Mathematik

Tangram: Formen legen und Flächen verstehen

Tangram: Formen legen und Flächen verstehen
Tangram: Formen legen und Flächen verstehen
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Ein Tangram ist ein Legespiel aus sieben geometrischen Teilen. Du setzt sie ohne Überlappung zu einem Quadrat oder zu neuen Figuren zusammen. Dabei lernst du, Formen zu erkennen, im Kopf zu drehen, Flächen zu vergleichen und deinen Lösungsweg zu erklären.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Die sieben Teile erkennen

Ein vollständiges Tangram entsteht durch das Zerlegen eines Quadrats. Es besteht aus:

  • zwei großen Dreiecken,
  • einem mittleren Dreieck,
  • zwei kleinen Dreiecken,
  • einem Quadrat,
  • einem Parallelogramm.
Definition

Parallelogramm

Ein Parallelogramm ist ein Viereck, bei dem die jeweils gegenüberliegenden Seiten parallel verlaufen. Parallel bedeutet: Die Geraden haben überall denselben Abstand und schneiden sich nicht.

Alle fünf Dreiecke sind rechtwinklig und gleichschenklig. Rechtwinklig heißt: Ein Winkel misst 90°. Gleichschenklig heißt hier: Zwei Seiten des Dreiecks sind gleich lang. Die übrigen Winkel messen jeweils 45°.

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Frage 1 von 1LeichtWelche Liste beschreibt ein vollständiges Tangram?
Lösung: Fünf Dreiecke, ein Quadrat und ein Parallelogramm — Ein Tangram hat sieben Teile: fünf Dreiecke, ein Quadrat und ein Parallelogramm.
Nach den Tangram-Regeln legen

Für eine übliche Tangram-Figur gelten drei Regeln:

  1. Verwende alle sieben Teile.
  2. Lege die Teile so, dass sie sich nicht überlagern.
  3. Verbinde die Figur: Jedes Teil berührt mindestens ein anderes Teil.

Du darfst Teile verschieben und drehen. Beim Parallelogramm kann außerdem ein Wenden nötig sein, wenn du seine spiegelbildliche Lage brauchst.

Merke

Sieben Teile, keine Überlappung, eine zusammenhängende Figur.

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Frage 1 von 1MittelIn deiner Figur liegen alle sieben Teile, aber zwei Teile bedecken sich teilweise. Was musst du ändern?
Lösung: Die Teile auseinanderlegen, bis ihre Flächen nicht mehr übereinanderliegen — Der äußere Umriss allein genügt nicht. Die Flächen der Teile dürfen sich nicht überdecken.
Eine Silhouette Schritt für Schritt zerlegen

Eine Silhouette zeigt nur den äußeren Umriss einer Figur. Die Grenzen zwischen den sieben Teilen fehlen. Deshalb musst du den Umriss gedanklich in bekannte Formen zerlegen.

Gehe so vor:

  1. Suche lange schräge Kanten. Sie können zu einem großen Dreieck gehören.
  2. Prüfe Ecken: Erwartest du dort einen 45°-, 90°- oder 135°-Winkel?
  3. Lege zuerst ein auffälliges großes Teil.
  4. Fülle anschließend größere Lücken mit mittleren und kleinen Teilen.
  5. Prüfe nach jedem Schritt die drei Legeregeln.
  6. Wenn eine Restlücke zu keinem übrigen Teil passt, nimm den letzten unsicheren Schritt zurück.
Beispiel

Aufgabe: Lege aus den beiden kleinen Dreiecken ein Quadrat.

Lege die beiden gleich langen schrägen Seiten, also die Hypotenusen, genau aneinander. Die vier gleich langen kurzen Seiten bilden dann den äußeren Rand. An jeder Außenecke entsteht ein rechter Winkel. So erhältst du ein Quadrat.

Prüfung: Beide Dreiecke werden verwendet, sie überlappen sich nicht und berühren sich an einer ganzen Seite.

Eine Silhouette kann mehr als eine richtige Zerlegung besitzen. Entscheidend ist nicht, ob deine Teile genauso liegen wie in einem Lösungsvorschlag, sondern ob Form und Regeln stimmen.

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Frage 1 von 1MittelEine Restlücke passt zu keinem deiner übrigen Teile. Welcher Schritt hilft am besten?
Lösung: Den letzten unsicheren Legeschritt prüfen und verändern — Beim Knobeln sind Fehlversuche nützlich: Prüfe gezielt den letzten unsicheren Schritt und achte auf Kanten und Winkel.
Flächeninhalte vergleichen

Nimm den Flächeninhalt eines kleinen Dreiecks als eine Flächeneinheit. Dann gelten diese Werte:

TeilAnzahlFläche je Teil
kleines Dreieck21 Flächeneinheit
mittleres Dreieck12 Flächeneinheiten
Quadrat12 Flächeneinheiten
Parallelogramm12 Flächeneinheiten
großes Dreieck24 Flächeneinheiten
Beispiel

Wie groß ist die Gesamtfläche?

Die zwei kleinen Dreiecke liefern 2 · 1 = 2 Flächeneinheiten. Mittleres Dreieck, Quadrat und Parallelogramm liefern zusammen 3 · 2 = 6. Die beiden großen Dreiecke liefern 2 · 4 = 8.

Also gilt: 2 + 6 + 8 = 16 Flächeneinheiten.

Die Rechnung passt auch zur Zerlegung: Alle Teile zusammen entsprechen 16 kleinen Dreiecken.

Wenn du alle sieben Teile ohne Überlappung verwendest, bleibt ihre gesamte belegte Fläche immer 16 Flächeneinheiten. Der äußere Umriss darf sich ändern, die Summe der Teilflächen nicht.

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Frage 1 von 2MittelWelche der folgenden Kombinationen hat denselben Flächeninhalt wie ein großes Dreieck?
Lösung: Das Quadrat und das mittlere Dreieck — Ein großes Dreieck hat 4 Flächeneinheiten. Quadrat und mittleres Dreieck haben jeweils 2; zusammen sind das 4.
Frage 2 von 2SchwerMia legt alle sieben Teile ohne Überlappung zu einem Tier. Wie groß ist die belegte Fläche?
Lösung: 16 Flächeneinheiten — Verschieben und Drehen verändern keinen Flächeninhalt. Die sieben Teilflächen ergeben zusammen immer 16 Flächeneinheiten.
Lösungen beschreiben und vergleichen

Eine gute Erklärung nennt nicht nur das Ergebnis. Sie macht deine Entscheidungen nachvollziehbar.

Nutze diese Satzanfänge:

  • „Ich begann mit ..., weil ...“
  • „Die schräge Kante passt zu ..., denn ...“
  • „Ich änderte meine Lösung, weil die Restlücke ...“
  • „Beide Lösungen sind richtig, obwohl ..., weil ...“
Beispiel

Begründung: „Ich legte zuerst ein großes Dreieck an die längste schräge Außenkante. Danach blieb eine quadratische Lücke. Dort passte das Quadrat hinein. Am Ende prüfte ich, ob alle sieben Teile verwendet wurden und keine Überlappung entstand.“

Diese Erklärung nennt eine Beobachtung, eine Entscheidung und eine Kontrolle.

Übung: Finde und erkläre zwei Zerlegungen

Lege mit den beiden kleinen Dreiecken zuerst ein Quadrat und danach ein größeres Dreieck. Beschreibe, was du zwischen den beiden Lösungen verändert hast.

Gut zu wissen

Lösung und Selbstkontrolle: Für das Quadrat liegen die beiden Hypotenusen aneinander. Für das größere Dreieck legst du zwei gleich lange kurze Seiten aneinander. Die beiden rechten Winkel müssen am selben Endpunkt dieser gemeinsamen Seite liegen. Dann bilden die beiden anderen kurzen Seiten zusammen eine gerade Außenkante. Die beiden Gesamtfiguren haben denselben Flächeninhalt von 2 Flächeneinheiten, aber unterschiedliche Umrisse. Wenn du nur „Ich habe gedreht“ schreibst, ergänze: Welches Dreieck hast du an welcher gemeinsamen Kante neu angeordnet?

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Frage 1 von 1SchwerZwei Lösungen haben denselben Umriss, aber die Teile liegen innen unterschiedlich. Wann sind beide Lösungen gültig?
Lösung: Wenn beide alle sieben Teile ohne Überlappung als zusammenhängende Figur verwenden — Mehrere Zerlegungen sind möglich. Für jede Lösung müssen jedoch der geforderte Umriss und alle Legeregeln stimmen.
Karteikasten
Karteikasten

Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Tangram
    • Aufbau: fünf Dreiecke, Quadrat, Parallelogramm
    • Regeln: sieben Teile, keine Überlappung, Berührung
    • Strategie: Kanten und Winkel prüfen
    • Fläche: zusammen 16 Flächeneinheiten
    • Begründen: Beobachtung, Entscheidung, Kontrolle
Abschluss-Check
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Frage 1 von 3LeichtWas zeigt eine Tangram-Silhouette?
Lösung: Den äußeren Umriss ohne eingezeichnete Teilgrenzen — Eine Silhouette zeigt die Gesamtform. Die innere Zerlegung ist nicht sichtbar.
Frage 2 von 3MittelEin großes Dreieck hat 4 Flächeneinheiten. Welche Teilgruppe ist gleich groß?
Lösung: Zwei Teile mit jeweils 2 Flächeneinheiten — Zwei Teile mit je 2 ergeben zusammen 4 Flächeneinheiten und sind damit flächengleich zum großen Dreieck.
Frage 3 von 3SchwerEine fast fertige Figur hat die richtige Außenform, aber ein Teil liegt auf einem anderen. Wie beurteilst du sie?
Lösung: Sie ist noch nicht richtig, weil eine Überlappung die Legeregel verletzt — Eine gültige Lösung verwendet alle sieben Teile ohne Überlappung und bildet eine zusammenhängende Figur.

Du hast das Ziel erreicht, wenn du eine Tangram-Figur regelgerecht legen, eine Restlücke gezielt untersuchen, die Gesamtfläche erklären und deinen Lösungsweg nachvollziehbar begründen kannst.

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