Wenn du auf Französisch erzählen willst, was schon passiert ist, brauchst du oft zwei Wörter. In J’ai regardé un film heißt j’ai „ich habe“. Das Wort regardé nennt die Handlung, die schon abgeschlossen ist.
Was dieses Wort kann
Das participe passé ist eine besondere Verbform. Auf Deutsch entspricht sie oft dem Partizip II, zum Beispiel „gemacht“ oder „gesehen“.
Eine zusammengesetzte Zeit besteht aus einem Hilfsverb und dem participe passé. Ein Hilfsverb hilft, eine Zeitform zu bilden. Im Französischen sind das häufig avoir und être.
Tu as fini tes devoirs.
Du hast deine Hausaufgaben beendet.
as ist das Hilfsverb.
fini ist das participe passé von finir.
Das participe passé trägt die Bedeutung der Handlung. Das Hilfsverb zeigt unter anderem die Zeit an.
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Regelmäßige Formen bilden
Der Infinitiv ist die Grundform eines Verbs, wie im Wörterbuch: parler, finir oder vendre. Bei vielen regelmäßigen Verben zeigt dir die Endung des Infinitivs den Weg zur passenden Form.
Aus -er wird meist -é. Verben auf -ir enden oft auf -i. Bei Verben auf -re steht häufig -u.
parler wird zu parlé: J’ai parlé avec mon ami.
finir wird zu fini: Elle a fini son dessin.
vendre wird zu vendu: Nous avons vendu les vieux livres.
Das Akzentzeichen gehört zu -é. Schreibe also parlé, nicht parle.
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Unregelmäßige Formen lernen
Ein unregelmäßiges Verb folgt nicht der erwarteten Bildungsregel. Seine Form musst du als feste Vokabel lernen. Das kennst du auch aus dem Deutschen, etwa bei „gehen – gegangen“.
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J’ai vu un film. – Ich habe einen Film gesehen.
Elle a fait un gâteau. – Sie hat einen Kuchen gemacht.
Ils sont venus en bus. – Sie sind mit dem Bus gekommen.
Lerne ein unregelmäßiges Verb immer als Paar: Infinitiv und participe passé.
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Im passé composé mit avoir oder être
Das passé composé ist eine französische Vergangenheitszeit für abgeschlossene Handlungen. Du bildest es mit einer Form von avoir oder être und dem participe passé.
Die meisten Verben stehen mit avoir. Nur bestimmte Verben stehen mit être. Welche das sind, lernst du mit dem Verb mit. Auch reflexive Verben bilden das passé composé mit être. Ein reflexives Verb hat se oder s’, zum Beispiel se lever.
Mit avoir: Nous avons mangé au restaurant.
Mit être: Lina est arrivée à l’école.
Reflexiv: Tom s’est levé tôt.
Ein Subjekt ist die Person oder Sache, über die der Satz etwas sagt. Bei vielen Formen mit être passt sich das participe passé an das Subjekt an: weiblich Singular mit -e, Plural mit -s, weiblich Plural mit -es.
Paul est arrivé.
Marie est arrivée.
Paul et Noé sont arrivés.
Marie et Zoé sont arrivées.
Bei den Verben mit être schaust du auf das Subjekt: Wer ist angekommen oder weggegangen?
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Die wichtige Regel bei avoir
Mit avoir bleibt das participe passé normalerweise unverändert. In J’ai acheté une robe steht deshalb acheté.
Ein direktes Objekt ist das Satzglied, das oft auf die Frage „Wen oder was?“ antwortet. Steht dieses direkte Objekt vor dem Hilfsverb, passt sich das participe passé daran an.
J’ai acheté les fleurs.
Ich habe die Blumen gekauft. Les fleurs steht nach dem Verb. Deshalb bleibt acheté unverändert.
Les fleurs ? Je les ai achetées.
Ich habe sie gekauft. Les steht vor ai und meint mehrere weibliche Blumen. Deshalb heißt es achetées.
Prüfe in zwei Schritten: Gibt es ein direktes Objekt? Steht es vor dem Hilfsverb? Erst dann brauchst du vielleicht eine zusätzliche Endung.
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Reflexive Verben genauer prüfen
Bei reflexiven Verben ist die Anpassung etwas genauer. Oft passt sich das participe passé an das Subjekt an, zum Beispiel in Elle s’est lavée. Hier bedeutet s’ „sich“ und bezieht sich direkt auf elle.
Steht aber noch ein direktes Objekt dabei, bleibt das participe passé häufig unverändert. In Elle s’est lavé les mains sind les mains das direkte Objekt. Deshalb steht dort lavé ohne -e.
Elle s’est lavée. – Sie hat sich gewaschen.
Elle s’est lavé les mains. – Sie hat sich die Hände gewaschen.
Bei reflexiven Verben reicht der Blick auf être allein nicht immer. Suche auch nach einem direkten Objekt.
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Als Adjektiv und in anderen Zeiten
Ein Adjektiv beschreibt ein Nomen, also eine Person oder Sache. Das participe passé kann wie ein Adjektiv verwendet werden. Dann passt es sich an sein Bezugswort an, also an das Nomen, das es beschreibt.
une porte fermée – eine geschlossene Tür
des fenêtres fermées – geschlossene Fenster
des exercices terminés – beendete Übungen
Du findest das participe passé außerdem in anderen zusammengesetzten Zeiten. Seine Form bleibt gleich, nur das Hilfsverb verändert sich.
Il a fermé la porte. – Er hat die Tür geschlossen.
Il avait fermé la porte. – Er hatte die Tür geschlossen.
Il aura fermé la porte. – Er wird die Tür geschlossen haben.
Als Adjektiv beschreibt das participe passé ein Nomen. In zusammengesetzten Zeiten gehört es zu einem Hilfsverb.
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Zusammenfassung
Das participe passé ist eine französische Verbform für abgeschlossene Handlungen. Du brauchst es besonders mit avoir oder être in zusammengesetzten Zeiten.
Bei regelmäßigen Verben helfen oft die Endungen: -er wird zu -é, -ir zu -i und -re zu -u. Unregelmäßige Formen wie fait, vu oder pris lernst du als feste Paare.
Mit être passt sich die Form bei vielen Verben an das Subjekt an. Mit avoir bleibt sie meist gleich. Achte dann besonders auf ein direktes Objekt, das vor dem Hilfsverb steht.
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