Mathematik

Zahlenmengen: N, Z, Q, R und C verstehen

Zahlenmengen: N, Z, Q, R und C verstehen
Zahlenmengen: N, Z, Q, R und C verstehen
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Zahlenmengen ordnen Zahlen nach gemeinsamen Eigenschaften. Dabei wird der Zahlenbereich schrittweise erweitert: von den natürlichen Zahlen zum Zählen bis zu den komplexen Zahlen. Eine Zahl kann gleichzeitig zu mehreren Mengen gehören.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Vom Zählen zu den ganzen Zahlen

Die natürlichen Zahlen sind die Zahlen, mit denen du zählst:

$$\mathbb N=\{1,2,3,4,\ldots\}$$

Ob die $0$ zu den natürlichen Zahlen gezählt wird, hängt von der verwendeten Konvention ab. Auf dieser Seite unterscheiden wir eindeutig:

$$\mathbb N_0=\{0,1,2,3,4,\ldots\}$$

Merke

Prüfe bei Aufgaben immer, ob mit $\mathbb N$ die natürlichen Zahlen mit oder ohne $0$ gemeint sind. Hier enthält $\mathbb N$ die $0$ nicht; $\mathbb N_0$ enthält sie.

Die ganzen Zahlen umfassen zusätzlich die negativen Gegenzahlen:

$$\mathbb Z=\{\ldots,-3,-2,-1,0,1,2,3,\ldots\}$$

Die Auslassungspunkte bedeuten, dass die Aufzählung unbegrenzt weitergeht. Unendlich ist dabei keine Zahl, die als Element am Ende der Menge steht.

Beispiel

$7$ ist natürlich und damit auch ganz. Dagegen ist $-4$ ganz, aber nicht natürlich. Die Zahl $0$ gehört zu $\mathbb N_0$ und zu $\mathbb Z$, nach der hier verwendeten Konvention jedoch nicht zu $\mathbb N$.

Teste dich
Frage 1 von 1LeichtWelche Aussage über $-4$ stimmt?
Lösung: $-4\in\mathbb Z$, aber $-4\notin\mathbb N$. — Ganze Zahlen können negativ, null oder positiv sein. Natürliche Zahlen sind hier nur $1,2,3,\ldots$.
So sind die Mengen ineinander enthalten

Das Zeichen $\subset$ bedeutet: Jedes Element der linken Menge liegt auch in der rechten Menge. Die wichtigsten Zahlenmengen bilden diese Kette:

$$\mathbb N\subset\mathbb N_0\subset\mathbb Z\subset\mathbb Q\subset\mathbb R\subset\mathbb C$$

Die Kette ist eine Leserichtung von klein nach groß. Jede Erweiterung enthält alle Zahlen der vorherigen Menge und zusätzliche Zahlen.

Beispiel

Weil $7\in\mathbb N$ gilt, liegt $7$ zugleich in $\mathbb N_0$, $\mathbb Z$, $\mathbb Q$, $\mathbb R$ und $\mathbb C$. Die kleinste passende Menge ist trotzdem $\mathbb N$.

Lückentext

Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.

Jede natürliche Zahl ist auch eine Zahl. Jede ganze Zahl ist auch . Jede rationale Zahl gehört außerdem zu den Zahlen.

Lösungen: Lücke 1: ganze; Lücke 2: rational; Lücke 3: reellen. Folge der Mengenkette von links nach rechts. Eine Zahl gehört zu ihrer kleinsten passenden Menge und zu allen größeren Mengen rechts davon.
Rationale und irrationale Zahlen unterscheiden
Definition

Rationale Zahl

Eine Zahl ist rational, wenn sie als Bruch $\frac{p}{q}$ mit ganzen Zahlen $p$ und $q$ geschrieben werden kann. Dabei muss $q\ne0$ gelten.

$$\mathbb Q=\left\{\frac pq\mid p,q\in\mathbb Z,\ q\ne0\right\}$$

Zu $\mathbb Q$ gehören Brüche, ganze Zahlen sowie endliche und periodische Dezimalzahlen.

Beispiel

$0{,}25$ ist rational, denn $0{,}25=\frac14$. Auch $5$ ist rational, weil $5=\frac51$ gilt. Der Bruch $\frac{12}{6}$ hat den Wert $2$ und ist daher sogar eine natürliche Zahl.

Definition

Irrationale Zahl

Eine irrationale Zahl lässt sich nicht als Bruch aus zwei ganzen Zahlen darstellen. Ihre Dezimaldarstellung endet nicht und wiederholt sich nicht periodisch. Beispiele sind $\sqrt2$ und $\pi$.

Rationale und irrationale Zahlen bilden gemeinsam die reellen Zahlen:

$$\mathbb R=\{\text{rationale Zahlen}\}\cup\{\text{irrationale Zahlen}\}$$

Merke

Nicht jede Zahl mit Nachkommastellen ist irrational. Eine endliche Dezimalzahl wie $0{,}25$ und eine periodische Dezimalzahl sind rational.

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWelche Zahl ist irrational?
Lösung: $\sqrt2$ — $\sqrt2$ kann nicht als Bruch aus ganzen Zahlen dargestellt werden. Deshalb ist die Zahl irrational.
Frage 2 von 2MittelWarum ist $\frac88$ rational?
Lösung: Zähler und Nenner sind ganze Zahlen und der Nenner ist nicht $0$. — Für eine rationale Zahl genügt eine Darstellung $\frac pq$ mit $p,q\in\mathbb Z$ und $q\ne0$. Hier gilt außerdem $\frac88=1$.
Reelle und komplexe Zahlen erweitern den Zahlenraum

Die reellen Zahlen umfassen alle rationalen und irrationalen Zahlen. Sie lassen sich auf der Zahlengeraden darstellen.

Für bestimmte Rechnungen reichen reelle Zahlen nicht aus. So ist die Quadratwurzel einer negativen Zahl innerhalb von $\mathbb R$ nicht definiert. Dafür werden die komplexen Zahlen verwendet.

Definition

Komplexe Zahl

Eine komplexe Zahl hat die Form $z=a+bi$. Dabei sind $a$ und $b$ reelle Zahlen, und für die imaginäre Einheit $i$ gilt $i^2=-1$.

Bei $z=a+bi$ heißt $a$ Realteil und $b$ Imaginärteil. Ist $b=0$, entspricht die komplexe Zahl einer reellen Zahl. Deshalb ist jede reelle Zahl zugleich komplex.

Beispiel

Bei $z=-5+2i$ ist $-5$ der Realteil und $2$ der Imaginärteil. Die Zahl $7$ kann als $7+0i$ geschrieben werden und liegt daher ebenfalls in $\mathbb C$.

Teste dich
Frage 1 von 1MittelWelche Aussage über $z=-5+2i$ stimmt?
Lösung: Der Realteil ist $-5$ und der Imaginärteil ist $2$. — Vergleiche $-5+2i$ mit $a+bi$: Es gilt $a=-5$ und $b=2$.
Zahlen Schritt für Schritt zuordnen

Wenn du die kleinste passende Zahlenmenge suchst, prüfst du von links nach rechts:

  1. Ist die Zahl eine positive ganze Zahl? Dann liegt sie in $\mathbb N$.
  2. Ist sie $0$? Dann liegt sie nach unserer Konvention zuerst in $\mathbb N_0$.
  3. Ist sie eine negative ganze Zahl? Dann ist $\mathbb Z$ die kleinste passende Menge.
  4. Lässt sie sich als Bruch ganzer Zahlen mit einem Nenner ungleich $0$ schreiben? Dann gehört sie mindestens zu $\mathbb Q$.
  5. Ist sie reell, aber nicht rational? Dann ist sie irrational und liegt in $\mathbb R$.
  6. Enthält sie einen von $0$ verschiedenen Imaginärteil? Dann ist $\mathbb C$ die kleinste passende Menge der Kette.
Beispiel

Ordne $\frac{12}{6}$ ein.

  1. Vereinfache den Bruch: $\frac{12}{6}=2$.
  2. $2$ ist eine positive ganze Zahl.
  3. Die kleinste passende Menge ist daher $\mathbb N$.
  4. Wegen der Verschachtelung gehört $2$ zusätzlich zu allen größeren Mengen der Kette.
Teste dich
Frage 1 von 2MittelWas ist die kleinste passende Menge für $-4$?
Lösung: $\mathbb Z$ — $-4$ ist eine ganze, aber keine natürliche Zahl. Zwar liegt sie auch in $\mathbb Q$, doch $\mathbb Z$ ist die kleinere passende Menge.
Frage 2 von 2SchwerEine Zahl besitzt eine unendliche, nichtperiodische Dezimaldarstellung. Welche Einordnung folgt daraus?
Lösung: Sie ist irrational und gehört zu $\mathbb R$. — Nicht abbrechend und nicht periodisch kennzeichnet eine irrationale Zahl. Irrationale Zahlen sind ein Teil der reellen Zahlen.
Karteikasten
Karteikasten

Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Zahlenmengen
    • $\mathbb N$: positive ganze Zahlen
    • $\mathbb N_0$: zusätzlich die Null
    • $\mathbb Z$: zusätzlich negative ganze Zahlen
    • $\mathbb Q$: als Bruch ganzer Zahlen darstellbar
    • $\mathbb R$: rationale und irrationale Zahlen
    • $\mathbb C$: Zahlen der Form $a+bi$

Die Mengen werden von links nach rechts erweitert. Zum Einordnen suchst du zuerst die kleinste passende Menge und ergänzt dann alle größeren Mengen, in denen sie enthalten ist.

Abschluss-Check
Teste dich
Frage 1 von 3LeichtWelche Mengenkette ist richtig geordnet?
Lösung: $\mathbb N\subset\mathbb N_0\subset\mathbb Z\subset\mathbb Q\subset\mathbb R\subset\mathbb C$ — Jede Menge der richtigen Kette enthält alle Elemente der links von ihr stehenden Mengen.
Frage 2 von 3MittelZu welchen Mengen gehört $7$?
Lösung: Zu $\mathbb N$, $\mathbb N_0$, $\mathbb Z$, $\mathbb Q$, $\mathbb R$ und $\mathbb C$ — $7$ ist natürlich. Folge von $\mathbb N$ aus der Mengenkette nach rechts, um alle weiteren Zugehörigkeiten zu finden.
Frage 3 von 3SchwerWelche Begründung ordnet $0{,}25$ vollständig richtig ein?
Lösung: $0{,}25=\frac14$, also ist die Zahl rational und damit auch reell und komplex. — Die Bruchdarstellung zeigt $0{,}25\in\mathbb Q$. Aus $\mathbb Q\subset\mathbb R\subset\mathbb C$ folgen die weiteren Zugehörigkeiten.

Kannst du bei einer neuen Zahl zuerst die kleinste passende Menge bestimmen und anschließend alle größeren Mengen nennen, hast du die Grundidee der Zahlenmengen verstanden.

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