Befruchtung bei Pflanzen: Ablauf einfach erklärt
Bei Blütenpflanzen beginnt die Befruchtung erst nach der Bestäubung: Ein Pollenkorn keimt auf der Narbe, bildet einen Pollenschlauch und bringt männliche Geschlechtszellen zur Samenanlage. Verschmilzt eine davon mit der Eizelle, ist die Befruchtung erfolgt.
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Bestäubung oder Befruchtung?
Die beiden Vorgänge gehören zusammen, bedeuten aber nicht dasselbe.
Bestäubung
Bei der Bestäubung gelangt Pollen von einem Staubblatt auf die Narbe einer passenden Blüte. Wind, Wasser oder Tiere können den Pollen transportieren.
Befruchtung
Die Befruchtung ist die Verschmelzung einer männlichen Geschlechtszelle mit der Eizelle. Dabei entsteht die Zygote, die erste Zelle des Pflanzenembryos.
Ein Pollenkorn ist also nicht selbst die männliche Geschlechtszelle. Es enthält beziehungsweise transportiert die für die Befruchtung benötigten männlichen Geschlechtszellen.
Bestäubung bringt den Pollen ans Zielorgan. Befruchtung vereinigt die Geschlechtszellen. Eine Bestäubung ermöglicht die Befruchtung, garantiert sie aber noch nicht.
Welche Blütenteile sind beteiligt?
Das Staubblatt bildet Pollen. Der weibliche Blütenbereich besteht aus Narbe, Griffel und Fruchtknoten:
- Die Narbe nimmt Pollen auf.
- Der Griffel verbindet die Narbe mit dem Fruchtknoten.
- Der Fruchtknoten enthält die Samenanlagen.
- In einer Samenanlage befindet sich die Eizelle.
Eine Biene besucht eine Blüte und berührt deren Staubbeutel. Pollenkörner bleiben an ihrem Körper haften. In der nächsten passenden Blüte gelangen einige davon auf die Narbe. Damit ist die Bestäubung erfolgt. Die Biene führt die Befruchtung nicht selbst aus; sie transportiert nur den Pollen.
Wie läuft die Befruchtung ab?
Nach einer passenden Bestäubung folgen mehrere Schritte:
- Ein Pollenkorn liegt auf der Narbe.
- Das Pollenkorn nimmt Wasser auf und keimt.
- Es bildet einen Pollenschlauch.
- Der Pollenschlauch wächst durch den Griffel zum Fruchtknoten.
- Er erreicht eine Samenanlage und transportiert männliche Geschlechtszellen dorthin.
- Eine männliche Geschlechtszelle verschmilzt mit der Eizelle.
- Die Zellkerne vereinigen sich zur Zygote. Aus ihr entwickelt sich der Embryo.
Bei einer bestäubten Kirschblüte liegt ein passendes Pollenkorn auf der Narbe. Es bildet einen Pollenschlauch, der durch den Griffel bis zu einer Samenanlage wächst. Erst als eine männliche Geschlechtszelle die Eizelle erreicht und mit ihr verschmilzt, ist die Befruchtung abgeschlossen.
Der Pollenschlauch ist ein Transportweg. Er selbst verschmilzt nicht mit der Eizelle, sondern bringt die männlichen Geschlechtszellen zu ihr.
Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.
Nach der keimt ein Pollenkorn auf der . Der entstehende Pollenschlauch wächst durch den zur . Dort verschmilzt eine männliche Geschlechtszelle mit der .
Was entsteht nach der Befruchtung?
Die Befruchtung setzt eine Entwicklungsfolge in Gang:
- Aus der Zygote entwickelt sich der Pflanzenembryo.
- Die befruchtete Samenanlage entwickelt sich zum Samen.
- Der Fruchtknoten entwickelt sich bei Blütenpflanzen zur Frucht.
- Die Frucht schützt die Samen und kann ihre Verbreitung unterstützen.
Zygote → Embryo, Samenanlage → Samen, Fruchtknoten → Frucht.
Vertiefung: doppelte Befruchtung
Bei Bedecktsamern gelangen gewöhnlich zwei männliche Geschlechtszellen in die Samenanlage. Eine verschmilzt mit der Eizelle und bildet die Zygote. Die andere verschmilzt mit der Zentralzelle. Daraus entsteht das Endosperm, ein Nährgewebe für den sich entwickelnden Embryo.
Karteikasten
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Alles auf einen Blick
- Befruchtung bei Blütenpflanzen
- Voraussetzung: Pollen gelangt bei der Bestäubung auf die Narbe
- Transport: Pollenschlauch wächst durch den Griffel zur Samenanlage
- Verschmelzung: männliche Geschlechtszelle und Eizelle bilden die Zygote
- Entwicklung: Zygote wird zum Embryo
- Entwicklung: Samenanlage wird zum Samen
- Entwicklung: Fruchtknoten wird zur Frucht
- Vertiefung: zweite Verschmelzung bildet Endosperm
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