In einer katholischen Kirche leitet oft ein Priester den Gottesdienst. Vielleicht hast du ihn schon bei einer Taufe, einer Hochzeit oder einer Beerdigung erlebt. Seine Arbeit besteht aus Feiern, Gesprächen und Begleitung – gemeinsam mit vielen anderen Menschen in der Gemeinde.
Was ist ein Priester?
Ein Priester ist in der römisch-katholischen Kirche ein Mann mit einem besonderen kirchlichen Dienst. Er erhält diesen Dienst durch die Priesterweihe. Das ist eine feierliche Handlung, durch die ein Bischof ihn zum Priester weiht.
Viele Priester arbeiten in einer Pfarrei. Eine Pfarrei ist eine örtliche Gemeinschaft katholischer Christinnen und Christen.
- Du kannst erklären, was ein katholischer Priester ist.
- Du kennst wichtige Aufgaben eines Priesters.
- Du unterscheidest Priester, Pfarrer, Diakon und Bischof.
- Du kennst Unterschiede zur evangelischen Kirche.
Ein Priester feiert am Sonntag mit der Gemeinde Gottesdienst. Unter der Woche besucht er kranke Menschen, bereitet eine Predigt vor oder spricht mit einer Familie vor einer Beerdigung.
Ein Priester hat keine Zauberkräfte. Er übernimmt einen geweihten Dienst für Gottesdienst, Glauben und Menschen.
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Was macht ein Priester im Gottesdienst?
Ein Gottesdienst ist eine gemeinsame Feier mit Gebeten, Liedern und Texten aus der Bibel. Die wichtigste katholische Gottesdienstform heißt Messe.
In der Messe kann der Priester eine Predigt halten. Eine Predigt erklärt einen Bibeltext und verbindet ihn mit dem Alltag. Der Priester feiert auch die Eucharistie. Dabei erinnern sich Katholikinnen und Katholiken an Jesu letztes Abendmahl und teilen Brot und Wein.
Nach einer Geschichte aus der Bibel spricht der Priester über Streit und Versöhnung in der Schule oder Familie. Danach feiert die Gemeinde Eucharistie.
Viele Menschen wirken im Gottesdienst mit. Sie lesen Texte vor, machen Musik, helfen am Altar oder sprechen Fürbitten. Dafür muss man nicht Priester sein.
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Sakramente begleiten wichtige Momente
Ein Sakrament ist in der katholischen Kirche eine sichtbare Feier, die Gottes Nähe zeigen soll. Sakramente begleiten Menschen an wichtigen Stationen ihres Lebens und Glaubens.
Ein Priester kann zum Beispiel die Eucharistie feiern, die Beichte hören und eine Krankensalbung spenden. Er kann auch taufen. Auch ein Diakon darf taufen. Die Beichte ist eine Feier, in der Menschen Schuld aussprechen, um Gottes Vergebung bitten und durch den Priester den Zuspruch der Vergebung erhalten. Bei der Krankensalbung wird ein kranker oder geschwächter Mensch mit Öl gesalbt und im Gebet gestärkt.
Ein schwer kranker Mensch wünscht sich Besuch. Der Priester betet mit ihm und salbt Stirn und Hände mit Öl. Das ist eine Krankensalbung.
Sakramente sind keine Belohnung für Menschen ohne Fehler. Sie sollen stärken, trösten und Gottes Nähe zeigen.
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Priester Pfarrer Diakon und Bischof
Priester und Pfarrer bedeuten nicht genau dasselbe. Ein Pfarrer ist ein Priester, dem die Leitung einer Pfarrei übertragen wurde. Deshalb ist nicht jeder Priester automatisch Pfarrer.
Ein Bischof leitet ein Bistum. Ein Bistum ist ein größeres Gebiet mit vielen Pfarreien. Ein Bischof kann Priester weihen. Ein Diakon ist ebenfalls geweiht und übernimmt eigene Aufgaben in der Kirche. Er darf zum Beispiel taufen, aber keine Eucharistie leiten.
Priester Amir hilft bei Gottesdiensten und Besuchen. Pfarrer Weber leitet die Pfarrei. Beide sind Priester. Der Bischof leitet das Bistum, zu dem diese Pfarrei gehört.
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Unterschiede zwischen den Kirchen
Diese Erklärung meint vor allem Priester in der römisch-katholischen Kirche. Dort können derzeit nur Männer zu Priestern geweiht werden.
Priester des lateinischen Ritus leben normalerweise unverheiratet. Diese Lebensform heißt Zölibat. Zölibat bedeutet, nicht zu heiraten.
In der evangelischen Kirche gibt es Pfarrer und Pfarrerinnen. Frauen und Männer können dort Gemeinden leiten und heiraten. Auch die Regeln für Gottesdienst und Abendmahl unterscheiden sich von der katholischen Kirche.
Eine evangelische Pfarrerin leitet den Gottesdienst in ihrer Gemeinde. Sie ist keine katholische Priesterin, weil die beiden Kirchen unterschiedliche Ämter und Regeln haben.
Frage bei dem Wort Priester immer nach der Religion oder Kirche. Dasselbe Wort kann je nach Glaubensgemeinschaft etwas anderes bedeuten.
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Zusammenfassung
Ein Priester ist in der römisch-katholischen Kirche ein geweihter Mann mit einem besonderen Dienst. Er leitet Gottesdienste, feiert die Eucharistie und begleitet Menschen in wichtigen Lebenslagen.
Ein Pfarrer ist ein Priester, der eine Pfarrei leitet. Ein Bischof leitet ein Bistum und weiht Priester. Ein Diakon hat eigene Aufgaben und kann zum Beispiel taufen. Evangelische Kirchen haben andere Ämter: Dort können auch Frauen Pfarrerinnen sein.
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