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Gleichnamige Tonart: Dur und Moll sicher erkennen

Gleichnamige Tonart: Dur und Moll sicher erkennen
Gleichnamige Tonart: Dur und Moll sicher erkennen
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Gleichnamige Tonarten haben denselben Grundton, aber ein anderes Tongeschlecht: C-Dur und c-Moll sind ein solches Paar. Beim Wechsel zwischen Dur und Moll verändert sich der Tonvorrat, während der Grundton erhalten bleibt.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Woran erkennst du gleichnamige Tonarten?

Stell dir zwei Tonarten vor, die beide auf C bezogen sind: C-Dur und c-Moll. Ihr gemeinsames Merkmal ist der Grundton C. Dur und Moll unterscheiden sich jedoch im Tongeschlecht und im Tonvorrat.

Definition

Gleichnamige Tonart

Eine gleichnamige Tonart hat denselben Grundton wie die Ausgangstonart, aber das andere Tongeschlecht. Ein anderer Fachausdruck dafür ist Varianttonart.

Beispiele sind:

  • C-Dur und c-Moll
  • G-Dur und g-Moll
  • F-Dur und f-Moll

Die Groß- und Kleinschreibung hilft beim Lesen: Durtonarten werden meist mit großem, Molltonarten mit kleinem Anfangsbuchstaben geschrieben.

Merke

Gleichnamig bedeutet: gleicher Grundton, Wechsel zwischen Dur und Moll.

Teste dich
Frage 1 von 1LeichtWelches Paar besteht aus gleichnamigen Tonarten?
Lösung: G-Dur und g-Moll — Suche zuerst die Grundtöne. Nur bei G-Dur und g-Moll bleiben Grundton G und Tonname gleich, während das Tongeschlecht wechselt.
Wie bildest du die gleichnamige Molltonart?

Aus einer Durtonleiter erhältst du das gleichnamige natürliche Moll, indem du die 3., 6. und 7. Stufe jeweils um einen Halbton erniedrigst. Alle übrigen Stufen, besonders der Grundton, bleiben unverändert.

Beispiel

Aus C-Dur wird c-Moll:

  1. C-Dur lautet: C – D – E – F – G – A – H – C.
  2. Die 3. Stufe E wird zu Es.
  3. Die 6. Stufe A wird zu As.
  4. Die 7. Stufe H wird zu B.
  5. Natürliches c-Moll lautet deshalb: C – D – Es – F – G – As – B – C.

Der Grundton C bleibt gleich. Verändert werden nur die für den Wechsel zum natürlichen Moll nötigen Stufen.

In der Gegenrichtung erhöhst du bei einer natürlichen Molltonleiter die 3., 6. und 7. Stufe um einen Halbton. So entsteht das gleichnamige Dur.

Gut zu wissen

Diese Bildungsregel bezieht sich auf natürliches Moll. Harmonisches und melodisches Moll verändern zusätzliche Stufen und gehören nicht zu diesem Grundverfahren.

Lückentext

Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.

Beim Wechsel von Dur zum gleichnamigen natürlichen Moll bleibt der erhalten. Die 3., 6. und 7. Stufe werden jeweils um einen erniedrigt. Das Tongeschlecht wechselt von zu .

Lösungen: Lücke 1: Grundton; Lücke 2: Halbton; Lücke 3: Dur; Lücke 4: Moll. Prüfe in dieser Reihenfolge: gleicher Grundton, anderes Tongeschlecht, Veränderung der 3., 6. und 7. Stufe.
Was unterscheidet Gleichnamigkeit und Parallelität?

Die Begriffe gleichnamig und parallel bezeichnen zwei verschiedene Beziehungen zwischen Dur und Moll.

BeziehungGrundtonVorzeichen und TonvorratBeispiel
gleichnamige TonartengleichverschiedenC-Dur und c-Moll
ParalleltonartenverschiedengleichC-Dur und a-Moll

C-Dur und a-Moll verwenden denselben diatonischen Tonvorrat, haben aber unterschiedliche tonale Zentren: C beziehungsweise A. Deshalb sind sie parallel, nicht gleichnamig.

Merke

Frage zuerst: Bleibt der Grundton gleich? Wenn ja und Dur zu Moll wechselt, handelt es sich um gleichnamige Tonarten.

Teste dich
Frage 1 von 2MittelZwei Tonarten verwenden dieselben Vorzeichen, haben aber verschiedene Grundtöne. Welche Beziehung liegt vor?
Lösung: Es sind Paralleltonarten. — Gleiche Vorzeichen und verschiedene Grundtöne kennzeichnen Paralleltonarten. Bei gleichnamigen Tonarten ist es genau der gemeinsame Grundton, der die Beziehung bestimmt.
Frage 2 von 2SchwerEin Stück wechselt von D-Dur nach d-Moll. Wie ordnest du den Wechsel ein?
Lösung: Als Wechsel zur gleichnamigen Tonart — D-Dur und d-Moll besitzen denselben Grundton D, aber ein anderes Tongeschlecht. Das ist die entscheidende Bedingung für Gleichnamigkeit.
Wie kann ein Wechsel zwischen Dur und Moll wirken?

Der Wechsel zwischen gleichnamigen Tonarten innerhalb eines Musikstücks heißt Variantik. Weil der Grundton als Bezugspunkt erhalten bleibt, wirkt die Verbindung eng. Der veränderte Tonvorrat und das andere Tongeschlecht können zugleich einen deutlichen Ausdruckskontrast erzeugen.

Dur und Moll dürfen dabei nicht starr mit einer einzigen Stimmung gleichgesetzt werden. Wie ein Wechsel wirkt, hängt auch von Melodie, Harmonie, Tempo, Dynamik, Instrumentation und musikalischem Zusammenhang ab.

Beispiel

Beethovens 5. Sinfonie beginnt im ersten Satz in c-Moll. Der vierte Satz steht in C-Dur. Der gemeinsame Grundton C verbindet beide Tonarten, während der Wechsel des Tongeschlechts einen großräumigen Kontrast ermöglicht.

Variantik kann beispielsweise verschiedene Abschnitte eines Stücks voneinander abheben oder bei einer Modulation zu einer neuen Tonart führen. Sie kommt unter anderem in Kunstliedern, Filmmusik, Jazz sowie Pop- und Rockmusik vor.

Teste dich
Frage 1 von 1MittelWarum kann der Wechsel von c-Moll nach C-Dur zugleich verbunden und kontrastreich wirken?
Lösung: Der Grundton bleibt gleich, aber Tongeschlecht und Tonvorrat verändern sich. — Die Verbindung entsteht durch den gemeinsamen Grundton C. Der Kontrast entsteht durch den Wechsel von Moll zu Dur und die veränderten Tonleiterstufen.
Wende die Regel selbst an

Übertrage D-Dur in das gleichnamige natürliche Moll.

D-Dur lautet:

D – E – Fis – G – A – H – Cis – D

Bearbeite die Aufgabe in drei Schritten:

  1. Markiere die 3., 6. und 7. Stufe.
  2. Erniedrige jede dieser Stufen um einen Halbton.
  3. Prüfe, ob der Grundton D unverändert geblieben ist.
Beispiel

Lösung:

  • 3. Stufe: Fis wird zu F.
  • 6. Stufe: H wird zu B.
  • 7. Stufe: Cis wird zu C.

Damit lautet natürliches d-Moll:

D – E – F – G – A – B – C – D

Die Probe stimmt: Beide Tonleitern beginnen und enden auf D, aber Dur wurde zu Moll.

Teste dich
Frage 1 von 1MittelWelche Tonfolge ist das gleichnamige natürliche Moll zu A-Dur?
Lösung: A – H – C – D – E – F – G – A — A-Dur enthält Cis, Fis und Gis. Erniedrigst du die 3., 6. und 7. Stufe, entstehen C, F und G. Der Grundton A bleibt erhalten.
Karteikasten
Karteikasten

Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Gleichnamige Tonart
    • gleicher Grundton
    • anderes Tongeschlecht
    • veränderter Tonvorrat
    • 3., 6. und 7. Stufe verändern
    • Wechsel heißt Variantik
    • von Paralleltonart unterscheiden
Abschluss-Check
Teste dich
Frage 1 von 3LeichtWas bleibt bei gleichnamigen Tonarten unverändert?
Lösung: Der Grundton — Gleichnamige Tonarten tragen denselben Grundton im Namen. Tongeschlecht, Tonvorrat und Vorzeichen verändern sich.
Frage 2 von 3MittelWelche Veränderung führt von C-Dur zu natürlichem c-Moll?
Lösung: Die 3., 6. und 7. Stufe werden um einen Halbton erniedrigt. — Aus E, A und H werden Es, As und B. C bleibt der Grundton.
Frage 3 von 3SchwerEin Stück verwendet zuerst G-Dur, dann e-Moll und später g-Moll. Welche Aussage stimmt?
Lösung: e-Moll ist die Paralleltonart zu G-Dur; g-Moll ist die gleichnamige Molltonart zu G-Dur. — Vergleiche getrennt: G-Dur und e-Moll haben verschiedene Grundtöne, aber gleiche Vorzeichen. G-Dur und g-Moll haben dagegen denselben Grundton und ein anderes Tongeschlecht.

Du kannst die Beziehung nun mit zwei Fragen bestimmen: Bleibt der Grundton gleich? Dann ist die Tonart gleichnamig. Bleiben stattdessen die Vorzeichen gleich? Dann handelt es sich um die Paralleltonart.

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