Physik

Photoeffekt: Frequenz, Intensität und Energie

Photoeffekt: Frequenz, Intensität und Energie
Photoeffekt: Frequenz, Intensität und Energie
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Beim äußeren Photoeffekt löst Licht Elektronen aus einer Metalloberfläche. Dafür muss jedes einzelne Photon genug Energie besitzen. Oberhalb der Grenzfrequenz wächst die maximale kinetische Energie der Elektronen linear mit der Frequenz.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Was beim äußeren Photoeffekt geschieht

Ein Elektron absorbiert die Energie eines Photons vollständig. Reicht diese Energie aus, überwindet es die Bindung an das Metall und verlässt die Oberfläche als Photoelektron.

Definition

Photon

Ein Photon ist ein einzelnes Energiepaket des Lichts. Seine Energie hängt von der Lichtfrequenz ab.

Beim äußeren Photoeffekt verlässt das Elektron das Material. Beim inneren Photoeffekt bleibt es im Festkörper und kann dort die Leitfähigkeit verändern.

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Frage 1 von 1LeichtWas kennzeichnet den äußeren Photoeffekt?
Lösung: Ein Elektron absorbiert ein Photon und verlässt das Material. — Beim äußeren Photoeffekt wird ein Elektron aus der Oberfläche herausgelöst.
Wann Elektronen austreten

Die Energie eines Photons ist

$$E_\mathrm{Ph}=hf$$

Dabei ist $h$ das Plancksche Wirkungsquantum und $f$ die Frequenz. Zum Ablösen braucht das Elektron die materialabhängige Austrittsarbeit $W_A$. Der Rest wird maximale kinetische Energie:

$$E_\mathrm{kin,max}=hf-W_A$$

Diese Gleichung gilt für ausgelöste Elektronen. Ist $hf\lt W_A$, tritt kein Elektron aus; eine negative kinetische Energie gibt es hier nicht.

Definition

Grenzfrequenz

Die Grenzfrequenz $f_g$ ist die kleinste Frequenz, bei der die Photonenergie gerade der Austrittsarbeit entspricht.

An der Schwelle gilt $E_\mathrm{kin,max}=0$. Daher folgt

$$f_g=\frac{W_A}{h}$$

Merke

Unterhalb der Grenzfrequenz entstehen auch bei sehr hoher Intensität keine Photoelektronen.

Beispiel

Für zwei Metalle gelte $W_{A,1}\lt W_{A,2}$. Bei gleicher Frequenz ist die maximale Elektronenenergie beim ersten Metall größer, weil weniger Austrittsarbeit abgezogen wird. Liegt $hf$ zwischen beiden Austrittsarbeiten, treten nur aus dem ersten Metall Elektronen aus.

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Frage 1 von 1MittelFür ein Metall gilt $hf\lt W_A$. Was geschieht?
Lösung: Es treten keine Photoelektronen aus. — Ein Photon muss mindestens die Austrittsarbeit liefern, damit ein Elektron austreten kann.
Frequenz und Intensität unterscheiden

Die Frequenz bestimmt mit $E_\mathrm{Ph}=hf$ die Energie jedes Photons. Eine höhere Frequenz erhöht deshalb oberhalb der Schwelle die maximale Elektronenenergie.

Die Intensität gibt an, wie viel Lichtenergie pro Zeit und Fläche eintrifft. Bei fester Frequenz bedeutet höhere Intensität: Mehr Photonen treffen ein. Oberhalb der Grenzfrequenz können dadurch mehr Elektronen ausgelöst werden und der Photostrom kann steigen. Die maximale Energie eines einzelnen Elektrons bleibt gleich.

ÄnderungBeobachtung
Frequenz steigtPhotonenergie und maximale Elektronenenergie steigen
Intensität steigt, Frequenz bleibt gleichPhotonenzahl und Photostrom können steigen
Intensität steigt unterhalb von $f_g$Es treten weiterhin keine Elektronen aus
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Frage 1 von 1MittelLicht liegt über der Grenzfrequenz. Nur seine Intensität wird erhöht. Was ändert sich?
Lösung: Mehr Elektronen können pro Zeit austreten; ihre maximale Energie bleibt gleich. — Bei fester Frequenz verändert die Intensität die Photonenzahl, nicht die Energie pro Photon.
Gegenfeldmethode und Stoppspannung

In einer Vakuum-Fotozelle löst monochromatisches Licht Elektronen aus der Kathode. Die Elektronen bewegen sich zur Anode; ein Photostrom fließt. Eine Gegenspannung bremst sie.

Bei der Stoppspannung $U_g$ erreicht gerade kein Elektron mehr die Anode, der Photostrom ist null. Dann gilt

$$E_\mathrm{kin,max}=eU_g$$

Dabei ist $e$ der Betrag der Elementarladung. Mit der Einstein-Gleichung folgt

$$eU_g=hf-W_A$$

Beispiel

Du misst für mehrere Frequenzen die Stoppspannung. Aus $eU_g$ erhältst du jeweils die maximale kinetische Energie. Oberhalb der Grenzfrequenz liegen die Punkte im $E_\mathrm{kin,max}(f)$-Diagramm auf einer Geraden.

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Frage 1 von 1MittelWoran erkennst du die Stoppspannung?
Lösung: Der Photostrom ist gerade auf null gesunken. — Bei der Stoppspannung erreicht kein ausgelöstes Elektron mehr die Anode.
Das Energie-Frequenz-Diagramm auswerten

Aus $E_\mathrm{kin,max}=hf-W_A$ liest du drei Beziehungen ab:

  • Die Steigung der Geraden ist $h$.
  • Der senkrechte Achsenabschnitt ist $-W_A$; sein Betrag ist die Austrittsarbeit.
  • Der Schnittpunkt mit der Frequenzachse ist $f_g$.
Beispiel

Ein Messdiagramm liefert zwei Punkte:

$f$$E_\mathrm{kin,max}$
$8{,}00\cdot10^{14}\,\mathrm{Hz}$$1{,}3000\cdot10^{-19}\,\mathrm{J}$
$1{,}00\cdot10^{15}\,\mathrm{Hz}$$2{,}6252\cdot10^{-19}\,\mathrm{J}$

Die Steigung ist

$h=\frac{\Delta E}{\Delta f}=\frac{1{,}3252\cdot10^{-19}\,\mathrm{J}}{2{,}00\cdot10^{14}\,\mathrm{Hz}}=6{,}626\cdot10^{-34}\,\mathrm{J\,s}$

Stelle nun nach der Austrittsarbeit um:

$$W_A=hf-E_\mathrm{kin,max}$$

Mit dem ersten Punkt erhältst du

$$W_A=4{,}0008\cdot10^{-19}\,\mathrm{J}$$

Der zweite Punkt liefert denselben Wert und kontrolliert damit die Auswertung.

Teste dich
Frage 1 von 2MittelEin neues Messdiagramm liefert die Punkte $(7{,}00\cdot10^{14}\,\mathrm{Hz};\ 1{,}6382\cdot10^{-19}\,\mathrm{J})$ und $(9{,}00\cdot10^{14}\,\mathrm{Hz};\ 2{,}9634\cdot10^{-19}\,\mathrm{J})$. Welche Werte erhältst du für $h$ und $W_A$?
Lösung: $h=6{,}626\cdot10^{-34}\,\mathrm{J\,s}$ und $W_A=3{,}0000\cdot10^{-19}\,\mathrm{J}$ — Zuerst: $h=\frac{2{,}9634\cdot10^{-19}-1{,}6382\cdot10^{-19}}{9{,}00\cdot10^{14}-7{,}00\cdot10^{14}}=6{,}626\cdot10^{-34}\,\mathrm{J\,s}$. Dann mit dem ersten Punkt: $W_A=hf-E_\mathrm{kin,max}=6{,}626\cdot10^{-34}\cdot7{,}00\cdot10^{14}-1{,}6382\cdot10^{-19}=3{,}0000\cdot10^{-19}\,\mathrm{J}$.
Frage 2 von 2MittelZwei Geraden verschiedener Metalle sind parallel. Was folgt?
Lösung: Sie haben dieselbe Steigung $h$, aber können verschiedene Austrittsarbeiten haben. — Die Steigung ist das Plancksche Wirkungsquantum; der Achsenabschnitt hängt vom Material ab.
Warum das Photonenmodell überzeugt

Eine rein klassische Wellenvorstellung verteilt Lichtenergie kontinuierlich. Danach läge nahe, dass intensiveres Licht einzelnen Elektronen mehr Energie zuführt und genügend hohe Intensität auch unterhalb einer bestimmten Frequenz Elektronen auslösen könnte.

Die Experimente zeigen dagegen:

  • Unterhalb der Grenzfrequenz treten trotz höherer Intensität keine Elektronen aus.
  • Oberhalb der Grenzfrequenz hängt die maximale Elektronenenergie von der Frequenz ab.
  • Höhere Intensität steigert bei fester Frequenz vor allem die Zahl der ausgelösten Elektronen und den Photostrom.

Das Photonenmodell erklärt dies gemeinsam: Ein Elektron erhält $hf$ von einem Photon. Die Frequenz bestimmt die Energie pro Photon, die Intensität bei fester Frequenz die Photonenzahl.

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Frage 1 von 1SchwerSehr intensives Licht liegt unterhalb der Grenzfrequenz. Was sagt das Photonenmodell voraus?
Lösung: Es treten keine Elektronen aus, weil jedes Photon zu wenig Energie besitzt. — Entscheidend ist die durch die Frequenz bestimmte Energie des einzelnen Photons.
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Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Äußerer Photoeffekt
    • Photonenergie: $E_\mathrm{Ph}=hf$
    • Schwelle: $hf\ge W_A$
    • Elektronenenergie: $E_\mathrm{kin,max}=hf-W_A$
    • Intensität: Photonenzahl und Photostrom
    • Gegenfeld: $E_\mathrm{kin,max}=eU_g$
    • Diagramm: Steigung $h$, Achsenabschnitt $-W_A$
Abschluss-Check
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Frage 1 von 3LeichtWelche Größe bestimmt die Energie eines Photons?
Lösung: Die Frequenz — Es gilt $E_\mathrm{Ph}=hf$.
Frage 2 von 3MittelWie verändert sich $E_\mathrm{kin,max}$ oberhalb der Grenzfrequenz, wenn $f$ steigt?
Lösung: Sie steigt linear mit $f$. — Bei festem Material ist $E_\mathrm{kin,max}=hf-W_A$ eine Gerade mit der Steigung $h$.
Frage 3 von 3SchwerWie findest du aus der Geraden die Grenzfrequenz?
Lösung: Setze $E_\mathrm{kin,max}=0$; dann ist $f_g=W_A/h$. — An der Grenzfrequenz reicht die Photonenergie gerade für die Austrittsarbeit aus.

Du beherrschst den Lernweg, wenn du zuerst $hf$ mit $W_A$ vergleichst, dann Frequenz und Intensität trennst und schließlich Messdaten mit der Geradengleichung auswertest.

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