Bildbeschreibung auf Englisch: Aufbau und Beispiele
Eine englische Bildbeschreibung führt vom Überblick zu den Einzelheiten und erst danach zur Deutung. Du nennst zunächst Bildart und Thema, beschreibst das Sichtbare in einer festen räumlichen Reihenfolge und begründest mögliche Interpretationen mit Beobachtungen.
Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!
Die drei Teile einer Bildbeschreibung
Eine picture description oder image description soll ein Bild so klar wiedergeben, dass sich eine andere Person die wichtigsten Inhalte vorstellen kann.
Gehe in drei Schritten vor:
- Introduction: Nenne die Bildart, bekannte Angaben und das Hauptthema.
- Main body: Beschreibe Personen, Gegenstände, Positionen und Handlungen in einer festen Reihenfolge.
- Conclusion: Erkläre die Stimmung, Wirkung oder mögliche Bedeutung des Bildes.
Erst überblicken, dann beschreiben, zuletzt deuten. Eine Vermutung gehört nicht in die sachliche Beschreibung.
In der Einleitung Orientierung geben
Beginne mit der Bildart und dem Gesamtinhalt. Titel, Künstler, Ort oder Entstehungsdatum nennst du nur, wenn diese Angaben bekannt sind.
Nützliche Satzanfänge sind:
- The picture shows ... – Das Bild zeigt …
- It is a photo of ... – Es ist ein Foto von …
- The painting depicts ... – Das Gemälde stellt … dar.
- The cartoon illustrates ... – Der Cartoon veranschaulicht …
- The picture was taken by ... – Das Foto wurde von … aufgenommen.
- The painting was painted by ... – Das Gemälde wurde von … gemalt.
„Ein Foto machen“ heißt auf Englisch to take a photo, nicht to make a photo.
The picture illustrates a day at the park.
Dieser Satz nennt das Hauptthema sofort. Wären Bildart, Titel oder Urheber bekannt, könntest du diese Angaben ergänzen.
Den Hauptteil räumlich ordnen
Wähle eine Beschreibungsrichtung und behalte sie bei. Du kannst zum Beispiel vom Vordergrund zum Hintergrund oder von links nach rechts vorgehen. So springst du nicht ungeordnet durch das Bild.
Wichtige Ortsangaben sind:
- in the foreground – im Vordergrund
- in the middle ground – im Mittelgrund
- in the background – im Hintergrund
- in the centre – in der Mitte
- at the top / at the bottom – oben / unten
- on the left / on the right – links / rechts
- in the upper left corner – in der oberen linken Ecke
- next to / between – neben / zwischen
- behind / in front of – hinter / vor
Mit there is beschreibst du eine einzelne Person oder Sache. Für mehrere verwendest du there are.
In the foreground, there is a wooden table. In the background, you can see snow-capped mountains.
Der erste Satz beginnt vorn im Bild. Der zweite führt dieselbe Blickrichtung bis zum Hintergrund fort.
Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.
, there is a wooden table. , you can see mountains. A lamp stands the table.
Handlungen und Zustände passend ausdrücken
Für eine Handlung, die im dargestellten Moment abläuft, verwendest du meistens das Present Progressive.
Present Progressive
Du bildest diese Zeitform mit am, is oder are + Verb mit -ing. Beispiel: The girl is walking.
- The woman is walking her dog.
- A man is sitting on a bench and reading.
- The boy is riding a skateboard.
- They are listening to music.
Nicht jeder Satz einer Bildbeschreibung steht im Present Progressive. Allgemeine Aussagen, Positionen und sichtbare Merkmale brauchen andere Formen:
- The picture shows a park.
- There is a bench on the left.
- The bench stands between a street lamp and a waste bin.
- The woman has long hair.
Frage dich: Was geschieht gerade? Dann passt oft am/is/are + -ing. Bei Positionen, Besitz und allgemeinen Bildangaben verwendest du passende einfache Formen wie shows, there is/are, stands oder has.
Beobachten und vorsichtig deuten
Im Schluss kannst du Atmosphäre, Wirkung oder mögliche Botschaft erklären. Trenne dabei deutlich zwischen dem, was sichtbar ist, und deiner Schlussfolgerung.
Beobachtungen können sich auf Farben, Gesichtsausdruck, Körpersprache, Blickrichtung oder den Abstand zwischen Personen beziehen:
- The colours are dark.
- The woman is alone.
- She is looking away.
- The people are standing close together.
Interpretationen formulierst du als Möglichkeit:
- The atmosphere of the picture is peaceful.
- It seems as if the people are happy.
- This could mean that ...
- It might be that ...
- This could symbolize hope.
- The picture creates a sense of loneliness.
The dark colours create a gloomy atmosphere. The woman is alone, and the sad look on her face expresses grief. This could mean that she has lost someone.
Die dunklen Farben, das Alleinsein und der Gesichtsausdruck sind sichtbare Hinweise. Der mögliche Verlust ist dagegen eine Deutung. Deshalb wird er mit could mean vorsichtig formuliert.
Manche Anleitungen verwenden Formulierungen wie I think ..., andere empfehlen eine sachliche Form ohne Ich-Bezug. Wenn keine bestimmte Vorgabe besteht, kannst du mit it seems, could oder might klar zeigen, dass du eine Möglichkeit und keine sichere Tatsache nennst.
Ein vollständiges Beispiel entwickeln
Betrachte das folgende Parkszenario: Im Vordergrund geht eine Frau mit ihrem Hund spazieren. Links sitzt ein lesender Mann auf einer Bank. Die Bank steht zwischen einer Straßenlaterne und einem Abfalleimer. Hinter der Bank fährt ein Junge neben einem kleinen See Skateboard. Weit im Hintergrund ist eine Stadt zu sehen.
The picture illustrates a day at the park. In the foreground, a woman is walking her dog. On the left, a man is sitting on a bench and reading. The bench stands between a street lamp and a waste bin. Behind the bench and next to a small lake, a boy is riding a skateboard. Far away in the background, you can see a city.
Der Text funktioniert, weil er:
- mit dem Gesamtinhalt beginnt,
- eine räumliche Ordnung einhält,
- Handlungen mit dem Present Progressive beschreibt,
- Positionen mit passenden einfachen Formen ausdrückt.
Deine Anwendung
Formuliere aus diesen Angaben drei englische Sätze:
- In der Bildmitte befinden sich drei Personen.
- Eine Person fährt gerade Skateboard.
- Im Hintergrund ist eine Stadt zu sehen.
Sprich die Sätze anschließend einmal zusammenhängend. Nutze die Ortsangaben als Orientierung, aber lies nicht nur einzelne Stichwörter vor.
Typische Fehler vermeiden
Prüfe deinen Text vor dem Abgeben oder Vortragen:
- Ungeordnete Sprünge: Lege zuerst eine Blickrichtung fest.
- Erfundene Metadaten: Nenne Titel, Künstler oder Datum nur, wenn sie bekannt sind.
- Present Progressive ohne Hilfsverb: Schreibe she is walking, nicht nur she walking.
- Present Progressive für jeden Satz: Positionen und allgemeine Bildangaben stehen nicht automatisch in dieser Zeitform.
- Deutung als Tatsache: Verwende bei unsicheren Aussagen could, might oder it seems as if.
- Unbegründete Stimmung: Verbinde die Wirkung mit sichtbaren Hinweisen.
- Falsche Wortverbindung: Schreibe take a photo, nicht make a photo.
Karteikasten
Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.
Alles auf einen Blick
- Picture description
- Introduction: Bildart, bekannte Angaben, Thema
- Main body: räumliche Ordnung, Positionen, Handlungen
- Language: Ortsangaben, there is/are, Present Progressive
- Conclusion: Stimmung, Wirkung, mögliche Bedeutung
- Begründung: Beobachtung vor Interpretation
Nutze beim Planen diese Kurzfolge: Thema nennen – Blickrichtung wählen – Sichtbares beschreiben – Handlungen ausdrücken – Deutung begründen.
Abschluss-Check
Kannst du beim eigenen Text jeden Satz einem dieser Schritte zuordnen und jede Deutung mit einer Beobachtung begründen, ist deine Bildbeschreibung klar aufgebaut und nachvollziehbar.
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