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Synagoge

Die Synagoge ist Gebets-, Lern- und Versammlungsort im Judentum. Aufbau, Gottesdienst und Bedeutung werden erklärt.

Wenn eine jüdische Gemeinde zusammenkommt, geht es um mehr als ein Gebäude. Menschen beten, lernen, feiern und sprechen miteinander. Eine Synagoge kann deshalb auch für die ganze Gemeinschaft wichtig sein.

Ein Ort für die Gemeinde

Eine Synagoge ist das Versammlungs- und Gebetshaus einer jüdischen Gemeinde. Eine jüdische Gemeinde ist eine Gruppe von Jüdinnen und Juden, die ihr gemeinsames Leben an einem Ort gestaltet. Auf Hebräisch nennt man die Synagoge auch Beit Knesset, also Haus der Versammlung.

Deine Lernziele
  • Du kannst erklären, wofür eine Synagoge da ist.
  • Du kennst wichtige Bereiche in einer Synagoge.
  • Du weißt, warum Synagogen unterschiedlich aussehen können.
Beispiel

Wie ein Klassenraum nicht nur aus Tischen besteht, ist auch eine Synagoge mehr als ein Bauwerk. Sie wird durch die Menschen und ihre gemeinsamen Aktivitäten lebendig.

Merke

In einer Synagoge gehören Gebet, Lernen, Feiern und Gemeinschaft zusammen.

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Gebet und Lernen

Am Schabbat, dem wöchentlichen Ruhetag im Judentum, kommen viele Menschen zum Gottesdienst zusammen. Der Schabbat beginnt am Freitagabend und endet am Samstagabend. Im Gottesdienst werden Gebete gesprochen oder gesungen.

Ein zentraler Text ist die Tora. Sie umfasst die fünf Bücher Mose und gehört zur jüdischen Heiligen Schrift. Eine Torarolle ist der handgeschriebene Text der Tora auf einer Rolle aus Pergament.

Beispiel

Im Gottesdienst wird eine Torarolle geöffnet. Daraus wird ein Abschnitt vorgelesen. Danach kann die Gemeinde über den Text nachdenken oder ihn erklärt bekommen.

Gut zu wissen

Auch außerhalb des Gottesdienstes finden in vielen Synagogen Unterricht, Gespräche, Vorträge oder Feiern statt. Gemeinden gestalten ihren Alltag unterschiedlich.

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Wichtige Orte im Inneren

Synagogen haben keine überall gleiche Einrichtung. Einige wichtige Elemente gibt es jedoch in vielen Synagogen.

Der Toraschrein ist ein besonderer Schrank oder Bereich für die Torarollen. Die Bima ist ein erhöhtes Lesepult oder Podest. Auf ihr wird die Torarolle für die Lesung abgelegt. Eine Menora ist ein Leuchter mit sieben Armen.

Beispiel

Die Bima erinnert ein wenig an ein Lesepult bei einer Schulfeier. Von dort kann ein Text gut vorgelesen werden. In der Synagoge dient sie besonders der Lesung aus der Tora.

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Merke

Toraschrein und Bima haben verschiedene Aufgaben: Der eine bewahrt die Tora auf, die andere dient dem Vorlesen.

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Warum sehen Synagogen verschieden aus?

Eine Synagoge muss nicht wie jede andere aussehen. Manche Gebäude sind schlicht, andere haben Kuppeln, Muster oder große Fenster. Die Bauweise hängt oft davon ab, wann und wo das Gebäude entstanden ist.

Auch die Sitzordnung kann unterschiedlich sein. In manchen Gemeinden sitzen alle zusammen. In anderen gibt es getrennte Bereiche für Frauen und Männer. Das hängt von der religiösen Richtung und den Bräuchen der Gemeinde ab.

Beispiel

Eine Synagoge in Deutschland kann anders aussehen als eine Synagoge in Marokko. Trotzdem können beide Orte für Gebet, Lernen und die Gemeinschaft einer jüdischen Gemeinde da sein.

Merke

Am Aussehen allein erkennst du nicht, wie wichtig eine Synagoge für ihre Gemeinde ist.

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Synagogen und Geschichte in Deutschland

Synagogen erzählen auch von jüdischer Geschichte. Die Alte Synagoge in Erfurt zeigt zum Beispiel Spuren jüdischen Lebens aus dem Mittelalter.

Während des Nationalsozialismus, der Diktatur in Deutschland von 1933 bis 1945, wurden Jüdinnen und Juden verfolgt. In den Novemberpogromen 1938 wurden viele Synagogen angegriffen, beschädigt oder zerstört. Ein Pogrom ist ein gewaltsamer Angriff auf eine Gruppe von Menschen. Antisemitismus bedeutet Feindschaft, Vorurteile oder Gewalt gegen Jüdinnen und Juden.

Beispiel

Die Neue Synagoge in Berlin wurde im 19. Jahrhundert gebaut und in der NS-Zeit schwer beschädigt. Heute ist sie vor allem ein Erinnerungs- und Bildungsort. In einem Betraum wird wieder gebetet.

Gut zu wissen

Wenn du eine Synagoge besuchst, informiere dich vorher über die Regeln der Gemeinde. Bei einer Führung erfährst du, wie du dich respektvoll verhältst.

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Zusammenfassung

Eine Synagoge ist ein zentraler Ort für jüdische Gemeinden. Dort wird gebetet, gelernt, gefeiert und Gemeinschaft erlebt. Torarollen werden im Toraschrein aufbewahrt und auf der Bima vorgelesen.

Synagogen können sehr unterschiedlich aussehen. Sie stehen für lebendiges jüdisches Leben und erinnern zugleich an Geschichte, Verfolgung und Verantwortung.