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Zukunftsformen Englisch: will, going to & mehr

Zukunftsformen Englisch: will, going to & mehr
Zukunftsformen Englisch: will, going to & mehr
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Im Englischen entscheidet nicht nur der Zeitpunkt über die Zukunftsform. Wichtig ist, wie du die Zukunft meinst: als spontane Entscheidung, Plan, Verabredung, Fahrplan, Vorhersage oder Verlauf.

Auf dieser Seite lernst du zuerst die vier häufigsten Möglichkeiten. Danach kannst du seltenere Formen in Texten erkennen.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Entscheide nach der Situation

Zeitangaben wie tomorrow oder next week verraten allein noch nicht, welche Form du brauchst. Frage stattdessen: Welche Bedeutung möchte ich ausdrücken?

  • spontane Entscheidung, Versprechen oder persönliche Vorhersage → will
  • vorher bestehender Plan oder sichtbare Anzeichen → going to
  • konkrete persönliche Verabredung → Present Progressive
  • offizieller oder festgeschriebener Ablauf → Simple Present
Merke

Nicht das deutsche Wort „morgen“ entscheidet über die englische Form. Die gemeinte Situation entscheidet.

Beispiel

Vier Sätze können sich auf morgen beziehen und trotzdem verschiedene Formen brauchen:

  • I'll help you tomorrow. – Die Hilfe wird gerade spontan angeboten.
  • I'm going to study tomorrow. – Der Plan bestand schon vorher.
  • I'm meeting Sam tomorrow. – Das Treffen ist konkret vereinbart.
  • The train leaves at nine tomorrow. – Die Abfahrt steht im Fahrplan.
Teste dich
Frage 1 von 1LeichtWelcher Gedanke führt am zuverlässigsten zur passenden Zukunftsform?
Lösung: Ich prüfe, welche Art von Plan, Entscheidung oder Vorhersage gemeint ist. — Im Englischen richtet sich die Formenwahl vor allem nach der Funktion der Aussage.
Will oder going to wählen

Will: spontan entscheiden, versprechen oder vermuten

Das will-future bildest du mit:

will + Infinitiv ohne to

Will bleibt bei allen Personen gleich:

  • I will help you.
  • She will help you.
  • They will help you.

Die Kurzform lautet 'll: I'll, you'll, she'll. Die gebräuchliche Verneinung von will not ist won't.

Typische Funktionen sind:

  • eine Entscheidung, die erst im Moment des Sprechens fällt;
  • ein Versprechen oder Angebot;
  • eine Vermutung oder persönliche Einschätzung;
  • ein zukünftiges Ereignis, das nicht als eigener Plan dargestellt wird.
Beispiel

Alex trägt schwere Taschen. Du entscheidest sofort zu helfen:

I'll carry one of those bags.

Die Entscheidung entstand gerade. Deshalb passt will.

Going to: vorher planen oder Anzeichen deuten

Das going-to-future bildest du mit:

am/are/is + going to + Infinitiv

Die Form von be passt du an die Person an:

  • I am going to cook.
  • He is going to cook.
  • We are going to cook.

Du verwendest diese Form für:

  • einen Plan oder eine Absicht, die bereits vor dem Sprechen bestand;
  • eine Vorhersage, die sich aus sichtbaren gegenwärtigen Anzeichen ergibt.
Beispiel

Look at those dark clouds. It's going to rain.

Die dunklen Wolken sind ein sichtbarer Befund. Die Vorhersage stützt sich darauf.

Dagegen ist I think it will rain eine persönliche Einschätzung. Hier wird kein sichtbarer Beleg genannt.

Merke

Will: Der Entschluss entsteht jetzt oder du äußerst eine Einschätzung. Going to: Der Plan bestand schon oder die Entwicklung zeichnet sich bereits ab.

Teste dich
Frage 1 von 3LeichtDu hörst es an der Tür klingeln und sagst sofort, dass du öffnest. Welcher Satz passt?
Lösung: I'll open the door. — Das Klingeln löst eine spontane Entscheidung aus: will + Infinitiv.
Frage 2 von 3MittelMia hat bereits Lebensmittel gekauft und möchte am Abend kochen. Welcher Satz stellt ihren vorhandenen Plan dar?
Lösung: Mia is going to cook tonight. — Die Vorbereitungen zeigen, dass der Plan bereits vor dem Sprechen bestand.
Frage 3 von 3MittelWelche Aussage beschreibt den Unterschied korrekt?
Lösung: It's going to rain kann sich auf sichtbare Wolken stützen; I think it will rain kennzeichnet eine Einschätzung. — Sichtbare Anzeichen sprechen für going to. Eine persönliche Vermutung kann mit will stehen.
Verabredung oder Fahrplan ausdrücken

Zwei Gegenwartsformen können ebenfalls Zukünftiges ausdrücken. Grammatisch bleiben sie Gegenwartsformen; ihre Bedeutung erhält durch den Zusammenhang einen Zukunftsbezug.

Present Progressive: konkret vereinbart

Das Present Progressive bildest du mit:

am/are/is + Verb-ing

Es passt zu einer bereits feststehenden persönlichen Vereinbarung oder einem konkret organisierten nahen Plan.

Beispiel

I'm meeting Lea at the station at six.

Das Treffen ist nicht nur eine allgemeine Absicht. Ort und Zeit sind konkret vereinbart.

Simple Present: offiziell festgelegt

Das Simple Present verwendest du für Fahrpläne, Stundenpläne und andere festgeschriebene Abläufe.

In der dritten Person Singular erhält das Verb normalerweise ein -s:

  • The train leaves at 6.45.
  • The lesson starts at eight.
Beispiel

Du möchtest die Abfahrt eines Busses nennen. Sie hängt von einem Fahrplan ab:

The bus arrives at 5.45 tomorrow morning.

Obwohl tomorrow morning in die Zukunft weist, steht das Verb im Simple Present.

Merke

Present Progressive: persönlich vereinbart oder konkret organisiert. Simple Present: durch einen offiziellen Plan oder festen Ablauf vorgegeben.

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWelcher Satz nennt eine Fahrplanzeit?
Lösung: The train leaves at 9.15.Leaves steht im Simple Present und beschreibt den festgelegten Ablauf.
Frage 2 von 2MittelDu hast mit Ben ein Treffen für Freitag um 16 Uhr vereinbart. Welcher Satz passt am besten?
Lösung: I'm meeting Ben at four on Friday.Am meeting zeigt, dass das Treffen bereits konkret vereinbart ist.
Lückentext

Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.

Eine spontane Entscheidung formulierst du mit . Einen vorher bestehenden Plan drückst du meist mit aus. Für eine konkrete persönliche Verabredung nutzt du das . Ein offizieller Fahrplan steht im .

Lösungen: Lücke 1: will; Lücke 2: going to; Lücke 3: Present Progressive; Lücke 4: Simple Present. Prüfe jeweils die Funktion: spontan, geplant, vereinbart oder offiziell festgelegt.
Vertiefung: Seltenere Zukunftsformen erkennen

Diese drei Formen brauchst du zunächst vor allem, um ihre Bedeutung in Texten zu verstehen.

Future Progressive: zu einem Zeitpunkt im Verlauf

Bildung:

will + be + Verb-ing

Die Form beschreibt eine Handlung, die zu einem zukünftigen Zeitpunkt gerade abläuft.

Beispiel

When I get home, my mother will be waiting for me.

Das Warten ist zu dem Zeitpunkt im Verlauf, an dem die Person nach Hause kommt.

Future Perfect: bis dahin abgeschlossen

Bildung:

will + have + past participle

Das past participle ist bei regelmäßigen Verben meist die Form auf -ed. Bei unregelmäßigen Verben brauchst du die dritte Verbform, zum Beispiel write – wrote – written.

Beispiel

She will have written the letter by tomorrow.

Der Bezugspunkt ist morgen. Bis dahin wird das Schreiben abgeschlossen sein. Eine Angabe mit by kann auf diesen Abschlusszeitpunkt hinweisen, erzwingt die Form aber nicht allein.

Future Perfect Progressive: Dauer bis zu einem Zeitpunkt

Bildung:

will + have + been + Verb-ing

Die Form verbindet eine fortlaufende Handlung mit ihrer bis zum zukünftigen Bezugspunkt erreichten Dauer.

Beispiel

At this time next Monday, I will have been writing my exams for two hours.

Am kommenden Montag dauert das Schreiben zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Stunden an. Entscheidend sind Verlauf und Dauer, nicht ein abgeschlossener Vorgang.

Merke
  • will be doing: Dann bin ich gerade dabei.
  • will have done: Bis dann bin ich fertig.
  • will have been doing: Dann bin ich schon seit einer bestimmten Zeit dabei.
Teste dich
Frage 1 von 3LeichtWelche Form beschreibt eine bis zu einem zukünftigen Zeitpunkt abgeschlossene Handlung?
Lösung: Future Perfect — Das Future Perfect verbindet will have mit dem Past Participle.
Frage 2 von 3MittelWelche Bedeutung hat At eight, they will be playing football?
Lösung: Das Fußballspielen wird um acht Uhr gerade ablaufen. — Das Future Progressive zeigt eine Handlung, die am genannten Bezugspunkt im Gange ist.
Frage 3 von 3SchwerWelche Form betont, dass eine Handlung an einem zukünftigen Zeitpunkt bereits eine bestimmte Dauer erreicht hat und noch im Verlauf betrachtet wird?
Lösung: Future Perfect Progressive — Future Perfect Progressive wird mit will have been + Verb-ing gebildet.
Aussagen, Verneinungen und Fragen bilden

Bei will bleibt das Hilfsverb unverändert:

  • Aussage: She will call.
  • Verneinung: She will not call. oder She won't call.
  • Frage: Will she call?

Bei going to und beim Present Progressive übernimmt die Form von be die grammatische Arbeit:

  • Aussage: They are going to travel.
  • Verneinung: They are not going to travel.
  • Frage: Are they going to travel?
  • Aussage: He is meeting Ava.
  • Verneinung: He is not meeting Ava.
  • Frage: Is he meeting Ava?

Beim Simple Present brauchst du für Verneinungen und Fragen meistens do oder does:

  • Aussage: The train leaves at six.
  • Verneinung: The train does not leave at six.
  • Frage: Does the train leave at six?

Nach does steht das Vollverb ohne -s: richtig ist Does the train leave ...?

Beispiel

Aus We are going to fly to Leeds entsteht die Frage:

Are we going to fly to Leeds?

Du stellst are vor das Subjekt we. Für die Verneinung setzt du not dahinter:

We are not going to fly to Leeds.

Teste dich
Frage 1 von 2MittelWelche Frage ist richtig gebildet?
Lösung: Will the sun shine tomorrow? — Für eine Frage stellst du will vor das Subjekt und verwendest danach den Infinitiv.
Frage 2 von 2MittelWelche Simple-Present-Frage ist korrekt?
Lösung: Does the train leave at six? — Das -s steckt grammatisch bereits in does. Deshalb folgt leave.
Karteikasten
Karteikasten

Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Zukunft im Englischen
    • Situation entscheidet über die Form
      • spontan, Versprechen oder Einschätzung: will
      • bestehender Plan oder sichtbare Anzeichen: going to
      • konkrete Verabredung: Present Progressive
      • Fahrplan oder fester Ablauf: Simple Present
    • Verlauf und Abschluss erkennen
      • dann gerade im Verlauf: Future Progressive
      • bis dann abgeschlossen: Future Perfect
      • bis dann schon eine Zeit lang im Verlauf: Future Perfect Progressive
    • Satzbau prüfen
      • will bleibt bei allen Personen gleich
      • going to und Present Progressive brauchen eine Form von be
      • Simple-Present-Fragen verwenden do oder does
Abschluss-Check
Teste dich
Frage 1 von 5LeichtDu siehst schwarze Wolken und erste Regentropfen. Welcher Satz passt?
Lösung: It's going to rain. — Die Vorhersage beruht auf einem beobachtbaren Befund.
Frage 2 von 5MittelEin Freund lässt seine Bücher fallen. Du entscheidest sofort, ihm zu helfen. Was sagst du?
Lösung: I'll help you. — Der Entschluss entsteht erst in der Situation: will + Infinitiv.
Frage 3 von 5MittelWelcher Satz beschreibt eine konkrete Verabredung?
Lösung: We're meeting Noor at the cinema at seven.Are meeting zeigt einen bereits vereinbarten persönlichen Termin.
Frage 4 von 5MittelWelcher Satz nennt einen offiziellen Ablauf korrekt?
Lösung: The bus leaves at 7.30 tomorrow. — Eine zukünftige Zeitangabe verhindert das Simple Present nicht, wenn der Ablauf festgeschrieben ist.
Frage 5 von 5SchwerEs ist 18 Uhr. Kim hat bereits entschieden, um 19 Uhr für die Prüfung zu lernen. Um 20 Uhr wird sie noch dabei sein. Welche Zuordnung ist richtig?
Lösung: Plan: Kim is going to study at seven. Verlauf um 20 Uhr: Kim will be studying at eight.Going to bezeichnet den vorhandenen Plan. Das Future Progressive richtet den Blick auf die Handlung im Verlauf um 20 Uhr.

Wenn du unsicher bist, benenne zuerst die Situation mit einem Wort: spontan, geplant, vereinbart, festgeschrieben, im Verlauf oder abgeschlossen. Danach wählst du die Form und prüfst ihren Satzbau.

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