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Genitiv (2. Fall)

Der Wessen-Fall zur Anzeige von Besitz und Zugehörigkeit: Regeln zur richtigen Endung von Nomen im Genitiv unkompliziert lernen.

Wenn du sagst „die Farbe des Fahrrads“ oder „Annas Heft“, zeigst du Zugehörigkeit. Dafür brauchst du oft den Genitiv, den 2. Fall.

Nach dieser Erklärung erkennst du den Genitiv, bildest typische Formen richtig und vermeidest häufige Fehler in Klassenarbeiten.

Deine Lernziele
  • Ich kann erklären, was der Genitiv ist.
  • Ich kann mit „wessen?“ nach dem Genitiv fragen.
  • Ich kann Genitivformen bei Artikeln, Nomen und Pronomen erkennen.
  • Ich kann Genitiv Singular bei maskulinen und neutralen Nomen richtig bilden.
  • Ich kann Genitiv und Dativ in gemischten Aufgaben unterscheiden.

Was ist der Genitiv?

Der Genitiv ist einer der vier Fälle im Deutschen. Er zeigt häufig, wem etwas gehört oder wozu etwas gehört.

Definition

Genitiv

Der Genitiv ist der 2. Fall. Er antwortet oft auf die Frage „wessen?“ und zeigt Besitz, Herkunft, Zugehörigkeit oder einen Zusammenhang.

Du findest den Genitiv oft in Nomengruppen. Dabei verändert sich vor allem der Artikel. Bei vielen maskulinen und neutralen Nomen kommt im Singular außerdem ein -s oder -es ans Nomen.

Beispiel

Grundform: der Hund

  1. Frage: Wessen Leine ist das?
  2. Antwort: die Leine des Hundes
  3. Artikel: der → des
  4. Nomen: Hund → Hundes

„Des Hundes“ steht im Genitiv.

Merke

Die Kontrollfrage für den Genitiv lautet: Wessen?

Artikel und Nomen im Genitiv

Im Genitiv verändern sich Artikel und Nomen je nach Genus und Numerus. Für die Schule sind diese Grundformen besonders wichtig:

Nominativ Genitiv Beispiel
der Mann des Mannes die Jacke des Mannes
das Kind des Kindes das Spielzeug des Kindes
die Frau der Frau die Tasche der Frau
die Kinder der Kinder die Rucksäcke der Kinder
Beispiel

Nomengruppe: das alte Haus

  1. Nominativ: Das alte Haus steht am See.
  2. Genitiv: die Tür des alten Hauses
  3. Artikel: das → des
  4. Adjektiv: alte → alten
  5. Nomen: Haus → Hauses

Die ganze Nomengruppe muss zusammenpassen.

Gut zu wissen

Bei vielen einsilbigen maskulinen und neutralen Nomen klingt -es natürlicher: des Kindes, des Mannes, des Tages. Bei vielen längeren Wörtern reicht -s: des Computers, des Lehrers.

Genitiv mit Namen, Pronomen und Präpositionen

Bei Namen kann der Genitiv durch ein -s gezeigt werden: „Lenas Mappe“, „Emirs Fahrrad“. Wenn der Name auf s, ß, x oder z endet, setzt man im Schriftdeutschen oft einen Apostroph: „Max' Heft“.

Beispiel

Namen im Genitiv:

  1. Lena hat eine Mappe. → Lenas Mappe liegt auf dem Tisch.
  2. Max hat ein Heft. → Max' Heft liegt im Regal.
  3. Die Schule hat einen Hof. → der Hof der Schule

Alle Beispiele zeigen Zugehörigkeit.

Auch einige Präpositionen verlangen den Genitiv. Dazu gehören zum Beispiel während, wegen, trotz und statt.

Beispiel
  1. Während des Unterrichts ist das Handy leise.
  2. Wegen des Regens bleibt die Klasse im Gebäude.
  3. Trotz der Warnung fährt er weiter.

Die Präpositionen lösen hier den Genitiv aus.

Merke

Suche nicht nur nach Besitz. Der Genitiv kann auch nach bestimmten Präpositionen stehen.

Genitiv oder Dativ?

Genitiv und Dativ werden oft verwechselt, weil beide in Nomengruppen vorkommen. Die Fragen helfen dir, aber du musst auch auf Verben und Präpositionen achten.

Fall Frage Beispiel
Genitiv wessen? die Lösung des Problems
Dativ wem? ich helfe dem Kind
Beispiel

Vergleiche:

  1. Der Rucksack des Schülers ist schwer. Frage: Wessen Rucksack? Genitiv.
  2. Ich gebe dem Schüler den Rucksack. Frage: Wem gebe ich ihn? Dativ.

„des Schülers“ zeigt Zugehörigkeit. „dem Schüler“ ist der Empfänger.

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Prüfungsmodus: Genitiv sicher bestimmen

In Prüfungen reicht es nicht, nur „des“ zu suchen. Du musst die ganze Nomengruppe prüfen.

Arbeite so:

  1. Markiere die Nomengruppe.
  2. Stelle die Frage: Wessen? Wem? Wen oder was?
  3. Prüfe, ob eine Präposition den Fall verlangt.
  4. Kontrolliere Artikel, Adjektiv und Nomenendung.

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Alles auf einen Blick

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Zusammenfassung

Der Genitiv ist der 2. Fall. Er zeigt häufig Besitz oder Zugehörigkeit und wird mit „wessen?“ erfragt. Besonders wichtig sind die Formen des Mannes, des Kindes, der Frau und der Kinder.

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