Budget planen: Einnahmen, Ausgaben und Saldo
Ein Budget ist ein Plan für begrenztes Geld in einem bestimmten Zeitraum. Du stellst Einnahmen und geplante Ausgaben gegenüber, legst Geld für verschiedene Zwecke fest und kontrollierst später, ob der Plan aufgegangen ist.
Auf dieser Seite planst du ein privates Monatsbudget. Dasselbe Grundprinzip nutzen auch Unternehmen: erfassen, planen und mit der tatsächlichen Entwicklung vergleichen.
Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!
Wozu brauchst du ein Budget?
Viele Zahlungen laufen auf unterschiedlichen Wegen: bar, mit Karte, als Überweisung oder durch automatische Abbuchung. Ein Budget führt diese Geldbewegungen zusammen. So erkennst du, wie viel Geld verfügbar ist und wofür du es verwenden möchtest.
Budget
Ein Budget ist entweder ein Plan für Einnahmen und Ausgaben oder ein festgelegter Geldbetrag für einen bestimmten Zweck, zum Beispiel ein Urlaubsbudget.
Budgetieren verläuft als Kreislauf:
- Du dokumentierst Einnahmen und Ausgaben.
- Du planst Ausgaben, Sparziele und Höchstbeträge.
- Du vergleichst den Plan mit den tatsächlichen Zahlungen.
- Du passt den nächsten Plan bei Bedarf an.
Ein Budget verbietet dir nicht, Geld auszugeben. Es hilft dir, bewusst zu entscheiden, wofür dein Geld reichen soll.
Wie ordnest du Einnahmen und Ausgaben?
Verwende bei Einnahmen die Nettobeträge, die dir nach Abzügen tatsächlich zur Verfügung stehen. Für eine vorsichtige Planung eignen sich vor allem sichere oder sehr wahrscheinliche Einnahmen.
Typische Einnahmen sind:
- Lohn, Gehalt oder Einkommen aus einem Nebenjob,
- staatliche Unterstützung,
- Einnahmen aus Vermietung oder Kapital,
- Boni, Erstattungen oder Geldgeschenke.
Ausgaben kannst du nach Höhe und Zahlungszeitpunkt ordnen:
| Art | Erkennungsmerkmal | Beispiele |
|---|---|---|
| Feste Ausgaben | regelmäßig und meist in gleicher Höhe | Miete, Telefonvertrag, Versicherungsbeitrag |
| Variable Ausgaben | Höhe verändert sich | Lebensmittel, Kleidung, Freizeit, Treibstoff |
| Unregelmäßige Ausgaben | fallen nicht jeden Monat an | Urlaub, Reparatur, Geschenk, Jahresbeitrag |
Eine seltene Zahlung kann trotzdem fest vereinbart sein. Ein Versicherungsbeitrag von 240 € pro Jahr ist zum Beispiel der Höhe nach fest, wird aber nur einmal jährlich bezahlt. Für den Monatsplan kannst du monatlich 20 € dafür zurücklegen, denn $240\,€ : 12 = 20\,€$.
Prüfe für eine möglichst vollständige Bestandsaufnahme die Zahlungen eines ganzen Jahres. So übersiehst du Kosten nicht, die nur vierteljährlich oder jährlich abgebucht werden.
Wie berechnest du dein Monatsbudget?
Gehe in vier Schritten vor:
- Addiere die monatlichen Einnahmen.
- Addiere die festen Ausgaben.
- Ziehe die festen Ausgaben von den Einnahmen ab.
- Ziehe anschließend die variablen Ausgaben und geplanten Rücklagen ab.
Das Geld nach Abzug der festen Ausgaben ist dein verfügbares Alltagsbudget:
$$Einnahmen - feste\ Ausgaben = verfügbares\ Alltagsbudget$$
Der Saldo zeigt, was nach allen berücksichtigten Ausgaben übrig bleibt oder fehlt:
$$Einnahmen - feste\ Ausgaben - variable\ Ausgaben - Rücklagen = Saldo$$
Ein positiver Saldo ist ein Überschuss. Ein negativer Saldo ist ein Defizit.
Berechne zuerst, was nach den festen Ausgaben verfügbar ist. Verteile diesen Betrag danach auf Alltag, unregelmäßige Kosten, Sparziele und eine Reserve.
Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.
Von den monatlichen ziehst du zuerst die ab. Nach allen eingeplanten Ausgaben zeigt der , ob Geld übrig bleibt oder fehlt.
Wie sieht ein vollständiger Monatsplan aus?
Nehmen wir einen Musterhaushalt mit monatlichen Einnahmen von 1.600 €.
Die festen Ausgaben betragen zusammen 950 €.
$$1.600\,€ - 950\,€ = 650\,€$$
Für Alltag und Rücklage sind damit 650 € verfügbar. Der Haushalt plant:
| Verwendung | Betrag |
|---|---|
| Lebensmittel | 280 € |
| Mobilität | 70 € |
| Freizeit | 80 € |
| Kleidung | 40 € |
| Rücklage | 100 € |
| Geplante Verwendung | 570 € |
Die gesamten geplanten Ausgaben einschließlich der festen Kosten betragen $950\,€ + 570\,€ = 1.520\,€$.
Der Saldo lautet:
$$1.600\,€ - 1.520\,€ = 80\,€$$
Der Plan hat einen Überschuss von 80 €. Die Rücklage von 100 € ist dabei bereits berücksichtigt.
Eine Rücklage ist kein versehentlich übrig gebliebenes Geld. Sie wird bewusst als eigene Position geplant, etwa für Notfälle oder spätere Ausgaben.
Wie kontrollierst und verbesserst du den Plan?
Beim Soll-Ist-Vergleich stellst du geplante Beträge den tatsächlichen Beträgen gegenüber. Das Soll ist dein Plan, das Ist die wirkliche Zahlung.
Waren für Lebensmittel 280 € geplant, tatsächlich wurden aber 310 € ausgegeben, beträgt die Überschreitung $310\,€ - 280\,€ = 30\,€$. Eine Abweichung ist zunächst eine Information. Prüfe ihren Grund und entscheide dann, ob du dein Verhalten oder den nächsten Plan anpasst.
Ein einmaliges Defizit durch eine Reparatur muss nicht bedeuten, dass der gesamte Plan ungeeignet ist. Ein regelmäßig auftretendes Defizit ist dagegen ein Warnsignal, weil es zu Schulden führen kann.
Der Musterhaushalt hatte einen geplanten Überschuss von 80 €. Nun fällt unerwartet eine Reparatur von 150 € an:
$$80\,€ - 150\,€ = -70\,€$$
Es entsteht ein Defizit von 70 €. Eine mögliche Anpassung ist, im selben Monat 50 € weniger für Freizeit und 20 € weniger für Kleidung einzuplanen. Zusammen werden 70 € frei. Der neue Saldo beträgt 0 €.
Die Rücklage bleibt in diesem Beispiel erhalten. Ebenso wäre es möglich, einen Teil der Rücklage zu verwenden. Welche Lösung passt, hängt davon ab, welche Ausgaben notwendig und welche verschiebbar sind.
Beim Anpassen hilft diese Reihenfolge:
- Sichere notwendige Ausgaben wie Wohnen und Lebensmittel.
- Prüfe verschiebbare oder verringerbare Ausgaben.
- Kontrolliere ungenutzte Abonnements und ähnliche laufende Kosten.
- Passe unrealistische Planwerte für den nächsten Monat an.
Karteikasten
Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.
Alles auf einen Blick
- Budget
- Erfassen
- Einnahmen
- feste Ausgaben
- variable und unregelmäßige Ausgaben
- Planen
- Alltagsbudget berechnen
- Rücklage vorsehen
- Höchstbeträge festlegen
- Kontrollieren
- Soll und Ist vergleichen
- Überschuss oder Defizit erkennen
- Plan anpassen
- Erfassen
Abschluss-Check
Ein tragfähiges Budget beruht auf vollständigen, realistischen Zahlen. Wenn du Einnahmen und Ausgaben ordnest, Rücklagen einplanst und Abweichungen prüfst, kannst du finanzielle Entscheidungen bewusst treffen.
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