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Will-Future oder Going-to-Future: Unterschied

Will-Future oder Going-to-Future: Unterschied
Will-Future oder Going-to-Future: Unterschied
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Du verwendest going to für einen bereits bestehenden Plan oder für eine Vorhersage mit gegenwärtigen Anzeichen. Will passt meist zu einer spontanen Entscheidung, einem Versprechen oder einer Vermutung ohne konkrete aktuelle Anzeichen.

Auf Zeitwörter wie tomorrow oder next week allein kannst du dich dabei nicht verlassen. Entscheidend ist, wie die Zukunftssituation gemeint ist.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

So triffst du die Entscheidung

Stelle dir zuerst diese Fragen:

  1. Besteht der Plan schon? Dann verwendest du meist going to.
  2. Gibt es jetzt erkennbare Anzeichen? Dann verwendest du für die Vorhersage going to.
  3. Entscheidet jemand erst beim Sprechen? Dann passt will.
  4. Ist es ein Versprechen oder eine Vermutung ohne konkrete Anzeichen? Dann passt meist will.
Merke

Nicht die deutsche Übersetzung „werden“ entscheidet. Frage nach der Situation: Plan oder Anzeichen → going to; spontane Entscheidung, Versprechen oder bloße Vermutung → will.

Beispiel

Alex sieht, dass Mia viele Bücher trägt.

I’ll help you with the books.

Alex entscheidet sich in diesem Moment zu helfen. Deshalb steht will help.

Alex hat Mia dagegen schon am Morgen Hilfe zugesagt und plant sie fest ein:

I’m going to help Mia after school.

Die Absicht bestand bereits vor dem Sprechen. Deshalb steht am going to help.

Teste dich
Frage 1 von 1LeichtWelche Frage hilft am besten bei der Wahl zwischen will und going to?
Lösung: War die Handlung schon geplant, oder entsteht die Entscheidung gerade? — Entscheidend ist die gemeinte Situation: bestehender Plan, aktuelles Anzeichen, spontane Entscheidung oder Vermutung.
So bildest du beide Formen

Will-future

Die Form lautet:

Subjekt + will + Grundform des Verbs

I will help. She will call. They will arrive.

Will bleibt bei allen Personen gleich. Nach einem Personalpronomen kannst du es zu ’ll verkürzen:

I’ll help. She’ll call.

Definition

Grundform

Die Grundform ist die unveränderte Form des Verbs, zum Beispiel help, call oder go. Nach will steht kein zusätzliches to.

Going-to-future

Die Form lautet:

Subjekt + passende Form von to be + going to + Grundform

  • I am going to play.
  • You are going to play.
  • He, she or it is going to play.
  • We, you or they are going to play.

Die Form von to be muss zum Subjekt passen. Möglich sind auch die Kurzformen I’m, you’re, he’s, she’s, it’s, we’re und they’re.

Beispiel

Aus dem Verb visit und dem Subjekt she entsteht:

She is going to visit New York next summer.

Is passt zu she. Nach going to folgt die Grundform visit.

Lückentext

Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.

Beim will-future steht nach dem Subjekt und danach die des Verbs. Beim going-to-future braucht I die Form ; he braucht ; they braucht .

Lösungen: Lücke 1: will; Lücke 2: Grundform; Lücke 3: am; Lücke 4: is; Lücke 5: are. Will verändert sich nicht. Beim going-to-future richtet sich am, is oder are nach dem Subjekt.
Plan oder spontane Entscheidung?

Ein Plan oder eine feste Absicht besteht schon vor dem Sprechmoment. Dafür verwendest du going to.

We are going to book our flights today.

Die Buchung ist ein vorhandenes Vorhaben.

Eine spontane Entscheidung entsteht dagegen erst in der Situation. Dafür verwendest du will.

The phone is ringing. – I’ll answer it.

Die Person fasst den Entschluss erst, als das Telefon klingelt.

Auch ein Versprechen wird meist mit will ausgedrückt:

I will help you with your homework. I promise.

Beispiel

Situation: Du hast schon am Montag beschlossen, am Samstag eine Party zu feiern.

I am going to have a party on Saturday.

Situation: Ein Freund bittet gerade um Unterstützung. Du entscheidest sofort:

I’ll help you.

Beide Handlungen liegen in der Zukunft. Der Unterschied liegt im Zeitpunkt der Entscheidung.

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWelcher Satz beschreibt einen bereits bestehenden Plan?
Lösung: We are going to cook dinner together. — Ein schon vorhandenes Vorhaben wird mit einer Form von to be, going to und der Grundform ausgedrückt.
Frage 2 von 2MittelSam sieht, dass sein Freund die schwere Tasche kaum tragen kann. Sam entscheidet sofort zu helfen. Was sagt er?
Lösung: I’ll help you with the bag. — Die Entscheidung entsteht beim Sprechen. Deshalb passt I’ll help.
Vorhersage mit oder ohne Anzeichen?

Für Vorhersagen musst du prüfen, worauf sie beruhen.

Gegenwärtige Anzeichen: going to

Du siehst dunkle Wolken und leitest daraus eine Folge ab:

Look at those dark clouds. It is going to rain.

Die Wolken sind ein gegenwärtiges Anzeichen. Deshalb passt going to.

Vermutung ohne konkrete aktuelle Anzeichen: will

Du äußerst nur deine persönliche Einschätzung:

I think it will rain tomorrow.

Hier wird kein sichtbarer Befund genannt. Deshalb passt will.

Gut zu wissen

Ein zukünftiges Ereignis kann je nach Situation mit unterschiedlichen Formen beschrieben werden. Beim Wetter bedeutet will nicht automatisch „richtig“ und going to nicht automatisch „falsch“. Entscheidend ist, ob der Satz eine bloße Einschätzung oder eine Vorhersage aus vorhandenen Anzeichen ausdrückt.

Merke

Wörter wie tomorrow, next week oder on Monday geben den Zeitpunkt an. Sie sind keine sicheren Signalwörter für eine der beiden Formen.

Teste dich
Frage 1 von 3LeichtWarum steht in It is going to rain häufig going to, wenn dunkle Wolken erwähnt werden?
Lösung: Die Wolken sind ein gegenwärtiges Anzeichen für die Vorhersage. — Going to passt, weil die Vorhersage aus einer jetzt erkennbaren Beobachtung folgt.
Frage 2 von 3MittelWelche Ergänzung passt am besten? I think the team ___ the match.
Lösung: will win — Eine nicht weiter belegte Einschätzung wird mit will + Grundform gebildet: will win.
Frage 3 von 3SchwerZwei Personen sprechen über dasselbe Boot. Eine sieht, dass bereits Wasser hineinläuft. Welche Aussage passt zu dieser Beobachtung?
Lösung: The boat is going to sink. — Das eindringende Wasser ist ein gegenwärtiges Anzeichen. Daher passt is going to sink.
Verneinungen und typische Fehler

Beim will-future setzt du not nach will:

I will not help.

Die gebräuchliche Kurzform lautet:

I won’t help.

Beim going-to-future setzt du not nach der Form von to be:

I am not going to play football today. We are not going to go camping this weekend.

Achte besonders auf diese Fehler:

  • Nicht will to help, sondern will help.
  • Nicht she are going to, sondern she is going to.
  • Nicht they is going to, sondern they are going to.
  • Nicht allein nach tomorrow oder next week entscheiden.
Beispiel

Aus dem bejahten Satz He is going to visit New York wird:

He is not going to visit New York.

Nur not kommt nach is hinzu. Die übrige Struktur bleibt erhalten.

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWelche Verneinung ist richtig gebildet?
Lösung: She won’t call tonight. — Nach won’t folgt direkt die Grundform call.
Frage 2 von 2MittelWelche Form ergänzt den Satz richtig? They ___ going to travel next summer.
Lösung: are — Das going-to-future braucht hier are: They are going to travel.
Karteikasten
Karteikasten

Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Will-Future oder Going-to-Future
    • Will-Future
      • spontane Entscheidung
      • Versprechen
      • Vermutung ohne konkrete Anzeichen
      • will + Grundform
    • Going-to-Future
      • bestehender Plan oder feste Absicht
      • Vorhersage aus gegenwärtigen Anzeichen
      • am, is oder are + going to + Grundform
    • Entscheidungshilfe
      • Bedeutung und Situation prüfen
      • nicht nur auf Zeitangaben achten
Abschluss-Check
Teste dich
Frage 1 von 5LeichtWelche Form gehört zu einem bereits beschlossenen Vorhaben?
Lösung: going-to-future — Ein vor dem Sprechen bestehender Plan wird mit dem going-to-future ausgedrückt.
Frage 2 von 5MittelErgänze passend: The boxes are very heavy. Don’t worry, I ___ you.
Lösung: will help — Don’t worry, I will help you ist ein spontanes Hilfsangebot. Nach will folgt direkt help.
Frage 3 von 5MittelErgänze passend: Look at the car! It is much too fast. It ___ an accident.
Lösung: is going to cause — Die hohe Geschwindigkeit ist ein gegenwärtiges Anzeichen. Deshalb lautet die Vorhersage is going to cause.
Frage 4 von 5SchwerLea sagt: I’m going to study tonight. Welche Begründung erklärt die Form am besten?
Lösung: Lea stellt das Lernen als bereits bestehende Absicht dar. — Going to zeigt hier, dass die Absicht schon vor dem Sprechen bestand.
Frage 5 von 5SchwerWelche beiden Sätze zeigen denselben möglichen Vorgang aus unterschiedlicher Sicht?
Lösung: I think it will rain. / Look at the clouds. It is going to rain. — Der erste Satz ist eine persönliche Einschätzung. Der zweite leitet die Vorhersage aus sichtbaren Wolken ab.

Wenn du unsicher bist, frage nicht zuerst: „Welches Zeitwort steht im Satz?“ Frage: Ist es ein Plan, eine spontane Entscheidung, ein Versprechen oder eine Vorhersage mit erkennbaren Anzeichen?

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