Wenn in der Pause andere essen und trinken, verzichten manche Mitschülerinnen und Mitschüler vielleicht gerade darauf. Abends kommen Familien und Freunde zusammen. So kann sich ein normaler Schultag anders anfühlen.
Was Ramadan ist
Der Islam ist eine Weltreligion. Menschen, die ihm angehören, nennt man Musliminnen und Muslime.
Der Mondkalender zählt Monate nach den Phasen des Mondes. Ein Mondjahr ist kürzer als unser üblicher Kalenderjahr. Darum wandert der Ramadan, der neunte Monat im islamischen Mondkalender, jedes Jahr durch die Jahreszeiten.
Der Koran ist die heilige Schrift des Islam. Nach islamischem Glauben erhielt der Prophet Muhammad in Ramadan erstmals Botschaften daraus von Gott.
In einem Jahr liegt Ramadan im Frühling. Einige Jahre später beginnt er schon im Winter. Das liegt am Mondkalender.
Ramadan dauert etwa einen Monat und beginnt im normalen Kalender nicht jedes Jahr am gleichen Datum.
Warum viele Menschen fasten
Ein Fastenmonat ist ein Monat, in dem gläubige Menschen bewusst verzichten. Fasten bedeutet im Ramadan: Von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang nichts essen und nichts trinken. Die Morgendämmerung ist der Zeitpunkt, an dem der Tag beginnt hell zu werden.
Für viele Musliminnen und Muslime ist Ramadan eine Zeit für Gebet, Nachdenken und gute Taten. Das Fasten gehört zu den fünf Säulen des Islam. Das sind fünf besonders wichtige religiöse Pflichten und Grundhaltungen.
Amir merkt nach einem langen Schultag, dass er Hunger hat. Beim Abendessen denkt er daran, dass manche Menschen oft nicht genug zu essen haben. Seine Familie spendet deshalb für Bedürftige.
Für Kranke, Reisende und weitere Personengruppen gibt es je nach Situation Erleichterungen. Vor der Pubertät besteht keine religiöse Pflicht zum Fasten.
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Ein Tag im Ramadan
Die Mahlzeit vor der Morgendämmerung heißt Sahur. Danach beginnt das tägliche Fasten. Nach Sonnenuntergang endet es.
Das Iftar ist das Fastenbrechen nach Sonnenuntergang. Viele Menschen essen dann gemeinsam mit Familie, Freunden oder Nachbarn. Wie Familien diesen Abend gestalten, ist verschieden.
Selin steht früh auf und isst mit ihrer Familie Sahur. Nach der Schule macht sie ihre Hausaufgaben. Am Abend bricht sie beim Iftar gemeinsam mit ihrer Familie das Fasten.
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Achtsam mit sich und anderen
Selbstbeherrschung bedeutet, die eigenen Wünsche und Gefühle bewusst zu steuern. Im Ramadan achten viele Menschen besonders darauf, geduldig zu sein, nicht zu beleidigen und anderen zu helfen.
Das heißt nicht, dass jemand nie müde, hungrig oder gereizt sein darf. Wichtig ist, wie man dann handelt.
Jonas ärgert sich über einen blöden Kommentar. Er schreit nicht zurück, sondern atmet kurz durch und antwortet ruhig. So zeigt er Selbstbeherrschung.
Fasten kann daran erinnern: Ich muss nicht jeden Wunsch sofort erfüllen und nicht jeden Ärger sofort herauslassen.
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Das Fest des Fastenbrechens
Nach Ramadan folgt das Fest des Fastenbrechens. Auf Arabisch heißt es Eid al-Fitr. Es beendet den Fastenmonat. Manche Familien nennen es auch Zuckerfest.
Viele Menschen besuchen Verwandte, tragen festliche Kleidung, teilen Essen oder schenken Kindern etwas. Auch Hilfe und Spenden für Bedürftige sind für viele Familien wichtig.
Farahs Familie besucht am Fest die Großeltern. Alle gratulieren sich, essen zusammen und die Kinder bekommen kleine Geschenke.
Muslimische Familien feiern nicht alle gleich. Speisen, Besuche und Bräuche können je nach Familie und Herkunft unterschiedlich sein.
Zusammenfassung
Ramadan ist der neunte Monat im islamischen Mondkalender. Viele Musliminnen und Muslime fasten dann von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang.
Ramadan steht für Glauben, Gebet, Selbstbeherrschung, Teilen und Gemeinschaft. Nach dem Monat feiern viele Familien das Fest des Fastenbrechens.
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