Manche Akkorde klingen wie ein Satz, der noch nicht fertig ist. Du hörst sie und erwartest fast automatisch den nächsten Akkord. Genau so arbeitet der Dominantseptakkord. Er baut Spannung auf und führt dein Ohr zur Entspannung.
- Du erkennst, warum ein Dominantseptakkord Spannung erzeugt.
- Du baust einen Dominantseptakkord aus vier Tönen.
- Du verstehst die Auflösung von G7 nach C-Dur.
- Du unterscheidest Akkordsymbol und Funktionsbezeichnung.
Vom Akkord zur Spannung
Ein Akkord ist ein Zusammenklang aus mindestens drei verschiedenen Tönen. Ein Dreiklang ist ein Akkord aus drei Tönen. Seine wichtigsten Bausteine sind der Grundton, die Terz und die Quinte.
Der Grundton ist der Ton, nach dem der Akkord meist benannt wird. Bei G-Dur ist G der Grundton. Die Terz ist der dritte Ton über dem Grundton. Die Quinte ist der fünfte Ton über dem Grundton.
Dur ist eine helle Akkord- und Tonartform. Ein Dur-Dreiklang hat eine große Terz und klingt oft offen oder klar. Moll ist eine andere Akkord- und Tonartform. Ein Moll-Dreiklang hat eine kleine Terz und klingt oft dunkler.
Eine Tonart ist der Tonraum, in dem sich ein Stück hauptsächlich bewegt. In C-Dur fühlt sich der Ton C wie ein Zuhause an. Dieses Zuhause nennt man Tonika. Die Tonika ist der Ruhepunkt einer Tonart.
Die Dominante ist der Akkord auf der fünften Stufe einer Tonleiter. In C-Dur zählst du: C ist 1, D ist 2, E ist 3, F ist 4, G ist 5. Also ist G die Dominante von C-Dur.
Die Tonika ist der Ruhe-Akkord einer Tonart. Die Dominante ist der Akkord auf der fünften Stufe und führt meistens zurück zur Tonika.
In C-Dur ist C-Dur die Tonika.
Die fünfte Stufe ist G. Der Akkord G-Dur ist deshalb die Dominante.
Die Bewegung G-Dur nach C-Dur klingt wie Frage und Antwort.
Tonika bedeutet: Hier kommt die Musik zur Ruhe. Dominante bedeutet: Die Musik will weiter zur Tonika.
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Der Dominantseptakkord
Ein Septakkord ist ein Vierklang. Er entsteht, wenn zu einem Dreiklang noch ein vierter Ton hinzukommt: die Septime. Eine Septime ist ein Abstand von sieben Tonstufen vom Grundton aus gezählt.
Der Dominantseptakkord ist ein Septakkord auf der Dominante. Er besteht aus einem Dur-Dreiklang und einer kleinen Septime. Die kleine Septime ist die Septime, die einen Ganzton unter der Oktave liegt. Beim Akkord G7 ist das der Ton F, denn von G bis zum nächsten G wäre die Oktave, und F liegt einen Ganzton darunter.
Ein Dominantseptakkord ist ein Vierklang auf der Dominante. Er besteht aus Grundton, großer Terz, reiner Quinte und kleiner Septime.
In C-Dur baust du den Dominantseptakkord auf G.
G-Dur besteht aus G, H und D.
Dazu kommt die kleine Septime F.
Der Dominantseptakkord heißt G7 und besteht aus G, H, D und F.
Dominantseptakkord = Dominante plus kleine Septime. In C-Dur ist das G7: G, H, D, F.
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So baust du ihn Schritt für Schritt
Du kannst den Dominantseptakkord wie eine kleine Tonleiter-Aufgabe bauen. Zuerst suchst du die Tonika. Dann gehst du zur fünften Stufe. Auf dieser Stufe baust du einen Dur-Dreiklang und setzt die kleine Septime dazu.
Eine große Terz ist eine Terz mit vier Halbtonschritten. Sie macht den unteren Teil des Dominantseptakkords zum Dur-Klang. Eine reine Quinte ist eine stabile Quinte mit sieben Halbtonschritten. Zusammen ergeben Grundton, große Terz und reine Quinte einen Dur-Dreiklang.
Aufgabe: Baue den Dominantseptakkord in F-Dur.
- Tonika suchen: F-Dur hat F als Ruhepunkt.
- Fünfte Stufe zählen: F, G, A, B, C. Die Dominante ist C.
- C-Dur-Dreiklang bilden: C, E, G.
- Kleine Septime ergänzen: B.
Der Dominantseptakkord in F-Dur heißt C7 und besteht aus C, E, G und B.
Im Deutschen heißt der Ton zwischen A und C meistens H, wenn er nicht erniedrigt ist. Der erniedrigte Ton heißt B. Deshalb ist G7 in C-Dur G, H, D, F. C7 in F-Dur ist C, E, G, B.
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Warum G7 nach C will
Ein Dominantseptakkord klingt besonders spannend. Das liegt nicht nur daran, dass er vier Töne hat. Zwei Töne drücken besonders stark zur Auflösung.
Der Leitton ist ein Ton, der nur einen Halbton unter seinem Ziel liegt und nach oben weitergehen möchte. In C-Dur ist H der Leitton, weil H direkt unter C liegt. Im Akkord G7 ist H die Terz. Sie möchte nach C.
Die Septime F möchte meist nach unten gehen. In C-Dur geht F nach E. E ist die Terz des C-Dur-Akkords. So lösen sich zwei Spannungstöne sauber in die Tonika auf.
Eine Auflösung ist der Schritt von einem spannungsvollen Klang zu einem ruhigeren Klang. Beim Dominantseptakkord führt die Auflösung meistens zur Tonika.
G7 löst sich nach C-Dur auf.
G7: G, H, D, F
C-Dur: C, E, G
Typische Bewegung: H geht nach C. F geht nach E. D geht meist nach C. G kann nach C springen oder als gemeinsamer Ton liegen bleiben.
Du hörst: Die Spannung aus G7 kommt in C-Dur zur Ruhe.
Im Dominantseptakkord zeigen zwei Töne den Weg: Die Terz steigt zur Tonika, die Septime fällt zur Terz der Tonika.
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Zeichen, Namen und Umkehrungen
Im Akkordsymbol steht beim Dominantseptakkord meistens eine 7. G7 bedeutet: G-Dur-Dreiklang mit kleiner Septime. Das Symbol nennt den konkreten Grundton. G7 beginnt also bei G, A7 beginnt bei A, E7 beginnt bei E.
Die Funktionsbezeichnung D7 meint etwas anderes. Das D steht hier für Dominante, nicht für den Ton D. D7 heißt also: Dominantseptakkord der aktuellen Tonart. In C-Dur ist D7 als Funktion der Akkord G7.
Eine Umkehrung entsteht, wenn nicht der Grundton unten liegt, sondern ein anderer Akkordton. Die Töne bleiben gleich, aber die Reihenfolge ändert sich. Bei G7 sind immer G, H, D und F beteiligt. Wenn H unten liegt, ist es trotzdem noch G7, nur in einer anderen Lage.
G7 in Grundstellung: G, H, D, F
G7 mit H unten: H, D, F, G
G7 mit D unten: D, F, G, H
G7 mit F unten: F, G, H, D
Alle vier Formen enthalten dieselben Töne. Deshalb gehören sie zum selben Akkord.
Für den Anfang reicht: Die 7 im Akkordsymbol meint beim Dominantseptakkord die kleine Septime. Die Funktionsbezeichnung D7 meint die Rolle als Dominante mit Septime.
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Dominantseptakkorde in Dur und Moll
In Dur findest du den Dominantseptakkord direkt auf der fünften Stufe. In C-Dur ist das G7. In F-Dur ist das C7. In G-Dur ist das D7. Das Muster bleibt gleich.
In Moll ist es etwas spannender. Eine natürliche Moll-Tonleiter hat oft keinen starken Leitton zur Tonika. Damit die Dominante trotzdem kräftig zur Tonika zieht, wird die siebte Stufe häufig erhöht. Dadurch entsteht in Moll ebenfalls ein Dur-Dreiklang auf der Dominante mit kleiner Septime.
In a-Moll ist A die Tonika.
Die fünfte Stufe ist E.
Für eine starke Dominante braucht der Akkord den Leitton Gis, denn Gis führt nach A.
E7 besteht aus E, Gis, H und D.
E7 löst sich nach a-Moll auf.
Auch in Moll klingt die Dominante oft wie ein Dur-Akkord mit kleiner Septime. Der Leitton macht die Auflösung stark.
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Zusammenfassung
Der Dominantseptakkord ist ein Vierklang auf der fünften Stufe einer Tonart. Er besteht aus einem Dur-Dreiklang und einer kleinen Septime. In C-Dur ist die Dominante G, deshalb heißt der Dominantseptakkord dort G7: G, H, D, F.
Seine Spannung entsteht vor allem durch den Leitton und die Septime. Beim Beispiel G7 geht H nach C und F nach E. So löst sich der Akkord überzeugend nach C-Dur auf.
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