‹ Religion

Opferfest

Das Opferfest ist ein wichtiges islamisches Fest. Es erinnert an Abraham und Vertrauen zu Gott und wird einfach erklärt.

Wenn in deiner Klasse vom Opferfest erzählt wird, geht es oft um gemeinsames Essen, Besuche und Geschenke. Für viele muslimische Familien sind diese Tage besonders wichtig. Im Mittelpunkt stehen Vertrauen, Dankbarkeit und Hilfe für andere.

Was ist das Opferfest?

Das Opferfest ist eines der wichtigsten religiösen Feste im Islam, einer Weltreligion. Auf Arabisch heißt es Eid al-Adha. Viele Menschen sagen auch Kurban Bayramı.

Es wird vier Tage lang gefeiert. Sein Datum richtet sich nach dem islamischen Kalender, dessen Monate sich nach dem Mond richten. Deshalb verschiebt sich das Fest im deutschen Kalender jedes Jahr. Je nach Region kann es auch einen Tag früher oder später beginnen.

Deine Lernziele
  • Du kannst erklären, was das Opferfest ist.
  • Du kennst die Geschichte von Ibrahim.
  • Du weißt, welche Bräuche und Werte zum Fest gehören.
Beispiel

Liegt das Opferfest in einem Jahr im Mai, kann es einige Jahre später im Sommer oder Herbst sein. Es hat also kein festes Datum wie Weihnachten.

Merke

Das Opferfest ist ein viertägiges islamisches Fest. Sein Datum wandert durch unseren Kalender.

Die Geschichte von Ibrahim

Das Fest erinnert an Ibrahim, wie Abraham im Islam genannt wird. Ibrahim ist ein Prophet, also ein Mensch, der nach religiösem Glauben eine Botschaft von Gott erhält und weitergibt.

Im Koran, dem heiligen Buch des Islam, wird erzählt, dass Ibrahim schwer geprüft wird. Er ist bereit, Gott zu vertrauen. Gott hält ihn jedoch davon ab, seinem Sohn zu schaden. Stattdessen wird ein Tier geopfert.

In der islamischen Überlieferung, also den weitergegebenen religiösen Erzählungen, wird der Sohn häufig Ismail genannt. Im Koran selbst wird er an dieser Stelle nicht mit Namen genannt. Auch im Judentum und Christentum ist Abraham wichtig. Dort erzählt die Bibel von Isaak.

Beispiel

Ibrahim steht vor einer Aufgabe, die ihm große Angst machen muss. Die Geschichte zeigt seinen Glauben und sein Vertrauen. Am Ende wird klar: Kein Mensch soll geopfert werden.

Gut zu wissen

Die Erzählung über Abraham verbindet Islam, Judentum und Christentum. Sie hat Gemeinsamkeiten, wird in den Religionen aber unterschiedlich erzählt.

Interaktiver Lückentext wird geladen ...

So feiern Familien

Viele muslimische Familien beginnen den ersten Festtag mit einem Festgebet. Ein Gebet ist eine besondere Form, mit Gott zu sprechen, ihn zu loben oder um Hilfe zu bitten. Das Festgebet findet oft in einer Moschee statt. Eine Moschee ist ein Gebetshaus für Muslime.

Danach besuchen sich Familien, Freunde und Nachbarn. Sie essen zusammen, verteilen Süßigkeiten und beschenken manchmal Kinder. Menschen wünschen einander ein gesegnetes Fest.

Zu dem Fest kann auch ein Tieropfer gehören. Damit ist das rituelle Schlachten eines Tieres als religiöse Handlung gemeint. Familien, die dazu finanziell in der Lage sind, können Fleisch mit Verwandten, Nachbarn und bedürftigen Menschen teilen. Andere spenden Geld oder Lebensmittel. Wie Familien feiern, ist verschieden.

Beispiel

Eine Familie geht morgens zum Gebet. Danach essen alle zusammen. Später besuchen sie die Großeltern und bringen einer Nachbarin Essen vorbei.

Merke

Zum Opferfest gehören Gebet, Gemeinschaft, Freude und das Teilen mit anderen.

Interaktive Quizfrage wird geladen ...

Teilen und helfen

Ein wichtiger Gedanke des Opferfests ist Solidarität. Solidarität bedeutet: Menschen achten aufeinander und helfen sich, besonders wenn jemand Unterstützung braucht.

Wenn Fleisch verteilt wird, erhalten traditionell auch Verwandte, Nachbarn und bedürftige Menschen etwas. Bedürftig bedeutet: auf Hilfe angewiesen. Teilen kann aber auch bedeuten, Geld zu spenden, Essen mitzubringen oder Zeit zu schenken.

Beispiel

Jemand kocht ein großes Essen für die Familie. Ein Teil wird zu einer älteren Nachbarin gebracht, die nicht selbst kochen kann. Das ist ein Beispiel für Solidarität.

Interaktive Lernkarten wird geladen ...

Interaktiver Lückentext wird geladen ...

Verbindung zur Pilgerfahrt

Das Opferfest liegt in derselben Zeit wie der Haddsch. Der Haddsch ist die große Pilgerfahrt, also eine religiöse Reise zu einem besonders wichtigen Ort. Beim Haddsch reisen Muslime nach Mekka.

Für Musliminnen und Muslime, die gesundheitlich und finanziell dazu in der Lage sind, ist der Haddsch eine religiöse Pflicht. Das bedeutet: Er gehört zu den wichtigen Aufgaben ihres Glaubens und soll in der Regel einmal im Leben erfüllt werden. Während dieser Zeit treffen Menschen aus vielen Ländern in Mekka zusammen.

Beispiel

Eine Muslimin reist zum Haddsch nach Mekka. Gleichzeitig feiert ihre Familie in Deutschland das Opferfest. Beide erleben dieselbe wichtige Festzeit, aber an verschiedenen Orten.

Merke

Das Opferfest wird weltweit gefeiert. Es verbindet Familien zu Hause mit Pilgerinnen und Pilgern in Mekka.

Interaktive Quizfrage wird geladen ...

Zusammenfassung

Das Opferfest oder Eid al-Adha ist eines der wichtigsten Feste im Islam. Es erinnert an Ibrahim und an Vertrauen zu Gott.

Viele Menschen feiern mit Gebet, gemeinsamen Mahlzeiten, Besuchen und Geschenken. Besonders wichtig sind Teilen, Dankbarkeit und Hilfe für bedürftige Menschen. Das Fest steht außerdem in Verbindung mit dem Haddsch, der Pilgerfahrt nach Mekka.