Auf dem Klavier findest du denselben Tonnamen mehrmals. Es gibt nicht nur ein C, sondern viele C in verschiedenen Höhen. Wenn jemand sagt „Spiel ein C“, musst du also wissen, welches C gemeint ist.
- Du verstehst, warum man Töne in Oktavlagen einteilt.
- Du kannst die wichtigsten Oktavgattungen von tief nach hoch ordnen.
- Du erkennst Schreibweisen wie C, c, c1 und c2.
- Du unterscheidest deutsche Oktavbezeichnungen von anderen Zahlensystemen.
Warum ein Tonname nicht reicht
Wenn du auf einer Klaviatur die weißen Tasten anschaust, wiederholen sich die Tonnamen immer wieder: C, D, E, F, G, A, H und dann wieder C. Das nächste C klingt höher als das erste C, hat aber denselben Tonnamen.
Eine Oktave ist der Abstand von einem Ton bis zum nächsten gleichnamigen Ton nach oben oder unten. Von C bis zum nächsten höheren C ist also eine Oktave. Die beiden Töne klingen verwandt, aber sie liegen nicht gleich hoch.
Eine Oktavlage ist eine bestimmte Höhenlage einer Oktave. Die Oktavgattung ist hier der Name dieser Lage, zum Beispiel große Oktave, kleine Oktave oder eingestrichene Oktave.
Stell dir vor, deine Lehrerin sagt: „Spiele C.“ Auf dem Klavier gibt es mehrere C-Tasten. Mit der Oktavgattung wird klar, ob das große C, das kleine c oder das eingestrichene c1 gemeint ist.
Gleicher Tonname bedeutet nicht gleiche Höhe. Die Oktavgattung sagt dir, in welcher Oktavlage der Ton liegt.
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Die Oktavgattungen von tief nach hoch
Eine Oktavlage beginnt in der deutschen Musiklehre meistens beim Ton C und reicht bis zum H. Danach beginnt mit dem nächsten C die nächste Oktavlage.
Von tief nach hoch heißen wichtige Oktavgattungen so:
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Die große Oktave enthält C, D, E, F, G, A, H. Danach kommt die kleine Oktave mit c, d, e, f, g, a, h. Danach kommt die eingestrichene Oktave mit c1, d1, e1 und so weiter.
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Schreibweisen: C, c, c1 und c2
Die Schreibweise ist die Art, wie ein Tonname aufgeschrieben wird. Bei Oktavgattungen zeigen Großbuchstaben, Kleinbuchstaben und Zahlen die Lage an.
Tiefe Oktaven verwenden oft Großbuchstaben. Mittlere und hohe Oktaven verwenden Kleinbuchstaben. Zahlen oder Striche zeigen dann an, wie weit oben der Ton liegt.
C liegt in der großen Oktave. c liegt in der kleinen Oktave. c1 liegt in der eingestrichenen Oktave. c2 liegt in der zweigestrichenen Oktave.
In vielen Schulbüchern steht c1 für das eingestrichene c. Manchmal findest du auch c' statt c1. Beide Schreibweisen meinen dann denselben Ton.
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Oktavgattungen auf Klavier und Notensystem
Eine Klaviatur ist die Reihe der Tasten auf einem Klavier oder Keyboard. Auf ihr kannst du Oktavgattungen gut sehen, weil die C-Tasten regelmäßig wiederkommen.
Ein Notensystem besteht aus fünf Linien, auf denen Noten stehen. Dort erkennst du die Tonhöhe an der Position der Note und am Notenschlüssel. Bei sehr hohen oder sehr tiefen Tönen braucht man zusätzliche Hilfslinien oder Oktavierungszeichen.
Ein Oktavierungszeichen zeigt, dass Töne eine Oktave höher oder tiefer klingen sollen, als sie notiert sind. Häufige Zeichen sind 8va für eine Oktave höher und 8vb für eine Oktave tiefer.
Sehr hohe Töne würden im Notensystem viele Hilfslinien brauchen. Mit 8va kann man sie übersichtlicher schreiben: Die Note steht lesbarer, klingt aber eine Oktave höher.
Auf der Klaviatur siehst du die Oktavlage an der Taste. Im Notensystem erkennst du sie an der Notenposition, am Schlüssel und manchmal an Oktavierungszeichen.
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Typische Verwechslungen
Eine Tonhöhe beschreibt, ob ein Ton hoch oder tief klingt. Sie ist nicht dasselbe wie der Tonname. Der Tonname C kann in vielen Tonhöhen vorkommen.
Eine häufige Verwechslung entsteht bei Zahlensystemen. In der deutschen Musiklehre bedeutet c1 meist das eingestrichene c. In manchen Computerprogrammen oder englischsprachigen Systemen findest du andere Nummerierungen, zum Beispiel C4 für das mittlere C. Das ist kein Fehler, sondern ein anderes System.
Wenn dein Musikbuch c1 schreibt, meint es meist das eingestrichene c. Wenn eine Musiksoftware C4 schreibt, kann damit ebenfalls das mittlere C gemeint sein. Du musst also immer wissen, welches System gerade benutzt wird.
Für die Schule ist meist die deutsche Bezeichnung wichtig: große Oktave, kleine Oktave, eingestrichene Oktave, zweigestrichene Oktave.
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Zusammenfassung
Oktavgattungen helfen dir, gleichnamige Töne in verschiedenen Höhen zu unterscheiden. Das ist wichtig, weil Tonnamen wie C, D oder E auf dem Klavier und im Notensystem immer wieder vorkommen.
Eine Oktavgattung ist hier der Name einer bestimmten Oktavlage. Die Oktavlagen beginnen in der deutschen Musiklehre meist bei C und reichen bis H.
Die wichtigsten Stationen sind: große Oktave mit C, kleine Oktave mit c, eingestrichene Oktave mit c1 und zweigestrichene Oktave mit c2. Tiefer liegen Kontraoktave und Subkontraoktave. Höher folgen drei-, vier- und fünfgestrichene Oktaven.
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