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Tonika einfach erklärt: Funktion und Akkord

Tonika einfach erklärt: Funktion und Akkord
Tonika einfach erklärt: Funktion und Akkord
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Die Tonika ist das tonale Zentrum einer Tonart. Sie bezeichnet den Grundton und in der Harmonielehre auch den Akkord auf der ersten Tonleiterstufe. Zu ihr kehrt eine einfache Kadenz zurück, sodass häufig der Eindruck von Ruhe und Abschluss entsteht.

Deine Lernziele

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Wofür steht der Begriff Tonika?
Definition

Tonika

Die Tonika ist die erste Stufe einer Tonart. Der Begriff kann den Grundton selbst oder den auf ihm aufgebauten Hauptakkord bezeichnen. Als harmonischer Bezugspunkt heißt sie auch tonales Zentrum.

Die Tonart wird nach ihrem Grundton benannt:

  • In C-Dur ist c der Grundton. Der Tonika-Akkord lautet c–e–g.
  • In a-Moll ist a der Grundton. Der Tonika-Akkord lautet a–c–e.

In Funktionsbezeichnungen steht T für eine Dur-Tonika und t für eine Moll-Tonika. Mit Stufenzahlen wird die Tonika als I. Stufe bezeichnet.

Merke

Grundton, Tonika-Akkord und Tonart gehören zusammen: C-Dur hat den Grundton c und den Tonika-Dreiklang c–e–g.

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Frage 1 von 1LeichtWelche Aussage unterscheidet Grundton und Tonika-Akkord richtig?
Lösung: Der Grundton ist ein einzelner Ton; der Tonika-Akkord ist der auf ihm aufgebaute Hauptklang. — Die Tonika kann zwar auch den Grundton bezeichnen. Wenn ausdrücklich vom Tonika-Akkord die Rede ist, ist jedoch der auf der ersten Stufe errichtete Klang gemeint.
Wie bildest du den Tonika-Dreiklang?

Ein Dreiklang besteht in seiner Grundform aus Grundton, Terz und Quinte. Diese Töne werden in Terzen übereinandergeschichtet.

Beispiel

So entsteht die Tonika in C-Dur:

  1. Beginne mit dem Grundton c.
  2. Ergänze die Terz e.
  3. Ergänze die Quinte g.
  4. Der vollständige Tonika-Dreiklang lautet c–e–g.

Da C-Dur eine Durtonart ist, klingt dieser Tonika-Dreiklang als Durakkord.

In a-Moll gehst du genauso vor: Grundton a, Terz c, Quinte e. Der Tonika-Dreiklang a–c–e ist ein Mollakkord.

Lückentext

Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.

In C-Dur liegt die Tonika auf der Stufe. Ihr Grundton ist , und der vollständige Dreiklang lautet .

Lösungen: Lücke 1: ersten; Lücke 2: c; Lücke 3: c–e–g. Die Tonika steht auf Stufe I. In C-Dur wird sie auf c aufgebaut und besteht aus c, e und g.
Wie wirkt die Tonika in einer Kadenz?

Eine Kadenz ist eine Akkordfolge, die Spannung aufbaut und wieder zum tonalen Zentrum zurückführt. Eine einfache Grundform lautet:

Tonika – Subdominante – Dominante – Tonika

Mit Stufen: I–IV–V–I

Mit Funktionen: T–S–D–T

Beispiel

In C-Dur lautet die Folge:

C-Dur – F-Dur – G-Dur – C-Dur

Der erste C-Dur-Akkord legt das harmonische Zentrum fest. F-Dur und besonders G-Dur führen davon weg und erzeugen Bewegung. Die Rückkehr zu C-Dur löst die Spannung und bestätigt C-Dur als Tonika.

Musikstücke beginnen und enden häufig mit der Tonika. Das ist jedoch keine Regel für jedes Stück. Entscheidend ist ihre Rolle als Bezugspunkt der Tonart.

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Frage 1 von 1MittelEine Kadenz in G-Dur folgt dem Schema I–IV–V–I. Welche Funktion hat der letzte Akkord?
Lösung: Tonika — Das Stufenschema lässt sich auf verschiedene Tonarten übertragen. Die I. Stufe ist stets die Tonika, unabhängig vom konkreten Grundton.
Was kann sich am Tonika-Klang verändern?

Der Grundton ist für die Tonikafunktion unverzichtbar. Terz oder Quinte können in einem musikalischen Satz fehlen; der Klang kann trotzdem als Vertreter des vollständigen Tonika-Dreiklangs verstanden werden.

In moderner Musik kann die Tonika außerdem durch weitere Töne erweitert werden. Im Jazz kommt beispielsweise eine große Septime hinzu, im Blues häufig eine kleine Septime. Solche Erweiterungen verändern die Klangfarbe, müssen aber die Rolle als tonales Zentrum nicht aufheben.

Gut zu wissen

Ob ein Akkord Tonika ist, hängt nicht nur von seiner Tonzusammensetzung ab. Seine Beziehung zur Tonart und zu den benachbarten Akkorden entscheidet über seine harmonische Funktion.

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Frage 1 von 1MittelIn C-Dur erklingt am Schluss ein Klang mit den Tönen c und e; die Quinte g fehlt. Welche Beurteilung passt zum beschriebenen Tonika-Begriff?
Lösung: Der Klang kann die Tonika vertreten, weil der unverzichtbare Grundton c enthalten ist. — In der klassischen Funktionsdeutung können Terz oder Quinte fehlen. Der Grundton bleibt für die Tonikafunktion jedoch unverzichtbar.
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Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Tonika
    • ist die erste Stufe einer Tonart
    • bezeichnet den Grundton oder den Tonika-Akkord
    • bildet das tonale Zentrum
    • besteht als Dreiklang aus Grundton, Terz und Quinte
    • wird in Dur mit T und in Moll mit t bezeichnet
    • ist Ausgangs- und Zielpunkt der einfachen Kadenz
    • kann stilabhängig erweitert werden
Abschluss-Check
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Frage 1 von 3LeichtAuf welcher Stufe liegt die Tonika?
Lösung: Auf der I. Stufe — Tonika, Subdominante und Dominante liegen auf den Stufen I, IV und V.
Frage 2 von 3MittelWelche Töne bilden den Tonika-Dreiklang in a-Moll?
Lösung: a–c–e — Die Tonart a-Moll hat den Grundton a. Ihr Tonika-Dreiklang besteht aus a, c und e.
Frage 3 von 3SchwerEine Akkordfolge in einer neuen Tonart lautet I–IV–V–I. Wie begründest du die Funktion des letzten Akkords?
Lösung: Er ist die Tonika, weil die Folge auf die erste Stufe und damit zum tonalen Zentrum zurückkehrt. — Stufenzahlen beschreiben übertragbare Beziehungen. In jeder Tonart bezeichnet Stufe I die Tonika; deshalb bestätigt der Schlussakkord hier das tonale Zentrum.

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