Mathematik

Spannweite berechnen: Formel, Beispiele und Übungen

Spannweite berechnen: Formel, Beispiele und Übungen
Spannweite berechnen: Formel, Beispiele und Übungen
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Die Spannweite zeigt, wie weit der kleinste und der größte Wert eines Datensatzes auseinanderliegen. Du berechnest sie mit Maximum minus Minimum.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Was misst die Spannweite?

Stell dir vor, du vergleichst mehrere Körpergrößen. Der kleinste Wert beträgt 142 cm, der größte 212 cm. Die Spannweite beschreibt den Abstand zwischen diesen beiden Extremwerten.

Definition

Spannweite

Die Spannweite ist die Differenz zwischen dem größten Wert, dem Maximum, und dem kleinsten Wert, dem Minimum. Sie ist ein Streuungsmaß, weil sie beschreibt, wie weit die äußersten Datenwerte auseinanderliegen.

Die Formel lautet:

$$R=x_{\max}-x_{\min}$$

Dabei bedeutet:

  • $R$: Spannweite
  • $x_{\max}$: Maximum, also der größte Wert
  • $x_{\min}$: Minimum, also der kleinste Wert
Merke

Die Spannweite ist nicht der größte Wert und auch nicht die Anzahl der Werte. Sie ist der Abstand zwischen Maximum und Minimum.

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Frage 1 von 1LeichtWas beschreibt die Spannweite?
Lösung: Den Abstand zwischen dem größten und dem kleinsten Datenwert — Die Spannweite verwendet genau zwei Werte: Maximum und Minimum.
So berechnest du die Spannweite

Gegeben sind die Werte:

20, 18, 22, 28, 21, 25, 20, 27, 21, 23

Gehe in drei Schritten vor:

  1. Sortiere die Daten: 18, 20, 20, 21, 21, 22, 23, 25, 27, 28.
  2. Bestimme die Extremwerte: Minimum 18, Maximum 28.
  3. Subtrahiere: $R=28-18=10$.
Beispiel

Bei Körpergrößen von mindestens 142 cm und höchstens 212 cm gilt:

$$R=212\,\text{cm}-142\,\text{cm}=70\,\text{cm}$$

Die Körpergrößen liegen zwischen ihren beiden Extremwerten 70 cm auseinander. Da beide Ausgangswerte in Zentimetern angegeben sind, hat auch die Spannweite die Einheit Zentimeter.

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Frage 1 von 1MittelDie kleinste gemessene Länge beträgt 1 m, die größte 5,1 m. Wie groß ist die Spannweite?
Lösung: 4,1 m — Rechne $5{,}1\,\text{m}-1\,\text{m}=4{,}1\,\text{m}$.
Wie helfen Häufigkeitstabellen?

Auch in einer Häufigkeitstabelle brauchst du nur die kleinste und die größte vorkommende Merkmalsausprägung. Die Häufigkeiten geben an, wie oft oder mit welchem Anteil ein Wert vorkommt. Sie werden bei der Berechnung der Spannweite nicht addiert oder subtrahiert.

Alter121314151617
Relative Häufigkeit0,10,20,20,30,150,05

In der sichtbaren Alterszeile ist 12 das Minimum und 17 das Maximum. Daher gilt:

$$R=17-12=5$$

Die Spannweite beträgt 5 Jahre. Ob ein Alter häufig oder selten vorkommt, ändert diesen Abstand nicht.

Lückentext

Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.

Für die Spannweite suchst du zuerst das und das . Danach rechnest du .

Lösungen: Lücke 1: Minimum; Lücke 2: Maximum; Lücke 3: Maximum minus Minimum. Entscheidend sind die beiden Extremwerte. Ihre Häufigkeiten gehen nicht in die Formel ein.
Warum können Ausreißer täuschen?

Ein Ausreißer ist ein Wert, der weit von den übrigen Daten entfernt liegt. Da die Spannweite nur Minimum und Maximum berücksichtigt, kann ein einziger extremer Wert das Ergebnis stark verändern.

Vergleiche diese Datenreihen:

  • Reihe A: 20, 18, 22, 28, 21, 25, 20, 27, 21, 23
  • Reihe B: 20, 18, 22, 40, 21, 25, 20, 27, 21, 23

Für Reihe A gilt:

$$R=28-18=10$$

Für Reihe B gilt:

$$R=40-18=22$$

Nur der Wert 28 wurde durch 40 ersetzt. Trotzdem steigt die Spannweite von 10 auf 22.

Gut zu wissen

Die Spannweite ist gegenüber Ausreißern nicht robust. Das bedeutet: Ein einzelner extremer Minimal- oder Maximalwert kann sie stark verändern. Werte zwischen den beiden Extremen berücksichtigt sie nicht.

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Frage 1 von 2MittelWarum wächst die Spannweite im Beispiel von 10 auf 22?
Lösung: Das Maximum steigt von 28 auf 40, während das Minimum 18 bleibt. — Die Spannweite hängt nur von Maximum und Minimum ab. Das Maximum steigt um 12, daher steigt auch die Spannweite um 12.
Frage 2 von 2SchwerWas solltest du bei einer ungewöhnlich großen Spannweite prüfen?
Lösung: Ob ein einzelner extremer Wert Minimum oder Maximum bildet — Eine große Spannweite kann die tatsächliche weite Streuung der Daten zeigen, aber auch durch einen einzelnen Ausreißer entstehen.
Karteikasten
Karteikasten

Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Spannweite
    • Berechnung: Maximum minus Minimum
    • Vorbereitung: Daten sortieren und Extremwerte finden
    • Bedeutung: Abstand der äußersten Werte
    • Einheit: dieselbe Einheit wie die Daten
    • Häufigkeiten: verändern das Verfahren nicht
    • Grenze: empfindlich gegenüber Ausreißern
Abschluss-Check
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Frage 1 von 3LeichtWelche Spannweite hat der Datensatz 12, 16, 40, 43, 22?
Lösung: 31 — Das Minimum ist 12 und das Maximum 43. Daher gilt $R=43-12=31$.
Frage 2 von 3MittelIn einer Tabelle ist der kleinste vorkommende Wert 10 und der größte 18. Wie groß ist die Spannweite?
Lösung: 8 — Rechne Maximum minus Minimum: $18-10=8$.
Frage 3 von 3SchwerZwei Datensätze besitzen dieselbe Spannweite. Was kannst du sicher daraus schließen?
Lösung: Ihr jeweiliges Maximum und Minimum liegen gleich weit auseinander. — Eine gleiche Spannweite bedeutet nur einen gleichen Abstand der beiden Extremwerte. Über die Verteilung der Werte dazwischen sagt sie nichts aus.

Prüfe deine Rechnungen zum Schluss mit drei Fragen: Hast du wirklich den größten und den kleinsten Wert gewählt? Hast du das Minimum vom Maximum abgezogen? Passt die Einheit zum Datensatz?

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