In deiner Klasse können Menschen verschiedene Religionen haben oder keiner Religion angehören. Vielleicht kennst du den Ramadan, eine Moschee in deiner Stadt oder ein muslimisches Fest. Wissen hilft dir, Menschen fair zu begegnen.
Wer sind Muslime?
Der Islam ist eine Weltreligion. Muslime sind Menschen, die dem Islam angehören. Eine Frau muslimischen Glaubens heißt Muslimin.
Muslim sein beschreibt eine Religion. Es sagt nicht, aus welchem Land jemand kommt, welche Sprache die Person spricht oder welche Staatsangehörigkeit sie hat.
Aylin sagt: „Ich bin Muslimin.“ Ihr Freund Samir ist Muslim und deutscher Staatsbürger. Beide können unterschiedliche Familiensprachen und Lebensweisen haben.
Religion und Herkunft sind nicht dasselbe. Muslime leben in vielen Ländern und gehören zu vielen Kulturen.
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Woran glauben Muslime?
Muslime glauben an einen einzigen Gott. Auf Arabisch heißt Gott Allah. Allah ist kein anderer Gott, sondern das arabische Wort für Gott.
Der Koran ist die heilige Schrift des Islams. Musliminnen und Muslime verstehen ihn als Gottes Wort. Der Prophet Mohammed gilt im Islam als der letzte Prophet. Ein Prophet ist ein Mensch, der nach religiösem Glauben eine Botschaft von Gott weitergibt.
Im Religionsunterricht liest eine Gruppe über Mohammed. Dabei lernt sie: Muslime beten nicht Mohammed an. Sie beten Gott an.
Muslime glauben auch an frühere Propheten wie Abraham, Mose und Jesus. Diese Personen kommen ebenfalls im Judentum oder Christentum vor, werden dort aber teilweise anders verstanden.
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Wie zeigt sich der Glaube im Alltag?
Menschen leben ihren Glauben unterschiedlich. Religiosität bedeutet, wie wichtig jemandem der Glaube ist und wie die Person ihn im Alltag lebt. Manche Muslime richten ihren Alltag stark nach ihrer Religion aus, andere weniger.
Das rituelle Gebet ist eine fest geregelte Form des Gebets. Im Islam ist es fünfmal am Tag vorgesehen. Wie regelmäßig einzelne Musliminnen und Muslime beten, ist unterschiedlich. Beim Gebet richten sie sich nach Mekka aus, einer für den Islam besonders wichtigen Stadt in Saudi-Arabien.
Omar betet regelmäßig zu den vorgesehenen Zeiten. Seine Schwester betet seltener. Beide gehören zum Islam.
Die religiösen Regeln sind für viele Muslime wichtig. Trotzdem leben nicht alle Menschen ihren Glauben auf dieselbe Weise.
Der Ramadan ist ein Monat im islamischen Kalender. In ihm fasten viele Muslime. Fasten bedeutet dabei, von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang nichts zu essen und zu trinken. Die Fastenpflicht betrifft religiös mündige Muslime. Kranke Menschen, Reisende, Schwangere und weitere Menschen können entschuldigt sein.
Nach Sonnenuntergang kommt eine Familie zum Essen zusammen. Das Ende des täglichen Fastens heißt Fastenbrechen.
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Moschee und Gemeinschaft
Eine Moschee ist ein Gebetshaus für Muslime. Dort können Menschen beten, religiösen Unterricht besuchen, einander treffen oder gemeinsam feiern. Deshalb ist eine Moschee oft auch ein Ort der Gemeinschaft.
Ein Imam ist eine Person, die in einer Moschee das Gebet leiten kann. Es gibt im Islam keine zentrale Leitung, die für alle Muslime auf der Welt entscheidet.
Eine Schulklasse besucht eine Moschee. Vor dem Gebetsraum ziehen viele Besucher ihre Schuhe aus. Die Klasse erfährt, dass dies als Zeichen von Sauberkeit und Respekt geschieht.
In Deutschland leben ungefähr 5,5 Millionen Menschen muslimischen Glaubens. Sie haben unterschiedliche Familiengeschichten, Sprachen und religiöse Traditionen.
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Vielfalt und Respekt
Der Islam hat verschiedene Strömungen. Eine Strömung ist eine größere Gruppe innerhalb einer Religion, die Glaubensinhalte oder Traditionen teilweise anders versteht. Zu den größten Strömungen gehören Sunniten und Schiiten. Daneben gibt es weitere Gemeinschaften und religiöse Traditionen.
Auch Kleidung, Essen, Feste und Gebete können für Muslime unterschiedlich wichtig sein. Ein Kopftuch kann für manche Musliminnen ein Ausdruck ihres Glaubens sein. Andere Musliminnen tragen keines. Kleidung allein zeigt nicht, wie gläubig ein Mensch ist.
Muslimfeindlichkeit bedeutet Abwertung, Ausgrenzung oder Hass gegen Menschen, weil sie muslimisch sind oder dafür gehalten werden. Das verletzt Menschen und widerspricht der Gleichbehandlung.
Jemand sagt: „Muslime sind alle gleich.“ Das ist ein Vorurteil. Besser ist es, eine Person höflich nach ihrer eigenen Sicht zu fragen.
Respekt heißt: Du darfst Fragen stellen und Unterschiede wahrnehmen. Aber du ordnest Menschen nicht vorschnell einer Schublade zu.
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Zusammenfassung
Muslime gehören zur Religion Islam und glauben an den einen Gott, Allah. Der Koran ist ihre heilige Schrift. Mohammed gilt im Islam als Prophet.
Gebet, Ramadan und Moscheen können zum muslimischen Leben gehören. Musliminnen und Muslime leben ihren Glauben jedoch unterschiedlich. Sie haben verschiedene Herkünfte, Sprachen und Traditionen. Darum ist es wichtig, Menschen einzeln kennenzulernen und Vorurteile zurückzuweisen.
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