Religion

Konfession einfach erklärt: Bedeutung und Beispiele

Konfession einfach erklärt: Bedeutung und Beispiele
Konfession einfach erklärt: Bedeutung und Beispiele
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Eine Konfession ist eine Glaubensrichtung oder kirchliche Gemeinschaft innerhalb des Christentums. Deshalb sind zum Beispiel evangelisch und katholisch keine verschiedenen Religionen, sondern christliche Konfessionen.

Auf dieser Seite lernst du, Religion und Konfession zu unterscheiden, Gemeinsamkeiten christlicher Konfessionen zu erkennen und ähnliche Begriffe sicher einzuordnen.

Deine Lernziele

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Religion oder Konfession?

Judentum, Christentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus sind Beispiele für Religionen. Innerhalb einer Religion können sich verschiedene Gemeinschaften entwickeln.

Definition

Konfession

Eine Konfession ist eine christliche Glaubensrichtung oder kirchliche Gemeinschaft mit bestimmten Überzeugungen, Organisationsformen und religiösen Praktiken. Das Wort stammt vom lateinischen confessio und bedeutet unter anderem „Bekenntnis“.

Katholisch, evangelisch und orthodox bezeichnen christliche Konfessionen beziehungsweise große konfessionelle Bereiche. Innerhalb des evangelischen Christentums gibt es beispielsweise lutherische, reformierte und unierte Kirchen. Auch Freikirchen gehören zum Christentum; „Freikirche“ ist dabei ein Sammelbegriff für verschiedene Gemeinschaften.

Beispiel

Mira sagt: „Ich bin evangelisch.“ Damit nennt sie keine eigene Religion. Ihre Religion ist das Christentum; „evangelisch“ beschreibt ihre konfessionelle Zugehörigkeit.

Merke

Religion ist die größere Einordnung, Konfession eine Richtung innerhalb des Christentums. Christentum und evangelisch liegen daher nicht auf derselben Ordnungsebene.

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Frage 1 von 1LeichtWelche Aussage ist fachlich richtig?
Lösung: Evangelisch und katholisch sind Konfessionen innerhalb des Christentums. — Ordne vom größeren zum kleineren Bereich: Religion Christentum – Konfession beziehungsweise konfessioneller Bereich – konkrete Kirche oder Gemeinde.
Woran unterscheiden sich Konfessionen?

Konfessionen können sich in mehreren Bereichen unterscheiden:

  • in ihren Glaubenslehren und Bekenntnissen,
  • in ihrer Organisation und ihren Ämtern,
  • in Gebeten und religiösen Texten,
  • in Gottesdiensten und anderen Ritualen,
  • im Verständnis und in der Feier von Taufe, Eucharistie oder Abendmahl,
  • in der Gestaltung des Glaubens im Alltag.

Nicht jede einzelne Person lebt alle Traditionen ihrer Gemeinschaft gleich. Eine Bezeichnung wie „katholisch“ oder „evangelisch“ verrät deshalb nicht automatisch, was ein Mensch persönlich glaubt oder wie viel er über seine Konfession weiß.

Beispiel

Zwei christliche Gemeinden feiern beide ein Mahl mit Brot und Wein. Sie können diese Feier jedoch unterschiedlich benennen, deuten oder gestalten. Darin zeigt sich: Ein gemeinsamer christlicher Bezug schließt konfessionelle Unterschiede nicht aus.

Gut zu wissen

Eine amtliche Zuordnung, etwa für die Kirchensteuer, ist nicht dasselbe wie die persönliche religiöse Identität. Aus einer eingetragenen Zugehörigkeit folgt auch kein theologisches Expertenwissen.

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Frage 1 von 1MittelEine Schülerin ist amtlich einer Kirche zugeordnet. Was darfst du daraus sicher schließen?
Lösung: Sie ist dieser Kirche amtlich zugeordnet. — Sicher bekannt ist nur die genannte Zuordnung. Persönliche Überzeugungen und Wissen müssen offenbleiben.
Was christliche Konfessionen verbindet

Christliche Konfessionen unterscheiden sich, teilen aber wichtige Grundlagen. Dazu gehören der christliche Glaube an den dreieinen Gott – Vater, Sohn und Heiliger Geist – und die Bibel als wichtigste Schrift.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede können gleichzeitig bestehen. Das lässt sich an einem Vergleich erkennen:

Vergleichsbereichmögliche Gemeinsamkeitmöglicher Unterschied
Heilige SchriftOrientierung an der Bibelunterschiedliche Auslegung einzelner Fragen
Taufechristliche ZeichenhandlungUnterschiede in Deutung oder Praxis
MahlfeierBezug auf die christliche GemeinschaftBenennung und Gestaltung als Eucharistie oder Abendmahl
GemeindelebenGottesdienst und gemeinsames Handelnunterschiedliche Ämter und Organisationsformen

Die Zusammenarbeit verschiedener christlicher Kirchen heißt Ökumene. Sie zeigt sich zum Beispiel in gemeinsamen Gottesdiensten, Begegnungen, Festen oder sozialen Aktionen. Ökumene beseitigt Unterschiede nicht automatisch; sie ermöglicht Zusammenarbeit trotz bleibender Unterschiede.

Beispiel

Mehrere Gemeinden planen gemeinsam eine Hilfsaktion. Ihr gemeinsames Ziel verbindet sie. Gleichzeitig behalten sie ihre eigenen Gottesdienstformen und kirchlichen Strukturen. Das ist konfessionsübergreifende Zusammenarbeit.

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Frage 1 von 1MittelWas zeigt eine gemeinsame Hilfsaktion katholischer, evangelischer und orthodoxer Gemeinden am besten?
Lösung: Die Gemeinden können zusammenarbeiten, obwohl konfessionelle Unterschiede bleiben. — Ökumenische Zusammenarbeit verbindet Menschen und Kirchen bei einem gemeinsamen Vorhaben, ohne alle Unterschiede aufzulösen.
Wie Konfessionen entstehen

Konfessionelle Grenzen waren nicht von Anfang an unveränderlich vorhanden. Gemeinschaften entwickeln im Lauf ihrer Geschichte unterschiedliche Überzeugungen, Praktiken und Organisationsformen.

Konfessionen können unter anderem entstehen durch:

  1. eine langfristige religiöse, kulturelle und politische Entwicklung,
  2. Reformen innerhalb einer Kirche,
  3. eine Trennung nach einem Streit über Veränderungen,
  4. den Zusammenschluss bereits bestehender Gemeinschaften.

Die Reformation ist ein wichtiges Beispiel für eine Entwicklung, aus der neue kirchliche Strukturen hervorgingen. Martin Luther war zunächst katholischer Mönch und Theologe und wollte die damalige Kirche reformieren. Das macht deutlich: Spätere konfessionelle Einteilungen dürfen nicht einfach auf frühere Zeiten übertragen werden.

Merke

Konfessionen entstehen geschichtlich. Ihre heutigen Grenzen und Namen müssen am Anfang einer religiösen Bewegung noch nicht existiert haben.

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Frage 1 von 1SchwerEine historische Person lebte vor der Entstehung einer heutigen Konfession. Welche Einordnung ist angemessen?
Lösung: Man prüft die damalige Situation und überträgt spätere Grenzen nicht ungeprüft. — Konfessionelle Bezeichnungen haben eine Geschichte. Eine sachgerechte Einordnung berücksichtigt, welche Gemeinschaften und Grenzen damals tatsächlich bestanden.
Ähnliche Begriffe sicher unterscheiden

Konfessionsübergreifend oder überkonfessionell bedeutet, dass Menschen oder Organisationen mehrere Konfessionen einbeziehen oder nicht von einer einzelnen Konfession abhängig sind. Sie können dabei weiterhin christlich sein.

Konfessionslos bedeutet dagegen, keiner Konfession anzugehören. Das Wort allein sagt noch nicht, ob ein Mensch religiös ist oder nicht.

Eine Bewegung kann Menschen aus verschiedenen Konfessionen verbinden. Sie ist daher nicht automatisch eine eigene Konfession. Pietismus, Pfingstbewegung, charismatische Bewegungen und evangelikale Bewegungen werden als Beispiele für solche teilweise konfessionsübergreifenden Zusammenhänge genannt.

Der Begriff „Konfession“ wird gelegentlich auch für Untergruppen anderer Religionen verwendet. Diese erweiterte Verwendung ist fachlich umstritten. Für nichtchristliche Zusammenhänge sind Bezeichnungen wie Richtung, Schule, Strömung oder Tradition häufig genauer.

Lückentext

Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.

Katholisch und evangelisch sind innerhalb des . Eine gemeinsame Aktion verschiedener Kirchen ist . Wer keiner Konfession angehört, ist .

Lösungen: Lücke 1: Konfessionen; Lücke 2: Christentums; Lücke 3: konfessionsübergreifend; Lücke 4: konfessionslos. Achte auf die Ebenen: Das Christentum ist die Religion; katholisch und evangelisch sind konfessionelle Zugehörigkeiten. Zusammenarbeit über Grenzen hinweg ist nicht dasselbe wie fehlende Zugehörigkeit.
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Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Konfession
    • gehört vor allem zum Christentum
    • bezeichnet Glaubensrichtung oder kirchliche Zugehörigkeit
    • zeigt Unterschiede in Lehre, Organisation und Praxis
    • teilt christliche Grundlagen mit anderen Konfessionen
    • entsteht durch geschichtliche Entwicklungen
    • kann in ökumenischer Zusammenarbeit Grenzen überschreiten
    • ist nicht dasselbe wie Religion oder persönliche Überzeugung
Abschluss-Check
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Frage 1 von 3LeichtWelche Zuordnung stimmt?
Lösung: Christentum: Religion – katholisch: Konfession — Katholisch und evangelisch gehören beide zum Christentum.
Frage 2 von 3MittelWoran kann sich ein konfessioneller Unterschied zeigen?
Lösung: An der Organisation einer Kirche oder an der Gestaltung einer religiösen Feier — Konfessionelle Unterschiede betreffen beispielsweise Lehre, Organisation, Ämter, Sakramente und religiöse Praxis.
Frage 3 von 3SchwerDrei christliche Gemeinden feiern gemeinsam einen Gottesdienst, behalten aber ihre eigenen Strukturen. Wie lässt sich das einordnen?
Lösung: Es ist ökumenische beziehungsweise konfessionsübergreifende Zusammenarbeit. — Die Gemeinden gehören weiterhin zum Christentum und können ihre konfessionellen Besonderheiten behalten. Gemeinsam ist ihnen die konkrete Zusammenarbeit.

Du kannst den Begriff sicher verwenden, wenn du zuerst die Ebene prüfst: Geht es um eine Religion, eine christliche Konfession, eine konkrete Kirche oder die persönliche Überzeugung eines Menschen?

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