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Will-Future: Bildung und Verwendung einfach erklärt

Will-Future: Bildung und Verwendung einfach erklärt
Will-Future: Bildung und Verwendung einfach erklärt
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Mit dem Will-Future sprichst du vor allem über Vermutungen und Vorhersagen, spontane Entscheidungen, Versprechen, Drohungen und nicht beeinflussbare zukünftige Ereignisse. Du bildest es immer mit will + Verb in der Grundform.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

So bildest du das Will-Future

Das Will-Future heißt auch Future Simple. Seine Bildung ist für alle Personen gleich:

Subjekt + will + Verb in der Grundform

Die Grundform ist der Infinitiv ohne to. Deshalb heißt es will call und nicht will to call. Auch bei he, she oder it verändert sich das Verb nicht.

Beispiel

Aus dem Verb to travel wird die Grundform travel:

  • I will travel to Paris. – Ich werde nach Paris reisen.
  • She will travel to Paris. – Sie wird nach Paris reisen.
  • They will travel to Paris. – Sie werden nach Paris reisen.

Das Hilfsverb will und die Grundform travel bleiben in allen drei Sätzen gleich.

In Aussagen kannst du will zu ’ll verkürzen:

  • I’ll call you.
  • You’ll like her.
  • He’ll arrive soon.

Die Langform ist immer richtig. Die Kurzform wird besonders häufig in informeller Sprache verwendet.

Merke

Nach will steht immer die unveränderte Grundform des Verbs: will go, will be, will have.

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWelcher Satz ist richtig gebildet?
Lösung: She will start her new job next month. — Das Muster lautet für jede Person: Subjekt + will + Grundform ohne to.
Frage 2 von 2MittelDu möchtest „Wir werden dich später anrufen“ ausdrücken. Welcher Satz passt?
Lösung: We will call you later. — Nach will folgt direkt die Grundform: will call.
Aussagen verneinen und Fragen stellen

Für eine Verneinung setzt du not hinter will:

Subjekt + will not + Grundform

Die übliche Kurzform von will not lautet won’t.

Beispiel

Aus der Aussage Jan will be late entstehen:

  • Aussage: Jan will be late. – Jan wird zu spät kommen.
  • Verneinung: Jan will not be late. – Jan wird nicht zu spät kommen.
  • Kurzform: Jan won’t be late.

Das Vollverb bleibt auch in der Verneinung in der Grundform: be.

Für eine Frage stellst du will vor das Subjekt:

Will + Subjekt + Grundform?

  • Will she marry him? – Wird sie ihn heiraten?
  • Will they go to the zoo? – Werden sie in den Zoo gehen?

Eine verneinte Frage kann unverkürzt oder verkürzt stehen:

  • Will you not come with us?
  • Won’t you come with us?

Beide Sätze bedeuten: „Wirst du nicht mit uns kommen?“

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWelche Verneinung ist korrekt?
Lösung: They won’t go to the zoo. — Die Kurzform der Verneinung lautet won’t + Grundform.
Frage 2 von 2MittelBilde eine Frage zu „He will call you.“
Lösung: Will he call you? — Das Fragemuster lautet: Will + Subjekt + Grundform?
Wann du das Will-Future verwendest

Nicht jeder Satz über die Zukunft braucht dieselbe Zukunftsform. Beim Will-Future ist entscheidend, was du mit deiner Aussage meinst.

Vermutung oder Vorhersage

Du sagst, was deiner Einschätzung nach passieren wird:

  • I think Jan will be late. – Ich glaube, Jan wird zu spät kommen.
  • It will probably rain tomorrow. – Morgen wird es wahrscheinlich regnen.

Spontane Entscheidung

Du entscheidest dich erst im Sprechmoment:

  • I’m thirsty. I’ll get a glass of water.
  • Wait a minute! I’ll ask her.

Die Entscheidung bestand noch nicht als fester Plan. Sie entsteht gerade.

Versprechen oder Drohung

Mit will kannst du deutlich machen, dass du etwas versprichst oder ankündigst:

  • I promise I will learn the vocabulary.
  • You will regret this.

Ob eine Äußerung ein Versprechen oder eine Drohung ist, erkennst du am Inhalt und am Zusammenhang.

Nicht beeinflussbares Ereignis

Du kannst auch über ein zukünftiges Ereignis sprechen, das nicht von einer persönlichen Entscheidung abhängt:

  • The sun will rise again tomorrow.
Merke

Frage dich nicht nur: „Liegt der Satz in der Zukunft?“ Frage genauer: „Ist es eine Einschätzung, eine spontane Entscheidung, ein Versprechen, eine Drohung oder ein nicht beeinflussbares Ereignis?“

Teste dich
Frage 1 von 3LeichtWelche Situation zeigt eine spontane Entscheidung?
Lösung: “It is cold in here.” – “I’ll put on a sweater.” — Bei einer spontanen Entscheidung reagiert die Person unmittelbar auf eine Situation.
Frage 2 von 3MittelEine Person sagt: „I promise I will call you.“ Welche Verwendung liegt vor?
Lösung: ein Versprechen — Das Will-Future kann ausdrücken, dass sich eine Person zu einer zukünftigen Handlung verpflichtet.
Frage 3 von 3SchwerWelche Begründung passt zu „I think Sue will arrive at 6 pm“?
Lösung: Der Sprecher äußert eine Vermutung über die Zukunft. — I think macht deutlich, dass die Aussage als persönliche Einschätzung formuliert ist.
Hinweise erkennen, ohne nach Signalwörtern zu suchen

Für das Will-Future gibt es keine eindeutigen Signalwörter. Bestimmte Ausdrücke kommen zwar häufig vor, entscheiden aber nicht allein über die Zeitform.

Typische Hinweise sind:

  • Zukunftsangaben: tomorrow, next week, next year, soon, later
  • Vermutungen: I think, I believe, I guess
  • Wahrscheinlichkeit: maybe, perhaps, probably
  • Versprechen: I promise

Ein Wahrscheinlichkeitswort kann zwischen will und dem Vollverb stehen:

  • He will probably be late.
Beispiel

Vergleiche die Gedanken hinter den Sätzen:

  • I think it will rain. – Der Sprecher äußert eine persönliche Einschätzung.
  • Look at those clouds. It is going to rain. – Sichtbare Anzeichen führen zu der Erwartung.

Der erste Satz passt zum Will-Future. Beim zweiten Satz wird das going-to-future verwendet. Entscheidend ist die gemeinte Situation, nicht das Wort rain.

Für eine schon vorher geplante Absicht ist das going-to-future häufig passender. Das Will-Future passt dagegen besonders gut, wenn die Entscheidung erst beim Sprechen fällt:

  • vorher geplante Absicht: I’m going to help her.
  • spontane Hilfe: I’ll help her.
Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWelche Aussage über tomorrow ist richtig?
Lösung: Das Wort zeigt Zukunftsbezug, bestimmt aber nicht allein die Zeitform. — Hinweise helfen dir bei der Orientierung. Die gemeinte Situation entscheidet über die passende Form.
Frage 2 von 2MittelDein Freund lässt seine Bücher fallen. Du entscheidest sofort zu helfen. Was sagst du?
Lösung: I’ll help you. — Eine Entscheidung, die erst in diesem Moment entsteht, wird typischerweise mit will ausgedrückt.
Will-Future im if-Satz vom Typ I

Ein if-Satz vom Typ I beschreibt eine mögliche Bedingung und ihre wahrscheinliche Folge. Die Bedingung ist noch nicht erfüllt.

Das Satzmuster lautet:

If + Simple Present, Hauptsatz mit will + Grundform

Beispiel

If I find my phone, I will call you.

  • Bedingung: If I find my phone – Falls ich mein Handy finde
  • Folge: I will call you – werde ich dich anrufen

Im if-Teil steht find im Simple Present. Im Hauptsatz steht will call. Der Anruf hängt davon ab, ob das Handy gefunden wird.

Ein weiteres Beispiel:

If it gets over 25 degrees tomorrow, we’ll go to the beach.

Die Bedingung lautet, dass die Temperatur über 25 Grad steigt. Nur dann folgt der Strandbesuch.

Merke

Im if-Satz vom Typ I steht will im Hauptsatz mit der Folge, nicht im if-Teil mit der Bedingung.

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWelcher Satz folgt dem gezeigten Muster?
Lösung: If I find my phone, I will call you. — Das Muster lautet: If + Simple Present, danach will + Grundform im Hauptsatz.
Frage 2 von 2MittelWelche Aussage beschreibt die Bedeutung des Satzes „If it gets warm, we’ll go to the beach“?
Lösung: Der Strandbesuch ist eine Folge der noch zu erfüllenden Bedingung. — Der if-Teil nennt die Bedingung; der Hauptsatz nennt die davon abhängige Folge.
Karteikasten
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Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Will-Future
    • Bildung: will + Grundform
    • Aussage: Subjekt + will + Verb
    • Verneinung: will not oder won’t
    • Frage: Will vor dem Subjekt
    • Verwendung: Vermutung und Vorhersage
    • Verwendung: spontane Entscheidung
    • Verwendung: Versprechen oder Drohung
    • Verwendung: nicht beeinflussbares Ereignis
    • Hinweise: keine eindeutigen Signalwörter
    • If-Satz Typ I: will im Hauptsatz

Das Wichtigste ist die Verbindung aus Form und Bedeutung: Du bildest das Will-Future regelmäßig mit will + Grundform. Ob es in einer Situation passt, entscheidest du nach der Aussageabsicht und nicht allein nach einem Zeitwort.

Abschluss-Check
Teste dich
Frage 1 von 5LeichtWelche Grundregel gilt für alle Personen?
Lösung: will + Grundform des Verbs — Die Form von will und die folgende Grundform ändern sich nicht mit der Person.
Frage 2 von 5MittelWelche Frage ist korrekt?
Lösung: Will they visit their grandma tomorrow? — Fragen folgen dem Muster: Will + Subjekt + Grundform?
Frage 3 von 5MittelWelche Ergänzung passt? „I think she ___ the exam.“
Lösung: will pass — I think kennzeichnet hier eine Vermutung; die korrekte Form ist will pass.
Frage 4 von 5SchwerSam sieht, dass Mia schwere Taschen trägt, und entscheidet sich sofort zu helfen. Welcher Satz passt am besten?
Lösung: I’ll help you with those bags. — Sams Entscheidung entsteht im Sprechmoment. Deshalb passt I’ll help you.
Frage 5 von 5SchwerWelcher if-Satz ist richtig aufgebaut?
Lösung: If it rains tomorrow, we will stay at home. — Im Bedingungsteil steht das Simple Present; im Hauptsatz folgt auf will die Grundform stay.

Wenn du alle fünf Aufgaben begründen kannst, beherrschst du nicht nur die Form. Du kannst auch entscheiden, wann das Will-Future zur gemeinten Situation passt.

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