Biologie

Befruchtung bei Pflanzen: Ablauf einfach erklärt

Befruchtung bei Pflanzen: Ablauf einfach erklärt
Befruchtung bei Pflanzen: Ablauf einfach erklärt
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Bei Blütenpflanzen beginnt die Befruchtung erst nach der Bestäubung: Ein Pollenkorn keimt auf der Narbe, bildet einen Pollenschlauch und bringt männliche Geschlechtszellen zur Samenanlage. Verschmilzt eine davon mit der Eizelle, ist die Befruchtung erfolgt.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Bestäubung oder Befruchtung?

Die beiden Vorgänge gehören zusammen, bedeuten aber nicht dasselbe.

Definition

Bestäubung

Bei der Bestäubung gelangt Pollen von einem Staubblatt auf die Narbe einer passenden Blüte. Wind, Wasser oder Tiere können den Pollen transportieren.

Definition

Befruchtung

Die Befruchtung ist die Verschmelzung einer männlichen Geschlechtszelle mit der Eizelle. Dabei entsteht die Zygote, die erste Zelle des Pflanzenembryos.

Ein Pollenkorn ist also nicht selbst die männliche Geschlechtszelle. Es enthält beziehungsweise transportiert die für die Befruchtung benötigten männlichen Geschlechtszellen.

Merke

Bestäubung bringt den Pollen ans Zielorgan. Befruchtung vereinigt die Geschlechtszellen. Eine Bestäubung ermöglicht die Befruchtung, garantiert sie aber noch nicht.

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWelcher Vorgang ist eine Bestäubung?
Lösung: Ein Pollenkorn gelangt auf eine Narbe. — Bei der Bestäubung wird Pollen übertragen. Die Verschmelzung der Geschlechtszellen folgt erst später.
Frage 2 von 2MittelAuf einer Narbe liegt Pollen. Warum ist damit noch keine Befruchtung nachgewiesen?
Lösung: Der Pollen muss noch keimen, einen Pollenschlauch bilden und eine männliche Geschlechtszelle muss die Eizelle erreichen. — Die Reihenfolge lautet: Bestäubung, Pollenkeimung, Pollenschlauchwachstum und schließlich Verschmelzung der Geschlechtszellen.
Welche Blütenteile sind beteiligt?

Das Staubblatt bildet Pollen. Der weibliche Blütenbereich besteht aus Narbe, Griffel und Fruchtknoten:

  • Die Narbe nimmt Pollen auf.
  • Der Griffel verbindet die Narbe mit dem Fruchtknoten.
  • Der Fruchtknoten enthält die Samenanlagen.
  • In einer Samenanlage befindet sich die Eizelle.
Beispiel

Eine Biene besucht eine Blüte und berührt deren Staubbeutel. Pollenkörner bleiben an ihrem Körper haften. In der nächsten passenden Blüte gelangen einige davon auf die Narbe. Damit ist die Bestäubung erfolgt. Die Biene führt die Befruchtung nicht selbst aus; sie transportiert nur den Pollen.

Teste dich
Frage 1 von 1LeichtWo befindet sich die Eizelle vor der Befruchtung?
Lösung: In einer Samenanlage im Fruchtknoten — Die Samenanlagen liegen im Fruchtknoten. In ihnen befinden sich die Eizellen.
Wie läuft die Befruchtung ab?

Nach einer passenden Bestäubung folgen mehrere Schritte:

  1. Ein Pollenkorn liegt auf der Narbe.
  2. Das Pollenkorn nimmt Wasser auf und keimt.
  3. Es bildet einen Pollenschlauch.
  4. Der Pollenschlauch wächst durch den Griffel zum Fruchtknoten.
  5. Er erreicht eine Samenanlage und transportiert männliche Geschlechtszellen dorthin.
  6. Eine männliche Geschlechtszelle verschmilzt mit der Eizelle.
  7. Die Zellkerne vereinigen sich zur Zygote. Aus ihr entwickelt sich der Embryo.
Beispiel

Bei einer bestäubten Kirschblüte liegt ein passendes Pollenkorn auf der Narbe. Es bildet einen Pollenschlauch, der durch den Griffel bis zu einer Samenanlage wächst. Erst als eine männliche Geschlechtszelle die Eizelle erreicht und mit ihr verschmilzt, ist die Befruchtung abgeschlossen.

Gut zu wissen

Der Pollenschlauch ist ein Transportweg. Er selbst verschmilzt nicht mit der Eizelle, sondern bringt die männlichen Geschlechtszellen zu ihr.

Lückentext

Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.

Nach der keimt ein Pollenkorn auf der . Der entstehende Pollenschlauch wächst durch den zur . Dort verschmilzt eine männliche Geschlechtszelle mit der .

Lösungen: Lücke 1: Bestäubung; Lücke 2: Narbe; Lücke 3: Griffel; Lücke 4: Samenanlage; Lücke 5: Eizelle. Prüfe die Reihenfolge: Pollen auf der Narbe, Pollenschlauch durch den Griffel, Geschlechtszelle zur Samenanlage, Verschmelzung mit der Eizelle.
Was entsteht nach der Befruchtung?

Die Befruchtung setzt eine Entwicklungsfolge in Gang:

  • Aus der Zygote entwickelt sich der Pflanzenembryo.
  • Die befruchtete Samenanlage entwickelt sich zum Samen.
  • Der Fruchtknoten entwickelt sich bei Blütenpflanzen zur Frucht.
  • Die Frucht schützt die Samen und kann ihre Verbreitung unterstützen.
Merke

Zygote → Embryo, Samenanlage → Samen, Fruchtknoten → Frucht.

Vertiefung: doppelte Befruchtung

Bei Bedecktsamern gelangen gewöhnlich zwei männliche Geschlechtszellen in die Samenanlage. Eine verschmilzt mit der Eizelle und bildet die Zygote. Die andere verschmilzt mit der Zentralzelle. Daraus entsteht das Endosperm, ein Nährgewebe für den sich entwickelnden Embryo.

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Frage 1 von 2MittelNach einer erfolgreichen Befruchtung werden Samen und Frucht größer. Welche Zuordnung ist richtig?
Lösung: Die Samenanlage wird zum Samen, der Fruchtknoten zur Frucht. — Der Samen entsteht aus der befruchteten Samenanlage. Die umgebende Frucht entwickelt sich aus dem Fruchtknoten.
Frage 2 von 2SchwerWarum heißt der Vorgang bei Bedecktsamern doppelte Befruchtung?
Lösung: Zwei männliche Geschlechtszellen verschmelzen mit zwei verschiedenen weiblichen Zellen: mit Eizelle und Zentralzelle. — Eine Verschmelzung erzeugt die Zygote, die andere das spätere Nährgewebe.
Karteikasten
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Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Befruchtung bei Blütenpflanzen
    • Voraussetzung: Pollen gelangt bei der Bestäubung auf die Narbe
    • Transport: Pollenschlauch wächst durch den Griffel zur Samenanlage
    • Verschmelzung: männliche Geschlechtszelle und Eizelle bilden die Zygote
    • Entwicklung: Zygote wird zum Embryo
    • Entwicklung: Samenanlage wird zum Samen
    • Entwicklung: Fruchtknoten wird zur Frucht
    • Vertiefung: zweite Verschmelzung bildet Endosperm
Abschluss-Check
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Frage 1 von 3LeichtWas kennzeichnet ausschließlich die Befruchtung?
Lösung: Eine männliche Geschlechtszelle verschmilzt mit der Eizelle. — Befruchtung bezeichnet die Verschmelzung der Geschlechtszellen, nicht den Pollentransport.
Frage 2 von 3MittelWelche Reihenfolge ist richtig?
Lösung: Narbe → Pollenschlauch durch den Griffel → Samenanlage → Verschmelzung mit der Eizelle — Der Pollen keimt auf der Narbe. Der Pollenschlauch wächst durch den Griffel zur Samenanlage, in der die Eizelle liegt.
Frage 3 von 3SchwerEine Blüte wurde von einer Biene bestäubt, bildet später aber keinen Samen. Welche Erklärung passt zum Ablauf?
Lösung: Die Bestäubung kann erfolgt sein, ohne dass eine männliche Geschlechtszelle die Eizelle erreicht und befruchtet hat. — Bestäubung und Befruchtung sind getrennte Schritte. Erst die erfolgreiche Verschmelzung der Geschlechtszellen ermöglicht die Entwicklung des Samens.

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