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Septakkord: Aufbau, Typen und Auflösung

Septakkord: Aufbau, Typen und Auflösung
Septakkord: Aufbau, Typen und Auflösung
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Ein Septakkord ist ein Vierklang: Zu einem Dreiklang kommt eine weitere Terz hinzu. Dadurch entstehen Grundton, Terz, Quinte und Septime. Hier lernst du, wichtige Septakkordtypen zu bilden, ihre Symbole zu unterscheiden und die Auflösung eines Dominantseptakkords zu erklären.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

So baust du einen Septakkord

Stapele über einem Grundton drei Terzen. So entstehen vier verschiedene Akkordtöne:

  1. Grundton
  2. Terz
  3. Quinte
  4. Septime

Der Name bezieht sich auf das Rahmenintervall vom Grundton bis zum obersten Ton in der Grundstellung: Es ist eine Septime.

Definition

Septakkord

Ein Septakkord oder Septimenakkord ist ein Vierklang aus Grundton, Terz, Quinte und Septime. Du kannst ihn auch als Dreiklang mit hinzugefügter Septime verstehen.

Beispiel

Für Cmaj7 beginnst du mit dem C-Dur-Dreiklang C–E–G und setzt darüber eine weitere Terz:

  • C ist der Grundton.
  • E ist die große Terz.
  • G ist die reine Quinte.
  • H ist die große Septime über C.

Damit lautet der Akkord C–E–G–H.

Merke

Nicht die Zahl der Halbtonschritte allein gibt dem Akkord seinen Namen. Entscheidend sind die Art des Dreiklangs und die Art der Septime.

Teste dich
Frage 1 von 1LeichtWelche Tonfolge bildet Cmaj7?
Lösung: C–E–G–H — Cmaj7 besteht aus dem C-Dur-Dreiklang C–E–G und der großen Septime H.
So unterscheidest du die wichtigsten Typen

Zuerst bestimmst du den Dreiklang: Dur, Moll oder vermindert. Danach bestimmst du die Septime über dem Grundton: groß, klein oder vermindert.

TypDreiklangSeptimeBeispiel
großer DurseptakkordDurgroßCmaj7 = C–E–G–H
DominantseptakkordDurkleinC7 = C–E–G–B
MollseptakkordMollkleinCm7 = C–Es–G–B
halbverminderter SeptakkordvermindertkleinCm7b5 = C–Es–Ges–B
verminderter SeptakkordvermindertvermindertCdim7 = C–Es–Ges–Heses

In internationaler Schreibweise wird das deutsche H als B und das deutsche B als Bb geschrieben. Deshalb unterscheiden sich Cmaj7 mit H und C7 mit B.

Lückentext

Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.

Ein Septakkord enthält verschiedene Akkordtöne. Beim Symbol C7 liegt über dem Dur-Dreiklang eine Septime. Das Symbol Cmaj7 bezeichnet dagegen eine Septime. Cm7b5 hat einen Dreiklang als Basis.

Lösungen: Lücke 1: vier; Lücke 2: kleine; Lücke 3: große; Lücke 4: verminderten. Bestimme immer zuerst den Dreiklang und danach die Septime. So verwechselst du C7, Cmaj7 und Cm7b5 nicht.
Warum sich G7 nach C auflöst

In C-Dur ist G7 der Dominantseptakkord auf der fünften Stufe. Seine Töne sind G–H–D–F. Er erzeugt Spannung und strebt zur Tonika C-Dur.

Zwei Töne zeigen die Richtung besonders deutlich:

  • H ist die Terz von G7 und zugleich der Leitton von C-Dur. Er steigt um einen Halbton zu C.
  • F ist die Septime von G7. Sie fällt zum Terzton E der Tonika.

Zwischen H und F liegt ein Tritonus. Die beiden beschriebenen Bewegungen führen nach innen zu C und E.

Beispiel

Bei der Verbindung G7–C kannst du die Stimmen so verfolgen:

  • Bass: G geht zu C.
  • Leitton: H geht zu C.
  • Akkordseptime: F geht zu E.
  • Der Ton D kann zu C oder E geführt werden.

Der Zielklang enthält damit die Töne des C-Dur-Dreiklangs. Im vierstimmigen Satz kann die Tonika dabei auch ohne Quinte G erscheinen.

Merke

Beim Dominantseptakkord steigt der Leitton zur Tonika, während die Akkordseptime abwärts zum Terzton der Tonika geht.

Teste dich
Frage 1 von 2MittelWelche Stimmführung zeigt die typische Auflösung von G7 nach C-Dur?
Lösung: H steigt zu C, F fällt zu E. — H ist der Leitton und steigt zur Tonika C. F ist die Akkordseptime und fällt zum Tonikaterzton E.
Frage 2 von 2SchwerE7 soll sich als Dominante nach A-Dur auflösen. Welche Bewegung überträgt die Regel richtig?
Lösung: Gis steigt zu A, D fällt zu Cis. — Die Terz Gis von E7 ist der Leitton zu A. Die Akkordseptime D fällt zum Terzton Cis von A-Dur.
So erkennst du Grundstellung und Umkehrungen

Der Basston ist der tiefste erklingende Ton. Er entscheidet über die Stellung des Akkords. Wird jeweils der tiefste Ton eine Oktave nach oben versetzt, entstehen nacheinander drei Umkehrungen.

Basston bei G7StellungTonfolge
G, der GrundtonGrundstellungG–H–D–F
H, die TerzQuintsextakkordH–D–F–G
D, die QuinteTerzquartakkordD–F–G–H
F, die SeptimeSekundakkordF–G–H–D
Gut zu wissen

Eine Umkehrung ändert den Basston und die Anordnung, aber nicht den Tonvorrat des Akkords. In allen vier Formen von G7 bleiben G, H, D und F enthalten.

Teste dich
Frage 1 von 2LeichtWelche Stellung von G7 liegt vor, wenn F der tiefste Ton ist?
Lösung: Sekundakkord — F ist die Septime von G7. Liegt die Septime im Bass, heißt die dritte Umkehrung Sekundakkord.
Frage 2 von 2MittelDie Töne D–F–G–H erklingen mit D im Bass. Welche Stellung ist das?
Lösung: Terzquartakkord — D ist die Quinte von G7. Mit der Quinte im Bass liegt die zweite Umkehrung, der Terzquartakkord, vor.
Vertiefung: Stimmen gezielt verfolgen

Bei einer mehrstimmigen Akkordverbindung schaust du nicht nur auf die Akkordnamen. Du verfolgst jede Stimme einzeln von ihrem Ausgangston zu ihrem Zielton.

Gehe in dieser Reihenfolge vor:

  1. Bestimme Akkord und Basston.
  2. Markiere Leitton und Akkordseptime.
  3. Prüfe ihre Zielrichtungen.
  4. Suche bei den übrigen Stimmen nach kurzen, gut singbaren Wegen.
  5. Prüfe zuletzt, welche Töne im Zielakkord tatsächlich vorhanden sind.
Beispiel

Vergleiche zwei Vorschläge für die Oberstimmen bei G7–C:

  • Vorschlag A: H→C und F→E.
  • Vorschlag B: H→G und F→G.

Vorschlag A zeigt beide charakteristischen Auflösungen. In Vorschlag B erreichen die Stimmen zwar einen Ton des C-Dur-Akkords, aber Leitton und Septime verlieren ihre typische Stimmführung. Für eine reguläre Dominantauflösung ist A deshalb überzeugender.

Teste dich
Frage 1 von 1SchwerIn einer G7–C-Verbindung geht H bereits zu C. Welche Ergänzung macht die charakteristische Auflösung vollständig?
Lösung: F geht zu E. — Neben dem Leitton H→C gehört die fallende Septime F→E zur charakteristischen Auflösung.
Karteikasten
Karteikasten

Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Septakkord
    • Aufbau: Dreiklang plus Septime
    • Typen: Dreiklangsart und Septimenart
    • Dominantwirkung: Leitton aufwärts, Septime abwärts
    • Stellungen: Grundstellung und drei Umkehrungen
    • Analyse: Basston bestimmen und Stimmen verfolgen
Abschluss-Check
Teste dich
Frage 1 von 3LeichtWelches Merkmal unterscheidet Cmaj7 von C7?
Lösung: Cmaj7 enthält eine große, C7 eine kleine Septime. — Beide Akkorde beruhen auf dem C-Dur-Dreiklang. Der Unterschied ist H als große Septime bei Cmaj7 gegenüber B als kleine Septime bei C7.
Frage 2 von 3MittelEin Akkord enthält G–H–D–F, aber H liegt im Bass. Wie bestimmst du ihn?
Lösung: G7 im Quintsextakkord — Der Tonvorrat ergibt G7. H ist dessen Terz; mit der Terz im Bass liegt der Quintsextakkord vor.
Frage 3 von 3SchwerDu prüfst die Auflösung D7–G-Dur. Welche Stimmen zeigen die charakteristische Bewegung?
Lösung: Fis steigt zu G, C fällt zu H. — Übertrage die Regel von G7–C: Die Dominantterz Fis steigt zum Tonikagrundton G, die Akkordseptime C fällt zum Tonikaterzton H.

Du kannst einen Septakkord nun in drei Schritten untersuchen: Tonvorrat bestimmen, Stellung am Basston erkennen und bei einer Dominantauflösung Leitton sowie Akkordseptime verfolgen.

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