Wenn du am Klavier oder an der Gitarre einen einfachen Dur-Akkord spielst, klingt er oft klar und abgeschlossen. In vielen Songs kommt aber noch ein vierter Ton dazu. Plötzlich wirkt der Akkord wärmer, spannender oder etwas jazziger. Genau an dieser Stelle begegnet dir der Septakkord.
- Du erkennst, was ein Septakkord ist.
- Du baust Septakkorde aus Grundton, Terz, Quinte und Septime.
- Du unterscheidest wichtige Septakkord-Arten.
- Du verstehst, warum der Dominantseptakkord oft nach Auflösung klingt.
- Du erkennst Grundstellung und Umkehrungen.
Vom Dreiklang zum Septakkord
Ein Akkord ist ein Zusammenklang aus mehreren verschiedenen Tönen. Der einfache Schulfall ist der Dreiklang: ein Akkord aus drei Tönen.
Diese drei Töne heißen Grundton, Terz und Quinte. Der Grundton ist der Ton, nach dem der Akkord benannt wird. Die Terz entscheidet meistens, ob der Akkord nach Dur oder Moll klingt. Die Quinte stabilisiert den Klang.
Ein Vierklang ist ein Akkord aus vier verschiedenen Tönen.
Ein Septakkord ist ein Vierklang. Er entsteht, wenn zu einem Dreiklang noch eine Septime dazukommt.
Die Septime ist die siebte Stufe der Tonleiter. Dabei zählst du den Grundton als 1.
Der Septakkord ist also kein völlig neuer Akkord von null. Du nimmst einen Dreiklang und erweiterst ihn um einen vierten Ton. Dieser vierte Ton macht den Klang oft farbiger und spannungsvoller.
C-Dur als Dreiklang besteht aus den Tönen C, E und G.
Wenn du die Septime H ergänzt, entsteht Cmaj7: C - E - G - H
Das ist ein großer C-Dur-Septakkord.
Ein Septakkord ist wie ein Dreiklang mit zusätzlicher Klangfarbe: Grundton, Terz, Quinte und Septime.
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Terzschichtung: So baust du ihn
Die Terzschichtung ist eine Bauweise für Akkorde. Dabei setzt du immer den übernächsten Ton einer Tonleiter auf den vorherigen Ton. So entstehen Terzen übereinander.
Bei einem Dreiklang stapelst du zwei Terzen. Bei einem Septakkord stapelst du drei Terzen. Dadurch kommst du zu den Positionen 1, 3, 5 und 7 der Tonleiter.
In C-Dur heißen die Töne: C, D, E, F, G, A, H, C
Für einen Septakkord auf C nimmst du:
- Ton: C
- Ton: E
- Ton: G
- Ton: H
Also: C - E - G - H
Du kannst Septakkorde auch ohne Klavier verstehen. Zähle in der Tonleiter: einen Ton nehmen, einen überspringen, einen nehmen, einen überspringen. So landest du bei Grundton, Terz, Quinte und Septime.
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Große und kleine Septime
Eine Oktave ist der Abstand von einem Ton bis zum nächsten gleichnamigen Ton, zum Beispiel von C zu C. Eine große Septime liegt einen Halbton unter der Oktave. Eine kleine Septime liegt zwei Halbtöne unter der Oktave.
Der Unterschied ist wichtig, weil er den Klang stark verändert. Eine große Septime klingt oft weich, schwebend oder edel. Eine kleine Septime klingt oft bluesiger, spannender oder drängender.
Vom Grundton C aus:
C - E - G - H enthält eine große Septime. Dieser Akkord heißt Cmaj7.
C - E - G - B enthält eine kleine Septime. Dieser Akkord heißt C7 und ist ein Dominantseptakkord, wenn er dominantisch verwendet wird.
Achte im Deutschen auf die Tonbuchstaben: H ist der Ton direkt unter C. B liegt einen Halbton tiefer als H.
Bei Akkordsymbolen bedeutet 7 meistens eine kleine Septime. maj7 bedeutet eine große Septime.
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Wichtige Arten von Septakkorden
Ein Akkordtyp beschreibt, aus welcher Art Dreiklang und welcher Art Septime ein Septakkord besteht. So kannst du viele Septakkorde schnell benennen.
Ein Dur-Dreiklang klingt hell und besteht aus Grundton, großer Terz und reiner Quinte. Ein Moll-Dreiklang klingt dunkler und besteht aus Grundton, kleiner Terz und reiner Quinte. Ein verminderter Dreiklang klingt instabiler, weil seine Quinte enger ist als die reine Quinte.
Wichtige Septakkord-Arten auf C:
Großer Dur-Septakkord: C - E - G - H Dur-Dreiklang plus große Septime
Dominantseptakkord: C - E - G - B Dur-Dreiklang plus kleine Septime
Moll-Septakkord: C - Es - G - B Moll-Dreiklang plus kleine Septime
Halbverminderter Septakkord: C - Es - Ges - B verminderter Dreiklang plus kleine Septime
Verminderter Septakkord: C - Es - Ges - Heses verminderter Dreiklang plus verminderte Septime
Eine verminderte Septime ist noch kleiner als eine kleine Septime. Auf dem Klavier klingt Heses wie A. In der Musiktheorie schreibt man hier aber Heses, weil dieser Ton im Akkord die Rolle einer Septime hat.
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Dominantseptakkord und Auflösung
Die Dominante ist in einer Tonart der Akkord auf der fünften Stufe. In C-Dur ist die fünfte Stufe G. Der Akkord auf G heißt also G-Dur.
Wenn du zu G-Dur die kleine Septime F ergänzt, bekommst du G7. Dieser Akkord heißt Dominantseptakkord, wenn er als Dominante wirkt. Er klingt so, als wolle er weiter zur Tonika. Die Tonika ist der Grundakkord der Tonart, in C-Dur also C-Dur.
Eine Auflösung ist die Weiterführung eines spannungsvollen Klangs in einen ruhigeren Zielklang.
Beim Dominantseptakkord führt die Spannung oft zur Tonika.
Warum zieht G7 so stark nach C-Dur? In G7 stecken die Töne G, H, D und F. Der Ton H möchte gerne nach C steigen. Der Ton F möchte gerne nach E fallen. Dadurch entsteht eine klare Bewegungsrichtung.
In C-Dur:
Dominantseptakkord: G7 = G - H - D - F
Auflösung zur Tonika: C-Dur = C - E - G
Typische Stimmbewegung: H geht nach C. F geht nach E.
Der Dominantseptakkord baut Spannung auf. Die Tonika löst diese Spannung meistens wieder.
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Umkehrungen: Wenn ein anderer Ton unten liegt
Die Grundstellung ist die Lage, in der der Grundton unten liegt. Bei Cmaj7 wäre das C - E - G - H. Der tiefste Ton ist also C.
Eine Umkehrung entsteht, wenn ein anderer Akkordton in den Bass wandert. Der Bass ist der tiefste klingende Ton. Die Töne bleiben gleich, aber die Reihenfolge verändert sich.
Cmaj7 hat die Töne C, E, G und H.
Grundstellung: C - E - G - H
Umkehrung: E - G - H - C
Umkehrung: G - H - C - E
Umkehrung: H - C - E - G
Umkehrungen sind praktisch, weil Akkorde dadurch näher beieinander liegen können. Auf dem Klavier musst du dann weniger springen. In einer Band klingt die Akkordfolge dadurch flüssiger.
Die traditionellen Namen lauten:
- Umkehrung: Quintsextakkord
- Umkehrung: Terzquartakkord
- Umkehrung: Sekundakkord
Für den Anfang reicht aber: Die Töne bleiben gleich, nur der tiefste Ton wechselt.
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Zusammenfassung
Ein Septakkord ist ein Vierklang. Er besteht aus Grundton, Terz, Quinte und Septime. Du kannst ihn als erweiterten Dreiklang verstehen.
Die Septime bestimmt stark die Klangfarbe. Eine große Septime steht zum Beispiel in Cmaj7. Eine kleine Septime steht in C7 und vielen Dominantseptakkorden.
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Besonders wichtig ist der Dominantseptakkord. Er liegt oft auf der fünften Stufe und drängt zur Tonika. In C-Dur ist G7 der Dominantseptakkord und C-Dur die Tonika.
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