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Koran

Der Koran ist die Heilige Schrift des Islam. Aufbau in Suren, Offenbarung und Bedeutung für Muslime werden erklärt.

Der Koran begegnet Musliminnen und Muslimen beim Gebet, beim Vorlesen zu Hause und in der Moschee. Vielleicht kennst du heilige Bücher schon aus dem Religionsunterricht. Für Gläubige sind sie nicht nur alte Texte, sondern können Orientierung für das Leben geben.

Warum der Koran wichtig ist

Der Koran ist die heilige Schrift des Islam, einer Weltreligion. Musliminnen und Muslime glauben, dass er Gottes Botschaft enthält. Allah ist das arabische Wort für Gott.

Viele Gläubige suchen im Koran Antworten auf Fragen wie: Wie gehe ich gut mit anderen um? Was ist gerecht? Wie kann ich Gott vertrauen?

Deine Lernziele
  • Du kannst erklären, was der Koran ist.
  • Du kennst die Begriffe Offenbarung, Sure und Vers.
  • Du weißt, warum der arabische Text und das Vortragen wichtig sind.
  • Du kannst Korantext und Übersetzung unterscheiden.
Beispiel

Eine Schülerin liest mit ihrer Familie einen Abschnitt aus dem Koran. Danach sprechen sie darüber, was der Text für ihren Alltag bedeuten kann, zum Beispiel ehrlich zu sein oder anderen zu helfen.

Merke

Der Koran ist für Musliminnen und Muslime eine heilige Schrift und eine wichtige Quelle für Glauben und Orientierung.

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Wie Muslime von seiner Entstehung erzählen

Eine Offenbarung ist eine Botschaft, die nach religiösem Glauben von Gott zu einem Menschen kommt. Ein Prophet ist ein Mensch, der nach diesem Glauben Gottes Botschaft weitergibt. Musliminnen und Muslime glauben, dass Gott den Koran dem Propheten Muhammad offenbart hat.

Nach islamischer Überlieferung brachte der Engel Gabriel Muhammad die Botschaften über viele Jahre. Muhammad trug sie vor. Menschen in seinem Umfeld lernten sie auswendig und schrieben sie auf. Nach seinem Tod wurden die überlieferten Texte gesammelt.

Beispiel

Stell dir vor, eine Lehrerin gibt einer Klasse über längere Zeit wichtige Hinweise für ein Projekt. Die Klasse hört zu, notiert sie und wiederholt sie. Später werden die Hinweise in einer Mappe gesammelt. So kannst du dir vereinfacht vorstellen, wie Botschaften zunächst vorgetragen, bewahrt und später zusammengeführt wurden.

Gut zu wissen

Im Religionsunterricht unterscheidet man Glaubensaussagen und historische Forschung. Gläubige beschreiben den Koran als Gottes Wort. Die Forschung untersucht frühe Handschriften sowie die Weitergabe und Sammlung des Textes.

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So ist der Koran aufgebaut

Ein dickes Buch kann Kapitel und einzelne Abschnitte haben. Die Kapitel des Korans heißen Suren. Eine Sure besteht aus Versen. Ein Vers ist ein abgegrenzter Textabschnitt innerhalb einer Sure.

Der Koran hat 114 Suren. Manche sind lang, andere sehr kurz. Die erste Sure heißt Al-Fatiha und spielt im muslimischen Gebet eine wichtige Rolle. Die Reihenfolge der Suren erzählt keine Geschichte von Anfang bis Ende. Darum können Themen an verschiedenen Stellen wieder auftauchen.

Beispiel

Die Angabe Sure 1 Vers 1 funktioniert wie eine Adresse in einem Buch: Zuerst suchst du das Kapitel. Dann findest du darin die genaue Stelle.

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Merke

Eine Sure besteht aus Versen. Mit Suren und Versen kann man eine Stelle im Koran genau finden.

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Sprache und Vortragen

Der Koran wurde auf Arabisch überliefert. Arabisch wird von rechts nach links geschrieben. Für viele Musliminnen und Muslime ist der arabische Wortlaut besonders wichtig.

Das Wort Koran bedeutet ungefähr Lesung oder Vortrag. Deshalb wird der Text oft laut und mit genauer Aussprache vorgetragen. Dieses Vortragen heißt Rezitation. Eine Rezitation ist das sorgfältige hörbare Sprechen eines Textes.

Beispiel

Das deutsche Wort Schloss kann ein Gebäude oder einen Türverschluss meinen. Erst der Zusammenhang zeigt die Bedeutung. Beim Übersetzen aus dem Arabischen ins Deutsche achten Übersetzerinnen und Übersetzer ebenfalls genau auf den Zusammenhang.

Eine Übersetzung gibt den Sinn eines Textes in einer anderen Sprache wieder. Deutsche Übersetzungen beziehen sich auf den arabischen Korantext und helfen Menschen, die kein Arabisch verstehen. Dabei können Übersetzungen in einzelnen Formulierungen unterschiedlich sein. Auch anerkannte Lesarten des arabischen Textes können Nuancen haben.

Merke

Der arabische Korantext und eine deutsche Übersetzung sind nicht dasselbe. Übersetzungen helfen dir, den Inhalt zu verstehen.

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Was steht im Koran?

Der Koran ist keine einzige fortlaufende Geschichte wie ein Roman. Er enthält Gebete, Erzählungen, Bilder aus der Natur, Regeln und Aufforderungen zum Nachdenken.

Viele Texte handeln von Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und Verantwortung. Im Koran werden auch Propheten erwähnt, darunter Abraham, Mose, Maria und Jesus. Einige dieser Personen sind auch aus Judentum und Christentum bekannt.

Manche Stellen sind leicht zu verstehen. Andere brauchen Wissen über Sprache, Geschichte und Zusammenhang. Eine Auslegung ist der Versuch, die Bedeutung eines Textes zu erklären. Muslimische Gelehrte und Gläubige haben den Koran über viele Jahrhunderte ausgelegt. Dabei können unterschiedliche Deutungen entstehen.

Beispiel

Wenn jemand sagt: Das war ja toll, kann das ehrliches Lob oder Ironie sein. Um den Satz zu verstehen, brauchst du die Situation. Auch bei einer Koranstelle hilft der Zusammenhang beim Verstehen.

Gut zu wissen

Ein einzelner Satz aus einer heiligen Schrift erklärt nicht immer alles allein. Für ein faires Verständnis gehören die Stelle davor und danach, die Zeit der Entstehung und verschiedene Auslegungen dazu.

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Koran im Leben von Musliminnen und Muslimen

Musliminnen und Muslime leben ihren Glauben unterschiedlich. Viele lesen oder hören den Koran zu Hause, in der Moschee oder im Religionsunterricht. Manche lernen einzelne Abschnitte auswendig. Im Gebet werden Koranverse auf Arabisch gesprochen.

Besonders im Ramadan, dem islamischen Fastenmonat, lesen viele Gläubige mehr im Koran. Manche teilen den Text dafür in kleinere Leseabschnitte ein. Andere beschäftigen sich vor allem mit einer Sure, die ihnen wichtig ist.

Beispiel

Zwei muslimische Freunde können beide den Koran sehr wichtig finden. Eine Person liest jeden Morgen darin. Die andere hört gern eine Rezitation und spricht später mit ihrer Familie darüber. Beide Wege können Ausdruck von Glauben sein.

Merke

Es gibt nicht nur eine einzige Art, wie Musliminnen und Muslime den Koran im Alltag nutzen und verstehen.

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Zusammenfassung

Der Koran ist die heilige Schrift des Islam. Musliminnen und Muslime glauben, dass Gott ihn dem Propheten Muhammad offenbart hat. Er besteht aus 114 Suren, die wiederum aus Versen bestehen.

Der Koran ist auf Arabisch überliefert und wird oft rezitiert. Übersetzungen helfen beim Verstehen, sind aber Übertragungen in eine andere Sprache. Seine Texte geben vielen Musliminnen und Muslimen Orientierung und werden unterschiedlich ausgelegt und gelebt.