Erdkunde

Wolkenbildung einfach erklärt: So entstehen Wolken

Wolkenbildung einfach erklärt: So entstehen Wolken
Wolkenbildung einfach erklärt: So entstehen Wolken
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Wolken entstehen, wenn feuchte Luft aufsteigt und abkühlt. Dabei kondensiert ein Teil des unsichtbaren Wasserdampfs an winzigen Schwebteilchen zu Wassertröpfchen. Bei großer Kälte können sich auch Eiskristalle bilden. Viele dieser Teilchen zusammen werden als Wolke sichtbar.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Woraus besteht eine Wolke?

Eine Wolke besteht nicht aus Wasserdampf, denn Wasserdampf ist unsichtbar. Sichtbar sind sehr viele winzige Wassertröpfchen oder Eiskristalle, die in der Luft schweben.

Definition

Aerosole

Aerosole sind winzige Schwebteilchen in der Luft, zum Beispiel Staub, Ruß, Pollen oder Meersalz. An ihnen kann Wasserdampf kondensieren. Sie wirken dann als Kondensationskerne.

Kondensieren bedeutet: Unsichtbarer Wasserdampf wird zu flüssigem Wasser. Bei ausreichend niedrigen Temperaturen können sich stattdessen Eiskristalle bilden.

Beispiel

An einem kalten Wintertag wird deine feuchtwarme Atemluft als weißlicher Schleier sichtbar. Nicht der Wasserdampf selbst ist weiß: Beim Abkühlen entstehen winzige Tröpfchen, die das Licht streuen.

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Frage 1 von 1LeichtWas macht eine Wolke sichtbar?
Lösung: Viele winzige Wassertröpfchen oder Eiskristalle — Eine Wolke wird sichtbar, wenn sich sehr viele kleine Tröpfchen oder Eiskristalle in der Luft befinden.
Wie läuft die Wolkenbildung ab?

Die Sonne treibt den Vorgang an. Der vollständige Weg umfasst sechs Schritte:

  1. Die Sonne erwärmt Land und Wasser.
  2. Flüssiges Wasser verdunstet und gelangt als unsichtbarer Wasserdampf in die Luft. Auch Pflanzen geben Wasser an die Luft ab.
  3. Feuchte, erwärmte Luft steigt auf.
  4. Beim Aufsteigen dehnt sie sich aus und kühlt ab.
  5. Kühle Luft kann weniger Wasserdampf enthalten. Wird der Taupunkt erreicht, beginnt überschüssiger Wasserdampf an Aerosolen zu kondensieren.
  6. Viele schwebende Wassertröpfchen und bei großer Kälte auch Eiskristalle bilden gemeinsam eine Wolke.
Definition

Taupunkt

Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der die abkühlende Luft mit Wasserdampf gesättigt ist und Kondensation einsetzt.

Merke

Die Kernkette lautet: Verdunstung → Aufstieg → Abkühlung → Kondensation → Wolke.

Lückentext

Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.

Die Sonne erwärmt Wasser, das anschließend . Feuchte Luft und kühlt dabei . Am Taupunkt setzt die ein.

Lösungen: Lücke 1: verdunstet; Lücke 2: steigt auf; Lücke 3: ab; Lücke 4: Kondensation. Entscheidend ist die Abkühlung der aufsteigenden feuchten Luft. Sie führt dazu, dass Wasserdampf an Schwebteilchen kondensiert.
Warum steigt feuchte Luft auf?

Feuchte Luft kann auf verschiedene Arten nach oben gelangen. Drei typische Situationen führen zur notwendigen Abkühlung:

Erwärmung am Boden

Die Sonne erwärmt den Boden und die bodennahe Luft. Die wärmere, leichtere Luft steigt auf. Das heißt thermischer Aufstieg.

Aufstieg an einem Gebirge

Wind treibt feuchte Luft gegen einen Berg. Das Gelände zwingt die Luft nach oben. Beim Aufsteigen kühlt sie ab, sodass sich an der windzugewandten Seite Wolken bilden können.

Zusammentreffen warmer und kalter Luft

Trifft warme Luft auf dichtere Kaltluft, wird die leichtere Warmluft angehoben. Auch dabei kühlt sie ab und kann Wolken bilden.

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Frage 1 von 2MittelFeuchte Luft wird vom Wind gegen ein Gebirge gedrückt. Warum kann dabei eine Wolke entstehen?
Lösung: Die Luft steigt am Gebirge auf und kühlt ab. — Das Gebirge erzwingt die Hebung. Durch die Abkühlung der feuchten Luft kann Wasserdampf kondensieren.
Frage 2 von 2SchwerÜber einem stark erwärmten Feld bilden sich am Nachmittag Wolken. Welche Erklärung passt?
Lösung: Die bodennahe Luft wurde erwärmt, stieg auf und kühlte in der Höhe ab. — Bodenerwärmung kann thermischen Aufstieg auslösen. Erst die Abkühlung beim Aufsteigen ermöglicht die Kondensation.
Wann wird aus einer Wolke Niederschlag?

Eine sichtbare Wolke bringt nicht automatisch Regen oder Schnee. Zunächst sind ihre Tröpfchen und Eiskristalle so klein, dass sie in der Luft schweben.

Durch Luftbewegungen können kleine Teilchen zusammenwachsen. Werden sie schwer genug, überwinden sie die Aufwärtsbewegung der Luft und fallen als Niederschlag zur Erde.

  • Flüssige Tropfen können als Regen fallen.
  • Eiskristalle können sich zu Schnee verbinden.
  • In Gewitterwolken können starke Aufwinde Eisteilchen wiederholt nach oben tragen. Frieren weitere Tropfen an, können Hagelkörner wachsen.

Die Niederschlagsart hängt nicht allein von einer einzigen Temperatur in der Wolke ab. Auch die Temperaturen auf dem Weg zum Boden und die Luftbewegungen spielen eine Rolle.

Definition

Nebel

Nebel ist eine Wolke unmittelbar an der Erdoberfläche. Als Nebel gilt der weiße Dunst, wenn die Sichtweite weniger als 1 Kilometer beträgt.

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Frage 1 von 2LeichtWelche Aussage über Wolken und Niederschlag stimmt?
Lösung: Nicht jede Wolke erzeugt sofort Niederschlag. — Zwischen Wolkenbildung und Niederschlag liegt ein weiterer Schritt: Tröpfchen oder Eiskristalle müssen zusammenwachsen.
Frage 2 von 2MittelWodurch unterscheidet sich Nebel grundsätzlich von einer gewöhnlichen Wolke am Himmel?
Lösung: Nebel befindet sich unmittelbar an der Erdoberfläche. — Nebel ist eine Wolke am Boden. Die Lage ist das entscheidende Unterscheidungsmerkmal.
Kannst du den Vorgang selbst erklären?

Stell dir einen warmen, feuchten Luftstrom vor, der gegen einen Berghang weht. Erkläre seine Veränderung vom Tal bis zur Wolke. Verwende diese Begriffe:

  • Aufstieg
  • Abkühlung
  • Taupunkt
  • Aerosole
  • Kondensation
Beispiel

Musterlösung: Der Wind drückt die feuchte Luft gegen den Berghang und zwingt sie zum Aufstieg. Beim Aufsteigen dehnt sich die Luft aus und kühlt ab. Am Taupunkt beginnt Wasserdampf an Aerosolen zu kondensieren. Dadurch entstehen viele kleine Wassertröpfchen. Bei großer Kälte können sich auch Eiskristalle bilden. Zusammen werden die Tröpfchen oder Kristalle als Wolke sichtbar.

Prüfe deine Erklärung: Sie ist vollständig, wenn sie nicht nur das Aufsteigen nennt, sondern auch begründet, warum die Abkühlung zur Kondensation führt.

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Frage 1 von 1SchwerEine Erklärung lautet: „Wasser verdunstet, steigt auf und wird oben automatisch zu einer Wolke.“ Was fehlt vor allem?
Lösung: Die Abkühlung bis zur Bildung von Tröpfchen an kleinen Schwebteilchen — Aufstieg allein genügt als Erklärung nicht. Die Luft muss abkühlen, damit Wasserdampf an Kondensationskernen zu Tröpfchen wird. Bei großer Kälte können sich auch Eiskristalle bilden.
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Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Wolkenbildung
    • Wasser gelangt durch Verdunstung und Pflanzen in die Luft
    • Feuchte Luft steigt durch Erwärmung, Gebirge oder das Zusammentreffen von Luftmassen auf
    • Aufsteigende Luft dehnt sich aus und kühlt ab
    • Am Taupunkt kondensiert Wasserdampf an Aerosolen zu Wassertröpfchen
    • Bei großer Kälte können sich auch Eiskristalle bilden
    • Wassertröpfchen oder Eiskristalle bilden eine sichtbare Wolke
    • Wachsende Teilchen können als Niederschlag fallen
    • Eine Wolke am Boden heißt Nebel
Abschluss-Check
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Frage 1 von 3LeichtWelche Reihenfolge beschreibt die Wolkenbildung richtig?
Lösung: Verdunstung → Aufstieg → Abkühlung → Kondensation → Wolke — Erst gelangt Wasser als Wasserdampf in die Luft. Die feuchte Luft steigt auf, kühlt ab und erreicht schließlich die Bedingungen für Kondensation.
Frage 2 von 3MittelWarum sind Aerosole für die Wolkenbildung wichtig?
Lösung: An ihnen kann Wasserdampf zu Wassertröpfchen kondensieren. — Staub, Ruß, Pollen oder Meersalz können als Kondensationskerne dienen. Bei großer Kälte können an solchen Teilchen auch Eiskristalle entstehen.
Frage 3 von 3SchwerNach einer warmen Nacht kühlt feuchte Luft nahe dem Boden stark ab. Es entsteht weißer Dunst mit weniger als 1 Kilometer Sichtweite. Was ist entstanden?
Lösung: Nebel, weil eine Wolke direkt am Boden entstanden ist — Die Abkühlung führte zur Bildung sichtbarer Wassertröpfchen nahe der Erdoberfläche. Wegen der Sichtweite unter 1 Kilometer wird der Dunst als Nebel bezeichnet.

Du hast den Kern verstanden, wenn du jede Wolke mit derselben Leitfrage untersuchen kannst: Wie gelangte feuchte Luft nach oben oder kühlte ab, und wodurch setzte die Kondensation ein?

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