Ein Auflösungszeichen sieht aus wie ♮ und steht in der Notenschrift direkt vor einer Note. Es sagt dir: Spiele hier wieder den Stammton, also ohne Kreuz oder b.
Das Zeichen ist besonders wichtig, wenn in einem Stück schon Vorzeichen gelten oder wenn innerhalb eines Taktes kurz ein Ton verändert wurde. Mit dem Auflösungszeichen wird diese Veränderung an genau der Stelle wieder aufgehoben.
- Du erkennst, was ein Auflösungszeichen in Noten bedeutet.
- Du unterscheidest Vorzeichen am Anfang eines Stücks von Versetzungszeichen im Takt.
- Du kannst einfache Beispiele wie Fis zu F oder B zu H erklären.
Grundidee
Ein Auflösungszeichen hebt eine Erhöhung oder Erniedrigung eines Tons auf. Aus Fis wird wieder F, aus Es wird wieder E, aus Des wird wieder D.
In der Musik gibt es Stammtöne wie C, D, E, F, G, A und H. Ein Kreuz erhöht einen Stammton um einen Halbton, ein b erniedrigt ihn um einen Halbton. Das Auflösungszeichen führt wieder zum ursprünglichen Stammton zurück.
In der Tonart G-Dur ist jedes F normalerweise ein Fis. Steht vor einem F ein Auflösungszeichen, spielst du an dieser Stelle F statt Fis.
Das Auflösungszeichen verändert also nicht beliebig nach oben oder unten. Es macht die vorher geltende Veränderung rückgängig.
Geltung im Takt
Wenn ein Auflösungszeichen direkt vor einer Note steht, wirkt es wie ein Versetzungszeichen. Es gilt in der Regel für diese Tonhöhe bis zum Ende des Taktes.
Ein Auflösungszeichen im Takt gilt normalerweise nur bis zum nächsten Taktstrich. Danach gelten wieder die Vorzeichen der Tonart, falls welche am Anfang des Stücks stehen.
Das ist wichtig beim Lesen von Noten. Wenn in einem Takt zuerst ein Fis vorkommt und später ein F mit Auflösungszeichen, dann bleibt dieses F im selben Takt aufgelöst. Im nächsten Takt beginnt die Regel wieder von vorn.
Vorzeichen und Versetzungszeichen
Vorzeichen stehen am Anfang einer Notenzeile direkt nach dem Notenschlüssel. Sie zeigen die Tonart an und gelten für das Stück oder einen längeren Abschnitt.
Versetzungszeichen stehen direkt vor einzelnen Noten. Dazu gehören Kreuz, b und Auflösungszeichen. Sie verändern oder klären eine bestimmte Note im aktuellen Takt.
Am Anfang steht ein b bei H. Dann wird aus jedem H normalerweise ein B.
Siehst du später vor einem H ein Auflösungszeichen, spielst du dort H. Das Auflösungszeichen hebt also das b der Tonart für diese Stelle auf.
Doppelte Veränderungen
Auch doppelte Vorzeichen können aufgelöst werden. Ein Doppelkreuz oder Doppel-b verändert einen Ton um zwei Halbtonschritte. Das Auflösungszeichen führt wieder zum Stammton zurück.
Manchmal setzen Notenschreiber ein Auflösungszeichen auch als Erinnerung oder Lesehilfe. Dann soll es dir Sicherheit geben, welcher Ton gemeint ist.
Mini-Check
Interaktive Quizfrage wird geladen ...
Typische Verwechslungen
Interaktive Lernkarten wird geladen ...
Zusammenfassung
Ein Auflösungszeichen zeigt an, dass ein Ton wieder als Stammton gespielt wird. Es kann Vorzeichen der Tonart oder Versetzungszeichen im Takt aufheben. Im Takt gilt es normalerweise bis zum nächsten Taktstrich. Wenn du also ♮ siehst, fragst du: Welcher Ton wäre ohne Kreuz oder b gemeint? Genau diesen Ton spielst du.
Mit Google fortfahren