‹ Religion

Moschee

Die Moschee ist Gebets- und Versammlungsort im Islam. Gebet, Freitagsgebet, Imam und Regeln im Gotteshaus werden erklärt.

Wenn du an ein religiöses Gebäude denkst, fällt dir vielleicht eine Kirche ein. Auch im Islam gibt es Orte, an denen Menschen gemeinsam beten und sich treffen. Eine Moschee kann dabei ganz unterschiedlich aussehen.

Moschee: Ort für Gebet und Gemeinschaft

Der Islam ist eine Weltreligion. Menschen, die dem Islam angehören, heißen Musliminnen und Muslime. Eine Moschee ist ihr Ort für gemeinsames Gebet.

Das arabische Wort für Moschee ist Masdschid. Es bedeutet ungefähr Ort der Niederwerfung. Beim Gebet berühren Betende mit der Stirn den Boden. Viele Moscheen sind außerdem Orte zum Lernen, für Gespräche und für gemeinsame Feiern. Eine Gemeinde ist die Gruppe von Menschen, die zu einer Moschee gehört.

Beispiel

Mina besucht mit ihrer Klasse eine Moschee. Sie sieht einen Gebetsraum und weitere Räume für Unterricht und Treffen. Die Lehrerin erklärt: Hier wird gebetet, gelernt und miteinander gesprochen.

Merke

Eine Moschee ist im Islam ein Ort für Gebet und Gemeinschaft.

Interaktive Quizfrage wird geladen ...

Die Richtung beim Gebet

Beim Gebet richten sich Musliminnen und Muslime nach einer gemeinsamen Richtung aus. Diese Qibla ist die Gebetsrichtung zur Kaaba in Mekka. Die Kaaba ist ein würfelförmiges Heiligtum in der Stadt Mekka und ein zentraler Ort im Islam.

Im Gebetsraum hilft eine Markierung dabei, die Qibla zu finden. So können Menschen in einer Moschee in dieselbe Richtung beten.

Beispiel

In einem Gebetsraum stehen die Menschen in Reihen. Alle wenden sich zu derselben Wand. Diese Wand zeigt die Richtung zur Kaaba in Mekka an.

Interaktiver Lückentext wird geladen ...

Interaktive Quizfrage wird geladen ...

Wichtige Teile im Gebetsraum

Vorn im Gebetsraum findest du oft einen Mihrab. Das ist eine Gebetsnische in der Qibla-Wand. Sie markiert die Gebetsrichtung.

Neben dem Mihrab steht in vielen Moscheen ein Minbar. Das ist eine Kanzel mit Stufen. Von dort kann eine Predigt gehalten werden. Eine Predigt ist eine Ansprache über Glauben und Leben.

Beispiel

Noah entdeckt vorne eine bogenförmige Nische. Seine Begleiterin erklärt: Das ist der Mihrab. Rechts daneben steht eine Kanzel mit einer kleinen Treppe. Das ist der Minbar.

Interaktive Lernkarten wird geladen ...

Interaktive Quizfrage wird geladen ...

Imam und Minarett

Ein Imam ist eine Person, die ein Gebet leiten kann. Welche weiteren Aufgaben ein Imam hat, ist je nach muslimischer Tradition und Gemeinde unterschiedlich. Manche Imame halten auch Predigten oder geben religiöse Erklärungen.

Ein Minarett ist ein Turm an manchen Moscheen. Früher rief von dort oft ein Muezzin, also ein Gebetsrufer, zum Gebet. Es gibt aber auch Moscheen ohne Minarett.

Beispiel

Bei einer Stadtführung sieht die Klasse einen schlanken Turm neben einer Moschee. Er heißt Minarett. Im Inneren leitet ein Imam das gemeinsame Gebet.

Gut zu wissen

Ein Minarett kann eine Moschee von außen erkennbar machen. Es ist aber kein notwendiger Teil jeder Moschee.

Interaktive Quizfrage wird geladen ...

Das Freitagsgebet

Das Freitagsgebet ist ein gemeinsames Gebet am Freitagmittag. Dazu gehört meist auch eine Predigt. In vielen Moscheen kommen an diesem Tag besonders viele Menschen zusammen.

Wie Menschen teilnehmen und welche Bereiche sie nutzen, kann je nach Gemeinde und Tradition verschieden sein. Deshalb ist es gut, nicht von allen Moscheen dasselbe zu erwarten.

Beispiel

Am Freitag kommen in einer Moschee viele Menschen zum gemeinsamen Gebet zusammen. Vor dem Gebet wird eine Predigt vom Minbar gehalten.

Merke

Beim Freitagsgebet kommen viele Musliminnen und Muslime zum gemeinsamen Gebet und zu einer Predigt zusammen.

Interaktive Quizfrage wird geladen ...

Respektvoll zu Besuch

Wenn du eine Moschee besuchst, frage zuerst nach den Regeln vor Ort. Vor dem Gebetsraum ziehen Besucherinnen und Besucher meist ihre Schuhe aus. So bleibt der Boden sauber, auf dem Menschen beten.

Viele Musliminnen und Muslime bereiten sich mit Wudu auf das Gebet vor. Wudu ist eine rituelle Waschung, also eine Waschung mit religiöser Bedeutung. Dabei werden zum Beispiel Hände, Gesicht und Füße gewaschen.

Sprich leise, störe niemanden beim Gebet und trage saubere, angemessene Kleidung. Manche Moscheen haben getrennte Bereiche für Frauen und Männer. Frage freundlich, wo du dich aufhalten darfst.

Beispiel

Lea besucht mit ihrer Familie eine Moschee. Sie zieht am Eingang ihre Schuhe aus, stellt ihr Handy lautlos und wartet ruhig, bis das Gebet vorbei ist. Danach darf sie Fragen stellen.

Merke

Respekt zeigst du durch Ruhe, saubere Kleidung, ausgezogene Schuhe im Gebetsraum und freundliches Nachfragen.

Interaktive Quizfrage wird geladen ...

Zusammenfassung

Eine Moschee ist ein Ort für Gebet und Gemeinschaft im Islam. Der Mihrab markiert die Qibla, also die Richtung zur Kaaba in Mekka. Ein Imam kann das Gebet leiten. Der Minbar ist die Kanzel für eine Predigt. Bei einem Besuch achtest du auf die Regeln vor Ort, ziehst meist die Schuhe aus und verhältst dich ruhig.