Wenn die Schulwoche voll ist, wünschen sich viele Menschen einen festen Moment zum Durchatmen. Im Judentum gibt es dafür jede Woche einen besonderen Zeitraum. Er verbindet Ruhe, Familie, Gemeinschaft und Glauben.
Der Schabbat: eine besondere Pause
Der Schabbat ist der wöchentliche heilige Ruhetag im Judentum. Das Wort kommt aus dem Hebräischen und bedeutet etwa: mit der Arbeit aufhören und ruhen. Man schreibt auch Sabbat oder Shabbat.
Der Schabbat ist nicht einfach ein freier Samstag. Er soll helfen, den Alltag zu unterbrechen. Jüdische Menschen nehmen sich Zeit für Gott, für andere Menschen und für sich selbst.
Stell dir vor, du räumst vor einem Familienfest das Handy weg, hast keinen Zeitdruck und sitzt lange mit wichtigen Menschen zusammen. Der Schabbat schafft bewusst so einen anderen Rahmen als ein normaler Wochentag.
Der Schabbat ist im Judentum ein wöchentlicher Ruhetag mit religiöser Bedeutung.
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Wann beginnt und endet er?
Im jüdischen Kalender beginnt ein neuer Tag am Abend. Deshalb startet der Schabbat am Freitag bei Sonnenuntergang. Er endet am Samstagabend, wenn es dunkel geworden ist.
Die genaue Uhrzeit ist nicht überall gleich. Sie richtet sich nach dem Sonnenuntergang am jeweiligen Ort und in der jeweiligen Jahreszeit. Darum bereiten viele Familien schon vor Freitagabend Essen und alles Wichtige vor.
Im Sommer geht die Sonne später unter als im Winter. Deshalb kann der Beginn des Schabbats im Juni deutlich später sein als im Dezember.
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Warum ist der Schabbat wichtig?
Die Tora ist die heilige Lehre des Judentums. Sie erzählt unter anderem von der Erschaffung der Welt und enthält Gebote für das Leben. In der Schöpfungserzählung wird berichtet: Nach sechs Tagen des Schaffens folgt der siebte Tag der Ruhe.
Der Schabbat erinnert außerdem an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten. Wer ruht, zeigt: Kein Mensch soll immer nur arbeiten müssen. Die Ruhe gilt nicht nur für eine einzelne Person, sondern hat auch eine soziale Bedeutung für Familie, Mitarbeitende und Tiere.
Eine Familie feiert Schabbat. Niemand soll für die anderen einkaufen, kochen oder arbeiten müssen. Die gemeinsame Zeit wird wichtiger als Leistung und Gewinn.
Der Schabbat steht in den Zehn Geboten. Er erinnert an Schöpfung, Freiheit und die Würde von Menschen.
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Wie wird der Schabbat begonnen?
Viele jüdische Familien begrüßen den Schabbat am Freitagabend mit Kerzen, Gebeten und einem festlichen Essen. Nicht jede Familie feiert gleich. Bräuche können sich je nach Gemeinde, Herkunft und persönlicher Überzeugung unterscheiden.
Ein wichtiger Begriff ist Kiddusch. Das ist ein Segensspruch, der oft über Wein oder Traubensaft gesprochen wird. Häufig liegt auch Challah, ein geflochtenes Festtagsbrot, auf dem Tisch.
Vor dem Essen zündet eine Familie Kerzen an. Dann sprechen die Anwesenden einen Segen, teilen Brot und essen zusammen. Das macht deutlich: Jetzt beginnt eine besondere Zeit.
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Ruhe heißt nicht für alle dasselbe
Die Halacha ist die jüdische religiöse Gesetzeslehre. Sie hilft dabei, Gebote im Alltag umzusetzen. In orthodoxen jüdischen Gemeinschaften wird am Schabbat besonders genau darauf geachtet, welche Tätigkeiten als Arbeit gelten.
Deshalb verzichten manche Menschen zum Beispiel auf Kochen, Einkaufen, Autofahren oder das Bedienen elektronischer Geräte. Andere jüdische Menschen gestalten den Schabbat weniger streng oder auf andere Weise. Es gibt nicht die eine Schabbatfeier, die alle Jüdinnen und Juden genau gleich erleben.
Wichtig ist auch: Wenn Gesundheit oder Leben in Gefahr sind, hat Hilfe Vorrang. Ein Mensch soll niemals wegen einer Regel in Gefahr bleiben.
Eine Familie bereitet ein warmes Essen schon am Freitag vor. Am Schabbat selbst verbringt sie Zeit mit Gesprächen, Gebet, Lesen oder einem Spaziergang.
Jüdisches Leben ist vielfältig. Wie Menschen Schabbat feiern, hängt auch von ihrer Gemeinde und ihrer persönlichen Tradition ab.
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Wie endet der Schabbat?
Am Samstagabend endet der Schabbat mit der Hawdala. Hawdala bedeutet Unterscheidung oder Trennung. Die Feier macht sichtbar: Die heilige Zeit des Schabbats geht zu Ende, die neue Woche beginnt.
Dabei werden oft Wein oder Traubensaft, duftende Gewürze und eine geflochtene Kerze verwendet. Segenssprüche begleiten diese Zeichen. Danach wünschen sich viele Menschen eine gute Woche.
Der Duft der Gewürze und das Licht der Kerze machen den Abschied vom Schabbat mit den Sinnen erlebbar. Danach werden wieder Dinge möglich, die zum Alltag gehören.
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Zusammenfassung
Der Schabbat ist der wöchentliche heilige Ruhetag im Judentum. Er beginnt am Freitagabend bei Sonnenuntergang und endet am Samstagabend.
Er erinnert an die Schöpfung und an die Befreiung aus der Sklaverei. Viele Familien feiern ihn mit Kerzen, Gebeten, Mahlzeiten und Zeit füreinander. Mit der Hawdala wird der Übergang zurück in die neue Woche gestaltet.
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