Im Religionsunterricht hörst du vielleicht eine Stelle aus dem Koran. Damit man sie wiederfindet, braucht man einen Namen und eine genaue Angabe. Suren helfen dabei, den Koran zu ordnen und zu verstehen.
Was du lernen kannst
- Du erklärst, was eine Sure ist.
- Du beschreibst den Aufbau des Korans.
- Du unterscheidest Suren und Verse.
- Du ordnest die Bedeutung von Suren für Musliminnen und Muslime ein.
Kapitel im Koran
Der Koran ist die heilige Schrift des Islam. Musliminnen und Muslime glauben, dass Gott den Koran dem Propheten Mohammed durch den Engel Gabriel übermitteln ließ. Eine Offenbarung ist eine Botschaft Gottes an einen Menschen.
Eine Sure ist ein Kapitel im Koran. Der Koran enthält 114 Suren. Jede Sure hat einen Namen und besteht aus mehreren Versen.
Eine Sure ist ein Kapitel des Korans.
Die erste Sure heißt al-Fātiha. Ihr Name bedeutet ungefähr „die Eröffnende“. Sie hat sieben Verse.
Der Koran ist das ganze Buch. Eine Sure ist ein Kapitel darin.
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Verse zeigen die genaue Stelle
Ein Vers ist ein kurzer Abschnitt innerhalb einer Sure. Das arabische Wort dafür lautet Āya und kann auch „Zeichen“ bedeuten.
Suren sind unterschiedlich lang. Um eine Stelle genau zu nennen, verwendet man zuerst die Nummer der Sure und danach die Nummer des Verses.
„Sure 1 Vers 1“ meint den ersten Vers der ersten Sure.
„Sure 112 Verse 1 bis 4“ meint alle vier Verse der Sure 112.
Die Suren stehen nicht in der Reihenfolge, in der sie offenbart wurden. Nach der ersten Sure folgen zunächst meist längere Suren; später werden viele Suren kürzer.
Erste Zahl: Sure. Zweite Zahl: Vers. So findest du eine Stelle genau wieder.
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Mekkanische und medinensische Suren
Mohammed erhielt die Offenbarungen nach islamischem Glauben über etwa 23 Jahre. In dieser Zeit wanderte er von Mekka nach Medina aus. Diese Auswanderung heißt Hidschra.
Als mekkanisch bezeichnet man Suren, die vor der Hidschra offenbart wurden. Als medinensisch bezeichnet man Suren, die danach offenbart wurden. Die Einteilung richtet sich also vor allem nach der Zeit, nicht nur nach dem Ort.
Mekkanische Suren sprechen häufig über Gott, Glauben und Verantwortung. Medinensische Suren behandeln oft zusätzlich Fragen des Zusammenlebens in der muslimischen Gemeinschaft.
Eine mekkanische Sure kann zum Nachdenken über Gott und das eigene Handeln anregen. Eine medinensische Sure kann auch Regeln für das gemeinsame Leben ansprechen.
Mekkanisch bedeutet vor der Hidschra. Medinensisch bedeutet nach der Hidschra.
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Suren im Glaubensalltag
Für viele Musliminnen und Muslime sind Suren Texte zum Lesen, Hören und Beten. Rezitieren bedeutet, einen Text feierlich vorzutragen. Im rituellen Gebet, dem Salāt, werden Teile des Korans rezitiert.
In der verbreiteten islamischen Gebetspraxis wird al-Fātiha in jeder Gebetseinheit gesprochen. Viele Menschen lernen außerdem kurze Suren auswendig. So können sie sie im Gebet verwenden und über ihren Inhalt nachdenken.
Ein Schüler lernt eine kurze Sure schrittweise auswendig. Im Gebet kann er sie rezitieren und sich dabei auf Gott konzentrieren.
Musliminnen und Muslime begegnen dem Koran mit besonderem Respekt. Viele hören aufmerksam zu, wenn er rezitiert wird, und bewahren ihn sorgfältig auf.
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Zusammenfassung
Eine Sure ist ein Kapitel im Koran. Der Koran enthält 114 Suren, die aus Versen bestehen. Mit Sure und Vers kannst du eine Stelle genau angeben. Suren werden als mekkanisch oder medinensisch eingeordnet und sind für viele Musliminnen und Muslime wichtige Texte im Glaubensalltag.
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