sie ist mehr als eine Wiederbelebung oder Rückkehr in das bisherige Leben.

Ostern eröffnet deshalb eine Hoffnungsperspektive: Aus Trauer kann neue Zuversicht entstehen, Vergebung kann einen Neuanfang ermöglichen und der Tod gilt nicht als endgültige Grenze des Lebens bei Gott.

Merke

Karfreitag und Ostern gehören zusammen: Ohne Jesu Tod ist die Osterbotschaft nicht verständlich, doch der Tod ist aus christlicher Sicht nicht das Ende.

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Frage 1 von 1LeichtWelche Aussage trifft die christliche Bedeutung von Ostern am besten?
Lösung: Christinnen und Christen feiern die Auferstehung Jesu und die Hoffnung auf neues Leben. — Die Geburt Jesu gehört zu Weihnachten. Im Mittelpunkt von Ostern stehen Auferstehung und Hoffnung.
Wie Karwoche und Ostern zusammenhängen

Vor Ostern liegt eine 40-tägige Fastenzeit. Sie dient der Vorbereitung auf die Erinnerung an Jesu Leiden, Tod und Auferstehung. Die letzte Woche vor Ostern heißt Karwoche.

  1. Palmsonntag: Jesus zieht in Jerusalem ein.
  2. Gründonnerstag: Jesus feiert mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl.
  3. Karfreitag: Jesus wird gekreuzigt und stirbt.
  4. Karsamstag: Der Tag steht für Grabesruhe, Stille und Warten.
  5. Ostersonntag: Christinnen und Christen feiern Jesu Auferstehung.
  6. Ostermontag: Die Begegnung Jesu mit den Emmausjüngern steht im Mittelpunkt.

Die Osternacht bildet den Übergang vom Karsamstag zum Ostersonntag. Mit ihr beginnt die Osterzeit. Sie dauert 50 Tage und endet an Pfingsten.

Lückentext

Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.

Am erinnern sich Christen an Jesu Einzug in Jerusalem. Das letzte Abendmahl gehört zum . Jesu Kreuzigung wird am erinnert. Die Auferstehung wird am gefeiert.

Lösungen: Lücke 1: Palmsonntag; Lücke 2: Gründonnerstag; Lücke 3: Karfreitag; Lücke 4: Ostersonntag. Achte auf den Weg der Erzählung: Einzug, letztes Mahl, Kreuzigung, Grabesruhe und Auferstehung.
Was die Ostertexte erzählen

Die Evangelien erzählen die Osterereignisse nicht wie ein moderner Tatsachenbericht. Sie sind Osterzeugnisse: Texte, in denen Menschen ihren Glauben an die Auferstehung ausdrücken.

In Matthäus 28,1–10 verkündet ein Engel am Grab, Jesus sei auferstanden. Die Aufforderung „Fürchtet euch nicht“ verbindet die Nachricht mit Mut und Hoffnung.

In Johannes 20,1–9 findet Maria Magdalena das Grab leer. Sie informiert Petrus und den Jünger, den Jesus liebte. Dieser Jünger sieht das leere Grab und glaubt, obwohl die Beteiligten die Auferstehung noch nicht vollständig verstehen.

In Lukas 24,13–35 begegnen zwei Jünger Jesus auf dem Weg nach Emmaus. Sie erkennen ihn zunächst nicht, sondern erst beim Brotbrechen. Die Erzählung zeigt einen Weg von Trauer und Zweifel zu neuer Hoffnung.

Gut zu wissen

Das leere Grab ist in den Evangelien ein wichtiges Zeichen und ein Anlass zum Glauben. Es ist jedoch kein historischer Beweis, der die Auferstehung erzwingend nachweisen könnte. Die Auferstehung bleibt eine zentrale christliche Glaubensaussage.

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Frage 1 von 2MittelWas haben die genannten Ostertexte gemeinsam?
Lösung: Menschen gelangen angesichts des leeren Grabes oder einer Begegnung zu neuem Glauben und neuer Hoffnung. — Die Evangelien setzen unterschiedliche Schwerpunkte, verbinden Ostern aber mit dem Glauben, dass Jesus auferstanden ist.
Frage 2 von 2SchwerEin Schüler sagt: „Das leere Grab beweist die Auferstehung.“ Welche Antwort ist angemessen?
Lösung: Das leere Grab ist in den Ostertexten ein Zeichen und Deutungsanstoß, aber kein zwingender historischer Beweis. — Unterscheide zwischen einem erzählten Zeichen und einem Beweis. Die Evangelien deuten das leere Grab aus der Perspektive des Glaubens.
Wie Ostersymbole Hoffnung ausdrücken

Ein Symbol ist ein sichtbares Zeichen mit einer weiterführenden Bedeutung. Seine Deutung ergibt sich aus dem religiösen Zusammenhang.

  • Osterkerze und Licht: Sie stehen für Christus als „Licht der Welt“ und für die Auferstehung. Kreuz, Alpha und Omega sowie die Jahreszahl können die Kerze schmücken. Alpha und Omega bedeuten Anfang und Ende.
  • Kreuz: Es erinnert an Leiden und Tod Jesu. Im Zusammenhang mit Ostern kann es zugleich für Hoffnung und die Überwindung des Todes stehen.
  • Leeres Grab und fortbewegter Stein: Sie weisen in den Ostererzählungen darauf hin, dass der Tod Jesus nicht festhalten konnte.
  • Ei: Aus einer scheinbar leblosen Schale kommt Leben hervor. Deshalb kann das Ei Neubeginn und neues Leben versinnbildlichen.
  • Lamm: Es erinnert an das Passalamm und an die christliche Bezeichnung Jesu als „Lamm Gottes“.
Beispiel

Auf einer Osterkerze siehst du ein Kreuz und die Buchstaben Alpha und Omega. Eine passende Deutung lautet: Das Kreuz erinnert an Jesu Tod. Das Licht der Kerze steht für die Auferstehung. Alpha und Omega drücken den Glauben aus, dass Christus Anfang und Ende umfasst. Die Deutung verbindet also Zeichen, Ostererzählung und Hoffnung.

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Frage 1 von 1MittelAuf einem Bild liegt neben einem geöffneten Grab ein heller Lichtschein. Welche Deutung ist am besten begründet?
Lösung: Das geöffnete Grab und das Licht können die Hoffnung auf Auferstehung und neues Leben ausdrücken. — Eine gute Symboldeutung nennt zuerst das sichtbare Zeichen und verbindet es anschließend mit dem religiösen Zusammenhang.
Wie sich Glauben und Brauch unterscheiden

Ostereier, geschmückte Zweige oder eine Ostereiersuche gehören für viele Familien zum Fest. Ein Brauch kann religiös gedeutet werden, muss aber nicht für alle Menschen dieselbe Bedeutung haben.

Ein Ei kann zum Beispiel für neues Leben stehen. Es kann aber auch einfach Dekoration oder Teil eines Familienbrauchs sein. Entscheidend ist der Zusammenhang, in dem Menschen es verwenden und erklären.

Merke

Frage bei einem Osterbrauch: Was sehe ich? Wie wird es verwendet? Welche Bedeutung geben ihm die Beteiligten? So verwechselst du religiöse Deutung, Familienbrauch und kommerzielle Gestaltung nicht.

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Frage 1 von 1SchwerEin Geschäft wirbt mit bunten Eiern. Was kannst du daraus sicher schließen?
Lösung: Die Eier werden hier kommerziell zur Osterwerbung eingesetzt; eine religiöse Bedeutung ist dadurch noch nicht belegt. — Dasselbe Zeichen kann religiös, familiär oder kommerziell verwendet werden. Prüfe deshalb immer den konkreten Zusammenhang.
Warum Ostern jedes Jahr anders liegt

Ostern ist ein bewegliches Fest. Nach der kirchlichen Grundregel fällt der Ostersonntag auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond. Dadurch liegt er zwischen dem 22. März und dem 25. April.

Vom Ostertermin hängen weitere bewegliche Feste ab, darunter Christi Himmelfahrt und Pfingsten.

Westliche Kirchen berechnen ihre Termine gewöhnlich mit dem gregorianischen Kalender. Viele orthodoxe Kirchen orientieren sich bei der Osterberechnung am julianischen Kalender. Deshalb können Christinnen und Christen Ostern an unterschiedlichen Tagen feiern, obwohl sie dieselbe Auferstehungsbotschaft in den Mittelpunkt stellen.

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Frage 1 von 1MittelDer erste Frühlingsvollmond fällt in einem Jahr auf einen Montag. Wann ist nach der Grundregel Ostern?
Lösung: Am darauffolgenden Sonntag. — Zuerst wird der erste Frühlingsvollmond bestimmt. Der nächste Sonntag ist der Ostersonntag.
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Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Ostern
    • Erzählweg
      • Palmsonntag, Abendmahl, Kreuzigung, Grabesruhe, Auferstehung
    • Glaubensaussage
      • Jesus lebt; Tod und Leid haben nicht das letzte Wort
    • Ostertexte
      • leeres Grab, Begegnungen, Zweifel und wachsender Glaube
    • Symbole
      • Licht, Kreuz, Stein, Ei und Lamm
    • Feier
      • Osternacht, Ostersonntag und 50-tägige Osterzeit
    • Termin
      • Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond
Abschluss-Check
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Frage 1 von 3LeichtWas ist die religiöse Kernaussage von Ostern?
Lösung: Jesus ist nach christlichem Glauben auferstanden. — Das letzte Abendmahl gehört zum Weg vor Ostern. Am Osterfest steht die Auferstehung im Mittelpunkt.
Frage 2 von 3MittelWelche Reihenfolge ist richtig?
Lösung: Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, Ostersonntag — Der Weg führt vom letzten Abendmahl über Kreuzigung und Grabesruhe zur Feier der Auferstehung.
Frage 3 von 3SchwerEin modernes Bild zeigt eine zerbrochene dunkle Schale, aus der eine Pflanze ins Licht wächst. Wie deutest du es im Zusammenhang mit Ostern?
Lösung: Die Zeichen können den Übergang aus Dunkelheit und scheinbarer Leblosigkeit zu Hoffnung und neuem Leben ausdrücken. — Eine begründete Deutung nennt die sichtbaren Zeichen, verbindet sie mit der Osterbotschaft und kennzeichnet die Aussage als mögliche Lesart.

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