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Akkusativ bestimmen: Frage, Formen und Probe

Akkusativ bestimmen: Frage, Formen und Probe
Akkusativ bestimmen: Frage, Formen und Probe
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Der Akkusativ ist der 4. Fall. Du fragst nach ihm mit wen oder was? Häufig bezeichnet er die Person oder Sache, die von einer Handlung direkt betroffen ist. Ob ein Ausdruck im Akkusativ steht, erkennst du besonders sicher am Verb oder an der Präposition, an seiner Satzfunktion und an seiner Form.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Woran erkennst du den Akkusativ?

Schau dir den Satz an:

Tina trifft die Freundin.

Frage vom Satzkern aus: Wen trifft Tina?die Freundin. Der Ausdruck die Freundin steht im Akkusativ.

Definition

Akkusativobjekt

Ein Akkusativobjekt ist ein Satzglied im Akkusativ. Es wird häufig vom Verb verlangt und lässt sich mit wen oder was? erfragen.

Bei einer Person fragst du meist mit wen?:

  • Ich besuche meine Freundin.
  • Wen besuche ich? – Meine Freundin.

Bei einer Sache fragst du meist mit was?:

  • Das Mädchen trinkt den Kakao.
  • Was trinkt das Mädchen? – Den Kakao.

Die Frage allein ist eine Hilfe, aber nicht immer ausreichend. Prüfe zusätzlich, welches Verb oder welche Präposition den Fall verlangt und welche Form der Ausdruck hat.

Teste dich
Frage 1 von 1LeichtWelcher Ausdruck steht in „Tina trifft die Freundin“ im Akkusativ?
Lösung: die Freundin — Das Verb treffen verlangt hier ein Akkusativobjekt: Wen trifft Tina? – Die Freundin.
Welche Formen zeigen den Akkusativ?

Oft bleibt das Nomen unverändert. Dann zeigt besonders der Begleiter, also etwa ein Artikel, den Fall an.

Genus oder Numerusbestimmter Artikelunbestimmter Artikel
Maskulinden Hundeinen Hund
Feminindie Katzeeine Katze
Neutrumdas Fahrradein Fahrrad
Pluraldie Bücherkeine Pluralform

Am deutlichsten erkennst du den Akkusativ häufig bei maskulinen Nomen:

  • Nominativ: der Hund bellt.
  • Akkusativ: Ich sehe den Hund.

Auch Adjektive und besitzanzeigende Wörter passen sich an:

  • einen großen Hund
  • meinen neuen Rucksack
  • ihre rote Jacke

Wichtige Personalpronomen im Akkusativ sind:

GrundformAkkusativ
ichmich
dudich
erihn
siesie
eses
wiruns
ihreuch
siesie
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Bei maskulinen Formen ist das Signal besonders gut sichtbar: der → den, ein → einen, er → ihn.

Lückentext

Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.

Ich sehe Hund. Lea kauft Ball. Der Hund begleitet . Wir besuchen morgen.

Lösungen: Lücke 1: den; Lücke 2: einen; Lücke 3: mich; Lücke 4: ihn. Die Akkusativformen lauten den, einen, mich und ihn. Frage jeweils: Wen oder was sehe, kaufe oder besuche ich? Wen begleitet der Hund?
Wie bestimmt das Verb den Fall?

Viele Verben verlangen in ihrer jeweiligen Verwendung ein Akkusativobjekt. Dazu gehören zum Beispiel:

  • einen Apfel essen
  • die Lösung finden
  • ein Buch lesen
  • eine Nachricht schreiben
  • Musik hören
  • einen Freund suchen
Beispiel

Paula nimmt einen grünen Pullover aus dem Schrank.

  1. Das Verb lautet nimmt.
  2. Du fragst: Wen oder was nimmt Paula?
  3. Die Antwort lautet: einen grünen Pullover.
  4. Die Form einen bestätigt den Akkusativ.

Der ganze Ausdruck einen grünen Pullover ist das Akkusativobjekt.

Einige Verben können Dativ und Akkusativ miteinander verbinden:

Der Junge gibt seiner Schwester den Ball.

  • Wem gibt der Junge den Ball? – seiner Schwester: Dativ
  • Was gibt der Junge seiner Schwester? – den Ball: Akkusativ

Der Dativ bezeichnet hier die Empfängerin. Der Akkusativ bezeichnet die gegebene Sache.

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Frage 1 von 1MittelWelcher Ausdruck ist in „Ich schenke dem Kind einen Ball“ das Akkusativobjekt?
Lösung: einen Ball — Frage: Was schenke ich dem Kind? – Einen Ball. Die Form einen bestätigt den Akkusativ.
Wann verlangt eine Präposition den Akkusativ?

Nicht nur Verben, sondern auch Präpositionen können einen Fall verlangen. Präpositionen stehen meist vor einer Nominalgruppe.

Diese häufigen Präpositionen verlangen den Akkusativ:

  • durch den Park
  • für meinen Bruder
  • gegen den Wind
  • ohne einen Regenschirm
  • um das Haus
Beispiel

Wir kaufen ein Geschenk für unseren Freund.

Die Präposition für verlangt den Akkusativ. Deshalb heißt es für unseren Freund, nicht für unserem Freund.

Einige Präpositionen können Dativ oder Akkusativ verlangen. Dazu gehören unter anderem auf, in, an, unter, über, hinter, vor, zwischen und neben. Bei räumlichen Angaben hilft häufig diese Unterscheidung:

  • Wo? – Ort, Dativ: Der Stift liegt auf dem Tisch.
  • Wohin? – Richtung oder Ziel, Akkusativ: Lisa legt den Stift auf den Tisch.
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Frage 1 von 1MittelWarum steht „den Tisch“ in „Lisa legt den Stift auf den Tisch“ im Akkusativ?
Lösung: Die Präposition auf beschreibt hier mit dem Verb eine Richtung zu einem Ziel. — Lisa bewegt den Stift zu einem Ziel. Die Frage „Wohin legt sie ihn?“ führt hier zum Akkusativ: auf den Tisch.
Wie bestimmst du den Fall zuverlässig?

Verlasse dich nicht nur auf die Wortstellung. Kasusformen zeigen, welche Rolle ein Satzglied hat.

Den Mann jagt eine Katze.

Obwohl den Mann am Satzanfang steht, ist es nicht das Subjekt:

  1. Finde das Verb: jagt.
  2. Frage nach dem Handelnden: Wer jagt? – eine Katze. Das ist der Nominativ.
  3. Frage nach dem Betroffenen: Wen jagt die Katze? – den Mann. Das ist der Akkusativ.
  4. Prüfe die Form: den ist eine maskuline Akkusativform.
  5. Nutze die Ersatzprobe: Die Katze jagt ihn. Auch ihn ist Akkusativ.
Merke

Bestimme den Akkusativ mit mehreren Hinweisen: Verb oder Präposition + Satzfunktion + Wen-oder-was-Frage + Form oder Ersatzprobe.

Eine Mustersatzprobe wie „Ich mag …“ kann zusätzlich helfen: Ich mag den Mann. Sie ersetzt aber nicht die anderen Hinweise, weil ein eingesetzter Ausdruck allein nicht immer eindeutig ist.

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Frage 1 von 1SchwerWelcher Ausdruck steht in „Einen Brief schreibt Mia ihrem Opa“ im Akkusativ?
Lösung: einen Brief — Die ungewöhnliche Wortstellung ändert die Fälle nicht. Was schreibt Mia? – Einen Brief. Wem schreibt sie ihn? – Ihrem Opa.
Karteikasten
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Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Akkusativ
    • Frage: wen oder was?
    • Funktion: häufig direkt betroffene Person oder Sache
    • Auslöser: Verb oder Präposition
    • Formsignale: den, einen, ihn
    • Gegenprobe: wem? weist häufig auf den Dativ
    • Ersatzprobe: maskulinen Ausdruck durch ihn ersetzen
    • Wechselpräposition: Richtung oder Ziel führt häufig zum Akkusativ
Abschluss-Check
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Frage 1 von 3LeichtWelche Frage gehört zum Akkusativ?
Lösung: Wen oder was? — Der Akkusativ ist der 4. Fall und wird mit „wen oder was?“ erfragt.
Frage 2 von 3MittelWelcher Satz enthält die richtige Akkusativform?
Lösung: Wir besuchen einen Freund. — Frage: Wen besuchen wir? – Einen Freund. Die Endung -en am Artikel zeigt den maskulinen Akkusativ.
Frage 3 von 3SchwerJemand sagt: „Das erste Satzglied ist immer das Subjekt.“ Welche Korrektur ist richtig?
Lösung: Die Wortstellung allein entscheidet nicht; Verb, Satzfunktion, Frage und Form müssen zusammen geprüft werden. — In „Den Mann jagt eine Katze“ steht den Mann trotz seiner ersten Position im Akkusativ. Die Form den und die Frage „wen jagt die Katze?“ bestätigen das.

Du kannst den Akkusativ sicher bestimmen, wenn du nicht nur eine Frage stellst: Prüfe, was Verb oder Präposition verlangen, welche Aufgabe der Ausdruck im Satz übernimmt und ob Artikel oder Pronomen die Akkusativform zeigen.

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