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Gleichnamige Tonart

Gleichnamige Tonart erklärt: Dur und Moll mit gleichem Grundton, aber unterschiedlichen Vorzeichen.

Manchmal klingt ein Lied plötzlich heller, obwohl der Anfangston gleich bleibt. Oder eine Filmmusik wird dunkler, ohne dass sie komplett neu wirkt. Genau dafür sind gleichnamige Tonarten nützlich. Sie helfen dir zu verstehen, warum Dur und Moll oft wie zwei Stimmungen derselben musikalischen Idee klingen.

Deine Lernziele
  • Du erkennst, was gleichnamige Tonarten sind.
  • Du unterscheidest gleichnamige Tonarten von Paralleltonarten.
  • Du findest zu einer Dur-Tonart die gleichnamige Moll-Tonart und umgekehrt.
  • Du erklärst, warum Komponisten zwischen gleichnamigen Tonarten wechseln.

Grundton und Tonart

Wenn du ein Lied singst, spürst du oft einen Ton, auf dem die Musik besonders gut ankommt. Dieser Ton fühlt sich wie ein Zuhause an. In der Musik nennt man ihn Grundton: Das ist der Ton, auf den sich eine Tonart oder ein Akkord bezieht.

Eine Tonart ist ein Tonvorrat mit einem Grundton und einer bestimmten Klangordnung. Sie sagt also: Diese Töne gehören besonders eng zusammen, und dieser eine Ton ist der Mittelpunkt.

Definition

Der Grundton ist der wichtigste Bezugston einer Tonart. Die Tonart ist das Tonsystem um diesen Grundton herum.

Beispiel

In C-Dur ist C der Grundton. Viele einfache Lieder in C-Dur enden auf C, weil dieser Ton nach Abschluss klingt.

In a-Moll ist A der Grundton. Auch dort wirkt der Grundton wie ein Ruhepunkt, nur ist die Klangfarbe eine andere.

Merke

Frag zuerst: Welcher Ton ist das Zuhause der Musik? Dieser Ton ist der Grundton.

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Dur und Moll als Tongeschlecht

Jetzt brauchst du noch einen zweiten Begriff. Das Tongeschlecht sagt, ob eine Tonart Dur oder Moll ist. Dur klingt oft heller, offener oder fester. Moll klingt oft dunkler, weicher oder ernster. Das ist keine feste Gefühlsregel, aber eine gute erste Orientierung.

Der Unterschied entsteht nicht durch den Grundton allein. Er entsteht durch die Abstände zwischen den Tönen der Tonleiter. Eine Tonleiter ist eine geordnete Reihe von Tönen, meist vom Grundton bis der Grundton eine Oktave höher wieder erreicht ist.

Definition

Das Tongeschlecht ist die Dur- oder Moll-Art einer Tonart. Eine Tonleiter ist eine geordnete Folge von Tönen innerhalb einer Tonart.

Beispiel

C-Dur nutzt die Töne C, D, E, F, G, A, H, C. Diese Tonleiter klingt für viele hell und klar.

c-Moll nutzt in der natürlichen Form C, D, Es, F, G, As, B, C. Der Grundton bleibt C, aber mehrere Töne verändern sich. Dadurch klingt die Tonart anders.

Merke

Dur oder Moll beschreibt nicht den Grundton, sondern die Klangart der Tonart.

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Was gleichnamige Tonarten sind

Stell dir zwei Schülerinnen vor, die denselben Vornamen haben, aber ganz unterschiedliche Stimmen. So ähnlich ist es bei gleichnamigen Tonarten. Sie haben denselben Namensteil am Anfang, aber ein anderes Tongeschlecht.

Gleichnamige Tonarten sind eine Dur-Tonart und eine Moll-Tonart mit demselben Grundton. Das Wort gleichnamig bedeutet hier: Der Grundton hat denselben Namen.

Definition

Gleichnamige Tonarten sind eine Dur-Tonart und eine Moll-Tonart mit gleichem Grundton, aber unterschiedlichem Tongeschlecht.

Beispiel

C-Dur und c-Moll sind gleichnamige Tonarten. Beide haben C als Grundton. C-Dur ist Dur, c-Moll ist Moll.

D-Dur und d-Moll sind ebenfalls gleichnamig. Beide beginnen vom Grundton D aus, aber die Tonleitern haben nicht denselben Tonvorrat.

Gut zu wissen

In der Musiktheorie findest du auch den Begriff Varianttonart. Damit ist meist dasselbe gemeint: die Dur- oder Mollvariante zu demselben Grundton.

Merke

Gleichnamig heißt: gleicher Grundton, anderes Tongeschlecht.

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Wie du die gleichnamige Tonart findest

Du musst bei gleichnamigen Tonarten nicht lange rechnen. Halte zuerst den Grundton fest. Dann wechselst du nur das Tongeschlecht: aus Dur wird Moll, aus Moll wird Dur.

Wichtig ist: Die Vorzeichen ändern sich dabei. Vorzeichen sind Zeichen wie Kreuz, b oder Auflösungszeichen. Sie erhöhen oder erniedrigen Töne und verändern dadurch den Tonvorrat.

Definition

Vorzeichen verändern Töne. Ein Kreuz erhöht einen Ton, ein b erniedrigt einen Ton, und ein Auflösungszeichen hebt eine Veränderung auf.

Beispiel

Zu G-Dur gehört als gleichnamige Moll-Tonart g-Moll. Der Grundton G bleibt gleich, aber das Tongeschlecht wechselt.

Zu f-Moll gehört als gleichnamige Dur-Tonart F-Dur. Der Grundton F bleibt gleich, aber aus Moll wird Dur.

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Merke

So findest du die gleichnamige Tonart: Grundton behalten, Dur und Moll tauschen.

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Unterschied zur Paralleltonart

Hier passiert leicht ein Fehler. Paralleltonarten sind Dur- und Molltonarten mit denselben Vorzeichen. Sie haben aber nicht denselben Grundton. Gleichnamige Tonarten haben dagegen denselben Grundton, aber unterschiedliche Vorzeichen.

Das ist der wichtigste Vergleich: Gleichnamig fragt nach dem Namen des Grundtons. Parallel fragt nach denselben Vorzeichen.

Definition

Paralleltonarten sind eine Dur-Tonart und eine Moll-Tonart mit denselben Vorzeichen, aber unterschiedlichem Grundton.

Beispiel

C-Dur und a-Moll sind Paralleltonarten. Beide haben keine Vorzeichen, aber ihre Grundtöne sind verschieden: C und A.

C-Dur und c-Moll sind gleichnamige Tonarten. Beide haben C als Grundton, aber sie haben nicht denselben Tonvorrat.

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Merke

Gleichnamig: gleicher Grundton. Parallel: gleiche Vorzeichen.

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Warum gleichnamige Tonarten wichtig sind

In Musikstücken kann ein Wechsel zwischen gleichnamigen Tonarten eine starke Wirkung haben. Bleibt der Grundton gleich, erkennt dein Ohr den Mittelpunkt wieder. Wechselt aber Dur zu Moll oder Moll zu Dur, ändert sich die Stimmung deutlich.

Diesen Wechsel nennt man oft Variantik. Variantik bedeutet: Eine Musik nutzt Dur und Moll auf demselben Grundton, um Klangfarbe oder Ausdruck zu verändern.

Definition

Variantik ist der Wechsel zwischen gleichnamigen Tonarten innerhalb eines Musikstücks oder einer musikalischen Stelle.

Beispiel

Ein Lied steht in c-Moll und klingt angespannt oder ernst. Später wechselt es nach C-Dur. Der Grundton C bleibt vertraut, aber die Musik wirkt heller.

Auch umgekehrt geht es: Ein Refrain kann von E-Dur nach e-Moll wechseln. Dann bleibt E das Zentrum, aber die Farbe wird dunkler.

Gut zu wissen

Beim Wechsel zur gleichnamigen Tonart bleibt der Grundton gleich. Das Tongeschlecht wechselt, dadurch ändern sich auch Töne der Tonleiter und die Klangwirkung.

Merke

Gleichnamige Tonarten verbinden Vertrautheit und Kontrast: Der Grundton bleibt, die Klangfarbe wechselt.

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Zusammenfassung

Gleichnamige Tonarten sind Dur und Moll mit demselben Grundton. C-Dur und c-Moll gehören also zusammen, weil beide den Grundton C haben. Sie unterscheiden sich aber im Tongeschlecht und in den Vorzeichen.

Paralleltonarten sind etwas anderes. Sie haben dieselben Vorzeichen, aber einen anderen Grundton, zum Beispiel C-Dur und a-Moll. Wenn du unsicher bist, stelle immer zuerst diese Frage: Bleibt der Grundton gleich?

Merke

Gleichnamige Tonart: gleicher Grundton, anderes Tongeschlecht. Paralleltonart: gleiche Vorzeichen, anderer Grundton.

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