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Systematik der Tiere

Systematik der Tiere in der Biologie: Merkmale, Systematik, Beispiele und Anpassungen von Tiergruppen einfach erklärt.

Wenn du im Zoo stehst, siehst du sehr unterschiedliche Tiere: Pinguin, Frosch, Schlange, Karpfen und Affe. Trotzdem kann die Biologie Ordnung in diese Vielfalt bringen. Sie schaut genau hin: Hat ein Tier Federn, Schuppen, Fell, Kiemen oder eine Wirbelsäule?

In dieser Erklärung lernst du, wie Tiere geordnet werden und warum diese Ordnung beim Bestimmen hilft.

Deine Lernziele
  • Du kannst erklären, was Systematik in der Biologie bedeutet.
  • Du kannst Wirbeltiere und wirbellose Tiere unterscheiden.
  • Du kennst die fünf wichtigen Wirbeltierklassen.
  • Du kannst Tiere mit passenden Merkmalen einer Gruppe zuordnen.
  • Du verstehst, warum Systematik auch etwas mit Verwandtschaft zu tun hat.

Warum ordnet man Tiere?

In der Natur gibt es sehr viele Tierarten. Ohne Ordnung wäre es schwer, Tiere zu vergleichen oder eindeutig zu benennen. Die Biologie nutzt deshalb eine Art Schubladensystem.

Systematik bedeutet: Lebewesen werden nach gemeinsamen Merkmalen und nach ihrer Verwandtschaft geordnet. Ein Merkmal ist eine beobachtbare Eigenschaft, zum Beispiel Federn, Haare, sechs Beine oder Kiemen.

Definition

Systematik ist die geordnete Einteilung von Lebewesen. Sie hilft dir, Tiere zu vergleichen, zu bestimmen und ihre Verwandtschaft besser zu verstehen.

Beispiel

Ein Hund, eine Katze und ein Reh sehen unterschiedlich aus. Sie haben aber Fell, atmen mit Lungen und säugen ihre Jungen. Deshalb gehören sie alle zu den Säugetieren.

Merke

Systematik fragt nicht nur: Wie sieht ein Tier aus? Sie fragt auch: Welche Merkmale teilt es mit anderen Tieren?

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Die großen Gruppen: Wirbeltiere und wirbellose Tiere

Ein sehr wichtiges Merkmal ist die Wirbelsäule. Die Wirbelsäule ist eine Kette aus Knochen im Rücken. Sie stützt den Körper und schützt einen Teil des Nervensystems.

Tiere mit Wirbelsäule heißen Wirbeltiere. Tiere ohne Wirbelsäule heißen wirbellose Tiere. Das ist eine grobe Einteilung, aber sie ist für den Anfang sehr hilfreich.

Definition

Wirbeltiere sind Tiere mit einer Wirbelsäule. Dazu gehören zum Beispiel Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere.

Wirbellose Tiere sind Tiere ohne Wirbelsäule. Dazu gehören zum Beispiel Insekten, Spinnen, Würmer, Schnecken, Krebse und Quallen.

Beispiel

Ein Rotkehlchen ist ein Wirbeltier, weil es eine Wirbelsäule besitzt. Ein Schmetterling ist ein wirbelloses Tier, weil er keine Wirbelsäule hat.

Gut zu wissen

Wirbellose Tiere sind nicht automatisch einfach oder unwichtig. Viele von ihnen haben sehr erfolgreiche Körperbaupläne. Insekten sind zum Beispiel extrem artenreich.

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Die fünf Wirbeltierklassen

Eine Tierklasse ist eine große Gruppe von Tieren mit wichtigen gemeinsamen Merkmalen. Bei Wirbeltieren lernst du in der Schule meistens fünf Klassen: Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere.

Diese Klassen erkennst du an typischen Merkmalen. Typisch bedeutet: Es passt für die Gruppe gut, auch wenn es in der Natur manchmal Sonderfälle gibt. Kiemen sind Atmungsorgane, mit denen manche Tiere Sauerstoff aus dem Wasser aufnehmen.

Definition

Eine Tierklasse ist eine große Gruppe von Tieren mit wichtigen gemeinsamen Merkmalen. Bei Wirbeltieren sind die bekannten Klassen Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere.

Beispiel

Ein Karpfen lebt im Wasser und atmet mit Kiemen. Er gehört zu den Fischen. Ein Frosch lebt als erwachsenes Tier oft an Land und im Wasser. Er gehört zu den Amphibien.

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Merkmale der fünf Wirbeltierklassen

Jetzt wird die Einteilung genauer. Du schaust nicht nur auf ein einzelnes Merkmal, sondern auf mehrere. Das macht die Bestimmung sicherer.

Fische leben meistens im Wasser. Viele atmen mit Kiemen.

Beispiel

Ein Hecht hat Flossen, lebt im Wasser und atmet mit Kiemen. Diese Merkmale passen zu den Fischen.

Amphibien sind Wirbeltiere wie Frösche, Kröten, Molche und Salamander. Der Name passt gut, weil viele Amphibien in ihrem Leben Wasser und Land nutzen. Ihre Haut ist meist dünn und feucht.

Beispiel

Ein Frosch entwickelt sich aus einer Kaulquappe im Wasser. Später kann er auch an Land leben. Das passt zu den Amphibien.

Reptilien sind Wirbeltiere mit trockener Haut und Schuppen. Zu ihnen gehören zum Beispiel Eidechsen, Schlangen, Schildkröten und Krokodile.

Beispiel

Eine Eidechse hat trockene Schuppenhaut und wärmt sich oft in der Sonne. Das passt zu den Reptilien.

Vögel sind Wirbeltiere mit Federn. Federn sind leichte Hautbildungen, die beim Fliegen, Wärmen und Tarnen helfen können. Nicht jeder Vogel fliegt gut, aber alle Vögel haben Federn.

Beispiel

Ein Pinguin fliegt nicht durch die Luft. Trotzdem ist er ein Vogel, weil er Federn, einen Schnabel und den typischen Vogelkörperbau hat.

Säugetiere sind Wirbeltiere, deren Weibchen ihre Jungen mit Milch ernähren. Viele Säugetiere haben Haare oder Fell.

Beispiel

Ein Wal lebt im Wasser, ist aber kein Fisch. Er atmet mit Lungen, bringt lebende Junge zur Welt und säugt sie. Deshalb ist er ein Säugetier.

Merke

Bestimme Tiere nicht nur nach dem Lebensraum. Ein Wal lebt im Wasser, ist aber ein Säugetier. Ein Pinguin kann nicht fliegen, ist aber ein Vogel.

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Systematik zeigt Verwandtschaft

Früher wurden Tiere oft vor allem nach Ähnlichkeit geordnet. Heute achtet die Biologie stärker auf Verwandtschaft. Verwandtschaft bedeutet hier: Zwei Tiergruppen haben gemeinsame Vorfahren.

Ein Stammbaum ist eine Darstellung, die solche Verwandtschaften zeigt. Je näher zwei Äste zusammenliegen, desto näher sind die Gruppen miteinander verwandt.

Definition

Verwandtschaft in der Biologie bedeutet, dass Lebewesen gemeinsame Vorfahren haben.

Ein Stammbaum zeigt vereinfacht, welche Lebewesen näher oder entfernter miteinander verwandt sind.

Beispiel

Vögel und Reptilien wirken auf den ersten Blick sehr verschieden. In der Evolution sind sie aber enger verbunden, als man nur mit einem kurzen Blick auf Federn und Schuppen vermuten würde.

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Merke

Ähnlichkeit hilft beim Bestimmen. Verwandtschaft erklärt, warum Gruppen in der Evolution zusammengehören.

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Typische Fehler beim Einordnen

Beim Bestimmen von Tieren passieren oft dieselben Denkfehler. Der wichtigste Fehler ist: Man schaut nur auf den Lebensraum oder nur auf ein auffälliges Merkmal.

Ein Tier im Wasser ist nicht automatisch ein Fisch. Ein Tier ohne Beine ist nicht automatisch ein Wurm. Ein Tier, das nicht fliegt, kann trotzdem ein Vogel sein.

Beispiel

Delfine schwimmen im Meer und haben Flossen. Trotzdem sind sie Säugetiere. Sie atmen Luft mit Lungen und säugen ihre Jungen.

Beispiel

Fledermäuse können fliegen. Trotzdem sind sie keine Vögel. Sie haben Fell und säugen ihre Jungen. Deshalb gehören sie zu den Säugetieren.

Gut zu wissen

Gute Bestimmung funktioniert wie Detektivarbeit: Du sammelst mehrere Hinweise und prüfst, welche Tiergruppe am besten passt.

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Zusammenfassung

Die Systematik der Tiere ordnet Tiere nach Merkmalen und Verwandtschaft. Sie hilft dir, die große Vielfalt der Tiere zu verstehen und einzelne Tiere sicherer zu bestimmen.

Die wichtigste grobe Einteilung ist: Wirbeltiere haben eine Wirbelsäule, wirbellose Tiere nicht. Zu den bekannten Wirbeltierklassen gehören Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere.

Merke

Frage beim Einordnen immer: Hat das Tier eine Wirbelsäule? Welche Körperbedeckung hat es? Wie atmet es? Wie pflanzt es sich fort? Welche Merkmale passen zusammen?

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