Bestäubung einfach erklärt: Arten und Ablauf
Bei der Bestäubung wird Pollen von einem Staubbeutel auf die Narbe einer passenden Blüte übertragen. Erst danach kann die Befruchtung folgen. Auf dieser Seite lernst du, die beteiligten Blütenteile zuzuordnen, Bestäubungswege zu erkennen und Bestäubung sicher von Befruchtung zu unterscheiden.
Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!
Welche Blütenteile sind beteiligt?
Für die Bestäubung brauchst du zunächst zwei Blütenteile: Die Staubblätter bilden den Pollen. Die Narbe nimmt Pollenkörner auf.
Pollen
Pollen besteht aus vielen Pollenkörnern. Diese entstehen in den Staubbeuteln und tragen die männlichen Geschlechtszellen.
Die Narbe gehört zum Fruchtblatt, dem weiblichen Blütenorgan. Unter der Narbe liegt der Griffel. Er verbindet sie mit dem Fruchtknoten, in dem sich die Samenanlagen mit den Eizellen befinden.
Staubbeutel geben Pollen ab. Die Narbe nimmt Pollen auf.
Was geschieht bei der Bestäubung?
Ein Pollenkorn muss von einem Staubbeutel auf die Narbe einer passenden Blüte derselben Pflanzenart gelangen. Dieser Vorgang heißt Bestäubung. Dabei verschmelzen noch keine Geschlechtszellen.
Bestäubung
Bestäubung ist die Übertragung von Pollen auf die Narbe einer passenden Blüte.
Eine Biene besucht eine Blüte, um Nektar aufzunehmen. Dabei streift sie an einem Staubbeutel vorbei, und Pollen bleibt an ihrem Körper haften. In einer weiteren Blüte gelangen einige Pollenkörner auf die Narbe. Damit hat die Bestäubung stattgefunden.
Wie wird Pollen transportiert?
Pollen kann durch Tiere, Wind oder in seltenen Fällen durch Wasser übertragen werden. Diese Transporthilfen heißen Bestäubungsvektoren.
Bestäubung durch Tiere
Viele tierbestäubte Blüten locken Besucher durch Farbe, Duft oder Nektar an. Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Käfer können beim Blütenbesuch Pollen aufnehmen und zur nächsten Blüte tragen. Auch Vögel und Fledermäuse können Blüten bestäuben.
Bestäubung durch Wind
Windbestäubte Pflanzen geben große Mengen leichten Pollens ab. Der Transport ist wenig zielgerichtet, sodass viele Pollenkörner keine passende Narbe erreichen. Gräser sowie Bäume wie Birke und Hasel sind typische Beispiele. Ihre Blüten sind oft unscheinbar, weil sie keine Tiere anlocken müssen.
Bestäubung durch Wasser
Bei einigen Wasserpflanzen trägt Wasser den Pollen zwischen Blüten. Dieser Bestäubungsweg kommt seltener vor.
Selbstbestäubung oder Fremdbestäubung?
Die Einteilung richtet sich danach, woher der Pollen stammt.
- Bei der Selbstbestäubung gelangt Pollen auf die Narbe derselben Blüte oder einer anderen Blüte derselben Pflanze.
- Bei der Fremdbestäubung stammt der Pollen von einer anderen Pflanze derselben Art.
Manche Darstellungen nennen die Übertragung zwischen zwei Blüten derselben Pflanze gesondert Nachbarbestäubung. Die Grundfrage bleibt gleich: Stammt der Pollen von derselben Pflanze oder von einer anderen Pflanze?
Fremdbestäubung verbindet Erbanlagen verschiedener Pflanzen. Dadurch können genetisch unterschiedliche Nachkommen entstehen. Selbstbestäubung kann auch dann Samenbildung ermöglichen, wenn kein Pollen einer anderen Pflanze ankommt; die genetische Vielfalt ist dabei geringer.
Pollen einer Erbsenblüte landet auf der Narbe derselben Blüte: Selbstbestäubung. Wind trägt Maispollen zu einer anderen Maispflanze: Fremdbestäubung durch Wind.
Was folgt nach der Bestäubung?
Bestäubung schafft die Voraussetzung für die Befruchtung, ist aber nicht mit ihr gleichzusetzen.
Nach erfolgreicher Bestäubung keimt ein geeignetes Pollenkorn auf der Narbe. Es bildet einen Pollenschlauch, der durch den Griffel zu einer Samenanlage im Fruchtknoten wächst. Durch diesen Schlauch gelangen männliche Geschlechtszellen zur Samenanlage.
Bei der Befruchtung verschmilzt eine männliche Geschlechtszelle mit der Eizelle. Aus der befruchteten Eizelle entsteht der Pflanzenembryo. Die Samenanlage entwickelt sich zum Samen; der Fruchtknoten entwickelt sich zur Frucht.
Bestäubung bedeutet Pollenübertragung. Befruchtung bedeutet Verschmelzung von männlicher Geschlechtszelle und Eizelle.
Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.
Zuerst gelangt ein Pollenkorn auf die . Danach wächst ein durch den Griffel. Eine männliche Geschlechtszelle verschmilzt mit der . Dieser letzte Vorgang heißt .
Karteikasten
Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.
Alles auf einen Blick
- Bestäubung
- beteiligte Teile
- Staubbeutel bildet Pollen
- Narbe nimmt Pollen auf
- Transportwege
- Tiere
- Wind
- Wasser
- Herkunft des Pollens
- Selbstbestäubung
- Fremdbestäubung
- weitere Entwicklung
- Pollenschlauch
- Befruchtung
- Samen und Frucht
- beteiligte Teile
Abschluss-Check
Wenn du Bestäubung und Befruchtung auseinanderhalten willst, stelle dir zwei Fragen: Wo landet der Pollen? Bei der Bestäubung auf der Narbe. Wann verschmelzen Geschlechtszellen? Erst bei der anschließenden Befruchtung.
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