Will-Future oder Going-to-Future: Unterschied
Du verwendest going to für einen bereits bestehenden Plan oder für eine Vorhersage mit gegenwärtigen Anzeichen. Will passt meist zu einer spontanen Entscheidung, einem Versprechen oder einer Vermutung ohne konkrete aktuelle Anzeichen.
Auf Zeitwörter wie tomorrow oder next week allein kannst du dich dabei nicht verlassen. Entscheidend ist, wie die Zukunftssituation gemeint ist.
Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!
So triffst du die Entscheidung
Stelle dir zuerst diese Fragen:
- Besteht der Plan schon? Dann verwendest du meist going to.
- Gibt es jetzt erkennbare Anzeichen? Dann verwendest du für die Vorhersage going to.
- Entscheidet jemand erst beim Sprechen? Dann passt will.
- Ist es ein Versprechen oder eine Vermutung ohne konkrete Anzeichen? Dann passt meist will.
Nicht die deutsche Übersetzung „werden“ entscheidet. Frage nach der Situation: Plan oder Anzeichen → going to; spontane Entscheidung, Versprechen oder bloße Vermutung → will.
Alex sieht, dass Mia viele Bücher trägt.
I’ll help you with the books.
Alex entscheidet sich in diesem Moment zu helfen. Deshalb steht will help.
Alex hat Mia dagegen schon am Morgen Hilfe zugesagt und plant sie fest ein:
I’m going to help Mia after school.
Die Absicht bestand bereits vor dem Sprechen. Deshalb steht am going to help.
So bildest du beide Formen
Will-future
Die Form lautet:
Subjekt + will + Grundform des Verbs
I will help. She will call. They will arrive.
Will bleibt bei allen Personen gleich. Nach einem Personalpronomen kannst du es zu ’ll verkürzen:
I’ll help. She’ll call.
Grundform
Die Grundform ist die unveränderte Form des Verbs, zum Beispiel help, call oder go. Nach will steht kein zusätzliches to.
Going-to-future
Die Form lautet:
Subjekt + passende Form von to be + going to + Grundform
- I am going to play.
- You are going to play.
- He, she or it is going to play.
- We, you or they are going to play.
Die Form von to be muss zum Subjekt passen. Möglich sind auch die Kurzformen I’m, you’re, he’s, she’s, it’s, we’re und they’re.
Aus dem Verb visit und dem Subjekt she entsteht:
She is going to visit New York next summer.
Is passt zu she. Nach going to folgt die Grundform visit.
Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.
Beim will-future steht nach dem Subjekt und danach die des Verbs. Beim going-to-future braucht I die Form ; he braucht ; they braucht .
Plan oder spontane Entscheidung?
Ein Plan oder eine feste Absicht besteht schon vor dem Sprechmoment. Dafür verwendest du going to.
We are going to book our flights today.
Die Buchung ist ein vorhandenes Vorhaben.
Eine spontane Entscheidung entsteht dagegen erst in der Situation. Dafür verwendest du will.
The phone is ringing. – I’ll answer it.
Die Person fasst den Entschluss erst, als das Telefon klingelt.
Auch ein Versprechen wird meist mit will ausgedrückt:
I will help you with your homework. I promise.
Situation: Du hast schon am Montag beschlossen, am Samstag eine Party zu feiern.
I am going to have a party on Saturday.
Situation: Ein Freund bittet gerade um Unterstützung. Du entscheidest sofort:
I’ll help you.
Beide Handlungen liegen in der Zukunft. Der Unterschied liegt im Zeitpunkt der Entscheidung.
Vorhersage mit oder ohne Anzeichen?
Für Vorhersagen musst du prüfen, worauf sie beruhen.
Gegenwärtige Anzeichen: going to
Du siehst dunkle Wolken und leitest daraus eine Folge ab:
Look at those dark clouds. It is going to rain.
Die Wolken sind ein gegenwärtiges Anzeichen. Deshalb passt going to.
Vermutung ohne konkrete aktuelle Anzeichen: will
Du äußerst nur deine persönliche Einschätzung:
I think it will rain tomorrow.
Hier wird kein sichtbarer Befund genannt. Deshalb passt will.
Ein zukünftiges Ereignis kann je nach Situation mit unterschiedlichen Formen beschrieben werden. Beim Wetter bedeutet will nicht automatisch „richtig“ und going to nicht automatisch „falsch“. Entscheidend ist, ob der Satz eine bloße Einschätzung oder eine Vorhersage aus vorhandenen Anzeichen ausdrückt.
Wörter wie tomorrow, next week oder on Monday geben den Zeitpunkt an. Sie sind keine sicheren Signalwörter für eine der beiden Formen.
Verneinungen und typische Fehler
Beim will-future setzt du not nach will:
I will not help.
Die gebräuchliche Kurzform lautet:
I won’t help.
Beim going-to-future setzt du not nach der Form von to be:
I am not going to play football today. We are not going to go camping this weekend.
Achte besonders auf diese Fehler:
- Nicht will to help, sondern will help.
- Nicht she are going to, sondern she is going to.
- Nicht they is going to, sondern they are going to.
- Nicht allein nach tomorrow oder next week entscheiden.
Aus dem bejahten Satz He is going to visit New York wird:
He is not going to visit New York.
Nur not kommt nach is hinzu. Die übrige Struktur bleibt erhalten.
Karteikasten
Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.
Alles auf einen Blick
- Will-Future oder Going-to-Future
- Will-Future
- spontane Entscheidung
- Versprechen
- Vermutung ohne konkrete Anzeichen
- will + Grundform
- Going-to-Future
- bestehender Plan oder feste Absicht
- Vorhersage aus gegenwärtigen Anzeichen
- am, is oder are + going to + Grundform
- Entscheidungshilfe
- Bedeutung und Situation prüfen
- nicht nur auf Zeitangaben achten
- Will-Future
Abschluss-Check
Wenn du unsicher bist, frage nicht zuerst: „Welches Zeitwort steht im Satz?“ Frage: Ist es ein Plan, eine spontane Entscheidung, ein Versprechen oder eine Vorhersage mit erkennbaren Anzeichen?
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