Erdkunde

Erdaufbau: Kruste, Mantel und Kern verstehen

Erdaufbau: Kruste, Mantel und Kern verstehen
Erdaufbau: Kruste, Mantel und Kern verstehen
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Die Erde besteht aus Erdkruste, Erdmantel und Erdkern. Diese kugelförmigen Hauptschichten unterscheiden sich vor allem in Material, Dichte und Zustand. Der Kern gliedert sich zusätzlich in einen flüssigen äußeren und einen festen inneren Teil.

Auf dieser Seite lernst du, die Schichten von außen nach innen zu ordnen, ihre wichtigsten Eigenschaften zu erklären und das Schalenmodell richtig zu verwenden.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Die Erde als Schalenmodell

Stell dir einen Pfirsich vor: Seine dünne Haut erinnert an die Erdkruste, das mächtige Fruchtfleisch an den Erdmantel und sein Inneres an den Erdkern. Der Vergleich macht besonders deutlich, wie dünn die Kruste gegenüber dem Mantel ist.

Definition

Schalenbau der Erde

Der Schalenbau ist ein Modell, das die Erde in übereinanderliegende kugelförmige Bereiche gliedert. Von außen nach innen heißen sie Erdkruste, Erdmantel und Erdkern.

Das Modell vereinfacht die Wirklichkeit. Die Übergänge liegen tief im Erdinneren, und manche Zahlen werden deshalb gerundet oder je nach Modell etwas unterschiedlich angegeben.

Merke

Von außen nach innen lautet die Grundfolge: Erdkruste – Erdmantel – Erdkern.

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Frage 1 von 1LeichtWelche Reihenfolge führt von der Erdoberfläche zum Erdmittelpunkt?
Lösung: Erdkruste – Erdmantel – Erdkern — Die dünne Erdkruste liegt außen, der mächtige Mantel darunter und der Kern im Zentrum.
Woher kennen wir das Erdinnere?

Menschen können nicht bis zum Erdkern bohren oder ihn direkt beobachten. Forschende erschließen den Aufbau daher indirekt.

Besonders wichtig sind Erdbebenwellen. Sie breiten sich durch verschiedene Materialien unterschiedlich aus. Wenn sich ihre Laufzeiten sprunghaft ändern, deutet das auf eine Grenze zwischen zwei Schichten hin.

Auch Material, das durch Vulkane aus größerer Tiefe nach oben gelangt, liefert Hinweise. Seine Zusammensetzung kann sich von oberflächennahen Gesteinen unterscheiden.

Gut zu wissen

Der Schalenbau ist ein wissenschaftliches Modell, das Beobachtungen erklärt. Er ist kein direkt betrachteter Querschnitt der Erde.

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Frage 1 von 1MittelErdbebenwellen ändern an einer bestimmten Tiefe deutlich ihre Laufzeit. Was lässt sich daraus am besten folgern?
Lösung: Dort ändern sich Materialeigenschaften oder Zustand des Erdinneren. — Unterschiedliche Materialien beeinflussen die Ausbreitung von Erdbebenwellen. Auffällige Änderungen weisen deshalb auf Schichtgrenzen hin.
Die drei Hauptschichten im Vergleich

Erdkruste

Die Erdkruste ist die feste Außenschicht und unser Lebens- und Baugrund. Sie ist unter Ozeanen meist nur etwa 5 bis 10 Kilometer dick. Unter Kontinenten kann sie bis ungefähr 70 Kilometer erreichen. Ein mittlerer Wert von etwa 35 Kilometern beschreibt diese Unterschiede nur vereinfacht.

An Land kommt unter anderem Granit vor, am Meeresboden besonders Basalt. Die Kruste ist gegenüber der gesamten Erde ausgesprochen dünn.

Erdmantel

Der Erdmantel reicht bis ungefähr 2.900 Kilometer Tiefe und ist damit die mächtigste Hauptschicht. Er besteht aus Gesteinen, die unter anderem Silicate mit Magnesium und Eisen enthalten.

Der Mantel ist nicht einfach ein Meer aus flüssigem Gestein. Große Teile gelten als fest; manche Bereiche können sich unter hoher Temperatur und über lange Zeiträume plastisch beziehungsweise zäh verformen. Deshalb nennen vereinfachte Darstellungen unterschiedliche Zustände.

Definition

Magma und Lava

Magma ist geschmolzenes Gestein im Erdinneren. Gelangt es an die Erdoberfläche, heißt es Lava. Nicht der gesamte Erdmantel besteht aus Magma.

Erdkern

Der Erdkern beginnt in etwa 2.900 Kilometer Tiefe. Er besteht vorwiegend aus Eisen und Nickel und wird in zwei Bereiche geteilt:

  • Der äußere Kern ist flüssig.
  • Der innere Kern ist fest.

Bewegungen der flüssigen Metalle im äußeren Kern stehen mit der Entstehung des Erdmagnetfelds in Verbindung.

Beispiel

Du sollst eine unbekannte Schicht bestimmen. Sie liegt im Zentrum, besteht vorwiegend aus Eisen und Nickel und besitzt einen flüssigen äußeren sowie einen festen inneren Teil.

Die Lage im Zentrum schließt Kruste und Mantel aus. Material und Unterteilung passen zum Erdkern.

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Frage 1 von 2LeichtWelche Aussage beschreibt den Erdmantel treffend?
Lösung: Er ist eine mächtige Gesteinsschicht, die überwiegend fest ist, sich stellenweise aber zäh verformen kann. — Der Mantel besteht hauptsächlich aus Gestein. Hohe Temperatur und Druck beeinflussen, wie dieses Gestein sich verhält.
Frage 2 von 2MittelEine Probe besteht aus Granit und stammt vom festen Lebensgrund eines Kontinents. Welcher Schicht ordnest du sie zu?
Lösung: Der Erdkruste — Granit ist ein typisches Gestein der kontinentalen Erdkruste.
Warum ist der innere Kern fest?

Mit zunehmender Tiefe steigen im Allgemeinen Temperatur und Druck. Im inneren Kern herrschen Temperaturen von mehreren Tausend Grad Celsius. Trotzdem ist er fest.

Der entscheidende Grund ist der enorme Druck der darüberliegenden Schichten. Er presst das Material so stark zusammen, dass der innere Kern trotz der hohen Temperatur fest bleibt. Im äußeren Kern ist der Druck geringer; dort liegt das Metall flüssig vor.

Merke

Der Zustand eines Stoffes hängt nicht nur von der Temperatur ab. Auch der Druck ist entscheidend.

Beispiel

Die Aussage „Je heißer ein Bereich ist, desto sicherer ist er flüssig“ reicht für das Erdinnere nicht aus. Der innere Kern ist heißer als der äußere Kern, bleibt aber wegen des höheren Drucks fest.

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Frage 1 von 2MittelWarum ist der innere Erdkern trotz großer Hitze fest?
Lösung: Der sehr hohe Druck hält das Material in einem festen Zustand. — Im Erdzentrum wirken hohe Temperatur und extremer Druck gleichzeitig. Der Druck erklärt den festen Zustand des inneren Kerns.
Frage 2 von 2SchwerEin Modell berücksichtigt nur die Temperatur und sagt deshalb einen flüssigen inneren Kern voraus. Was fehlt dem Modell?
Lösung: Der Einfluss des mit der Tiefe stark steigenden Drucks — Für den Zustand des Kernmaterials müssen mindestens Temperatur und Druck gemeinsam betrachtet werden.
Was der Erdaufbau an der Oberfläche bewirkt

Der Schalenbau hilft, Vorgänge an der Erdoberfläche zu erklären. Die feste äußere Gesteinshülle umfasst die Kruste und reicht in den oberen Mantel hinein. Sie ist in langsam bewegte Platten gegliedert.

Bewegungen im Mantel stehen mit der Bewegung dieser Platten in Verbindung. Wo Platten miteinander wechselwirken, können langfristig Gebirge entstehen; außerdem treten dort häufig Erdbeben und Vulkanismus auf. Die Alpen sind ein Beispiel für ein Gebirge, dessen Entstehung mit Plattenbewegungen verbunden ist.

Magma kann im Zusammenhang mit Vulkanismus aufsteigen. Sobald es an der Oberfläche austritt, wird es Lava genannt.

Der äußere Kern hat eine andere Wirkung: Bewegungen in seinem flüssigen Metall tragen zur Entstehung des Erdmagnetfelds bei. Das Magnetfeld lenkt einen Teil der von der Sonne kommenden Teilchenstrahlung ab.

Lückentext

Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.

Die feste Außenschicht heißt . Unter ihr liegt der . Im Zentrum befindet sich der . Geschmolzenes Gestein im Erdinneren heißt ; an der Oberfläche nennt man es .

Lösungen: Lücke 1: Erdkruste; Lücke 2: Erdmantel; Lücke 3: Erdkern; Lücke 4: Magma; Lücke 5: Lava. Ordne zuerst nach der Lage: Kruste außen, Mantel darunter, Kern innen. Beim geschmolzenen Gestein entscheidet der Ort über den Namen.
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Frage 1 von 1SchwerBei einem Vulkanausbruch tritt geschmolzenes Gestein an die Oberfläche. Welche Bezeichnung ist dort richtig?
Lösung: Lava — Der Stoff kann derselbe sein, aber sein Ort bestimmt die Bezeichnung: innen Magma, außen Lava.
Karteikasten
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Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Erdaufbau
    • Erkenntnis: Erdbebenwellen und vulkanisches Material
    • Erdkruste: dünn, fest, außen
    • Erdmantel: mächtig, überwiegend fest, teils plastisch
    • Erdkern: außen flüssig, innen fest
    • Tiefe: Temperatur und Druck nehmen zu
    • Wirkungen: Plattenbewegung, Vulkanismus und Magnetfeld
Abschluss-Check
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Frage 1 von 3LeichtWelche Schicht bildet den festen Lebensgrund?
Lösung: Die Erdkruste — Die Erdkruste ist die dünne, feste Außenschicht, auf der Kontinente und Ozeane liegen.
Frage 2 von 3MittelWelche Kombination ist richtig?
Lösung: Äußerer Kern flüssig – innerer Kern fest — Der äußere Kern besteht aus flüssigem, der innere aus festem Metall.
Frage 3 von 3SchwerEine Person behauptet: „Wir kennen die Erdschichten, weil Menschen sie vollständig freigelegt haben.“ Wie korrigierst du die Aussage?
Lösung: Der Erdaufbau wird vor allem indirekt aus Erdbebenwellen und Material aus größerer Tiefe erschlossen. — Das Erdinnere ist nicht vollständig direkt zugänglich. Messbare Veränderungen von Erdbebenwellen liefern entscheidende Hinweise auf Schichten und ihre Grenzen.

Prüfe zum Schluss, ob du die Grundidee in einem Satz erklären kannst: Die Erde besitzt eine dünne feste Kruste, einen mächtigen Gesteinsmantel und einen metallischen Kern, dessen äußerer Teil flüssig und dessen innerer Teil wegen des hohen Drucks fest ist.

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