Geschichte

Zweiter Weltkrieg: Verlauf, Vernichtung, Folgen

Zweiter Weltkrieg: Verlauf, Vernichtung, Folgen
Zweiter Weltkrieg: Verlauf, Vernichtung, Folgen
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Der Zweite Weltkrieg war ein globaler Krieg, den das nationalsozialistische Deutschland in Europa mit dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 begann. Eroberung, rassistische Herrschaft und wirtschaftliche Ausbeutung gehörten zusammen. Der Krieg endete in Europa am 8. Mai 1945 und weltweit mit der Kapitulation Japans am 2. September 1945.

Deine Lernziele

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Wann begann der globale Krieg?

Für den europäischen Krieg gibt es ein eindeutiges Datum: Am 1. September 1939 überfiel Deutschland Polen. Großbritannien und Frankreich erklärten Deutschland am 3. September den Krieg.

Der Konflikt in Ostasien hatte jedoch früher begonnen. Japan besetzte bereits 1931 die Mandschurei und führte ab 1937 einen umfassenden Krieg gegen China. Deshalb hängt das Anfangsdatum davon ab, welche Region und welche Phase der Eskalation untersucht werden.

Definition

Periodisierung

Eine Periodisierung gliedert Geschichte in Zeitabschnitte. Das gewählte Anfangsdatum beantwortet eine bestimmte Frage: 1939 markiert den europäischen Kriegsbeginn, 1937 den umfassenden japanisch-chinesischen Krieg und 1931 eine frühere Stufe der japanischen Expansion.

Die wichtigsten Bündnisse waren:

  • Zu den Achsenmächten gehörten vor allem Deutschland, Italien und Japan.
  • Zu den Alliierten gehörten unter anderem Großbritannien und Frankreich, ab Juni 1941 die Sowjetunion und ab Dezember 1941 die USA.

Die Sowjetunion war nicht von Beginn an Gegnerin Deutschlands. Im Hitler-Stalin-Pakt von August 1939 vereinbarten beide Staaten einen Nichtangriff und teilten in einem geheimen Zusatzprotokoll Interessensphären in Osteuropa auf. Deutschland griff Polen von Westen an, die Sowjetunion marschierte am 17. September von Osten ein. Erst nach dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion 1941 kämpfte diese auf alliierter Seite.

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Frage 1 von 2LeichtWelches Datum bezeichnet den Beginn des Zweiten Weltkriegs in Europa?
Lösung: 1. September 1939 — Am 1. September 1939 überfiel Deutschland Polen. Darauf folgten die Kriegserklärungen Großbritanniens und Frankreichs.
Frage 2 von 2MittelWarum kann für Ostasien 1937 als Beginn genannt werden?
Lösung: Weil Japan seit 1937 einen umfassenden Krieg gegen China führte. — Ein globaler Blick berücksichtigt, dass in Ostasien schon vor September 1939 ein großer Krieg geführt wurde.
Wie führten Diktatur und Expansion zum Krieg?

Die Nationalsozialisten beseitigten nach ihrer Machtübernahme 1933 die Demokratie und errichteten eine Diktatur. Politische Gegner wurden verfolgt, Meinungs- und Pressefreiheit abgeschafft.

Hitlers Ziele gingen über eine Änderung des Versailler Vertrags hinaus. Er strebte deutsche Vorherrschaft und sogenannten Lebensraum im Osten an. Diese Vorstellung war rassistisch: Menschen sollten je nach zugeschriebener Herkunft beherrscht, vertrieben, ausgebeutet oder ermordet werden.

Deutschland rüstete auf und erweiterte schrittweise seinen Machtbereich. Dazu gehörten die Rheinlandbesetzung 1936, der Anschluss Österreichs 1938, die Abtrennung des Sudetenlands und die Besetzung der übrigen tschechischen Gebiete 1939. Großbritannien und Frankreich hatten lange auf Zugeständnisse gesetzt, um einen Krieg zu vermeiden. Nach der Besetzung der Tschechoslowakei garantierten sie jedoch Polens Unabhängigkeit.

Der Überfall auf Polen war geplant. Nationalsozialistische Propaganda behauptete wahrheitswidrig, Deutschland verteidige sich gegen einen polnischen Angriff. Der inszenierte Überfall auf den Sender Gleiwitz sollte diese Behauptung stützen.

Beispiel

Beobachtung: Deutsche Stellen stellten den Angriff als Verteidigung dar.

Prüfung: Der Angriff war bereits vorbereitet worden. SS-Männer inszenierten einen angeblich polnischen Überfall.

Urteil: Die Verteidigungsbehauptung war Propaganda zur Rechtfertigung eines Angriffskriegs.

Merke

Propaganda erklärt nicht, warum ein Krieg tatsächlich begann. Prüfe immer, wer eine Behauptung verbreitet, welche Vorbereitungen nachweisbar sind und ob die dargestellte Bedrohung echt war.

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Frage 1 von 1MittelWelche Erklärung verbindet die NS-Diktatur am besten mit dem Kriegsbeginn?
Lösung: Aufrüstung, Expansionsziele und rassistische Herrschaftsvorstellungen bereiteten den Angriffskrieg vor. — Der Angriffskrieg folgte politischen und ideologischen Zielen. Die Propaganda sollte diese Ziele verdecken.
Wie verlief der Krieg von den Siegen bis zur Niederlage?

Deutschland eroberte zu Beginn schnell große Gebiete. 1940 wurden Dänemark, Norwegen, die Niederlande, Belgien, Luxemburg und Frankreich angegriffen. Eine geplante Invasion Großbritanniens scheiterte jedoch, weil die Royal Air Force in der Luftschlacht um England standhielt.

Am 22. Juni 1941 griff Deutschland die Sowjetunion an. Der schnelle Sieg blieb aus. Der Vormarsch scheiterte vor Moskau; ab Ende 1942 wurde die deutsche Armee bei Stalingrad eingeschlossen. Ihre Kapitulation am 2. Februar 1943 war ein entscheidender Wendepunkt. Nach der gescheiterten deutschen Offensive bei Kursk im Juli 1943 verlor Deutschland endgültig die strategische Initiative.

Japan griff am 7. Dezember 1941 Pearl Harbor an. Dadurch traten die USA in den Krieg ein. Deutschland und Italien erklärten den USA wenige Tage später ebenfalls den Krieg. Die USA, Großbritannien und die Sowjetunion verfügten zusammen langfristig über weit größere wirtschaftliche, personelle und militärische Ressourcen als die Achsenmächte.

Zeitstrahl
  1. 1. September 1939Deutschland überfällt Polen; Beginn des europäischen Krieges
  2. 10. Mai 1940Beginn des deutschen Angriffs im Westen
  3. 22. Juni 1941Beginn des deutschen Vernichtungskriegs gegen die Sowjetunion
  4. 7. Dezember 1941Japan greift Pearl Harbor an; die USA treten in den Krieg ein
  5. 2. Februar 1943Ende der Schlacht von Stalingrad
  6. 6. Juni 1944Westalliierte Landung in der Normandie
  7. 8. Mai 1945Ende des Krieges in Europa
  8. 2. September 1945Formelle Kapitulation Japans und weltweites Kriegsende

Am 6. Juni 1944 landeten westalliierte Truppen in der Normandie. Gleichzeitig rückte die Rote Armee im Osten vor. Am 25. April 1945 trafen amerikanische und sowjetische Einheiten an der Elbe zusammen. Hitler tötete sich am 30. April; Berlin kapitulierte am 2. Mai.

Die deutsche Gesamtkapitulation trat am 8. Mai 1945 in Kraft. Wegen der Zeitverschiebung und der Bekanntgabe wird in Russland und weiteren Nachfolgestaaten der Sowjetunion der 9. Mai als Tag des Sieges begangen. In Asien dauerte der Krieg an. Nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki sowie dem sowjetischen Kriegseintritt gegen Japan entschied sich die japanische Führung zur Kapitulation. Die Urkunde wurde am 2. September unterzeichnet.

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Frage 1 von 2MittelWarum scheiterte Deutschlands anfängliche Strategie langfristig?
Lösung: Der schnelle Sieg blieb aus, während die überlegenen Ressourcen der Alliierten zunehmend wirkten. — Stalingrad war ein wichtiger Wendepunkt, aber der Krieg dauerte noch mehr als zwei Jahre. Entscheidend war das Zusammenwirken militärischer Rückschläge und alliierter Überlegenheit.
Frage 2 von 2SchwerEin Text behauptet: Mit dem 8. Mai 1945 war der Zweite Weltkrieg überall beendet. Wie beurteilst du die Aussage?
Lösung: Sie ist falsch, weil der Krieg gegen Japan bis September 1945 weiterging. — Der 8. Mai bezeichnet das europäische Kriegsende. Das weltweite Ende wird mit Japans formeller Kapitulation am 2. September 1945 verbunden.
Warum war der Krieg auch ein Vernichtungskrieg?

Ein Eroberungskrieg zielt auf die militärische Einnahme und Beherrschung von Gebieten. Ein Vernichtungskrieg richtet Gewalt darüber hinaus planmäßig gegen Menschen, denen aufgrund einer Ideologie das Lebensrecht abgesprochen wird.

Der deutsche Angriff auf die Sowjetunion war von Beginn an als Eroberungs-, Ausbeutungs- und Vernichtungskrieg geplant. Besetzte Gebiete sollten Rohstoffe und Lebensmittel liefern. Millionen Menschen mussten Zwangsarbeit leisten. Deutsche Einheiten ermordeten Zivilisten, politische Funktionäre sowie Jüdinnen und Juden; sowjetische Kriegsgefangene wurden massenhaft dem Hunger und Tod ausgesetzt.

Definition

Holocaust

Der Holocaust bezeichnet die systematische Verfolgung und Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden durch das nationalsozialistische Deutschland und seine Helfer. Ungefähr sechs Millionen jüdische Menschen wurden ermordet.

Zu den weiteren Verfolgten gehörten unter anderem Sinti und Roma, Menschen mit Behinderungen, politische Gegner und Homosexuelle. Konzentrations- und Vernichtungslager, Erschießungen, Deportationen, Hungerpolitik und Zwangsarbeit waren Teile der nationalsozialistischen Gewalt- und Vernichtungspolitik.

Auschwitz war Konzentrations- und Vernichtungslager sowie ein Zentrum von Zwangsarbeit und Massenmord. Die Rote Armee befreite das Lager am 27. Januar 1945. Der Tag erinnert daran, dass die Befreiung erst nach jahrelanger Verfolgung und Ermordung erfolgte.

Beispiel

So kannst du das Zusammenwirken in einem besetzten Gebiet untersuchen:

  1. Militärische Herrschaft: Deutsche Truppen besetzen das Gebiet und beseitigen den Widerstand gegen ihre Befehle.
  2. Ausbeutung: Lebensmittel und Rohstoffe werden beschlagnahmt; Menschen werden zur Arbeit gezwungen.
  3. Rassistische Gewalt: Verfolgte Gruppen werden entrechtet, deportiert oder ermordet.
  4. Zusammenhang: Die Besatzung schafft die Machtmittel, mit denen Ausbeutung und Vernichtung durchgesetzt werden.
Merke

Der Holocaust war kein unbeabsichtigter Nebeneffekt militärischer Kämpfe. Er gehörte zur nationalsozialistischen Vernichtungspolitik, die unter den Bedingungen von Krieg und Besatzung radikal umgesetzt wurde.

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Frage 1 von 2LeichtWodurch unterscheidet sich ein Vernichtungskrieg von einem reinen Eroberungskrieg?
Lösung: Er richtet sich ideologisch und planmäßig auch gegen das Leben ganzer Bevölkerungsgruppen. — Entscheidend sind Ziel und Praxis der Gewalt: Im Vernichtungskrieg werden Menschen aufgrund ideologischer Zuschreibungen verfolgt und getötet.
Frage 2 von 2SchwerWelche Untersuchung zeigt den Zusammenhang von Besatzung und Vernichtung am besten?
Lösung: Sie prüft gemeinsam militärische Kontrolle, wirtschaftliche Ausbeutung und rassistische Verfolgung. — Eine historische Analyse verbindet Maßnahmen, Ziele und Folgen. Erst dadurch wird die Struktur der Besatzungsherrschaft sichtbar.
Welche Möglichkeiten und Grenzen hatte Widerstand?

Widerstand umfasst Handlungen, die sich bewusst gegen die nationalsozialistische Herrschaft oder ihre Ziele richteten. Die Formen reichten von der Verbreitung verbotener Informationen bis zu Umsturz- und Attentatsversuchen. Motive, Ziele, Risiken und Wirkungen waren unterschiedlich.

Georg Elser plante allein ein Bombenattentat auf Hitler und weitere führende Nationalsozialisten. Er wollte den drohenden Krieg verhindern. Die Bombe explodierte am 8. November 1939, doch Hitler hatte den Raum wenige Minuten zuvor verlassen. Elser wurde verhaftet und 1945 im Konzentrationslager Dachau ermordet.

Claus Schenk Graf von Stauffenberg gehörte zu einem militärisch-zivilen Netzwerk. Am 20. Juli 1944 legte er eine Bombe in Hitlers Hauptquartier. Das Attentat und der anschließende Umsturzversuch scheiterten. Stauffenberg wurde erschossen; zahlreiche Beteiligte und weitere Menschen aus Widerstandskreisen wurden verfolgt und getötet.

VergleichGeorg Elser20. Juli 1944
Zeitpunktkurz nach Kriegsbeginn 1939in der späten Kriegsphase 1944
Organisationweitgehend alleinmilitärisch-ziviles Netzwerk
ZielHitler und weitere NS-Führer töten, Krieg stoppenHitler töten und die Regierung stürzen
RisikoVerhaftung und TodVerhaftung und Tod für Beteiligte und Mitwissende
unmittelbare WirkungAttentat scheiterteAttentat und Umsturz scheiterten

Der Vergleich darf nicht bei Erfolg oder Misserfolg stehen bleiben. Eine Widerstandshandlung kann politisch und moralisch bedeutsam sein, obwohl sie ihr unmittelbares Ziel nicht erreicht. Zugleich darf aus einzelnen Widerstandskämpfern nicht auf eine breite Ablehnung des Regimes geschlossen werden: Die Mehrheit der Wehrmacht kämpfte bis zum Ende weiter, und zahlreiche Einheiten waren an Verbrechen beteiligt.

Gut zu wissen

In besetzten Ländern waren Widerstand und Zusammenarbeit nicht immer klare Gegensätze. Menschen konnten aus Überzeugung, Zwang, Überlebenswillen oder Eigennutz handeln und ihr Verhalten verändern. Ein Urteil braucht deshalb Belege für Situation, Handlungsspielraum, Motiv und Folgen.

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Frage 1 von 1SchwerWelche Beurteilung von Widerstand ist am überzeugendsten?
Lösung: Sie vergleicht Motiv, Handlungsspielraum, Risiko, Ziel und Wirkung. — Ein begründetes Urteil berücksichtigt die konkrete Lage und unterscheidet zwischen Absicht, Handlung und Folgen.
Welche Folgen veränderten die Welt?

Der Zweite Weltkrieg forderte je nach Berechnung mehr als 55 Millionen bis ungefähr 80 Millionen Tote. Die Spannweite entsteht, weil Schätzungen unterschiedliche Gebiete, Zeiträume und indirekte Folgen wie Hunger und Krankheiten einbeziehen. Viele Opfer waren Zivilisten. Besonders hoch waren die Verluste in der Sowjetunion und in China.

Merke

Eine Spannweite ist kein Zeichen dafür, dass Opferzahlen beliebig sind. Historikerinnen und Historiker prüfen Quellen, definieren Personengruppen und machen Unsicherheiten sichtbar.

Städte und Verkehrswege waren zerstört, Millionen Menschen waren geflohen, vertrieben worden oder lebten als sogenannte Displaced Persons fern ihrer Heimat. Die Folgen betrafen Europa, Asien und andere Weltregionen unterschiedlich.

Deutschland wurde von den USA, Großbritannien, Frankreich und der Sowjetunion in vier Besatzungszonen geteilt. 1949 entstanden die Bundesrepublik Deutschland und die DDR. USA und Sowjetunion wurden zu Supermächten; ihr Konflikt führte zum Kalten Krieg und zur Teilung Europas in Machtblöcke.

In Asien endeten Besatzung und Kolonialherrschaft nicht überall friedlich. Es folgten Unabhängigkeitskämpfe, die Teilung Koreas und die Fortsetzung des chinesischen Bürgerkriegs. Die Schwächung der europäischen Kolonialmächte beschleunigte die Dekolonisierung.

Die Vereinten Nationen wurden 1945 gegründet. In Nürnberg und Tokio wurden führende Verantwortliche wegen Angriffskrieg und Kriegsverbrechen vor Gericht gestellt. Viele Täter wurden allerdings nie angeklagt.

Beispiel

Behauptung: Nach 1945 kehrte einfach die frühere Ordnung zurück.

Gegenprüfung: Deutschland wurde geteilt, USA und Sowjetunion wurden Supermächte, Kolonialreiche zerfielen und neue internationale Einrichtungen entstanden.

Urteil: Die Behauptung ist falsch. Das Kriegsende schuf eine neue Weltordnung, beseitigte aber Gewalt und politische Konflikte nicht sofort.

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Frage 1 von 2MittelWarum unterscheiden sich Schätzungen zur Gesamtzahl der Kriegstoten?
Lösung: Sie verwenden teilweise unterschiedliche Zeiträume, Regionen und Definitionen indirekter Kriegsfolgen. — Unterschiedliche Ergebnisse können wissenschaftlich begründet sein. Entscheidend ist, welche Gruppen und Folgen eine Schätzung einbezieht.
Frage 2 von 2SchwerWelche Folge zeigt besonders deutlich, dass der Krieg die globale Machtordnung veränderte?
Lösung: USA und Sowjetunion wurden Supermächte, während europäische Kolonialmächte geschwächt waren. — Kalter Krieg, Dekolonisierung und neue internationale Organisationen gehörten zur veränderten Nachkriegsordnung.
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Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Zweiter Weltkrieg
    • Vorgeschichte: Diktatur, Aufrüstung, Expansion und Krieg in Ostasien
    • Beginn in Europa: Überfall auf Polen am 1. September 1939
    • Globalisierung: Angriff auf die Sowjetunion und Kriegseintritt der USA 1941
    • Vernichtung: Holocaust, rassistische Gewalt, Hungerpolitik und Zwangsarbeit
    • Wendepunkte: Moskau, Stalingrad und alliierte Landung in der Normandie
    • Widerstand: unterschiedliche Motive, Risiken, Ziele und Wirkungen
    • Ende: Europa am 8. Mai, weltweit am 2. September 1945
    • Folgen: Opfer, Zerstörung, Teilung, Kalter Krieg und Dekolonisierung
Abschluss-Check
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Frage 1 von 4LeichtWelche Aussage unterscheidet europäisches und weltweites Kriegsende richtig?
Lösung: Deutschland kapitulierte im Mai 1945; Japan unterzeichnete im September 1945 die Kapitulation. — Der 8. Mai und der 2. September beantworten unterschiedliche räumliche Fragen nach dem Kriegsende.
Frage 2 von 4MittelWelche Ursache-Wirkungs-Kette beschreibt den nationalsozialistischen Krieg am genauesten?
Lösung: Rassistische Herrschaftsziele führten zu Eroberung, Besatzung, Ausbeutung und planmäßiger Vernichtung. — Die NS-Ziele verbanden Machtpolitik mit rassistischer Ideologie. Deshalb müssen militärischer Krieg und Vernichtungspolitik gemeinsam untersucht werden.
Frage 3 von 4SchwerDu untersuchst ein neu vorgelegtes Dokument aus einem besetzten Gebiet. Welche Fragen führen zu einer tragfähigen Analyse?
Lösung: Wer übt Macht aus, welche Ressourcen werden entzogen, wer wird verfolgt und wie hängen diese Maßnahmen zusammen? — Eine tragfähige Analyse verbindet Urheber, Situation, Maßnahmen, Ziele und Folgen und vermeidet Verallgemeinerungen ohne Belege.
Frage 4 von 4SchwerZwei Widerstandsaktionen scheiterten unmittelbar. Welches Urteil ist dennoch möglich?
Lösung: Ihre Bedeutung kann anhand von Motiv, Risiko, Ziel und langfristiger Wirkung beurteilt werden. — Historische Urteile trennen unmittelbaren Erfolg von politischer und moralischer Bedeutung und berücksichtigen den damaligen Handlungsspielraum.

Prüfe zum Schluss, ob du vier Zusammenhänge in eigenen Worten erklären kannst: den unterschiedlichen Kriegsbeginn in Europa und Ostasien, den Weg von Expansion zur Niederlage, die Verbindung von Besatzung und Vernichtung sowie die Entstehung der Nachkriegsordnung.

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