Im Kalender stehen Weihnachten und Ostern. Vielleicht kennst du Menschen, die getauft sind, oder siehst ein Kreuz auf einem Gebäude. All das kann mit dem Christentum zu tun haben. Hier lernst du die wichtigsten Ideen kennen.
- Du erklärst, was das Christentum ist.
- Du kennst Jesus Christus, die Bibel und wichtige Glaubensinhalte.
- Du unterscheidest christliche Konfessionen.
- Du ordnest Taufe, Symbole und Feste ein.
Was ist das Christentum?
Das Christentum ist eine Religion, die sich auf Jesus Christus bezieht. Menschen, die zu ihr gehören, heißen Christinnen und Christen. Es ist eine Weltreligion, also eine Religion, die in vielen Ländern der Erde verbreitet ist.
Das Christentum entstand vor ungefähr 2000 Jahren im Gebiet des heutigen Israel und Palästina. Es hat Wurzeln im Judentum, denn Jesus war Jude. Christentum und Judentum sind trotzdem zwei verschiedene Religionen.
In einer Stadt leben Menschen mit verschiedenen Religionen und Menschen ohne Religion. Manche besuchen katholische, evangelische oder orthodoxe Gottesdienste. Sie gehören trotz dieser Unterschiede zum Christentum.
Christentum heißt: Menschen orientieren sich an Jesus Christus, seiner Botschaft und ihrem Glauben an Gott.
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Jesus Christus und seine Botschaft
Jesus von Nazaret lebte vor etwa 2000 Jahren. „Christus“ ist kein Nachname, sondern ein Titel. Er bedeutet „der Gesalbte“. Christinnen und Christen nennen Jesus Christus, weil sie in ihm den von Gott gesandten Retter sehen.
Jesus erzählte von Gottes Liebe. Besonders wichtig ist die Nächstenliebe. Das bedeutet: Du behandelst andere Menschen fair, hilfst ihnen und achtest ihre Würde. Für Jesus sollten auch arme, kranke oder ausgegrenzte Menschen dazugehören.
Christinnen und Christen glauben, dass Jesus gekreuzigt wurde und starb. Zu Ostern feiern sie seine Auferstehung. Damit meinen sie: Gott hat Jesus vom Tod zu neuem Leben erweckt. Der Tod hat nach diesem Glauben nicht das letzte Wort.
Ein Mitschüler wird ausgelacht, weil er neu in der Klasse ist. Du setzt dich zu ihm, hörst zu und bittest die anderen, damit aufzuhören. So kannst du Nächstenliebe im Alltag zeigen.
Nächstenliebe zeigt sich nicht nur in großen Taten. Auch Zuhören, Teilen und fair sein können dazugehören.
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Gott im christlichen Glauben
Viele Christinnen und Christen glauben an einen Gott. Das nennt man Monotheismus. Das Wort bedeutet: Es gibt nur einen Gott.
Oft sprechen Christinnen und Christen von der Dreifaltigkeit oder Trinität. Damit meinen sie nicht drei Götter. Sie sprechen von dem einen Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist. Mit Vater ist Gott als Schöpfer gemeint. Der Sohn steht für Jesus Christus. Der Heilige Geist steht für Gottes Kraft und Nähe.
Eine Kerze kann Licht geben, Wärme ausstrahlen und brennen. Sie bleibt trotzdem eine Kerze. Das beweist die Dreifaltigkeit nicht, kann aber beim Verstehen helfen: Vater, Sohn und Heiliger Geist sind für Christinnen und Christen nicht drei getrennte Götter.
Im Christentum geht es um den Glauben an einen Gott. Vater, Sohn und Heiliger Geist sind eine besondere Art, von diesem einen Gott zu sprechen.
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Die Bibel und die Gemeinschaft
Die Bibel ist die Heilige Schrift des Christentums. Eine Heilige Schrift ist eine Textsammlung, die für den Glauben besonders wichtig ist. Die Bibel enthält viele Bücher, Geschichten, Gebete, Briefe und Lieder. Sie besteht aus dem Alten Testament und dem Neuen Testament.
Das Alte Testament enthält Schriften, die eng mit den heiligen Schriften des Judentums verbunden sind. Im Neuen Testament geht es vor allem um Jesus, seine Botschaft und die ersten Christinnen und Christen.
Eine Gemeinde ist eine Gruppe von Christinnen und Christen an einem Ort. Das Wort Kirche kann zwei Dinge meinen: ein Gebäude für Gottesdienste und die Gemeinschaft der Christinnen und Christen.
Im Religionsunterricht liest die Klasse eine Geschichte über Jesus aus dem Neuen Testament. Am Sonntag treffen sich Menschen zum Gottesdienst. Zusammen bilden sie eine Gemeinde.
Die Bibel ist ein Buch aus vielen Büchern. Kirche kann sowohl ein Gebäude als auch eine Gemeinschaft meinen.
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Verschiedene christliche Kirchen
Im Christentum gibt es verschiedene Konfessionen. Eine Konfession ist eine größere Glaubensrichtung innerhalb einer Religion. Große Konfessionen sind die katholische, die evangelische und die orthodoxe Kirche.
Katholische Christinnen und Christen erkennen den Papst in Rom als wichtiges Oberhaupt ihrer Kirche an. Evangelische Kirchen entstanden in der Reformation. Das war eine Erneuerungsbewegung im 16. Jahrhundert. Martin Luther kritisierte damals Missstände in der damaligen Kirche.
Orthodoxe Kirchen haben geschichtliche Schwerpunkte unter anderem in Ost- und Südosteuropa. Ihre Gottesdienste gestalten sie oft mit Bildern, Gesängen und festen Abläufen.
Zwei Freundinnen sind Christinnen. Eine besucht eine katholische Gemeinde, die andere eine evangelische. Beide glauben an Jesus Christus. Manche Traditionen und Regeln ihrer Konfessionen können jedoch verschieden sein.
Ökumene bedeutet, dass verschiedene christliche Kirchen zusammenarbeiten und das Gemeinsame betonen.
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Zeichen, Feste und Taufe
Das Kreuz ist das bekannteste Zeichen des Christentums. Es erinnert an Jesu Tod. Für viele Christinnen und Christen steht es zugleich für die Hoffnung auf seine Auferstehung.
Die Taufe ist eine Feier, durch die ein Mensch in eine christliche Gemeinschaft aufgenommen wird. Wasser spielt dabei eine wichtige Rolle. Manche Menschen werden als Babys getauft, andere entscheiden sich später selbst dafür.
Zu Weihnachten feiern Christinnen und Christen die Geburt Jesu. An Karfreitag erinnern sie sich an seinen Tod. Ostern ist besonders wichtig, weil Christinnen und Christen dann Jesu Auferstehung feiern. Pfingsten erinnert an den Heiligen Geist und an die ersten christlichen Gemeinden.
Bei einer Taufe gießt eine Pfarrerin oder ein Priester Wasser über den Kopf eines Kindes oder eines Erwachsenen. Familie und Gemeinde heißen die getaufte Person willkommen.
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Zusammenfassung
Das Christentum ist eine Weltreligion, die sich auf Jesus Christus bezieht. Christinnen und Christen glauben an einen Gott und sehen Jesus als besonders wichtig für ihren Glauben. Die Bibel, christliche Gemeinschaften, die Taufe sowie Feste wie Weihnachten und Ostern spielen eine wichtige Rolle. Es gibt verschiedene Konfessionen, die vieles gemeinsam haben und manches unterschiedlich gestalten.
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