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Quarte in der Musik erkennen und bestimmen

Quarte in der Musik erkennen und bestimmen
Quarte in der Musik erkennen und bestimmen
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Eine Quarte ist der Abstand zwischen zwei Tönen, der vier Stammtöne umfasst. Dabei zählst du Anfangs- und Zielton mit. Die reine Quarte besteht aus fünf Halbtonschritten, zum Beispiel C–F.

Auf dieser Seite lernst du, Quarten nach Zahl und Qualität zu bestimmen, ähnliche Intervalle auseinanderzuhalten und typische Zählfehler zu vermeiden.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Woran erkennst du eine Quarte?

Der Name eines Intervalls richtet sich zuerst nach den beteiligten Stammtönen. Das sind die Tonnamen C, D, E, F, G, A und H ohne ihre Vorzeichen.

Für eine Quarte müssen vier Stammtöne umfasst sein. Anfang und Ende zählen mit:

  • C–F: C, D, E, F → vier Stammtöne
  • D–G: D, E, F, G → vier Stammtöne
  • A–D abwärts: A, G, F, E, D wäre eine Quinte; entscheidend sind also die tatsächlich umfassten Tonnamen und die Lage der Töne
Definition

Quarte

Eine Quarte ist ein Intervall, das vier diatonische Tonstufen einschließlich Anfangs- und Zielton umfasst. Die Töne können nacheinander oder gleichzeitig erklingen.

Beispiel

Aufgabe: Bestimme den Grundnamen des Intervalls E–A.

  1. Beginne bei E.
  2. Zähle beide Endtöne mit: E–F–G–A.
  3. Du erhältst vier Stammtöne.

Das Intervall E–A ist deshalb eine Quarte. Seine genaue Qualität wird erst im nächsten Schritt bestimmt.

Merke

Für den Intervallnamen zählst du Tonnamen einschließlich Anfang und Ende. Halbtonschritte zählst du dagegen als Abstände zwischen benachbarten Tasten oder Tonhöhen.

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWelchen Grundnamen hat das Intervall C–F?
Lösung: Quarte — Vier umfasste Stammtöne ergeben eine Quarte.
Frage 2 von 2MittelWelche Zählung bestimmt den Grundnamen von E–A richtig?
Lösung: E–F–G–A: vier Stammtöne — Beim inklusiven Zählen gehören Anfangs- und Zielton zur Intervallzahl.
Wann ist eine Quarte rein oder verändert?

Nachdem du die Intervallzahl bestimmt hast, untersuchst du die Qualität. Quarten gehören zusammen mit Prime, Quinte und Oktave zur Familie der reinen Intervalle.

  • Reine Quarte: fünf Halbtonschritte
  • Verminderte Quarte: vier Halbtonschritte
  • Übermäßige Quarte: sechs Halbtonschritte
Beispiel

C–F ist eine reine Quarte:

  1. C–D–E–F umfasst vier Stammtöne.
  2. Auf der Klaviatur liegen dazwischen fünf Halbtonschritte.
  3. Vier Stammtöne und fünf Halbtonschritte ergeben eine reine Quarte.

Wird F zu Fes erniedrigt, verkleinert sich das Intervall um einen Halbton. C–Fes ist eine verminderte Quarte.

Wird F zu Fis erhöht, vergrößert sich das Intervall um einen Halbton. C–Fis ist eine übermäßige Quarte.

Eine wichtige Ausnahme bei den weißen Klaviertasten ist F–H. Obwohl beide Töne auf weißen Tasten liegen, umfasst dieses Intervall sechs Halbtonschritte. Es ist daher eine übermäßige und keine reine Quarte.

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWie viele Halbtonschritte hat eine reine Quarte?
Lösung: Fünf — Die reine Quarte umfasst fünf Halbtonschritte.
Frage 2 von 2MittelWie heißt C–Fis vollständig?
Lösung: Übermäßige Quarte — C–Fis umfasst vier Stammtöne und sechs Halbtonschritte. Daher ist es eine übermäßige Quarte.
Wie bestimmst du jede notierte Quarte?

Gehe immer in derselben Reihenfolge vor:

  1. Tonnamen feststellen: Beachte Tonnamen, Vorzeichen, Richtung und Lage.
  2. Stammtöne zählen: Zähle Anfang und Ende mit. Vier Stammtöne ergeben den Grundnamen Quarte.
  3. Halbtonschritte zählen: Bestimme damit die Qualität.
  4. Ergebnis zusammensetzen: Nenne Zahl und Qualität, etwa „verminderte Quarte“.
Beispiel

Bestimme D–Ges.

  1. Die Tonnamen sind D und Ges.
  2. Für den Grundnamen zählt das Vorzeichen zunächst nicht: D–E–F–G sind vier Stammtöne. Das Intervall ist eine Quarte.
  3. D–Ges umfasst vier Halbtonschritte.
  4. Eine Quarte mit vier Halbtonschritten ist vermindert.

Ergebnis: D–Ges ist eine verminderte Quarte.

Warum die Halbtonzahl allein nicht reicht

D–Fis und D–Ges können in gleichstufiger Stimmung denselben Abstand von vier Halbtonschritten haben. Trotzdem heißen sie verschieden:

  • D–Fis: D–E–F umfasst drei Stammtöne → große Terz
  • D–Ges: D–E–F–G umfasst vier Stammtöne → verminderte Quarte

Die Schreibweise zeigt also, welche musikalische Beziehung gemeint ist. Dieses Phänomen heißt Enharmonik: Töne können gleich klingen, aber unterschiedlich geschrieben und gedeutet werden.

Teste dich
Frage 1 von 2MittelWarum ist D–Ges eine Quarte und keine Terz?
Lösung: Die Tonnamen D–E–F–G umfassen vier Stammtöne. — Der Grundname folgt der Zahl der umfassten Stammtöne. Die Halbtonzahl legt anschließend die Qualität fest.
Frage 2 von 2SchwerC–Fis und C–Ges umfassen beide sechs Halbtonschritte. Wie heißen sie?
Lösung: C–Fis ist eine übermäßige Quarte, C–Ges eine verminderte Quinte. — Gleiche Halbtonzahlen können zu verschiedenen Intervallnamen gehören. C–Fis umfasst vier, C–Ges fünf Stammtöne.
Wie klingt und wirkt eine Quarte?

Eine Quarte kann sukzessiv erklingen, also als Tonsprung in einer Melodie. Erklingen beide Töne gleichzeitig, ist sie simultan und Teil eines Zusammenklangs.

Zum Üben kannst du auf einem Instrument zuerst C und danach F spielen. Spiele anschließend beide Töne gleichzeitig. In beiden Fällen bleibt der Abstand eine reine Quarte, obwohl du ihn einmal melodisch und einmal harmonisch hörst.

Die reine Quarte und die reine Quinte ergänzen sich zur Oktave. Die Quarte umfasst fünf, die Quinte sieben Halbtonschritte; zusammen ergeben sie die zwölf Halbtonschritte der Oktave.

Ob eine Quarte als konsonant oder dissonant eingeordnet wird, hängt vom musikalischen Zusammenhang ab. Zwischen Oberstimmen oder in bestimmten Satztechniken kann sie als Konsonanz auftreten. Im zweistimmigen Satz oder als Vorhalt kann sie dagegen eine Spannung bilden, die weitergeführt oder aufgelöst wird. Die Intervallgröße allein legt ihre Funktion daher nicht vollständig fest.

Gut zu wissen

Ein Intervallname beschreibt zunächst einen Tonabstand. Seine Wirkung und Funktion ergeben sich zusätzlich aus Stimmenlage, Akkord und musikalischem Verlauf.

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWann erklingt eine Quarte sukzessiv?
Lösung: Wenn ihre beiden Töne nacheinander erklingen — Sukzessiv bedeutet nacheinander; simultan bedeutet gleichzeitig.
Frage 2 von 2SchwerWarum kann dieselbe reine Quarte unterschiedlich wirken?
Lösung: Ihre Funktion hängt vom musikalischen Satz und vom harmonischen Zusammenhang ab. — Die Halbtonzahl bestimmt den Tonabstand, aber nicht allein seine musikalische Funktion.
Karteikasten
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Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Quarte
    • Grundname: vier Stammtöne einschließlich Anfang und Ende
    • Reine Qualität: fünf Halbtonschritte
    • Vermindert: vier Halbtonschritte
    • Übermäßig: sechs Halbtonschritte
    • Bestimmung: Tonnamen zählen, Halbtonzahl prüfen, Ergebnis benennen
    • Erscheinung: sukzessiv oder simultan
    • Funktion: abhängig vom musikalischen Zusammenhang
Abschluss-Check
Teste dich
Frage 1 von 3LeichtWelche Aussage beschreibt eine reine Quarte?
Lösung: Sie umfasst vier Stammtöne und fünf Halbtonschritte. — Für die vollständige Bestimmung brauchst du Intervallzahl und Qualität.
Frage 2 von 3MittelBestimme das Intervall F–H.
Lösung: Übermäßige Quarte — Die Tonnamen ergeben vier Stammtöne. Sechs Halbtonschritte kennzeichnen eine übermäßige Quarte.
Frage 3 von 3SchwerZwei Töne liegen sechs Halbtonschritte auseinander. Warum kannst du das Intervall noch nicht eindeutig benennen?
Lösung: Du musst zusätzlich die geschriebenen Tonnamen und damit die Intervallzahl kennen. — Sechs Halbtonschritte können zum Beispiel als übermäßige Quarte oder verminderte Quinte geschrieben sein. Erst die Stammtonzahl entscheidet zwischen beiden Namen.

Wenn du eine Quarte bestimmst, trenne immer zwei Fragen: Wie viele Stammtöne umfasst sie? und Wie viele Halbtonschritte liegen dazwischen? So vermeidest du die häufigste Verwechslung zwischen Intervallzahl und Klangabstand.

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