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Quinte

Quinte in der Musik erklärt: reine Quinte, verminderte Quinte und Bedeutung für Akkorde und Quintenzirkel.

Beim Singen, auf dem Klavier oder an der Gitarre springt eine Melodie manchmal deutlich nach oben. Dieser Sprung klingt oft stabil und stark. Genau so einen Abstand hörst du in vielen Liedanfängen, Akkorden und Gitarrenriffs.

Deine Lernziele
  • Du erkennst, was eine Quinte ist.
  • Du zählst eine Quinte in einer Tonleiter sicher ab.
  • Du unterscheidest reine, verminderte und übermäßige Quinten.
  • Du verstehst, warum Quinten für Akkorde und den Quintenzirkel wichtig sind.

Die Quinte als Abstand zwischen zwei Tönen

Wenn zwei Töne nacheinander oder gleichzeitig erklingen, kannst du ihren Abstand beschreiben. Ein solcher Tonabstand heißt Intervall.

Eine Tonleiter ist eine geordnete Reihe von Tönen, zum Beispiel C, D, E, F, G, A, H, C. Eine Tonstufe ist die Position eines Tons in dieser Reihe. Wenn du bei C startest, ist C die erste Tonstufe, D die zweite Tonstufe und so weiter.

Definition

Eine Quinte ist ein Intervall vom Startton bis zur fünften Tonstufe. Zählst du die Tonleiter mit dem Startton als 1, landest du bei der Quinte auf 5.

Wichtig ist: Du zählst den ersten Ton mit. Von C nach G zählst du also C, D, E, F, G. Das sind fünf Tonstufen, deshalb ist C-G eine Quinte.

Beispiel

In der C-Dur-Tonleiter stehen die Töne so:

C ist 1. D ist 2. E ist 3. F ist 4. G ist 5.

Der Abstand C-G ist also eine Quinte.

Merke

Bei der Quinte geht es zuerst um Tonstufen: 1 bis 5. Der Startton zählt immer mit.

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Reine Quinte: der stabile Standardklang

In vielen Liedern klingt die Quinte offen, klar und ruhig. Damit du die genaue Größe prüfen kannst, brauchst du den Halbtonschritt. Ein Halbtonschritt ist der kleinste Abstand zwischen zwei direkt benachbarten Tasten auf dem Klavier, egal ob weiß oder schwarz.

Die häufigste Form der Quinte heißt reine Quinte. Sie hat sieben Halbtonschritte. Von C nach G kannst du so zählen: C-Cis, Cis-D, D-Dis, Dis-E, E-F, F-Fis, Fis-G. Das sind sieben.

Definition

Eine reine Quinte ist die normale, stabile Form der Quinte. Sie umfasst sieben Halbtonschritte.

Beispiel

C-G ist eine reine Quinte.

Auf dem Klavier liegen zwischen C und G sieben Halbtonschritte. Deshalb klingt C-G stabil und wird in vielen Akkorden benutzt.

Gut zu wissen

Die reine Quinte gehört zu den besonders ruhigen Intervallen. In der Musik sagt man dazu Konsonanz. Eine Konsonanz ist ein Zusammenklang, der eher entspannt und passend wirkt.

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Quinte zählen: Tonstufen und Halbtonschritte

Bei Quinten brauchst du zwei Arten zu denken. Tonstufen zeigen dir den Namen des Intervalls. Halbtonschritte zeigen dir, welche Art von Quinte es ist.

Zuerst zählst du Tonstufen. So findest du heraus: Ist es überhaupt eine Quinte? Danach zählst du Halbtonschritte. So findest du heraus: Ist sie rein, vermindert oder übermäßig?

Beispiel

Von D nach A:

Tonstufen: D, E, F, G, A. Das sind fünf Tonstufen, also eine Quinte.

Halbtonschritte: D-Dis, Dis-E, E-F, F-Fis, Fis-G, G-Gis, Gis-A. Das sind sieben Halbtonschritte, also eine reine Quinte.

Merke

Der Name Quinte kommt vom Zählen der Tonstufen. Die genaue Sorte der Quinte kommt vom Zählen der Halbtonschritte.

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Verminderte und übermäßige Quinte

Nicht jede Quinte klingt gleich stabil. Wenn eine Quinte kleiner als die reine Quinte ist, heißt sie verminderte Quinte. Sie hat sechs Halbtonschritte.

Eine übermäßige Quinte ist größer als die reine Quinte. Sie hat acht Halbtonschritte. Beide Formen sind seltener als die reine Quinte, aber sie sind in Musiktheorie, Jazz, Filmmusik und Harmonielehre wichtig.

Definition

Eine verminderte Quinte ist eine Quinte mit sechs Halbtonschritten.

Eine übermäßige Quinte ist eine Quinte mit acht Halbtonschritten.

Beispiel

C-G ist eine reine Quinte mit sieben Halbtonschritten.

C-Ges ist eine verminderte Quinte, weil G zu Ges erniedrigt wird. Der Abstand wird kleiner.

C-Gis ist eine übermäßige Quinte, weil G zu Gis erhöht wird. Der Abstand wird größer.

Eine verminderte Quinte klingt gespannt. Diese Spannung nennt man Dissonanz. Eine Dissonanz ist ein Zusammenklang, der eher reibt und nach Auflösung klingt.

Merke

Rein bedeutet bei der Quinte: sieben Halbtonschritte. Vermindert ist kleiner. Übermäßig ist größer.

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Quinten in Akkorden

Ein Akkord ist ein Zusammenklang aus mindestens drei Tönen. Ein besonders wichtiger Akkordtyp ist der Dreiklang. Ein Dreiklang besteht aus Grundton, Terz und Quinte.

Der Grundton ist der Ton, nach dem ein Akkord meistens benannt ist. Die Terz ist der dritte Ton über dem Grundton. In einfachen Dreiklängen entscheidet die Terz oft über Dur oder Moll. Dur klingt meistens hell, Moll klingt meistens dunkler oder ernster.

Beispiel

C-Dur besteht aus C, E und G.

C ist der Grundton. E ist die Terz. G ist die Quinte.

Die Quinte C-G stabilisiert den Akkord.

Wenn nur Grundton und Quinte erklingen, fehlt die Terz. Dann hörst du noch nicht klar, ob der Klang Dur oder Moll ist. So ein Klang heißt leere Quinte. In der Rockmusik wird ein solcher Klang oft als Powerchord genutzt.

Definition

Eine leere Quinte ist ein Klang aus Grundton und Quinte ohne Terz. Weil die Terz fehlt, klingt der Klang offen und nicht eindeutig nach Dur oder Moll.

Beispiel

C und G zusammen bilden eine leere Quinte. Erst mit E wird daraus C-Dur. Mit Es würde daraus C-Moll.

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Quinte und Quintenzirkel

Wenn du Tonarten lernst, taucht die Quinte wieder auf. Eine Tonart legt fest, welche Töne in einem Stück besonders wichtig sind. Der Quintenzirkel ist eine Übersicht der Tonarten in Quinten-Schritten.

Der Quintenzirkel hilft dir zu sehen, welche Tonarten viele gemeinsame Töne haben. Er hilft auch beim Verstehen von Vorzeichen. Wenn du von C aus immer eine reine Quinte nach oben gehst, kommst du zu G, dann D, dann A. Diese Reihenfolge ist im Quintenzirkel wichtig.

Beispiel

Ein Stück in C-Dur hat keine Vorzeichen.

G-Dur liegt im Quintenzirkel eine Quinte über C-Dur. G-Dur hat ein Kreuz.

D-Dur liegt wieder eine Quinte weiter. D-Dur hat zwei Kreuze.

Gut zu wissen

Der Quintenzirkel heißt so, weil du dich mit Quinten von Tonart zu Tonart bewegst. Er ist kein Lied, sondern eine Denklandkarte für Tonarten.

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Zusammenfassung

Die Quinte begegnet dir in Melodien, Akkorden, Gitarrenriffs und im Quintenzirkel. Sie ist ein Intervall, also ein Abstand zwischen zwei Tönen. Du bestimmst sie zuerst über fünf Tonstufen.

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Merke

Zähle bei der Quinte immer den Startton mit: 1 bis 5. Danach prüfst du die Halbtonschritte: sechs vermindert, sieben rein, acht übermäßig.

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