Wenn du ein Lied singst, springt deine Stimme manchmal nicht nur zum nächsten Ton. Sie macht kleine Sprünge nach oben oder unten. Manche Sprünge klingen offen, klar und ein bisschen signalartig. So ein Sprung kann eine Quarte sein.
- Du kannst erklären, was eine Quarte ist.
- Du kannst eine reine Quarte durch Zählen der Tonstufen erkennen.
- Du kannst reine, übermäßige und verminderte Quarten unterscheiden.
- Du kannst typische Fehler beim Bestimmen einer Quarte vermeiden.
Was eine Quarte ist
Ein Intervall ist der Abstand zwischen zwei Tönen. Du kannst die Töne nacheinander hören, zum Beispiel in einer Melodie. Du kannst sie auch gleichzeitig hören, zum Beispiel in einem Akkord.
Eine Quarte ist ein Intervall, bei dem du vier Tonstufen zählst. Wichtig ist: Der Startton zählt mit. Von C nach F zählst du C, D, E, F. Das sind vier Tonstufen, also ist C-F eine Quarte.
Eine Quarte ist der Abstand von einem Ton zu einem anderen Ton, wenn die beiden Töne zusammen vier Tonstufen einer Tonleiter umfassen.
Von G nach C ist eine Quarte:
G - A - H - C
Du zählst vier Tonstufen: G ist 1, A ist 2, H ist 3, C ist 4.
Bei der Quarte fragst du zuerst: Wie viele Buchstabennamen liegen vom Startton bis zum Zielton vor? Wenn es vier sind, ist es eine Quarte.
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Tonstufen richtig zählen
Eine Tonstufe ist ein Platz in einer Tonleiter, zum Beispiel C, D, E, F, G, A, H in C-Dur. Beim Zählen einer Quarte zählst du nicht nur die Tasten oder Halbtonschritte. Du zählst die Notennamen mit.
Das ist der häufigste Trick: Der Anfangston ist schon die erste Stufe. Wenn du von D nach G gehst, zählst du D, E, F, G. Das sind vier Stufen. Also ist D-G eine Quarte.
Von A nach D:
A - H - C - D
A ist 1, H ist 2, C ist 3, D ist 4. Deshalb ist A-D eine Quarte.
Von E nach A:
E - F - G - A
Auch hier sind es vier Tonstufen. Deshalb ist E-A eine Quarte.
Vorzeichen wie Kreuz und b ändern die Tonhöhe. Der Buchstabenabstand bleibt aber gleich. C-Fis ist also immer noch eine Quarte, weil C, D, E, F vier Tonstufen sind.
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Die reine Quarte
Eine reine Quarte ist die normale und häufigste Form der Quarte. Sie umfasst fünf Halbtonschritte. Ein Halbtonschritt ist der kleinste Abstand zwischen zwei direkt benachbarten Tasten auf dem Klavier, wenn du auch schwarze Tasten mitzählst.
Von C nach F ist eine reine Quarte. Auf dem Klavier zählst du von C aus fünf Halbtonschritte nach oben: Cis, D, Dis, E, F. Der Zielton F ist nach fünf Halbtonschritten erreicht.
Eine reine Quarte ist eine Quarte mit fünf Halbtonschritten.
C-F ist eine reine Quarte.
Tonstufen: C, D, E, F = vier Tonstufen. Halbtonschritte: C-Cis-D-Dis-E-F = fünf Halbtonschritte.
G-C ist ebenfalls eine reine Quarte.
Tonstufen: G, A, H, C = vier Tonstufen. Halbtonschritte: G-Gis-A-Ais-H-C = fünf Halbtonschritte.
Eine reine Quarte hat beides: vier Tonstufen und fünf Halbtonschritte.
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Übermäßige und verminderte Quarte
Eine reine Quarte kann verändert werden. Wenn du sie um einen Halbton größer machst, entsteht eine übermäßige Quarte. Sie hat sechs Halbtonschritte. Die übermäßige Quarte heißt auch Tritonus, weil sie aus drei Ganztonschritten bestehen kann.
Wenn du eine reine Quarte um einen Halbton kleiner machst, entsteht eine verminderte Quarte. Sie hat vier Halbtonschritte. Der Name bleibt Quarte, solange der Buchstabenabstand vier Tonstufen umfasst.
Eine übermäßige Quarte ist eine Quarte mit sechs Halbtonschritten. Eine verminderte Quarte ist eine Quarte mit vier Halbtonschritten.
C-F ist eine reine Quarte mit fünf Halbtonschritten.
C-Fis ist eine übermäßige Quarte. Der Zielton F wird durch das Kreuz erhöht. Dadurch wird der Abstand größer: sechs Halbtonschritte.
C-Fes ist eine verminderte Quarte. Der Zielton F wird durch das b erniedrigt. Fes klingt auf dem Klavier wie E, wird aber als F-Name geschrieben. Dadurch bleiben C, D, E, F vier Tonstufen, und der Abstand hat vier Halbtonschritte.
F-H ist eine übermäßige Quarte.
Tonstufen: F, G, A, H = vier Tonstufen. Halbtonschritte: F-Fis-G-Gis-A-Ais-H = sechs Halbtonschritte.
Reine Quarte: 5 Halbtonschritte. Übermäßige Quarte: 6 Halbtonschritte. Verminderte Quarte: 4 Halbtonschritte.
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Quarte hören und verwenden
Eine Quarte kann wie ein deutlicher Sprung klingen. Viele Menschen empfinden die reine Quarte als klar und stabil. Deshalb kommt sie in Melodien, Signalen und mehrstimmiger Musik häufig vor.
Eine Konsonanz ist ein Zusammenklang, der ruhig oder passend wirkt. Eine Dissonanz ist ein Zusammenklang, der Spannung erzeugt und oft weitergeführt werden möchte. Ein Basston ist der tiefste Ton in einem Klang oder in einer Begleitung. Die Quarte kann je nach Zusammenhang Konsonanz oder Dissonanz sein. Zwischen höheren Stimmen klingt sie oft stabiler. Direkt über einem Basston kann sie stärker nach Spannung klingen.
Ein Vorhalt ist ein spannungsvoller Ton, der kurz liegen bleibt und sich danach in einen ruhigeren Ton weiterbewegt. Diese Weiterbewegung heißt Auflösung.
Wenn zwei Stimmen gleichzeitig C und F singen, hörst du eine Quarte. In einem einfachen Akkord kann dieser Klang offen und ruhig wirken.
Wenn F aber direkt über einem tiefen C als Spannung liegt und danach nach E weitergeht, kann die Quarte wie ein Vorhalt wirken. Die Bewegung von F nach E ist dann die Auflösung.
Eine Quarte ist nicht automatisch immer entspannt oder immer gespannt. Der musikalische Zusammenhang entscheidet mit.
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Quarten sicher bestimmen
Zum Bestimmen gehst du in zwei Schritten vor. Zuerst zählst du die Tonstufen. Danach zählst du die Halbtonschritte. So verwechselst du den Namen nicht mit der genauen Art.
Schritt 1: Zähle vom Startton bis zum Zielton mit Buchstabennamen. Sind es vier Tonstufen, ist es eine Quarte. Schritt 2: Zähle die Halbtonschritte. Vier Halbtonschritte bedeuten vermindert, fünf rein, sechs übermäßig.
Bestimme D-G.
Tonstufen: D, E, F, G = vier. Also ist es eine Quarte. Halbtonschritte: D-Dis-E-F-Fis-G = fünf. Also ist es eine reine Quarte. Ergebnis: D-G ist eine reine Quarte.
Bestimme D-Gis.
Tonstufen: D, E, F, G = vier. Also ist es eine Quarte. Halbtonschritte: D-Dis-E-F-Fis-G-Gis = sechs. Also ist es eine übermäßige Quarte. Ergebnis: D-Gis ist eine übermäßige Quarte.
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Zusammenfassung
Die Quarte ist ein Intervall über vier Tonstufen. Du zählst den Startton mit. Von C nach F sind es C, D, E, F, also vier Tonstufen.
Die häufigste Form ist die reine Quarte. Sie hat fünf Halbtonschritte. Wird die reine Quarte um einen Halbton größer, heißt sie übermäßige Quarte oder Tritonus. Wird sie um einen Halbton kleiner, heißt sie verminderte Quarte.
Bestimme eine Quarte immer in zwei Schritten: erst Tonstufen zählen, dann Halbtonschritte zählen.
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