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Vorzeichen

Vorzeichen in der Musik erklärt: Kreuz, b und Auflösungszeichen sowie ihre Wirkung auf Tonhöhen.

Wenn du Noten liest, ist manchmal ein Ton nicht ganz der Ton, den du erwartest. Er klingt ein kleines Stück höher oder tiefer. Genau dafür gibt es in der Musik Zeichen vor der Note oder am Anfang der Notenzeile. Sie helfen dir, die richtige Taste, Saite oder Griffposition zu finden.

Deine Lernziele
  • Du verstehst, was Vorzeichen in der Musik machen.
  • Du unterscheidest Kreuz, b und Auflösungszeichen.
  • Du erkennst, wann ein Zeichen nur kurz gilt und wann es für ein ganzes Stück wichtig ist.
  • Du kannst einfache Notennamen wie Cis, Des und B erklären.

Was Vorzeichen verändern

Eine Tonhöhe ist die Höhe eines Tons: Ein Ton kann höher oder tiefer klingen. Auf dem Klavier hörst du das gut, wenn du von links nach rechts spielst. Links klingen die Töne tiefer, rechts höher.

Ein Halbton ist der kleinste Abstand zwischen zwei benachbarten Tasten auf dem Klavier. Dabei ist egal, ob die nächste Taste schwarz oder weiß ist. Von E nach F ist zum Beispiel ein Halbton, obwohl keine schwarze Taste dazwischen liegt.

Ein Stammton ist ein Ton ohne Kreuz oder b. Die Stammtöne heißen in der deutschen Schreibweise C, D, E, F, G, A und H.

Definition

Ein Vorzeichen ist hier ein Zeichen in der Notenschrift, das die Tonhöhe verändert. Es sagt: Spiele diesen Ton einen Halbton höher, einen Halbton tiefer oder wieder unverändert. Streng genommen nennt man Zeichen direkt vor einer Note oft Versetzungszeichen und Zeichen am Anfang der Notenzeile Generalvorzeichen.

Beispiel

Stell dir vor, in den Noten steht ein D. Wenn davor ein Kreuz steht, spielst du den Ton einen Halbton höher: Dis. Wenn davor ein b steht, spielst du den Ton einen Halbton tiefer: Des.

Merke

Vorzeichen verändern nicht den Rhythmus und nicht die Lautstärke. Sie verändern nur, welche Tonhöhe gespielt wird.

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Kreuz und b

Das Kreuz ist ein Zeichen, das einen Ton um einen Halbton erhöht. In gedruckten Noten sieht es wie ein kleines Gitter aus: #.

Wenn ein Ton durch ein Kreuz erhöht wird, bekommt sein Name meistens die Endung is. Aus C wird Cis. Aus F wird Fis. Aus G wird Gis.

Beispiel

Auf dem Klavier liegt zwischen C und D eine schwarze Taste. Wenn du von C einen Halbton nach oben gehst, landest du auf dieser schwarzen Taste. Sie kann Cis heißen, weil sie von C aus erhöht wurde.

Das b ist ein Zeichen, das einen Ton um einen Halbton erniedrigt. Wenn ein Ton durch b erniedrigt wird, bekommt sein Name meistens die Endung es. Aus D wird Des. Aus G wird Ges.

Beispiel

Dieselbe schwarze Taste zwischen C und D kann auch Des heißen. Dann denkst du von D aus einen Halbton nach unten.

Gut zu wissen

Manche Töne haben zwei Namen, obwohl sie gleich klingen. Cis und Des können auf dem Klavier dieselbe Taste sein. Der Name hängt davon ab, von welchem Stammton du ausgehst.

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Auflösungszeichen

Manchmal wurde ein Ton vorher erhöht oder erniedrigt. Dann brauchst du ein Zeichen, das sagt: Jetzt wieder normal spielen.

Das Auflösungszeichen hebt eine Erhöhung oder Erniedrigung auf. Der Ton wird dann wieder als Stammton gespielt.

Beispiel

In einem Takt steht zuerst Fis. Später steht vor einem F ein Auflösungszeichen. Dann spielst du wieder F, nicht Fis.

Merke

Das Auflösungszeichen ist wie ein Zurück-Knopf für Vorzeichen. Es führt den Ton zur unveränderten Form zurück.

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Zeichen direkt vor einer Note

Ein Versetzungszeichen ist ein Zeichen, das direkt vor einer einzelnen Note steht. Es gilt für diese Tonhöhe im selben Takt. Ein Takt ist ein kleiner Abschnitt in der Notenzeile, der durch senkrechte Taktstriche begrenzt wird.

Eine Tonart ist der Tonvorrat und Klangbereich, in dem ein Stück hauptsächlich zu Hause ist. Eine Melodie kann aber kurz Töne benutzen, die nicht zur Grundregel der Tonart passen. Dann helfen Versetzungszeichen.

Beispiel

In einem Takt steht vor dem ersten F ein Kreuz. Dann spielst du dieses F als Fis. Kommt im selben Takt später noch einmal ein F auf derselben Tonhöhe, gilt meistens weiterhin Fis. Im nächsten Takt ist diese Änderung vorbei, wenn kein neues Zeichen dort steht.

Merke

Ein Versetzungszeichen direkt vor der Note gilt kurz: in der Regel bis zum Ende des Taktes für dieselbe Tonhöhe.

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Vorzeichen am Anfang der Notenzeile

Manche Vorzeichen stehen nicht direkt vor einer Note, sondern ganz vorne am Anfang der Notenzeile. Diese Vorzeichen nennt man Generalvorzeichen. Sie zeigen, welche Töne in einem Stück oder Abschnitt grundsätzlich erhöht oder erniedrigt werden.

Generalvorzeichen helfen dir, eine Tonart schneller zu lesen. Du musst dann nicht vor jeder passenden Note wieder ein Kreuz oder b schreiben.

Beispiel

Wenn am Anfang der Notenzeile ein Kreuz auf der F-Linie steht, wird aus jedem F normalerweise Fis. Das gilt auch, wenn das F später an einer anderen Stelle der Melodie vorkommt.

Gut zu wissen

C-Dur und a-Moll haben keine Generalvorzeichen. Viele andere Tonarten brauchen Kreuze oder b am Anfang, damit die passenden Töne automatisch verändert werden.

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Deutsche Namen: H und B

In der deutschen Musikschreibweise gibt es eine Besonderheit. Der Stammton heißt H. Wenn H um einen Halbton erniedrigt wird, heißt er B.

Das kann verwirrend sein, weil in vielen englischen oder internationalen Notennamen der Ton H als B bezeichnet wird. In deutschen Schulnoten und vielen Musikbüchern liest du aber oft C, D, E, F, G, A, H, C.

Beispiel

Deutsch: H ist der Stammton. Deutsch: B ist H mit b, also ein Halbton tiefer. International wird der deutsche Ton H oft B genannt, und der deutsche Ton B heißt dann B flat.

Merke

Wenn du deutsch liest: H ist der Stammton, B ist das erniedrigte H. Wenn du englische Akkordsymbole liest, prüfe genau, welches System gemeint ist.

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Zusammenfassung

Vorzeichen sind kleine Zeichen mit großer Wirkung. Sie sagen dir, ob ein Ton höher, tiefer oder wieder unverändert gespielt wird. Das Kreuz erhöht um einen Halbton, das b erniedrigt um einen Halbton, und das Auflösungszeichen nimmt die Veränderung zurück.

Direkt vor einer Note wirkt ein Versetzungszeichen meist nur bis zum Ende des Taktes. Am Anfang der Notenzeile wirken Generalvorzeichen viel länger und zeigen die Grundregel der Tonart. Wenn du zuerst die Richtung verstehst, werden auch Namen wie Cis, Des, Fis und B viel leichter.

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